Schlagwort: Schiffbau

Produktionsstart für zweiten Schiffsneubau der Mein Schiff Flotte erfolgt

Mit erstem gasbetriebenen Schiff setzt TUI Cruises auf nachhaltiges Wachstum

Pressemitteilung

Nur eine Woche nach dem Produktionsstart der Mein Schiff 7 setzt TUI Cruises einen weiteren Meilenstein für das nachhaltige Wachstum: Im italienischen San Giorgio di Nogaro hat Wybcke Meier, CEO TUI Cruises, den ersten Stahlschnitt und damit die Produktion des ersten von zwei baugleichen Kreuzfahrtschiffen für die Mein Schiff Flotte gestartet. Beide werden in der Fincantieri-Werft in Monfalcone gebaut, haben eine Größe von rund 160.000 BRZ (Bruttoraumzahl) und fahren mit Flüssiggas, perspektivisch auch Bio- oder E-LNG. Die Indienststellung des ersten Neubaus ist für 2024 geplant, das zweite Schiff folgt 2026. Damit wächst die Mein Schiff Flotte bis 2026 auf neun Schiffe.

Foto: Fincantieri

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Fincantieri das Mein Schiff Konzept weiterzuentwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass wir über noch mehr Vielfalt künftig noch mehr neue Kreuzfahrtgäste für einen Urlaub bei uns an Bord begeistern werden. Dabei bleibt das Passagier-Raum-Verhältnis bewährt großzügig, ebenso der Anteil von Balkonkabinen“, so Wybcke Meier, CEO von TUI Cruises. Details zum Schiff werden zum späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Luigi Matarazzo, General Manager des Geschäftsbereichs Handelsschiffe von Fincantieri, sagt: „Mit dem Projekt dieser neuen Schiffsklasse für TUI Cruises leistet Fincantieri einen Beitrag zum ökologischen Wandel in der Kreuzfahrtindustrie. In einer ersten Phase wird ein Treibstoff mit niedrigem CO₂-Fußabdruck eingesetzt, um die Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren; in der Zwischenzeit untersuchen wir die Möglichkeit, mit Biokraftstoffen zu fahren, was der Dekarbonisierung des Sektors weitere Impulse verleihen wird. Fincantieri beabsichtigt, eine aktive Rolle im Hinblick auf eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft zu spielen und sich als einer der ersten Anbieter zu positionieren, um einen wichtigen Wettbewerbsvorteil zu erlangen“. 

Nachhaltiges Wachstum: Erstes Schiff mit Gas-Antrieb
Auch bei der neuen Schiffsklasse setzt TUI Cruises auf Umwelt- und Klimaschutz: Wie angekündigt, fährt der Neubau mit Flüssiggas. Perspektivisch kann das Schiff auch mit emissionsarmen und klimafreundlichen Bio- und E-LNG betrieben werden – ein wesentlicher Schritt hin zur klimaneutralen Kreuzfahrt. Darüber hinaus wird es mit verbesserten Katalysatoren (Stickoxidminderung auf Euro-6 Norm) sowie einem Landstromanschluss ausgestattet. Dieser sichert einen fast emissionsfreien Schiffsbetrieb während der Hafenliegezeit (etwa 40 Prozent der Betriebszeit). Um eine noch effizientere Abfallverarbeitung zu erreichen, wird das Schiff mit einem innovativen System ausgestattet, welches organische Abfälle durch eine thermische Behandlung zerkleinern und für die weitere Nutzung an Land aufbereiten kann.

„Die Investition in Flüssiggas-betriebene Schiffe ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien und klimaneutralen Kreuzfahrt. LNG dient hier als Brückentechnologie. Perspektivisch werden wir BIO LNG einsetzen, welches entweder aus biogenen Quellen oder synthetisch aus erneuerbarer Energie erzeugt wird“, erklärt Wybcke Meier.

Bis 2030 will TUI Cruises erste klimaneutrale Kreuzfahrten anbieten. Bereits heute verfügt TUI Cruises über eine der modernsten und umweltfreundlichsten Kreuzfahrtflotten weltweit: Alle bisherigen Schiffsneubauten zeichnen sich durch ihr herausragende Energie-Effizienz aus und verbrauchen rund 30 Prozent weniger Treibstoff als Schiffe vergleichbarer Größe. Darüber hinaus sind sie mit einem kombinierten Abgasnachbehandlungssystem, bestehend aus einem Abgaswäscher („Scrubber“) und Katalysatoren ausgestattet, welches die Schwefelemissionen um bis zu 99 Prozent, die Stickoxidemissionen um bis zu 75 Prozent und den Partikelausstoß um bis zu 60 Prozent verringert. Die Mein Schiff 7, die 2024 in Dienst gestellt wird, wird so gebaut, dass das Schiff auch mit Methanol, perspektivisch grünem Methanol, fahren kann.

Text: PM TUI Cruises

Statement von Swan Hellenic zur SH VEGA

Swan Hellenic Statement

As consequence of the sanctions in April,  the leasing company GTLK Europe defaulted on the payments as per newbuilding contract of NB 517 SH Vega. Moreover, as all assets belonging to GTLK should be frozen in EU, GTLK will not be able to take the delivery of the ship.

In view of GTLK default, Helsinki Shipyard has started the due legal process of auctioning the newbuilt, envisaged by the shipbuilding contract. Whilst the tender process is in progress and will be officially completed soon, SH as a priority buyer has already submitted the bid and is at advanced stage of preparing the documents for transfer of the title on SH Vega and is ready to take full control over the vessel at the completion of the tender.

