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Neue „Nils Holgersson“ absolviert Erstanlauf im Heimathafen Rostock

Auf der Rückreise vom schwedischen Hafen Trelleborg nach Travemünde hat die neue Nils Holgersson der Travemünder Fährreederei TT-Line heute Nachmittag (28.04.2022) erstmals am Liegeplatz 53 im Hafenbecken A des Überseehafens Rostock festgemacht. Ihr am 7. März von der chinesischen Bauwerft Jiangsu Jinling übernommenes und mit einer Vermessung von 56138 BRZ größtes und längstes Schiff setzt die vor 60 Jahren gegründete Reederei künftig im Dreiecksverkehr zwischen Travemünde, Rostock und Trelleborg ein.

Foto: RostockPort/ nordlicht

Anlässlich des ersten Besuches des Neubaus in seinem Heimathafen Rostock überreichte Götz Strahl, Abteilungsleiter Logistik bei Rostock Port GmbH, als Vertreter des Hafens die traditionelle Erstanlaufplakette an Kapitän Stephan Schipplick.

„Wir freuen uns, dass Rostock der Heimathafen dieses neuen klimaschonenden Flaggschiffes von TT-Line ist“, sagte Rostock Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner und wünschte dem Schiff und seiner Crew allzeit gute Fahrt.

Bei dem aufgrund seiner Ausstattung mit Dual-Fuel-Motoren sowohl mit Marinediesel (MGO) als auch mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden-Neubau, handelt es sich um die erste Einheit des neuen Green Ship-Typs der Reederei, für die sie sich eine später in einen Festauftrag umgewandelte Option für einen Nachbau gesichert hatte, der am 21. Juli letzten Jahres aus dem Baudock ausgeschwommen war und im Herbst dieses Jahres unter dem Traditionsnamen Peter Pan in Fahrt kommen soll.

Der Entwurf für die beiden für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegten Neubauten stammt von OSK ShipTech. An dem Design der Innenausstattung hat die in Waren an der Müritz ansässige Firma Oceanarchitects einen wesentlichen Anteil.

Foto: RostockPort/ nordlicht

Die über 239 Pax-Kabinen verfügenden Neubauten mit einer Länge von 229,4 m, einer Breite von 31 m und einem Tiefgang von max. 6,9 m zeichnen sich u.a. durch eine 1200 qm große Außendecksfläche sowie 3500 qm öffentliche Räume aus. Für rollende Ladung stehen über zwei Heckrampen erreichbare rd. 4600 Spurmeter auf vier Decks mit 20 Ladeanschlüssen für E-Autos zur Verfügung. Als Hauptmotoren wurden je zwei Motoren des Typs 8L51 und 6L51/60 von MAN in Vater/Sohn-Konfiguration mit einer Gesamtleistung von 29400 kW installiert. Über Getriebe und zwei Verstellpropeller soll damit eine Geschwindigkeit von 22 kn erreicht werden. Die beiden ebenfalls von MAN zugelieferten je 500 cbm fassenden LNG-Tanks wurden auf Deck 1 platziert. Für die Bordstromversorgung wurden vier Wärtsilä-Motoren des Typs 9L20DF verbaut. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit stehen drei Bugstrahlruder zur Verfügung. Zur Ausrüstung der nach den Vorschriften und unter Aufsicht von DNV erstellten Neubauten mit optimierten Schiffslinien und reibungsarmen Unterwasseranstrich gehören u.a. LED-Lichttechnik, auch Wärmerückgewinnungsanlagen.

Bei dem neuen TT-Line-Flaggschiff handelt es sich bereits um das siebte Schiff dieses traditionsreichen Namens. Seine letzte Namensvorgängerin, die 2001 von der SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven, erbaute sechste Nils Holgersson (BRZ 36468), war Anfang Februar dieses Jahres bei einem Werftaufenthalt in Klaipeda in Akka umbenannt worden, um den Namen für das neue Flaggschiff freizumachen. JPM

Neues TT-Line-Flaggschiff in Travemünde eingetroffen

Nach einer rund fünfwöchigen und rd. 11 600 Seemeilen langen Überführungsfahrt von China ist der jüngste Neubau der in Travemünde ansässigen Fährreederei  TT-Line GmbH & Co. KG, die Nils Holgersson, am Mittwochabend erstmals an der Trave eingetroffen und hat um 19.30 Uhr am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde festgemacht. Bei seiner Ankunft wurde das in Rostock beheimatete neue Flaggschiff der Reederei traditionell mit einem Feuerlöschboot und einem Shantychor zünftig begrüßt.

