Schlagwort: Schiffbau

„Viking Neptune“ delivered in Ancona

Pressemitteilung

Viking and Fincantieri cooperate on hydrogen fuel cell test

“Viking Neptune”, the newest ocean cruise ship which Fincantieri has built for the shipowner Viking, has been delivered today at the shipyard in Ancona. The unit is placed in the small cruise ship segment. As its sister ships, she is about 47,800 tons, with 465 cabins to accommodate up to 930 passengers.

“Viking Neptune”, ninth of this class, marks a quantum leap in the longstanding cooperation between Viking and Fincantieri for designing, delivering and operating environmentally considerate cruise vessels. The two companies, indeed, keep on cooperating for developing pioneering applications based on hydrogen fuel cells, aiming to achieve an increasing reduction of GHG emissions.

“Viking Neptune” embodies the first result of such cooperation, as a hydrogen fuel cell module, with a nominal power of 100 kW, has been fitted on board as a test. Such installation is particularly important for tuning technological devices and developing rules and regulations for use of hydrogen on board a cruise vessel.


„Viking Saturn“ und „Viking Neptune“ im Sommer 2022, (Archiv), Foto: Jens Meyer

This year Viking and Fincantieri have also strengthen their collaboration going beyond the joint R&D activity and aiming to develop large scale hydrogen applications, significantly contributing to the reduction of GHG emissions of the vessels. As a first step the two companies have designed an enlarged vessel configuration (to be applied to the vessels to be delivered after 2024), defining spaces and arrangements for accommodating the increased size of hydrogen tank, the fuel cell systems and relevant auxiliaries. The second step will be the development of a hydrogen-based generation system with a total power of about 6-7 MW, (the largest size ever tested on board a cruise vessel) and able to ensure smokeless port operation and slow steaming navigation. Such systems, once finalized, could be installed on the vessels under construction and, as far as possible, retrofitted on the vessels already delivered.

With such joint project of cooperation, Viking and Fincantieri aim to maintain a position of technological leadership and to contribute to the future development of even more environmentally considerate cruise vessels

Text: PM Fincantieri

NEPTUN WERFT seit 25 Jahren Teil der MEYER Gruppe

Pressemitteilung

Die NEPTUN WERFT hat Grund zum Feiern: Am 27. August 1997 schlossen sich die Werften in Papenburg und Rostock zur MEYER NEPTUN Gruppe zusammen. Damit ist die NEPTUN WERFT seit 25 Jahren Teil der MEYER Gruppe. Die Werft an der Ostsee blickt auf eine lange Schiffbautradition zurück: Sie geht auf ein 1850 gegründetes Unternehmen zurück und hat seit dieser Zeit mehr als 1.500 Schiffe neu gebaut und weitere tausend repariert.

Heute gehört die Werft mit ihren 500 Mitarbeitenden zu den Marktführern im Bau von Flusskreuzfahrtschiffen. Mit dem Bau schwimmender Maschinenraummodule hat sich die NEPTUN WERFT zudem zu einem entscheidenden Bindeglied zwischen der MEYER WERFT in Papenburg und MEYER TURKU in Finnland entwickelt. Aber auch Fähren, Gastanker, Forschungsschiffe und andere Spezialschiffe zählen zum Produktportfolio.

„In den vergangenen 25 Jahren hat sich die NEPTUN WERFT zu einem bedeutenden Standort für die MEYER Gruppe entwickelt und trägt heute wesentlich zu dessen Erfolg bei. Durch kontinuierliche Investitionen hat sich die Werft stets weiterentwickelt, wie beispielsweise mit dem Neubau der Halle 8a, die 2018 in Betrieb gegangen ist. Wir freuen uns sehr, nun gemeinsam dieses Jubiläum zu feiern“, sagt Geschäftsführer Bernard Meyer.

1997 investierte Bernard Meyer in eine Werft, die zum Erbe des Bremer Vulkan gehörte und die wie viele andere frühere Betriebe der ehemaligen DDR zuvor bereits Massenentlassungen hinter sich hatte. In den Folgejahren wurden auf der Rostocker Werft zunächst Stahlbausektionen für den Standort Papenburg gefertigt und vor allem Schiffsreparaturen durchgeführt. Denn aufgrund strikter EU-Regeln durfte NEPTUN zunächst keine seegängigen Schiffneubauten produzieren. Im Jahr 2000 wurde der 

Werftstandort vom Stadtzentrum Rostocks vollständig nach Warnemünde verlagert. Dort folgte das erste eigene, größere Projekt für den Standort: Das Containerschiff Al Shuwaikh wurde 2001 zu einem Tiertransportschiff umgebaut.

Zu dieser Zeit hatte die Werft neue Aufträge für den Bau anderer Schiffstypen an Land ziehen können: der Bau von Flusskreuzfahrtschiffen begann. Dieser Markt wurde die Kernkompetenz der Werft und prägte weit über die nächste Dekade den Erfolg der Werft. Im Jahr 2002 wurden die ersten beiden Flusskreuzfahrtschiffe, die A-Rosa Bella und die A-Rosa Donna, abgeliefert. Weitere Binnenfahrtgastschiffe für A-Rosa, Premicon und Viking folgten. Im vergangenen Jahr beendete die NEPTUN WERFT mit 65 Flusskreuzfahrtschiffen für Viking River Cruises die längste Serie an Schwesterschiffen weltweit. Damit hat die Werft in Warnemünde bis heute insgesamt 82 Flusskreuzfahrtschiffe abgeliefert.

NEPTUN arbeitet zudem intensiv an Forschungsprojekten in diesem Markt. Beispielsweise wird mit dem River Cell Demonstrator intensiv an neuen klimaneutralen Formen der Energieerzeugung mittels Brennstoffzellen geforscht.

Seit 2017 fertigt die NEPTUN WERFT mit schwimmenden Maschinenraummodulen die Herzstücke für die Kreuzfahrtschiffe der MEYER WERFT und von MEYER TURKU. Begonnen mit dem Modul für die AIDAnova hat die Werft bis heute 13 von ihnen an die Werften innerhalb der Unternehmensgruppe geliefert.