Therefore we expect there will no change of plans in the scheduled cruises on July 20th with the Arctic season from Trömso.

„Global Dream II“ wird verschrottet

Nun ist es sicher. Für den zweiten Neubau der Global-Klasse von den MV Werften gibt es keine Zukunft. Der im Dock der Warnemünder Werft der MV Werften im Dezember 2019 auf Kiel gelegte Neubau ist erst im unteren Rumpfbereich fertig. Die Maschinen und viele Anlagen waren aber bereits vor Ort.

Wie Insolvenzverwalter Christoph Morgen am Freitag bei einer Pressekonferenz mitteilte, versuche man jetzt einen Teil der Anlagen und Motoren wieder zu verkaufen. Der halbfertige Rumpf soll dann zum Schrottpreis verwertet werden.

Der Fokus des Insolvenzverwalters liegt jetzt voll auf der Global Dream, die inzwischen schwimmfähig im Dock in Wismar liegt. Die Werft in Wismar war am Donnerstag an die Kieler ThyssenKrupp Marine Systems verkauft werden. TKMS will dort ab 2024 U-Boote, Korvetten und Fregatten bauen.

Bis Ende 2023 soll das große Baudock dann frei sein. Alle Pläne zur Fertigstellung der Global Dream am Standort Wismar hätten sich zerschlagen. Es gab zwar zahlreiche Interessenten, doch 21 Wochen nach dem Start des Insolvenzverfahrens ist kein Plan mit Perspektive beim Insolvenzverwalter eingetroffen.

Der einzige echte Interessent war Stena AB aus Schweden. Zusammen mit den drei anderen Genting-Schiffen in Asien wollte Stena AB ein Kreuzfahrtprodukt aufbauen. Ende Mai ist Stena aber abgesprungen, als der ehemalige Genting-Eigner Lim Kok Thay im Mai die Gründung einer neuen Kreuzfahrtmarke in Singapur bekanntgab und gleichzeitig China kein Ende der strikten Reisebeschränkungen bekanntgab. Regulärer Kreuzfahrtverkehr ist damit in weiten Teilen Asiens auf absehbare Zeit nicht denkbar.

Zugleich entwickeln sich rund um das südchinesische Meer die Konflikte zwischen den Anrainern.

Die Global Dream ist aber genau für dieses Kreuzfahrtrevier konstruiert worden. Vor einem Einsatz in Europa oder Nordamerika müssten die Kabinen-, Decks- und das Antriebskonzept grundlegend umgestaltet werden, was ebenfalls erhebliche Investitionen mit sich bringen würde.

Die Global Dream ist inzwischen auch so weit fertig, dass sie als Anhang eines Hochseeschleppers an jeden beliebigen Ort der Welt geschleppt werden könnte. Jedenfalls wenn ein Käufer den gewünschten Betrag bezahlt, der auch die Bürgschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern decken soll.

Wenn sich in den kommenden Wochen kein Käufer mit einem ernsthaften Angebot findet, wird der Insolvenzverwalter die Veräußerung in einem Bieterverfahren wählen müssen. Dann dürfen auch Schiffsmakler mit Kontakt zu Abwrackwerften ihre Gebote abgeben. Der Schrottwert des Schiffes ist angesichts der gestiegenen Schrottpreise auf gestiegen. FB

Unsere Meldung vom 09. Juni: MV Werften: TKMS übernimmt Wismar

Disney Wish an Disney Cruise Line abgeliefert

Pressemitteilung

Die MEYER WERFT hat heute ihr neues Kreuzfahrtschiff – die Disney Wish – an Disney Cruise Line (Celebration, Florida, USA) übergeben und damit bereits zum fünften Mal ein neues Kreuzfahrtschiff trotz zahlreicher Herausforderungen der Pandemie erfolgreich abgeliefert. Neben dem emissionsarmen LNG-Antrieb verfügt die Disney Wish über die komplexesten und innovativsten Entertainment-Einrichtungen der Kreuzfahrtbranche.

Im Beisein von Kapitän Minnie unterzeichneten der Präsident der Disney Cruise Line, Thomas Mazloum, und Jan Meyer die offiziellen Dokumente, zur Übergabe der Disney Wish.

„Der Bau solcher komplexen und großen Einheiten ist in heutiger Zeit eine extreme Herausforderung. Vor diesem Hintergrund sind wir sehr froh, dass wir die Disney Wish mit ihren vielen Innovationen für ein immersives Passagiererlebnis mit vielen liebevollen Details sowie zahlreichen umweltfreundlichen Lösungen heute an die Reederei übergeben konnten“, sagt Geschäftsführer Jan Meyer.

An Bord der Disney Wish erwartet Familien ein neuer Zauber, der von Disneys reichhaltigem Portfolio an Geschichten inspiriert ist. Interaktive Restaurant- und Lounge-Bereiche erwachen in der „Star Wars: Hyperspace Lounge“, „Arendelle: A Frozen Dining Adventure“ und „Worlds of Marvel“, dem ersten Marvel Cinematic Dining Adventure, zum Leben. Im vorderen Schornstein befindet sich zum ersten Mal die Wish Tower Suite, ein 180 Quadratmeter großes, elegantes Penthouse, das von Walt Disney Animation Studios‘ „Moana“ inspiriert wurde. Die AquaMouse, die allererste Disney-Attraktion auf See, lässt die Gäste in die „Wunderbare Welt von Mickey Mouse“ eintauchen. Die rund 230 Meter lange Wasserbahn mit Show-Szenen, Beleuchtung und Spezialeffekten schickt die Gäste auf ein lustiges Familienabenteuer durch 230 Meter lange, gewundene Röhren, die hoch über den oberen Decks hängen.