Die auch zur Erledigung letzter Ausrüstungs- und Restarbeiten sowie ergänzenden Tests genutzte Überführung unter dem Kommando von Kapitän Stephan Schipplick verlief ohne Probleme. Hervorzuheben seien vor allem die „herausragenden See-Eigenschaften“ und die „beeindruckend niedrigen Verbräuche“ des Neubaus, so der Kapitän. Mit diesem Erstanlauf wird zugleich die über 60-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit der Lübecker Hafen-Gesellschaft mit der TT-Line fortgesetzt: Ende März 1962 hatte die erste Nils Holgersson den Fährverkehr zwischen Travemünde und dem schwedischen Trelleborg eröffnet. Bereits Ende April soll nunmehr der auch im Bereich der Umweltverträglichkeit Maßstäbe setzende Neubau in diesen Liniendienst eingestellt werden. Für Ortwin Harms, Geschäftsführer der LHG, ist dies „ein guter Beweis für die jahrzehntelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit TT-Line. Wir freuen uns auf die nächsten 60 Jahre“.

Das im Juli 2018 bei der chinesischen Jiangsu Jinling in Nanjing als Bau-Nr. JLZ8180222 bestellte Typschiff einer neuen TT-Line-Fährschiffsgeneration war am 7. März dieses Jahres an die Reederei übergeben worden.

Bei dem aufgrund seiner Ausstattung mit Dual-Fuel-Motoren sowohl mit Marinediesel (MGO) als auch mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden 56138-BRZ-Neubau, handelt es sich um die erste Einheit des neuen Green Ship-Typs der Reederei, für die sie sich eine später in einen Festauftrag umgewandelte Option für einen Nachbau gesichert hatte, der am 21. Juli letzten Jahres aus dem Baudock ausgeschwommen war und im Herbst dieses Jahres unter dem Traditionsnamen Peter Pan in Fahrt kommen dürfte.

Der Entwurf für die beiden für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegten Neubauten stammt von OSK ShipTech. An dem Design der Innenausstattung hat die in Waren an der Müritz ansässige Firma Oceanarchitects einen wesentlichen Anteil.

Die über 239 Pax-Kabinen verfügenden Neubauten mit einer Länge von 229,4 m, einer Breite von 31 m und einem Tiefgang von max. 6,7 m zeichnen sich u.a. durch eine 1200 qm grosse Außendecksfläche sowie 3500 qm öffentliche Räume aus.

Für rollende Ladung stehen über zwei Heckrampen erreichbare rd. 4600 Spurmeter auf vier Decks mit 20 Ladeanschlüssen für E-Autos zur Verfügung. Als Hauptmotoren wurden je zwei Motoren des Typs 8L51 und 6L51/60 von MAN in Vater/Sohn-Konfiguration mit einer Gesamtleistung von 29400 kW installiert.

Über Getriebe und zwei Verstellpropeller soll damit eine Geschwindigkeit von 22 kn erreicht werden. Die beiden ebenfalls von MAN zugelieferten je 500 cbm fassenden LNG-Tanks wurden auf Deck 1 platziert. Für die Bordstromversorgung wurden vier Wärtsilä-Motoren des Typs 9L20DF verbaut. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit stehen drei Bugstrahlruder zur Verfügung. Zur Ausrüstung der nach den Vorschriften und unter Aufsicht von DNV in Bau befindlichen Neubauten gehören u.a. auch Wärmerückgewinnungsanlagen.

Bei dem neuen Flaggschiff handelt es sich bereits um das siebte Schiff dieses traditionsreichen Namens. Seine letzte Namensvorgängerin, die 2001 von der SSW Fähr- und Spezialschiffbau GmbH, Bremerhaven, erbaute und in Lübeck beheimatete sechste Nils Holgersson (BRZ 36468), war Anfang Februar dieses Jahres bei einem Werftaufenthalt in Klaipeda in Akka umbenannt worden, um den Namen für das neue Flaggschiff freizumachen. JPM