Text: Meyer Werft / NEPTUN WERFT 

Orderbook der Kreuzfahrtschiffe schmilzt

Die Corona-Pandemie hat den Kreuzfahrtmarkt auf den Kopf gestellt. Die einstige Nimbus der Immunität gegen Krisen ist pulverisiert worden. Ein guter Gradmesser der Lage ist der Auftragsbestand von Kreuzfahrtreedern bei Werften. Er sinkt seit einem Jahr kontinuierlich. Bei Ausbruch der Pandemie im März 2020 waren 110 Hochseekreuzfahrtschiffe bei Werften weltweit bestellt. Nach zwei Jahren ist dieses Polster abgeschmolzen.

Nach der Übersicht der „Cruise Industry News“ sind aktuell noch 72 Schiffe mit zusammen 162750 Betten (Lower Berths) bei Werften bestellt. Das Auftragsvolumen beträgt 45,5 Milliarden Dollar. Letztes Schiff ist eines der LNG-Kreuzfahrtschiffe mit 205000 BRZ für MSC im Sommer 2027. Damit hat das Orderbook seit Jahren wieder die Marke von 80 Neubauten unterschritten.

Zum Vergleich: Im Mai 2021 lag das Auftragspolster der Werften noch bei 102 Kreuzfahrtschiffen mit 208963 Betten und einem Investitionsvolumen von 60,7 Milliarden Dollar. 2019, auf dem Peak der Entwicklung, waren 114 Schiffen für 66,3 Milliarden mit 247640 Betten in den Auftragsbüchern.

Wie geht es weiter? Aufträge kamen zuletzt vor allem aus dem Bereich der Expeditionskreuzfahrten oder von Privatreedereien wie MSC. Die Schweizer Reederei kann gerade auch ohne langwierige Kreditverhandlungen Neubauten finanzieren, da das Unternehmen aus Genf im Bereich der Containerschiffe erhebliche Gewinne erzielt. Von zweistelligen Milliarden-Summen ist da pro Jahr die Rede.


Foto: Frank Behling
Foto: Frank Behling

Insgesamt sind 72 neue Kreuzfahrtschiffe noch bestellt bei den Werften. (Symbolfotos)


Bei den drei großen börsennotierten Kreuzfahrtreedereien Carnival, Royal Caribbean und NCL haben sich 2020 und 2021 Verluste von 30,46 Milliarden Dollar angehäuft. Immerhin fiel der Verlust 2021 mit 13,51 Milliarden Dollar 20,2 Prozent bei dem Trio niedriger als 2020 aus. 2019 hatten die drei noch zusammen 6,5 Milliarden Dollar Gewinn eingefahren. 2023 ist die „Schwarze Null“ wieder im Fokus.

Die klassischen Kreuzfahrtreedereien stecken deshalb noch voll im Strudel der Pandemie-Folgen. Die börsennotierten Unternehmen leiden unter erheblichen Krediten, die sie für die Finanzierung ihrer Bestandsflotten sowie die Neubauten aufgenommen haben. „Neubaubestellungen größerer Art sind nicht vor Ende des Jahrzehnts zu erwarten“, ist immer wieder in der Szene zu hören.

Ein Symbol der Entwicklung sind die Schwierigkeiten mit dem Verkauf des zu 75 Prozent fertiggestellten Neubaus Global Dream bei den MV Werften. 2019 wäre so ein Rohbau sofort in eine neue Reederei gekommen. Die Finanzierung durch den Kapitalmarkt wäre überhaupt kein Problem.

2022 sieht die Lage grundlegend anders aus. Die für eine Milliarde Euro bestellte Global Dream wird inzwischen schon zu einem niedrigen dreistelligen Millionen-Wert taxiert. Interessenten gab es aber auch dafür aber dennoch keine.

Interessant ist bei dem Vergleich der Neubaulisten auch der „statistische Trend“ zu größeren Schiffen. So ist die Durchschnittsgröße der 72 aktuell in Bau befindlichen Schiffe mit 94637 BRZ und 2260 Passagierplätzen (Lower Berths) etwas höher als im Mai 2021. Damals lag die Durchschnittsgröße laut „Cruise Industry News“ noch bei 87381 BRZ mit 2049 Betten pro Schiff.

Die großen Kreuzfahrtwerften Fincantieri, Chantiers de l’Atlantique und Meyer diversifizieren dennoch fleißig. Als Reaktion haben sie sich inzwischen die Werften auch auf andere Geschäftsfelder ausgerichtet. Alle drei Werften intensivieren den Bau von Marineschiffen. Hier gab es in den letzten Monaten signifikante Neubauaufträge. FB

Hoffnungsschimmer für Brodosplit: Kann Storylines-Auftrag für Residenzschiff die Werft retten?

Trotz der erheblichen finanziellen Probleme der seit 20. Mai d. J. in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindlichen kroatischen Brodosplit-Werft zeichnet sich für das zur privaten DIV-Gruppe gehörende Unternehmen ein Hoffnungsschimmer ab.

Gelände der kroatischen Brodosplit-Werft,
Bild: Brodosplit

Die jetzt von dem in Miami ansässigen Unternehmen Storylines in einer Pressemitteilung bestätigte Unterzeichnung eines bereits im April 2021 angekündigten 1,5 Milliarden Dollar-Auftrages zum Bau eines Residenzschiffes („an Bord“ vom 7. April 2021) dürfte eine willkommene Hilfe für die Umsetzung des von der Werft parallel zum derzeitigen vorläufigen Insolvenzverfahrens – dafür sollen Gläubigerforderungen in Höhe von 733,3 Mio. Euro angemeldet worden sein – zur Vermeidung eines Anschlusskonkurses in Arbeit befindlichen Restrukturierungsplanes sein (siehe „an Bord“ v. 14. August 2022).

Der 232,5 Meter lange Neubau mit 547 Appartements, für den ursprünglich eine Lieferung in 2024 und der erste Stahlschnitt noch in 2021 erwartet worden war, soll nunmehr 2025 in Fahrt kommen und laut der Pressemitteilung das erste vollständig ökologisch nachhaltige Schiff sein.