Die Disney Wish ist das fünfte Schiff der Disney-Flotte und das dritte von der MEYER WERFT gebaute Disney-Schiff. Sie wird mit verflüssigtem Erdgas (LNG) angetrieben – einem der saubersten verfügbaren Treibstoffe für Schiffe. Die MEYER WERFT wird in den Jahren 2024 und 2025 zwei weitere Schiffe an Disney Cruise Line liefern, die ebenfalls mit LNG angetrieben werden. Die Wish wird mit rund 144.000 BRZ etwas größer sein als die Disney Dream und die Disney Fantasy, die 2011 bzw. 2012 von der MEYER WERFT abgeliefert wurden.

„In einer großen Teamleistung gemeinsam mit unseren Partnerfirmen, der Klassifikation und der Crew an Bord ist es uns gelungen, die Disney Wish bestmöglich fertigzustellen und den typischen Disney-Zauber an Bord einziehen zu lassen“, sagt Projektleiter Henning Stellermann.

Bis 2025 arbeitet die MEYER WERFT an sieben weiteren innovativen Kreuzfahrtschiff und verstärkt dafür aktuell ihre Mannschaft mit weiteren Spezialisten. Alle Stellenangebote finden Sie unter www.meyercareer.com.

Text: PM Meyer Werft

Abhängigkeiten bergen Gefahren-Kreuzfahrt-Krise offenbart dramatische Entwicklung des deutschen Schiffbaus

Die pandemiebedingte Krise der Kreuzfahrtindustrie hat die dramatische Entwicklung der deutschen und europäischen Schiffbauindustrie offengelegt. Denn die Konzentration der heimischen Schiffbauindustrie auf die High-End-Märkte wie Kreuzfahrtschiffe, Yachten, Marineeinheiten und andere Behördenfahrzeuge war als Ausweg aus den jahrzehntelangen Marktverzerrungen gesehen worden. Gegen Dumpingpreise in anderen Marktsegmenten waren europäische Werften wehrlos, so dass zahllose Produktionsstandorte schließen mussten, stellte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) bei der diesjährigen Vorlage seines Jahresberichts fest.

Das Marktsegment der Kreuzfahrtschiffe mit einem Bestellvolumen von rund 80 Mrd. € in den Jahren 2016-2019 habe die zivile Schiffbauproduktion in Europa dominiert. Doch neue Bestellungen blieben in den vergangen zwei Jahren bis auf wenige Ausnahmen aus. Zwar konnte 2021 die Schiffbauproduktion stabilisiert und im Vergleich zum schwachen Vorjahr wieder deutlich erhöht werden, der schwache Auftragseingang weise aber schon jetzt auf eine erhebliche kommende Unterauslastung hin. Die Situation in Deutschland lasse sich eins zu eins auf ganz Europa übertragen. Der jahrelange Substanzverzehr an Schiffbaukapazitäten sei insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten stark wachsenden Nachfrage besorgniserregend. Um einen unwiederbringlichen Fähigkeitsverlust zu vermeiden, sei eine dringende Korrektur politisch gesetzter Rahmenbedingungen erforderlich: Trotz einer Verdopplung der globalen Schiffbaunachfrage, nahmen die Bestellungen in Europa auch im Vergleich zum extrem schlechten Vorjahr noch einmal um 20% ab. 85% aller Aufträge 2021 weltweit gingen an China und Korea, die beiden Nationen, die ihre maritimen Industrien seit Jahren mit massiven Subventionen unterstützen, erläuterte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. Selbst Japan, das immer noch eine hohe Inlandsnachfrage aufrechterhält, trägt inzwischen keine 10 Prozent mehr bei. Europas Marktanteil fiel auf unter 4%. Gleichzeitig sehen sich viele maritime Zulieferunternehmen wie in anderen Branchen mit wachsenden Problemen in ihrem Chinageschäft konfrontiert. Local-Content, Diskriminierung, Gängelung durch Parteifunktionäre – gute Geschäfte lassen sich nur noch machen, wenn der chinesische Kunde auf das Produkt unbedingt angewiesen ist.

