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Neue französische Kreuzfahrtgesellschaft stellt Konzept vor

Über die erste Pressekonferenz von Compagnie Française de Croisières berichtet Miryem Berry.

Am Dienstag (6. September 2022) starteten Clément Mousset und Cédric Rivoire-Perrochat, zwei französische Kreuzfahrtfans, offiziell die „Compagnie Française de Croisières“, eine neue französische Kreuzfahrt-Linie. Nach eigener Aussage möchten sie Seereisen mit der französischen Lebensart verbinden, zurück zur Grundlage von Seereisen und ohne „schwimmende Clubs“. Damit will man an diese Tradition des Reiseziels, der Entdeckung des Meeres anknüpfen.


Screenshot der Pressekonferenz zum Launch von Compagnie Française de Croisières


Man will so die Tradition der Langstreckenreisen wiederbeleben, das Schiff soll Aufenthalte von 13 bis zu 72 Stunden an Land bieten. Das Produkt soll 100% französischsprachig sein, und sich im Premium-Markt ansiedeln, also weder high-end noch Massenmarkt.

Die Routen sollen nach den Passagierwünschen entworfen und gestaltet werden. Aufgrund der Länge der Routen ist das Produkt nicht das ganze Jahr über für Familien geeignet. Für diese sind Abfahrten an Wochenenden, ein Mehrgenerationen-Empfang, angepasste Infrastrukturen und Animationen vorgesehen. Für Alleinreisende soll kein Single-Zuschlag erhoben werden.

Die Reisen sind lang, aber mit einer kleinen Kapazität von 1100 Passagieren, einen hochwertigen Service, eine Premium-Gastronomie, eine Vielfalt an Reisezielen, Kultur- und Unterhaltungsangeboten bieten. Das Verhältnis von Besatzung zu Passagieren beträgt zwei Besatzungsmitglieder pro Passagier. Die Kabinengröße ist außergewöhnlich, um den Komfort zu erhöhen, 16 und 17 qm für die kleinste und bis zu 97 qm für die größte Kabine.


Die ehemalige „Maasdam“ von HAL ist ab 2023 als „Renaissance“ für die Compagnie Française de Croisières unterwegs. (Archivfoto) Foto: Frank Behling

Die zur Renaissance gewordene Maasdam gehörte der Reederei Holland America Line. Bereits Ende 2018 renoviert, sind 10 Millionen Euro an Arbeiten geplant, um das Schiff an die CI der CFC anzupassen, sowohl im technischen als auch im ökologischen und „kosmetischen“ Bereich.

Die nächste Modernisierung wird diesen Herbst beginnen und bis zur Übergabe des Schiffes Anfang 2023 andauern.

Die Renaissance soll umweltfreundlich fahren. Sie ist mit Scrubbern, Landstromanschlüssen, einem Abwasserbehandlungssystem ausgestattet und verbraucht entschwefelten Treibstoff. Die Fahrgeschwindigkeit ist auf 14 Knoten begrenzt und der Plastikverbrauch an Bord soll reduziert werden. Ab 2024 soll ein Bericht über die Umweltauswirkungen herausgegeben werden.


Screenshots der Präsentation


Die unter französischer Flagge fahrende Renaissance (Heimathafen Marseille) wird ihre ersten Kreuzfahrten am 10. Februar ab Le Havre beginnen und am 25. Februar eine Familienreise zu den Nordlichtern mit 2 Tagen und einer Nacht in Alta in Norwegen bieten. Die Fahrten sind no-fly-Angebote.

An Bord erwartet die Gäste eine vorwiegend französische Gastronomie. Bei der Auswahl der Gerichte lässt sich CFC nach eigenen Aussagen von alten Speisekarten inspirieren und erinnert sich dabei an die legendären Passagierschiffe wie die Normandie oder die France.

Deutschland, die Niederlande, Belgien, die Kanalinseln, die britischen Inseln, die Küsten Algeriens und Tunesiens, sowie der israelischen Küste und die Adria gehören zu den angesteuerten Zielen.