Für Brodosplit wäre es das erste Residenzschiff, nachdem ein erster im Mai 2020 von der in Malta ansässigen Ocean Residences Development Ltd. (ORD), erteilter Auftrag für ein 2024 zu lieferndes 290 m langes 84 000-BRZ Schiff mit 118 Appartements, die in Kooperation mit der im Januar 2020 von DIV übernommenen norwegischen Kleven Verft zu realisierende Njord, wegen des Kleven-Konkurses im Juli 2020 verloren ging und nunmehr von der Meyer Werft bis Ende 2025 erstellt werden soll („an Bord“ 30. Juli 2021).


Animation: Storylines

Animationen des Residenzschiffes „Narrative“, Abbildungen: Storylines


„Wir freuen uns, mit einer so angesehenen europäischen Werft zusammenzuarbeiten, die auf eine lange Tradition im Bau von hochwertigen Passagierschiffen zurückblicken kann“, sagte Alister Punton, CEO von Storylines. Ihm zufolge wird das Schiff u.a. auch über ein Postamt, eine Schule, eine Bibliothek, ein Krankenhaus, eine Bank, Schwimmbäder, Geschäftsräume und etwa 20 verschiedene gastronomische Einrichtungen verfügen. Es solle zudem das größte Wellness-Zentrum auf See der Welt sein, mit eigenen Gärten, Farmen und Raum für verschiedene Sportarten und Erholung an Bord.

„Wir freuen uns, dieses innovative Schiff gemeinsam mit Storylines zu bauen“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende von Brodosplit und DIV-Eigner, Tomislav Debeljak. „Wir beteiligen uns immer an Projekten, die der Branche Entwicklung bringen und neue Technologien beinhalten. Dieses Schiff ist mit verschiedenen energiesparenden Funktionen ausgestattet, verfügt über Motoren, die mit zwei Kraftstoffarten (Diesel und LNG) betrieben werden, und wird so optimiert, dass es die geringstmöglichen Emissionen von schädlichen Partikeln und Gasen aufweist. Es gibt viele neue umweltfreundliche Technologien und Schiffssysteme, bei denen wir Pionierarbeit leisten, was dieses Projekt für uns sehr spannend macht.“


Foto: Storylines

Die Preise für die Wohnungen auf dem Schiff mit dem Projektnamen Narrative liegen zwischen 1 und 8 Millionen Dollar für die gesamte Lebensdauer des Schiffes, wobei eine begrenzte Anzahl von 24-Jahres-Verträgen ab 647.000 Dollar erhältlich ist.

Nach Angaben von Debeljak werden jetzt alle notwendigen technischen und kommerziellen Aktivitäten mit dem Eigentümer durchgeführt, damit der Bau so bald wie möglich beginnen könne.

„Brodosplit hat Potenzial und neue Verträge, eine sichere Zukunft für die nächsten fünf Jahre. Wir sind davon überzeugt, dass wir das Insolvenzverfahren erfolgreich abschließen und den Schiffbau in Split fortsetzen werden“, fügte er hinzu.

Dafür dürfte allerdings auch die Haltung der kroatischen Regierung zur Bereitstellung der benötigen Finanzierungsgarantien und Vorschüsse ein entscheidender Faktor sein. Anfang Juli war die Produktion bei der größten kroatischen Werft, die früher 1548 und zuletzt 150 Mitarbeiter für die Weiterführung selbst oder von der EU finanzierter Projekte beschäftigte, eingestellt worden. Die Beschäftigten erhielten drei Mindestlöhne für Februar, März und April. Am 1. Juli wurden sie bis zum 1. September beurlaubt. JPM

„EINE NEUE ÄRA DER KREUZFAHRT“: NORWEGIAN CRUISE LINE FEIERT ÜBERGABE DER NORWEGIAN PRIMA

Pressemitteilung

Das Kreuzfahrtunternehmen heißt in Venedig das erste von insgesamt sechs Schiffen der bahnbrechenden neuen Prima Klasse in der NCL-Flotte willkommen

Nach knapp einem Jahrzehnt markiert dies den Beginn der nächsten innovativen Generation von Schiffen

Norwegian Cruise Line (NCL), Innovationsführer in der weltweiten Kreuzfahrtindustrie mit 55-jähriger Unternehmensgeschichte, hat heute sein neuestes Schiff, die Norwegian Prima, in Marghera, Venedig, von der renommierten Fincantieri-Werft übernommen.
 
Dieser mit Spannung erwartete Meilenstein ist gleichzeitig Startschuss für die neue Generation der NCL Prima Klasse. Die insgesamt sechs Schiffe werden bis zum Jahr 2027 ausgeliefert.    

Luigi Matarazzo (General Manager der Abteilung für Handelsschiffe bei Fincantieri) und Harry Sommer (President und CEO bei Norwegian Cruise Line), Foto: via Norwegian Cruise Line

Bei der Übernahme vor Ort waren Frank Del Rio, President und Chief Executive Officer der Norwegian Cruise Line Holdings, Harry Sommer, President und CEO bei Norwegian Cruise Line, Luigi Matarazzo, General Manager der Abteilung für Handelsschiffe bei Fincantieri, sowie weitere Führungskräfte beider Unternehmen. Auf die Übergabefeier folgte die traditionelle Flaggenwechsel-Zeremonie.
 
„Heute leiten wir mit der feierlichen Übernahme der Norwegian Prima eine aufregende neue Ära in der Kreuzfahrt ein“, sagte Harry Sommer. „Die Norwegian Prima ist das lang erwartete erste Schiff unserer außergewöhnlichen neuen Prima Klasse und stellt NCLs Guest-First-Philosophie eindrucksvoll unter Beweis. Gleichzeitig ist sie Beleg für unseren Anspruch, den Gästen unvergessliche Erlebnisse zu bieten, die alle Erwartungen übertreffen. Wir danken unseren wunderbaren Partnern bei Fincantieri, die mit beispielloser Handwerkskunst, Expertise und Hingabe dazu beigetragen haben, die Norwegian Prima zum Leben zu erwecken. Wir können es kaum erwarten, die ersten Gäste an Bord begrüßen zu dürfen.
 