Es drohe ein dramatischer Verlust schiffbaulicher Fähigkeiten in der EU. Deutsche Werften könnten nur bei auskömmlichen Vertragspreisen Aufträge akquirieren. Sie könnten weder subventionierte Preise anbieten noch darauf hoffen, dass der Staat Verluste ausgleicht. Obwohl einige Marksegmente eine Rekordnachfrage verzeichnet haben, böten chinesische Werften heute Baupreise, die um bis zu 30% niedriger sind als vor 15 Jahren, während im selben Zeitraum die durchschnittliche Entlohnung in China um knapp 400% gestiegen ist. Koreanische Werften, die in diesem Preiskampf mitgehalten haben, hätten einen Verlust von 3,3 Mrd. $ in 2021 zu verzeichnen. „Ohne durchgreifende Veränderung der politischen definierten Rahmenbedingungen wird Europa in den kommenden zehn Jahren die Fähigkeit zum zivilen Seeschiffbau in signifikanten Umfang verlieren“, warnt VSM-Präsident Harald Fasssmer. Schon heute sei die maritime Wirtschaft in Europa und überdurchschnittlich in Deutschland – in erheblichem Umfang von Lieferungen aus China abhängig. Deutsche Reeder platzierten Neubaubestellungen im Wert von 4 Mrd. €, davon 55% in China und 44% in Korea, der G20-Volkswirtschaft mit der größten Abhängigkeit von chinesischen Vorprodukten. Obwohl die Reedereiwirtschaft durch erhebliche Steuermittel unterstützt werde, verblieben gerade einmal 1% der Neubauinvestitionen in der EU. Dank europäischer Investitionen wachse der Einfluss Chinas auf den globalen Güterverkehr Tag für Tag. China produziere 96% aller Container und 80% aller Containerbrücken. Der Einfluss des Reichs der Mitte auf den globalen Güterverkehr sei schon heute exorbitant, wie die aktuellen Störungen durch die covidbedingten Hafenschließungen zeigten. Gleichzeitig baue China auch über günstige Finanzierungen der platzierten Neubauaufträge seinen weltweiten Einfluss auf die Handelsflotten kontinuierlich weiter aus. Die Bundespolitik habe die schmerzhafte Abhängigkeit von russischen Energieträgern erkannt und adressiere diese entschlossen. Der VSM fordert die Bundesregierung auf, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und auch die stetig wachsende maritime Abhängigkeit und den drohenden Verlust der Freiheitsindustrie Schiffbau entschlossen und mit strategischem industriepolitischem Weitblick entgegenzutreten. Dabei reichen die Wünsche von einem dauerhaften KfW-Förderprogramm für den Bau besonders umweltfreundlicher Schiffe über einen durch staatliche Garantien abgesicherten Investitionsfonds für eine umweltfreundliche Küstenschiffsflotte bis zu kostenneutralen Hermeskreditversicherungen für inländische Schiffseigner auch dann, wenn sie ihr Deutschland gebautes Schiff im Ausland einsetzen. JPM

Werften satteln auf Refit um

Der Neubaumarkt für Kreuzfahrtschiffe wird auf absehbare Zeit nicht wieder wachsen. Die drei großen europäischen Kreuzfahrtwerften Fincantieri, Chantiers de l’Atlantique und Meyer sind deshalb auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern.

Eine große Bedeutung hat deshalb jetzt das sogenannte After-Sale-Geschäft. Gemeint ist die Betreuung und Bindung der Reedereien über den Zeitpunkt hinaus, wenn die vereinbarte Gewährleistungsfrist endet.

Dieses Geschäft beinhaltet nicht nur die Wartung der Flotte im Rahmen der Werftintervalle. Es geht auch um die Anpassung der Schiffe an die technologisch neuen Konzepte. Ein Beispiel sind die Auflagen durch strengere Umweltvorschriften, wie die Annahme von Landstrom oder die Umstellung auf saubere Treibstoffe.

350 Kreuzfahrtschiffe sind derzeit weltweit im Einsatz. Ein jährliches Auftragsvolumen im dreistelligen Millionen-Bereich wartet auf die Werften. Die Meyer Werft hat deshalb jetzt die neue Tochter Meyer RE zu ihrem Kerngeschäft erklärt. Mit dem Ziel einer „lebenslangen Betreuung“ der Kreuzfahrtflotte will die Werftgruppe mit ihren Standorten in Papenburg, Rostock und Turku in Zukunft neue Aufträge generieren. Werftchef Bernard Meyer bezeichnet diese Firma als „wichtigen Baustein für unsere Zukunft“.

Neben der Erneuerung von Kabinen im Rahmen des Refurbishments sollen auch „innovative Engineering-Projekte“ angeboten werden. Damit will die Werft ihr Knowhow für den Einbau neuer Antriebsanlagen oder Anlagen zur Steigerung der Effizienz anbieten. Dabei sollen die Entwürfe und Ingenieurarbeit an den Meyer-Standorten erfolgen.

Eine Rückkehr der Schiffe zur Meyer Werft selbst ist dabei nicht geplant, was auch die Umweltschützer an der Ems aufatmen lässt. Für die Umbauarbeiten will die Meyer Werft Kapazitäten bei Partnerwerften mit Docks und Pieranlagen nutzen. Diese Werften sollen in der Nähe der jeweiligen Fahrtgebiete der Schiffe liegen.

Ein Beispiel für die Nachrüstung von Kreuzfahrtschiffen liefert AIDA Cruises. Bei zwei Pilotprojekten werden Batterien und Brennstoffzellen nachgerüstet. Die AIDAprima wird in diesem Sommer eines der größten Batteriepakete der Schifffahrt bekommen. Die 2018 von Meyer abgelieferte AIDAnova soll im Sommer mit moderner Brennstoffzellentechnologie nachgerüstet werden. Beide Projekte werden im laufenden Betrieb umgesetzt.

IONA, Foto: Frank Behling

Diese Projekte könnte auch die Meyer Werft für andere Schiffe aus ihrer Produktion vollziehen. Die Werft hatte 2020 mit der Iona das 50. Kreuzfahrtschiff abgeliefert. Ein Großteil der Flotte ist jünger als 20 Jahre.

Die Abkürzung RE wurde mit Bezug auf die Kernbegriffe „Rethink“ und „Revalue“ gewählt. Das Angebot umfasst komplette Wartungsverträge für Reedereien. Das neue Konzept präsentierte die Werft auf der Fachmesse Seatrade Cruise Global 2022 in Miami.