Mit 294 Metern Länge, 142.500 Bruttoregistertonnen und einer Kapazität für 3.100 Gäste bei Doppelbelegung wurde die Norwegian Prima so konzipiert, dass der Gast und sein Erlebnis an Bord an erster Stelle stehen. Das Schiff bietet eine einzigartige Weitläufigkeit, ein durchdachtes, beeindruckendes Design sowie eine Vielzahl von Marken- und Branchenneuheiten. Die Norwegian Prima erhebt den Anspruch, das geräumigste neue Kreuzfahrtschiff in der Premium-Kategorie zu sein und bietet sowohl den größten Außendeckbereich als auch die großzügigsten Kabinen und Suiten aller Neubauten.
 
Ein Beispiel für die Vielzahl an Erlebnismöglichkeiten ist die Indulge Food Hall, ein abwechslungsreicher Gastronomie-Bereich unter freiem Himmel mit elf verschiedenen Stationen und Gerichten aus aller Welt. Der Prima Speedway ist sowohl die längste als auch die einzige dreistöckige Kartbahn auf See, während „The Drop“ als weltweit erste Freifall-Trockenrutsche über zehn Decks eine höhere Beschleunigungskraft erreicht als ein Formel-1-Wagen.
 
Ein weiteres Highlight an Bord ist der Ocean Boulevard, der auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern das Deck 8 umrundet und es den Gästen somit erlaubt, um das gesamte Schiff zu flanieren und den Meerblick zu genießen, während sie im Freien speisen oder ihren Lieblingsplatz in den verschiedenen Lounges entdecken können.

Einen traumhaften, geradezu „unendlich“ weiten Blick auf den Ozean bietet der Infinity Beach mit seinen beiden kantenlosen Pools: Sie sind so nah am Wasserspiegel positioniert, dass Gäste das beruhigende Blau des Meeres mit freiem, unverstelltem Blick genießen können. Der Oceanwalk mit seinen zwei Glasbrücken gibt den Besuchern das Gefühl, über dem Wasser in der Luft zu schweben. Ein Anziehungspunkt für Kunstliebhaber ist The Concourse, der erste Outdoor-Skulpturengarten auf See mit sechs Installationen des internationalen Metallkünstlers Alexander Krivosheiw und einer von David Harber aus Großbritannien entworfenen Wandskulptur.
 
Luigi Matarazzo, General Manager der Abteilung für Handelsschiffe bei Fincantieri sagte: „Es ist uns eine große Freude, gemeinsam mit Norwegian Cruise Line diese Weltklasse-Schiffsserie zu erschaffen. Der heutige Tag, an dem wir das erste der sechs Schiffe der Prima Klasse ausgeliefert sehen, erfüllt uns mit Stolz. Die Norwegian Prima bietet eine Fülle von Weltneuheiten, nie zuvor gesehenen Features und außergewöhnlichen Attraktionen, die man auf See niemals erwarten würde.“
 
Die Norwegian Prima wird ist das erste große Kreuzfahrtschiff sein, das in Island getauft wird. Ihre achttägige Jungfernfahrt tritt sie am 27. August von der isländischen Hauptstadt Reykjavik aus an; die Reise endet in Amsterdam. Taufpatin des Schiffes ist Katy Perry: Der international gefeierte Popstar übernimmt die maritime Tradition der Segnung und offiziellen Namensgebung und wird im Rahmen der Taufzeremonie auch auftreten.
 
Im Anschluss an die Jungfernfahrt wird die Norwegian Prima von Amsterdam und Kopenhagen aus zu einer Reihe von achttägigen Kreuzfahrten aufbrechen. Diese Abfahrten geben Gästen die Möglichkeit, Nordeuropa und die Fjorde Norwegens zu entdecken. Anschließend wird das Schiff ab dem 10. Oktober 2022 eine Vielzahl von Karibik-Kreuzfahrten absolvieren, bevor die Norwegian Prima dann ab Mai und bis September 2023 erneut durch Nordeuropa kreuzen wird.  
 
Für weitere Informationen über die preisgekrönte Flotte des Unternehmens mit 18 Schiffen und weltweiten Reiserouten oder um eine Kreuzfahrt zu buchen, wenden Sie sich bitte an ein Reisebüro oder besuchen Sie www.ncl.com.

Text: PM Norwegian Cruise Line

„NORWEGIAN PRIMA” DELIVERED IN MARGHERA

She is the first of six new-generation cruise ships of Norwegian Cruise Line’s new Prima Class

Pressemitteilung

“Norwegian Prima”, the first of six vessels from Norwegian Cruise Line’s (NCL) new Prima Class of ships was delivered at the shipyard in Marghera (Venice) today, at the presence of Harry Sommer, President and Chief Executive Officer of Norwegian Cruise Line, Frank Del Rio, President and Chief Executive Officer of Norwegian Cruise Line Holdings Ltd, and Pierroberto Folgiero, Chief Executive Officer and Managing Director of Fincantieri.

NCL is part of Norwegian Cruise Line Holdings Ltd., the U.S.-based company, which is one of the world’s leading cruise operators.Along with her sister-ships, “Norwegian Prima” will form the backbone of the future NCL fleet, atmore than 142,500-tons, almost 300 meters long, and accommodating 3,215 guests. Deliveries are scheduled through 2027.

The Prima Class is based on a prototype project developed by Fincantieri, which enhances the consolidated features of NCL’s signature offering of freedom and flexibility, qualified by an innovative configuration for an elevated passenger experience. In addition, focus was set on energy efficiency, with the twofold aim of optimizing consumption at sea and reducing environmental impact, compliant with all the most recent regulations on this matter.

Besides NCL, Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. operates the Regent Seven Seas Cruises brand, to which Fincantieri will deliver next year in Ancona a third luxury cruise ship, “Seven Seas Grandeur”, after “Seven Seas Explorer” (2016) and “Seven Seas Splendor” (2020), as well as Oceania Cruises, for which the Group has in its orderbook two new-generation cruise ships which will start the “Allura-class”.

Text: PM Fincantieri

WORK STARTS IN DRY DOCK IN ANCONA ON “SEVEN SEAS GRANDEUR”

Pressemitteilung

She is the third cruise ship to be built for Regent Seven Seas Cruises

The keel laying ceremony was held today at the Ancona shipyard for “Seven Seas Grandeur”, the third luxury cruise ship that Fincantieri is building for Regent Seven Seas Cruises, brand of the Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. The delivery is scheduled for 2023.

Foto: Fincantieri

During the ceremony three custom-minted coins have been placed onto the keel of the ship, each one representing one of the sister ships: “Seven Seas Explorer”, “Seven Seas Splendor” and “Seven Seas Grandeur”. The coins for the two vessels, delivered at the Sestri Ponente (Genova) shipyard in 2016 and Ancona shipyard in 2020, are replicas of those that were placed on respective vessels, while the new coin includes the cruise line’s 30th anniversary logo.

Like the first two vessels of her class “Seven Seas Grandeur” will be 55,500 gross tons with accommodation for only 732 passengers, with among the highest staff-to-guest ratio in the industry. She will be built using the very latest in environmental protection technologies, while the interiors will be particularly sophisticated, with every attention paid to passenger comfort.

Text: PM Fincantieri


Kiellegung der „Seven Seas Grandeur“ in Ancona am 12. Juli: erste Fotos

Foto: Jens Meyer

Nachhaltig und vielfältig: MSC World Europa

Sie ist feuerrot, sieht schon von aussen giftig aus: Hoch oben auf Deck 20 wartet ein furchterregender Kobra-Kopf auf Kundschaft. Wer sich in diesen Rachen begibt, endet nur wenige Sekunden später nach einer turbulenten Rutschfahrt in Spiralen im fast freien Fall elf Decks tiefer. „The Venom Drop“, der Gifttropfen, die längste Rutschbahn auf einem Kreuzfahrtschiff, ist nur eines der zahllosen Gadgets auf der MSC World Europa, die in der Werft Chantiers de l’Atlantique im französischen St. Nazaire für eine Ablieferung Ende des Jahres fertiggestellt wird.

Vor wenigen Tagen hatten wir die Gelegenheit, den Neubau auf der Werft zu besuchen und uns über die wichtigsten Einrichtungen und den Stand des ersten über LNG-Antrieb verfügenden MSC-Schiffes zu informieren.

Foto: enapress.com

Bis zu 2000 Personen der Werft und der knapp 500 verschiedenen Zulieferfirmen arbeiten in diesen Tagen an dem milliardenschweren Schiff, wie ein Sprecher der Werft erklärte. Drei Millionen Arbeitsstunden wird die Fertigstellung der MSC World Europa verschlingen. Das 333,3 Meter lange, 47 Meter breite und 68 Meter hohe Schiff, das in einer Bauzeit von insgesamt 15 Monaten aus 38.000 Tonnen Stahl aus 300.000 einzelnen Stahlteilen entsteht, kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Es verfügt über 205.700 BRZ, für die 6762 Gäste stehen auf 22 Decks 40.000 Quadratmeter öffentliche Bereiche zur Verfügung. Mit seinem modernen Bugdesign hebt es sich sofort von anderen Schiffen ab.

Die MSC World Europa soll das sechstgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt werden, nach den Schiffen der Oasis-Klasse von Royal Caribbean.

MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique hatten bereits im Dezember den Bau einer Pilotanlage für Brennstoffzellen an Bord der MSC World Europa mit dem Namen „Blue Horizon“ bestätigt. Die Technologie nutzt Flüssigerdgas (LNG) um Treibstoff in Elektrizität umzuwandeln und erzeugt Strom und Wärme an Bord – mit einem der höchsten Wirkungsgrade aller heute verfügbaren Energielösungen. Es ist, so MSC, das erste Mal, dass eine LNG-betriebene Brennstoffzelle auf einem Kreuzfahrtschiff eingesetzt werde. Die von Chantiers de l’Atlantique und MSC Cruises ausgewählte Brennstoffzellentechnologie ist die von Bloom Energy entwickelte „Solid Oxide Fuel Cell“ (SOFC).


Foto: enapress.com

Die SOFC soll den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu einem herkömmlichen LNG-Motor um weitere 30 Prozent reduzieren, ohne dass Stickoxide, Schwefeloxide oder Feinstaub ausgestoßen werden. Ein weiterer Vorteil ist die Kompatibilität mit LNG und verschiedenen kohlenstoffarmen Kraftstoffen wie Methanol, Ammoniak und Wasserstoff.

Linden Coppell, Sustainibility Director von MSC Cruises, sagte bei der Vorstellung, dass der ab 2023 vorgeschriebene Kohlenstoffintensitätsindex (CII) ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Umdenken für diesen und weitere Bauten sei. „Denn die Schiffe sollen ja etwa 30 Jahre in Dienst bleiben und müssen dann jeweils den aktuellen Nachhaltigkeits-Vorschriften entsprechen. Dazu gehöre auch neben anderen technischen Maßnahmen eine Optimierung der Reisepläne, um möglichst energieeffizient zu sein.“



„Um aber das Zero-Emissions-Ziel zu erreichen brauchen wir aber neue Technologien und Treibstoffe.“

Über die architektonische Ausstattung sprach der Vizechef der Neubauten für MSC Cruises, Trevor Young. Der Australier: „Unsere Meraviglia-Klasse war eher nach innen gebaut, bei der Seaside-Klasse findet sehr viel aussen open-air statt. Die World Europa wird eine Mischung aus den beiden sein. Um das Design hat sich auch diesmal bis ins Detail die Frau des Besitzers, Rafaela Aponte gekümmert.“

Obwohl seit einigen Jahren die gesamte Schiffsentwicklung bei MSC digital stattfindet, „bauen wir immer noch reelle Mock-Up Kabinen, um einfach ein persönliches Gefühl für den Platz zu bekommen, der dem Gast zur Verfügung steht.“


Video: enapress.com

Young weiter: „Wir haben bei MSC Cruises jetzt innerhalb von sieben Monaten vier Schiffsablieferungen, das wird sportlich.“

Jacques Van Staden, Vice President of Food & Beverage von MSC Cruises, erläuterte das gastronomische Konzept, neben den 21 Bars und Lounges wird es 13 Restaurants an Bord geben, von denen einige komplett neu sind.