Foto: Frank Behling

Die erfolgreiche Perspektive dieses Projekts zeigt der Rüstungsbereich. Die Werft ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel bietet für die weltweit über 100 U-Boote seit Anfang der 70er Jahre dieses Angebot. Ein Großteil des Geschäfts erstreckt sich bis heute auf die Betreuung der Marinen von Peru bis Indien bei der Anpassung der ausgelieferten U-Boote mit neuer Technologie aus Kiel. Dazu gehört zum Beispiel neue Technologie für Batterien, Brennstoffzellen oder neue Elektronik.

Das Geschäft umfasst bei TKMS einen Bereich von mehreren hundert Millionen Euro. So hat die Werft aktuell Aufträge über die Modernisierung der in den 80er Jahren gelieferten U-Boote in Indien, Israel und Peru. Allein aus Peru bekam TKMS 2016 einen Auftrag über 40 Millionen Euro für die Modernisierung von U-Booten, Indien lässt gerade zwei Kieler U-Boote in Mumbai für 35 Millionen Euro modernisieren.

Bei den Kreuzfahrtreedereien schrumpfen die Bestellungen weiter. Bei Beginn der Pandemie waren über 100 Kreuzfahrtschiffe weltweit im Bau oder bestellt. Inzwischen ist das Orderbook auf 75 Schiffe zusammengeschmolzen. Signifikante Auftragseingänge werden angesichts der hohen Verschuldung der großen Kreuzfahrtgesellschaften nicht erwartet. Der Schwerpunkt liegt jetzt auf Konsolidierung und die Abnahme der bestellten Schiffe. Sie haben nach einer Übersicht der „Cruise Industry News“ ein Auftragsvolumen von 48,5 Milliarden Dollar. 169000 Betten sind allein im Zulauf. FB

Brennstart für emissionsfreie Scandlines-Fähre in der Türkei

2024 in Fahrt kommen soll die im November letzten Jahres von der deutsch-dänischen Fährreederei Scandlines bei der türkischen Cemre-Werft bestellte emissionsfreie Frachtfähre. 

Am 4. April fand dort der erste Stahlschnitt für den  Neubau statt, der auf der als Vogelfluglinie bekannten Traditionsroute Puttgarden-Rødby die nächste Schiffsgeneration einleiten soll.

 „Damit hat der Bau der Fähre begonnen. Vor uns liegt ein spannender Prozess mit vielen Meilensteinen“, konstatierte Scandlines-COO Michael Guldmann Petersen bei der in kleinem Kreis zelebrierten Brennstart-Zeremonie. Da das Frachtgeschäft des Unternehmens derzeit wachse, freue man sich sehr auf die Indienststellung der neuen Fähre. 

Allein im vergangenen Jahr habe die Zahl der beförderten Frachteinheiten um 12 Prozent zugenommen. Mit seiner Kapazität von 66 Frachteinheiten werde der Neubau die aktuelle Kapazität um 23 Prozent erhöhen. 

Bei einer Überfahrtszeit von gut einer Stunde wäre die Fähre, deren Dienstgeschwindigkeit mit 10 kn angegeben wird, emissionsfrei zu betreiben. Sie kann auch im Hybridbetrieb eingesetzt werden, so wie auch jetzt schon die von Scandlines auf den Strecken zwischen Deutschland und Dänemark eingesetzten Fähren. Im Hybridbetrieb würde die Überfahrtszeit auf der 18,5 km langen Vogelfluglinie 45 Minuten betragen. Auf diese Weise kann die Fähre auch als Ersatzfähre eingesetzt werden, wenn eine der vier Doppelendfähren, die derzeit auf der Strecke Puttgarden-Rødby unterwegs sind, ihre Werftzeit absolviert.

Foto: Scandlines

So wie bei den Fähren auf der Route Rostock-Gedser können sowohl auf dem oberen als auch auf dem unteren Deck Lkws befördert werden. Das bedeutet, dass Fährbett 1 in Puttgarden und Fährbett 3 in Rødby so umgebaut werden müssen, dass auch das obere Fahrzeugdeck mit Lkws beladen werden kann. Gleichzeitig wird im Terminal von Puttgarden ein neuer Bereich für Lkws geschaffen.

Mit der emissionsfreien Fähre macht die Reederei nach der Implementierung des Hybrid-Systems jetzt einen weiteren Schritt auf ihrer „grünen Reise“ zur  klimaneutralen Schifffahrt.

Die Fähre wird zunächst ausschließlich in Rødby in Dänemark aufgeladen. Schon im Jahr 2019 hatte Scandlines in ein Stromkabel mit 50 kV / 25 MW zum Færgevej in Rødbyhavn investiert. Dieses Kabel wird nun bis zu den Fährbetten verlängert, wo ein Transformator und eine Ladestation installiert werden. Auf Sicht ist geplant, auch in Puttgarden laden zu können, sobald eine gute Lösung für den Einkauf grüner Energie gefunden wird.

Der modulare Aufbau der 147,4 m langen, 25,4 m breiten und 5,30 m tiefgehenden Doppelend-Fähre, die 140 Passagiere und auf zwei Decks mit 1200 Lademeter 66 Frachteinheiten befördern kann, ermöglicht ihre spätere Anpassung, sodass sie dann auch Pkws mitnehmen kann. 

Scandlines verspricht sich davon maximale Flexibilität, sowohl im Hinblick auf die künftige Technologie als auch im Hinblick auf den Bedarf.