Dazu gehören die Chef’s Garden Kitchen, die sich auf geschmackvolle Microgreens konzentriert, und La Pescaderia, ein traditioneller Meeresfrüchte-Grill mit Sitzplätzen im Freien. Auch beliebte Restaurants wie das Butcher’s Cut, der Kaito Teppanyaki Grill, eine Sushi Bar und Hola! Tacos & Cantina werden wieder dabei sein.


Foto: enapress.com

Zuständig für den Bau der „MSC World Europa“: Giuseppe Russo. Foto: enapress.com

„Das gastronomische Angebot an Bord der MSC World Europa wurde – wie das Schiff selbst – im Zeichen der Nachhaltigkeit entwickelt. Von nachhaltiger Beschaffung und frischen Zutaten durch den Anbau direkt auf See (Farm-to-Ocean) haben wir alle Register gezogen, um unseren Gästen ein abwechslungsreiches und umfangreiches Speiseangebot zu bieten.“

Zu den Neuheiten zählen: das Kaffee-Emporium, in dem die Gäste aus vielen Kaffeesorten der Welt wählen können, darunter eine an Bord geröstete Spezialmischung und der von der Rainforest Alliance wählen zertifizierte Lavazza Tierra for Planet. Lavazza, einer der weltweit führenden Kaffeeröster, wird eine ganz besondere MSC Röstung entwickeln.



Das Raj Polo Tea House soll die Gäste in das Indien der Jahrhundertwende entführen, wo indische und englische Teetraditionen in einer tropischen Umgebung aufeinandertreffen. Die Gäste können etwa den traditionellen English Breakfast Tea und den High Tea genießen. Aber auch neue Kreationen wie kalt gebrühte und eisgekühlte Teesorten, mit Tee angereicherte Cocktails und Tee-Digestives mit leckeren Beilagen stehen hier auf der Karte.

Der typische britische Pub Masters of the Seas erstreckt sich erstmals über zwei Etagen, auf denen man Live-Musik und Drinks genießen kann. Neu ist auch die Mikrobrauerei an Bord, in der MSC Signature-Biere direkt an Bord gebraut werden.

Das Gin Project umfasst über 70 Ginsorten, klassische Cocktails und einen alten Crawley’s Shaker, in dem die Gäste ihre eigenen botanischen Cocktails mixen können.

Foto: enapress.com

In der Elixir – Mixology Barkreieren erfahrene Barkeeper Neues mit köstlichen Fever Tree Variationen. Hier gibt es auch eine Außenterrasse.

Die Fizz – Champagne Bar ist eine weitere neue Location, die exklusiven Champagner und Sekt sowie eine Auswahl an Kaviar oder gekühlte Meeresfrüchte bietet.

Weitere neue Hotspots sind die gesunde Saftbar „Green Cest – Juice Bar“, die „Malt Lounge“ für feine Zigarren mit einer großen Auswahl an Whisky und Cognac, und „Sweet Temptations“ – die Anlaufstelle für Eis und Frozen Yoghurt, bei der Kinder ihre eigenen Frozen Yoghurt- und Magnum-Kreationen zusammenstellen können.

Zu den neuen Restaurants zählen:

Die Chef’s Garden Kitchen, die sich auf eine geschmackvolle, saisonale Farm-to-Ocean-Küche konzentriert, bei der Microgreens direkt an Bord angebaut und geerntet werden.

La Pescaderia bietet eine frische Auswahl an Meeresfrüchten in einem marktähnlichen Ambiente.

Luna Park Pizza & Burgerist ein legeres Buffet mit hellem Ambiente und originellen Designelementen. Das interaktive Erlebnis umfasst Spiele für die ganze Familie, auf der Speisekarte stehen klassische amerikanische Snacks von „Coney Dogs“ über Salzbrezeln bis hin zu Funnel Cake.

An Bord gibt es auch wieder die beliebten Spezialitätenrestaurants, darunter das amerikanische Steakhouse Butcher’s Cut, die asiatisch inspirierte Kaito Teppanyaki & Sushi Bar und die neu eröffnete, von lateinamerikanischem Street Food inspirierte Hola! Tacos & Cantina.



Die Hauptrestaurants der MSC World Europa sind das Bubbles, La Foglia, Esagono, Hexagon Restaurants, Il Mercato Buffet und La Brasserie Buffet. Aurea-Gäste genießen außerdem exklusiven Zugang zum Les Dunes Restaurant.

Mit einer Fläche von 766 m² bietet die MSC World Europa den größten Kinderbereich in der Flotte von MSC Cruises. Er verfügt über sieben verschiedene Bereiche für unterschiedliche Altersgruppen von Null bis 17 Jahren.

Die MSC World Europa wird ab Dezember 2022 ihre ersten Gäste begrüßen und ihre erste Saison in der Golfregion verbringen, um den Gästen das ultimative Winterkreuzfahrterlebnis zu bieten. Die Gäste können 7-Nächte-Kreuzfahrten von Dubai zur nahegelegenen modernen Metropole Abu Dhabi, zur Insel Sir Bani Yas, nach Dammam in Saudi-Arabien, zur Al-Ahsa-Oase, einer UNESCO-Weltkulturerbestätte, und nach Doha, der futuristischen Hauptstadt von Katar, genießen, bevor sie nach Dubai zurückkehren und dort eine Nacht im Hafen verbringen, um die Stadt mit all seinen Highlights zu erleben.

Die MSC World Europa verlässt Dubai am 25. März 2023 und nimmt dann Kurs auf das Mittelmeer. Im Sommer 2023 fährt sie auf 7-Nächte-Kreuzfahrten die italienischen Häfen Genua, Neapel und Messina sowie Valletta auf Malta, Barcelona in Spanien und Marseille in Frankreich an. MW/PM

MSC und Fincantieri kündigen den Bau von zwei wasserstoffbetriebenen Kreuzfahrtschiffen für Explora Journeys an

Pressemitteilung

  • Neuartige Technologien an Bord der EXPLORA V und VI werden das Problem des Methanschlupfes wirksam angehen und während des Hafenaufenthaltes einen emissionsfreien Betrieb ermöglichen
  • Die Flotte von Explora Journeys wird damit aus sechs Schiffen bestehen: EXPLORA III, IV, V und VI werden alle mit LNG betrieben, die beiden letzteren auch mit Wasserstoff

Explora Journeys, die Luxusmarke der Kreuzfahrt-sparte der MSC Group, und Fincantieri, einer der größten Schiffbaukonzerne der Welt, haben heute die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für den Bau von zwei weiteren wasserstoffbetriebenen Luxuskreuzfahrtschiffen bekannt gegeben, womit die Gesamtflotte von vier auf sechs Schiffe anwachsen wird.

Die EXPLORA V und VI werden mit einer neuen Generation von LNG-Motoren ausgestattet, die das Problem des Methanschlupfes bekämpfen. Außerdem werden sie mit einigen branchenweit bisher einzigartigen Umwelttechnologien und Lösungen ausgestattet sein, wie etwa einem Auffangsystem für flüssigen Wasserstoff, das ihnen die Nutzung dieses vielversprechenden kohlenstoffarmen Treibstoffs ermöglicht. Der Wasserstoff wird eine Sechs-Megawatt-Brennstoffzelle antreiben, die emissionsfreien Strom für den Hotelbetrieb erzeugt, und die es den Schiffen ermöglicht, bei abgeschalteten Motoren im Hafen emissionsfrei zu laufen.

Die zwei neu geplanten Schiffe werden 2027 bzw. 2028 in See stechen.

Animation: Explora Journeys

Explora Journeys teilte außerdem mit, dass die bereits angekündigten Schiffe EXPLORA III und IV mit LNG betrieben werden. Die beiden Schiffe werden um 19 Meter vergrößert, damit ein neuartiges, auf LNG und Wasserstoff basierendes System installiert werden kann. Dies bietet die Möglichkeit, die Auswahl an Suiten mit einer größeren Anzahl an geräumigen und luxuriösen Ocean Residences und größeren öffentlichen Bereichen zu verbessern − für ein echtes Gefühl von „Zuhause“ auf See.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Cruise Division der MSC Group, sagte: „Explora Journeys baut Schiffe für die Zukunft, in denen neueste Technologien zum Einsatz kommen. Wir nutzen alternative Energielösungen für unsere Schiffe, sobald diese verfügbar werden. Die Ankündigung von heute ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg, bis zum Jahr 2050 den gesamten Kreuzfahrtbetrieb der beiden Marken emissionsfrei zu gestalten. Sie ist außerdem ein Beweis für unser Engagement in die fortschrittlichsten Schifffahrtstechnologien zu investieren, um nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln. Der Übergang zu einem emissionsfreien Betrieb der Schifffahrtsbranche ist die größte Herausforderung, der wir uns jemals stellen werden. Wir können dieses Ziel nur erreichen, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt – durch Investitionen in Forschung und Entwicklung und durch erhebliche Investitionen sowohl von Unternehmen als auch von Regierungen.“

Flüssigerdgas (LNG) ist der sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab verfügbar ist, und eliminiert praktisch alle Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide (99 Prozent), Stickoxide (85 Prozent) und Feinstaub (98 Prozent). Im Hinblick auf die Emissionen mit globalen Auswirkungen spielt Flüssigerdgas (LNG) eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Klimawandels, da die Motoren das Potenzial haben, die CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen um bis zu 25 Prozent zu reduzieren. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von biologischem und synthetischem Flüssigerdgas (LNG) in der Zukunft wird diese Energiequelle zudem einen Weg zu einem CO2-freien Betrieb eröffnen.

Mit den beiden zusätzlichen Schiffen, die Gegenstand der heutigen Absichtserklärung sind, erhöht sich die Investition von Explora Journeys in seine Flotte auf 3,5 Mrd. Euro. Darin enthalten sind jeweils 120 Millionen Euro für die Ausstattung der EXPLORA III und IV mit LNG-Motoren, eine Änderung, die aufgrund der erheblichen Umgestaltung der Schiffe, die nun 2026 und 2027 ausgeliefert werden, eine vorübergehende Arbeitsunterbrechung erforderte. 

Michael Ungerer, Chief Executive Officer von Explora Journeys, fügte hinzu: „Diese mutigen Schritte, unsere Baupläne zu ändern, erhebliche zusätzliche Investitionen in laufende Aufträge zu tätigen und trotz der Wirtschaftslage Aufträge für zwei weitere Schiffe mit neuer Technologie zu bestätigen, sind nur bei einem Familienunternehmen möglich. Das zeigt auch deutlich unser uneingeschränktes Engagement, Schiffe zu betreiben, die für künftige Generationen von Luxusreisenden attraktiv und ansprechend sind. Nachhaltigkeit ist die neue Handwerkskunst und wir fühlen uns geehrt, diese Vorreiterrolle in der Branche und im gesamten Reisesektor einzunehmen.“

Pierroberto Folgiero, Chief Executive Officer von Fincantieri, kommentierte: „Dies ist die erste große Vereinbarung für einen Neubau nach der Pandemie und zeugt nicht nur vom weiteren Wachstum unserer langjährigen Partnerschaft mit MSC, denen wir danken, sondern auch vom Vertrauen beider Gruppen in die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie. Diese Schiffe werden es uns ermöglichen, Spitzentechnologien zu implementieren, die darauf abzielen, die Umweltbilanz deutlich zu verbessern, und damit den Grundstein für weitere Entwicklungen zu legen.“ 

Folgiero fügte abschließend hinzu: „Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit ein Schlüsselfaktor ist, um unser Wachstum mittel- und langfristig zu sichern. Wir werden weiterhin entschlossen handeln, um Vorreiter in einer Branche zu sein, in der wir schon immer eine Führungsposition innehatten.“

Alle sechs Schiffe von Explora Journeys werden mit den neuesten Umwelt- und Schifffahrtstechnologien ausgestattet und verfügen über die neueste Technologie zur selektiven katalytischen Reduktion, die eine Verringerung der Stickoxidemissionen um 90 Prozent ermöglicht. Außerdem sind sie mit Landstromanschlüssen ausgestattet, um die Emissionen im Hafen zu verringern und verfügen über Lärmschutzsysteme, die zum Schutz der Unterwasserwelt beitragen. Alle Schiffe werden außerdem mit einer umfassenden Palette an energieeffizienten Geräten an Bord ausgestattet sein, um die Nutzung der Motoren zu optimieren und so die Emissionen weiter zu reduzieren.