Der von der norwegischen LMG Marine A.S  als angeblich „größte Hybridfähre der Welt“ entworfene Neubau wird mit einem flüssigkeitsgekühltem 10 MWh-Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystem (BESS) von Leclanché ausgerüstet, das von den europäischen Werken des Herstellers zugeliefert wird. Es soll die neusten schnell aufladbaren 65-Ah-Batteriezellen aus eigener deutscher Produktion mit einer garantierten Lebensdauer von 10 Jahren  enthalten. Das modulare und skalierbare BESS verwendet eine hochredundante Architektur mit 48 Batteriesträngen, die auf acht Schaltschränke verteilt sind. Die Auslieferung des mit max. 864 Volt arbeitenden Systems an die Werft soll im Januar 2023 beginnen. JPM

MEYER und FASSMER übernehmen Schiffbau-Weltmarke

Familiengeführte Werften beschließen gemeinsame Übernahme von NEPTUN SHIP DESIGN in Rostock

Pressemitteilung

Die MEYER Gruppe und das Unternehmen FASSMER beschließen den gemeinsamen Kauf des renommierten Schiffbau-Ingenieurbüros NEPTUN SHIP DESIGN in Rostock mit rund 100 Mitarbeitern. Das Unternehmen mit mehr als 30 Jahren Erfahrung und Kunden auf der ganzen Welt soll weiterhin eigenständig und in der bisherigen Struktur operieren. Zur Stärkung des Ingenieurbüros sollen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Damit kann NEPTUN SHIP DESIGN auch künftig weltweit Kunden mit seinem anerkannt hohen Know-how bedienen, während gleichzeitig Projekte für die zwei deutschen Werftengruppen umgesetzt werden. MEYER und FASSMER stärken damit ihre Ausrichtung auf Entwicklung und Bau hochkomplexer Spezialschiffe, auf die sich der künftige Markt für Schiffsneubauten konzentrieren wird.

Damit engagieren sich zwei erfolgreiche deutsche Spezialwerften, die in siebter und fünfter Generation als Familienunternehmen geführt werden, für den Erhalt qualifizierter Schiffbau-Arbeitsplätze in Deutschland. Eine Zustimmung des Kartellamts für die Übernahme steht noch aus.

„Wir stärken mit unserem Engagement bei der NEPTUN WERFT, MEYER NEPTUN Engineering und nun bei NEPTUN SHIP DESIGN unseren Standort Rostock. Für uns ist dieses Engagement ein klares Bekenntnis zu diesem Standort.“, sagt Bernard Meyer, Geschäftsführer der MEYER WERFT.

„Die Herstellung technisch komplexer Spezialschiffe ist sehr konstruktionsintensiv und erfordert viel Erfahrung. Mit NEPTUN SHIP DESIGN gewinnen wir einen Partner, der uns bereits in den vergangenen Jahren, beispielhaft auch bei dem Neubau der mit LNG betriebenen „ATAIR“, mit viel Kompetenz unterstützt hat. Der Spezialschiffbau wird auch künftig in Deutschland und Europa den Neubaumarkt dominieren. Wir sehen daher viel Potential in dieser Zusammenarbeit“, ergänzt Harald Fassmer, geschäftsführender Gesellschafter bei FASSMER.

„Ich bin sehr froh, dass wir zwei renommierte deutsche Unternehmen gefunden haben, die die Arbeitsplätze bei NEPTUN SHIP DESIGN erhalten und das Unternehmen weiterentwickeln wollen“, sagt Dr. Christoph Morgen, Insolvenzverwalter der MV Werften.

Weiterer Rückenwind für Nachhaltigkeitsstrategie

Die MEYER Gruppe und FASSMER bauen damit ihre Kooperation weiter aus. Beide Werften entwickeln und bauen bis 2026 das neue deutsche Forschungsschiff METEOR IV. „An diesem Projekt wird auch NEPTUN SHIP DESIGN einen maßgeblichen Anteil haben und damit eine neue langfristige Perspektive erhalten. Zusätzlich planen wir, neue Ingenieure einzustellen. Diese Kooperation unterstützt uns dabei, unsere ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Alle drei Unternehmen engagieren sich schon seit vielen Jahren dafür. Nun verleihen wir diesen Aktivitäten gemeinsam weiteren Rückenwind und können unsere Lösungen für eine nachhaltige Schifffahrt auch außerhalb unserer Werftengruppen anbieten.“, sagt Malte Poelmann, Chief Technology Officer der MEYER Gruppe.

Besonders erfreulich ist, dass sich auch die langjährigen Geschäftsführer des Ingenieurbüros wieder als Gesellschafter engagieren werden. Unter der Geschäftsführung von Helge Sell, Stephan Merkel und Roland Gräber blickt NEPTUN SHIP DESIGN auf eine mehr als 30-jährige Geschichte zurück. In dieser Zeit hat NEPTUN SHIP DESIGN viele erfolgreiche Projekte, auch mit der NEPTUN WERFT und FASSMER, realisiert. Zuletzt war das Unternehmen Teil der insolventen MV Werften. 

„Diese Kombination von Kontinuität, neuen Impulsen sowie konkreten Aufträgen von MEYER und FASSMER und weiteren deutschen Werften verleiht NEPTUN SHIP DESIGN positive Zukunftsaussichten.“, sagt Helge Sell, Geschäftsführer von NEPTUN SHIP DESIGN.

Text: PM Meyer Werft / Meyer Gruppe

Pandemie und Russland-Sanktionen belasten – Kein Insolvenzverfahren gegen Brodosplit

Bild: Brodosplit

Durch die Pandemie gestörte Lieferketten und Sanktionen gegen russische Banken und Oligarchen belasten weltweit auch die Schiffbauindustrie. Betroffen davon ist besonders auch die kroatische DIV-Gruppe, zu der neben der über einen Auftragsbestand in Mrd. Höhe verfügenden Brodosplit-Werft auch Schiffseigentums-, Management-, Reederei- und Kreuzfahrtvermarktungsgesellschaften gehören.

Spekulationen über eine Insolvenz der Werft oder ihrer Töchter oder Schiffe wie den weltgrößten Kreuzfahrtsegler Golden Horizon weist das Unternehmen jedoch zurück.

Wir haben um eine Stellungnahme gebeten. Darin heißt es wie folgt:

“Bankruptcy is not open against any of our companies, but to determine all the facts about whether all the conditions for bankruptcy of each company exist, appointed persons who do not manage the company as bankruptcy trustees but have only the task of determining the assets of each company. Only after that, the court will decide on the possible opening of bankruptcy based on the report of these persons for each company.

Some of our companies have a debt to the state in terms of taxes and contributions in the total amount of about 30 million kunas. We proposed to the state a settlement that would offset this debt with our claim from the state for unjustifiably executed public giving – a concession fee for the period before the privatization and takeover of Brodosplit.

According to the restructuring plan, we are not obliged to pay the old debts of the shipyard and the state confirmed to us in writing during the sales contract that there are no debts, and yet they executed us for the amount of about 24 million kunas with the interest of over 30 million kunas.

We have proposed a settlement where we waive the payment of the restructuring plan of HRK 121 million based on the write-off of public benefits during the restructuring, but at least we ask for the return of fully unjustifiably executed funds from the years before the takeover of Brodosplit, with interest to close the debt of our societies to the state, which we kept alive during the COVID crisis and preserved all jobs so far.

The shipyard currently employs about 600 workers, as we have continued to work on jobs where we have secured funding, namely four coastal patrol boats, a zero-emission sailboat with zero emissions, and an unfinished chemical tanker towed from Brodotrogir and for a foreign client will be completed in Brodosplit.”

Zu den Hintergründen stellte Tomislaw Debeljak, Präsident der DIV-Group und Chef der Brodosplit-Werft bereits vor einer Woche fest:

„We are affected by force majeure because of the war in Ukraine. Brodosplit is building two ships, financed by VTB Europe, a Russian-owned bank based in Frankfurt. Because VTB is owned by Russia, that bank is subject to restrictions, which were recently introduced or stopped due to the war in Ukraine. The situation we found ourselves in is extremely dramatic because VTB has stopped all further payments on all loans due to the situation in Ukraine, which has blocked us. We are currently seizing 60 million euros of our funds on these projects. Due to the size of the problem and urgency, we launched an initiative to the Government of the Republic of Croatia and HBOR (Croatian bank for reconstruction and development) to take over the loan amount to HBOR, because due to the involvement of the Russian side, no commercial bank can do it at the moment, for refinancing. Brodosplit would complete the ships, the state guarantee would be returned to the state and everyone would generate revenue.

This crisis in Ukraine and the problem with VTB happened at a time of extremely good prospects for Brodosplit shipyard. We have contracted several new projects worth around 270 million euros, including the construction of a polar cruiser and a luxury yacht, contracting military ships for export, and in the final phase are negotiations on the construction of two more yachts and a residential ship worth about a billion euros. we cannot speak publicly about individual values at this time. Clients of yacht construction are usually anonymous and ask for confidentiality in contracts. We currently have a problem because we have not yet received state guarantees, which is related to the situation with VTB Bank, so these contracts have not been strengthened for five months. We hope that the problem will be resolved soon – force majeure with VTB Bank and project financing, which would enable the continuation of project activities. Otherwise, the projects would fail, which would be detrimental to both Brodosplit and the Croatian economy.“

Nach einer Konferenz über den National Recovery and Resilence Plan (NPOO) hatte Kroatiens Wirtschaftsminister Tomislv Coric erklärt, dass die kroatische HBOR-Bank immer bereit sei, mit den Werften zu kooperieren, doch seien die derzeitigen Probleme bei Brodosplit wohl „etwas komplexer“ als in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. „Die Lage des Schiffbaus in Split ist nicht einfach und sollte von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden.“ Dennoch sei er optimistisch, dass der kroatische Schiffbau gute Chancen habe. JPM

Celebrity Cruises stellt Entertainment-Programm für die neue Celebrity Beyond vor

Vorhang auf und Bühne frei für die neue Celebrity Beyond – Das neue Flaggschiff von Celebrity Crusies sticht am 27. April in See

Pressemitteilung

Vorhang auf für zahlreiche neue Live-Shows und interaktive Erlebnisse an Bord der Celebrity Beyond, dem lang-erwarteten neuen Luxus-Flaggschiff von Celebrity Cruises, das Ende April zur Jungfernfahrt in See stechen wird.

Bekannte Künstler und Artisten werden an Bord der Celebrity Beyond ein unvergessliches Show-Erlebnis präsentieren, wie es noch nie zuvor auf hoher See zu sehen war. Dafür verantwortlich sind mehrere kreative Visionäre, die bereits bei prominenten Show-Produktionen in Las Vegas, im Londoner West End oder bei den Olympischen Spielen mitgewirkt haben.

„Auf einem Schiff mit dem Namen „Beyond“ wollen wir alle erdenklichen Erwartungen unserer Gäste übertreffen“, sagt Brian Abel, Celebrity Cruises, Senior Vice President of Hotel Operations. „Es war uns eine große Ehre mit einigen der besten Live-Show-Künstlern und Produzenten zusammen zu arbeiten, um Entertainment-Erlebnisse auf Weltklasse-Niveau auf unserem neuen Schiff zu präsentieren“, fügt Lisa Lehr hinzu, Celebrity Cruises Vice President of Entertainment.