Die Unterzeichnung des Vertrags im Zusammenhang mit der Absichtserklärung erfolgt branchenüblich unter der Bedingung, dass eine Finanzierung gewährt wird.

Text: PM Explora Journeys


Pressemitteilung von Fincantieri (Englisch) vom 06. Juli: MSC AND FINCANTIERI ANNOUNCE THE CONSTRUCTION OF TWO NEXT GENERATION EXPLORA JOURNEYS HYDROGEN-POWERED CRUISE SHIPS WITH INDUSTRY FIRST FEATURES

Produktionsstart für zweiten Schiffsneubau der Mein Schiff Flotte erfolgt

Mit erstem gasbetriebenen Schiff setzt TUI Cruises auf nachhaltiges Wachstum

Pressemitteilung

Nur eine Woche nach dem Produktionsstart der Mein Schiff 7 setzt TUI Cruises einen weiteren Meilenstein für das nachhaltige Wachstum: Im italienischen San Giorgio di Nogaro hat Wybcke Meier, CEO TUI Cruises, den ersten Stahlschnitt und damit die Produktion des ersten von zwei baugleichen Kreuzfahrtschiffen für die Mein Schiff Flotte gestartet. Beide werden in der Fincantieri-Werft in Monfalcone gebaut, haben eine Größe von rund 160.000 BRZ (Bruttoraumzahl) und fahren mit Flüssiggas, perspektivisch auch Bio- oder E-LNG. Die Indienststellung des ersten Neubaus ist für 2024 geplant, das zweite Schiff folgt 2026. Damit wächst die Mein Schiff Flotte bis 2026 auf neun Schiffe.

Foto: Fincantieri

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Fincantieri das Mein Schiff Konzept weiterzuentwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass wir über noch mehr Vielfalt künftig noch mehr neue Kreuzfahrtgäste für einen Urlaub bei uns an Bord begeistern werden. Dabei bleibt das Passagier-Raum-Verhältnis bewährt großzügig, ebenso der Anteil von Balkonkabinen“, so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Details zum Schiff werden zum späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Luigi Matarazzo, General Manager des Geschäftsbereichs Handelsschiffe von Fincantieri, sagt: „Mit dem Projekt dieser neuen Schiffsklasse für TUI Cruises leistet Fincantieri einen Beitrag zum ökologischen Wandel in der Kreuzfahrtindustrie. In einer ersten Phase wird ein Treibstoff mit niedrigem CO₂-Fußabdruck eingesetzt, um die Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren; in der Zwischenzeit untersuchen wir die Möglichkeit, mit Biokraftstoffen zu fahren, was der Dekarbonisierung des Sektors weitere Impulse verleihen wird. Fincantieri beabsichtigt, eine aktive Rolle im Hinblick auf eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft zu spielen und sich als einer der ersten Anbieter zu positionieren, um einen wichtigen Wettbewerbsvorteil zu erlangen“. 

Nachhaltiges Wachstum: Erstes Schiff mit Gas-Antrieb
Auch bei der neuen Schiffsklasse setzt TUI Cruises auf Umwelt- und Klimaschutz: Wie angekündigt, fährt der Neubau mit Flüssiggas. Perspektivisch kann das Schiff auch mit emissionsarmen und klimafreundlichen Bio- und E-LNG betrieben werden – ein wesentlicher Schritt hin zur klimaneutralen Kreuzfahrt. Darüber hinaus wird es mit verbesserten Katalysatoren (Stickoxidminderung auf Euro-6 Norm) sowie einem Landstromanschluss ausgestattet. Dieser sichert einen fast emissionsfreien Schiffsbetrieb während der Hafenliegezeit (etwa 40 Prozent der Betriebszeit). Um eine noch effizientere Abfallverarbeitung zu erreichen, wird das Schiff mit einem innovativen System ausgestattet, welches organische Abfälle durch eine thermische Behandlung zerkleinern und für die weitere Nutzung an Land aufbereiten kann.

„Die Investition in Flüssiggas-betriebene Schiffe ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien und klimaneutralen Kreuzfahrt. LNG dient hier als Brückentechnologie. Perspektivisch werden wir BIO LNG einsetzen, welches entweder aus biogenen Quellen oder synthetisch aus erneuerbarer Energie erzeugt wird“, erklärt Wybcke Meier.

Bis 2030 will TUI Cruises erste klimaneutrale Kreuzfahrten anbieten. Bereits heute verfügt TUI Cruises über eine der modernsten und umweltfreundlichsten Kreuzfahrtflotten weltweit: Alle bisherigen Schiffsneubauten zeichnen sich durch ihr herausragende Energie-Effizienz aus und verbrauchen rund 30 Prozent weniger Treibstoff als Schiffe vergleichbarer Größe. Darüber hinaus sind sie mit einem kombinierten Abgasnachbehandlungssystem, bestehend aus einem Abgaswäscher („Scrubber“) und Katalysatoren ausgestattet, welches die Schwefelemissionen um bis zu 99 Prozent, die Stickoxidemissionen um bis zu 75 Prozent und den Partikelausstoß um bis zu 60 Prozent verringert. Die Mein Schiff 7, die 2024 in Dienst gestellt wird, wird so gebaut, dass das Schiff auch mit Methanol, perspektivisch grünem Methanol, fahren kann.

Text: PM TUI Cruises