Drei neue Bühnen-Shows
Alle Produktionen auf der Celebrity Beyond sollen dank modernster Technologien herkömmliche Theater-Aufführungen übertreffen. The Theatre – es ist das größte der kompletten Celebrity-Flotte – wird drei neue Shows präsentieren:

„Arte“ bindet die Zuschauer ein in ein choreografisches Meisterwerk aus elektrisierendem Tanz, fliegenden Akrobaten und einzigartigen visuellen Effekten. Teil der Show sind auch die „Peace Maker“-Skulpturen des brasilianischen Künstlers Rubem Robierb, die auf der Celebrity Beyond ausgestellt sind.

Das Musical „Stage Door“ taucht in die Welt des Londoner West End ein. Die Vorstellungen werden dabei von einem vollständigen Sinfonieorchester begleitet und durch modernste Technologie zum Leben erweckt. Verantwortlich für diese Produktion ist Gary Lloyd, ein renommierter Regisseur und Choreograf von „Thriller Live!“, dem Michael Jackson- Musical.

„Elements“ zeigt eine Reise durch fünf Elemente – Luft, Wasser, Erde, Feuer und Raum – dargestellt durch faszinierende Bilder, atemberaubende Akrobatik und beindruckende Kostüme. Ein weiterer Höhepunkt dieser Show sind Luftskulpturen des Künstlers Daniel Wurtzel aus Brooklyn. Dabei wehen Tücher direkt über dem Publikum.

Leinwand ist gigantische 35 Meter breit
Um die Bühne herum ragt eine riesige 4K-LED-Leinwand mit beweglichen Paneelen, die sich öffnen und bewegen lassen. Die Leinwand ist 35 Meter breit und sieben Meter hoch. Mit deren 17 Millionen Pixel Auflösung nebst Kunstschnee und raffinierter Beleuchtungstechnik lassen sich enorme Effekte zaubern. Dank neuester Projektionstechnologien im Boden werden nahtlose visuelle Effekte von unten bis hinauf zur Decke geschaffen. Das Theater bietet Platz für mehr als 900 Gäste.

Entertainment außerhalb des Theaters

Zusätzlich zu den Bühnen-Produktionen im Theater bietet die neue Celebrity Beyond jede Menge weitere Unterhaltungsprogramme, zum Beispiel im:

Eden, Abbildung: Celebrity Cruises

The Club: Der angesagteste Nachtclub auf dem Schiff wird mit „The Jazz Joint at The Club“ eine komplett neue Show zeigen sowie mit „Rocked“ und „Bring the Brass“ auch zwei neue Live-Musikabende bieten.

Eden: Passagiere können in diesem offenen, dreistöckigen Bereich mit raumhohen Fenstern am Heck des Schiffes mehrere multisensorische Programme erleben. Tagsüber werden unter anderem Meditationskurse, Kunstseminare und Weinverkostungen angeboten, abends die neue Show „Wonder at Eden“.

Grand Plaza: Dieser Ort mit riesiger Bar im Herzen des Schiffes hat einen spektakulären Kronleuchter als Mittelpunkt, der abends mit acht neuen Licht-Shows – alle passend zur Musik abgestimmt – zum Leben erweckt wird.

Rooftop Garden: Auf dem vergrößerten, grün bepflanzten Resort Deck werden morgens Tai Chi-Kurse angeboten und abends Filme unter dem Sternenhimmel gezeigt.

The Club, Abbildung: Celebrity Cruises

Camp at Sea: Dieser Bereich für Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren geht eine neue Partnerschaft mit „Adventures in Cardboard“ ein. Junior-Kreuzfahrer können hier spielen und sich selbst verwirklichen – unter anderem beim Basteln eigener Kunstwerke aus Pappe und Karton. Auch Vlogging-Kurse mit Go Pros – ein Blog in Form von Videos – und kindgerechte Programmierkurse werden angeboten.

Teen Club: Silent Disco-Partys – hier wird zu Musik getanzt, die über Funkkopfhörer gehört wird – und Spieleabende sorgen für Unterhaltung bei Gästen im Alter zwischen 13 bis 17 Jahren.

Das ist die neue Celebrity Beyond
Die Celebrity Beyond ist das neueste Luxus-Schiff der modernen Edge-Klasse von Celebrity Cruises. Im Gegensatz zu ihren innovativen Vorgängerinnen Celebrity Edge und Celebrity Apex ist die Celebrity Beyond jedoch 21 Meter länger und ein Deck höher, um Exklusivität noch mehr Raum zu geben.

Am 27. April wird die Celebrity Beyond ihre Jungfernfahrt ab Southampton in Richtung Mittelmeer antreten. Zwischen dem 7. Mai und Mitte Oktober fährt das Schiff ab/bis Barcelona oder ab/bis Civitavecchia (Rom) beziehungsweise pendelt zwischen beiden Städten und steuert auf ihren zehn- und elftägigen Kreuzfahrten Ziele in Frankreich, Italien, Malta und Griechenland an. Am 12. Oktober bricht die Celebrity Beyond in Barcelona dann zur Transatlantik-Überquerung nach Cape Liberty (New York) auf. Die Wintersaison wird sie in der Karibik verbringen.

Mehr Informationen zum Entertainment-Angebot auf der Celebrity Beyond unter www.celebritycruises.com/things-to-do-onboard/entertainment/beyond. 

Text: PM Celebrity Cruises