Typschiff „Nils Holgersson“ soll 2022 in Fahrt kommen

Auch zweite Green Ship-Ro/Pax-Fähre für TT-Line hat jetzt Wasser unter dem Kiel

Auch die zweite der beiden 2018 von der in Travemünde ansässigen TT-Line in China bestellten Green Ship RoPax-Fähren hat erstmals mit ihrem künftigen Element Bekanntschaft gemacht: Acht Monate nach dem Aufschwimmen des im Juli 2020 mit einer Münzzeremonie als Bau-Nr. JLZ8180222 auf Kiel gelegten Typschiffes Nils Holgersson wurde am 11. Juli der 229,4 m lange, 31 m breite und max. 6.9 m tiefgehende Rohbau der noch namenlosen Werft-Nr. JLZ8180223 nach dem Aufschwimmen im Baudock der China Merchants Jiangsu Jinling-Werft in Nanjing mit Hilfe von zwei Schleppern an den Ausrüstungskai verholt. Dort erfolgt nun die weitere Fertigstellung samt Einbau der Innenausstattung, an deren Design die in Waren an der Müritz ansässige Firma Oceanarchitects einen wesentlichen Anteil hat.

Foto: TT-Line

Bei dem aufgrund seiner Ausstattung mit Dual-Fuel-Motoren sowohl mit Marinediesel (MGO) als auch mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden 45 000-BRZ-Neubau, handelt es sich um die zweite Einheit des neuen Green Ship-Typs der Reederei, für die sie sich zunächst eine – später in einen Festauftrag umgewandelte – Option gesichert hatte. Die beiden für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegte Neubauten, deren Entwurf von OSK ShipTech stammt, sollen im Frühjahr bzw. Herbst nächsten Jahres geliefert und in den Liniendienst der TT-Line in der südlichen Ostsee eingestellt werden, wobei das jetzt aufgeschwommene Schiff unter dem Traditionsnamen Peter Pan in Fahrt kommen dürfte. Die über 239 Pax-Kabinen verfügenden Neubauten zeichnen sich u.a. durch eine 1200 qm grosse Außendecksfläche sowie 3500 qm öffentliche Räume aus. Für rollende Ladung stehen über zwei Heckrampen erreichbare rd. 4600 Spurmeter auf vier Decks mit 20 Ladeanschlüssen für E-Autos zur Verfügung. Als Hauptmotoren stehen je zwei Motoren des Typs 8L51 und 6L51/60 von MAN in Vater/Sohn-Konfiguration mit einer Gesamtleistung von 29400 kW zur Verfügung. Über Getriebe und zwei Verstellpropeller soll damit eine Geschwindigkeit von 22 kn erreicht werden. Die beiden ebenfalls von MAN zugelieferten je 500 cbm fassenden LNG-Tanks wurden auf Deck 1 platziert. Für die Bordstromversorgung wurden vier Wärtsilä-Motoren des Typs 9L20DF verbaut. Zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit stehen drei Bugstrahlruder zur Verfügung. Zur Ausrüstung der nach den Vorschriften und unter Aufsicht von DNV in Bau befindlichen Neubauten gehören u.a. auch Wärmerückgewinnungsanlagen.

TT-Line nutzt nach eigenen Angaben als erste Reederei in diesem Fahrtgebiet LNG für ihre beiden neuen Green Ships und sieht sich damit als Vorreiter. Von dem derzeit als sauberster Schiffskraftstoff anzusehenden LNG verspricht sie sich die Einsparung von jährlich 93 Prozent Feinstaub, 98 Prozent Schwefeloxiden und 82 Prozent Stickoxiden verglichen mit Marine Gas Oil (MGO). Die Mehrkosten des LNG-Antriebs werden durch eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) abgemildert. Nicht nur die Verwendung von LNG mache die neuen Green Ships zu den umweltfreundlichsten Schiffen der Unternehmensgeschichte. Die generelle Effizienz des Schiffsbetriebes in Kombination mit dem erhöhten Kapazitätsangebot für Fracht und Passagiere ermögliche eine noch deutlichere Verbesserung der CO2-Emissionen um bis zu 60 Prozent pro transportierte Einheit, so die Reederei. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Green Ships den neuen Standard in puncto Emissionsreduzierung in der Fährbranche setzen,“ sagt TT-Line Geschäftsführer Bernhard Termühlen. JPM

RMC statt FSG: Festauftrag für tasmanisches Ro/Pax-Duo

Mit der Unterzeichnung eines Festauftrages mit der finnischen Werft Rauma Marine Construction (RMC) konnte jetzt das Tauziehen um den Bau von zwei Ro/Pax-Fähren der nächsten Generation für die tasmanische TT-Line beendet werden. Ursprünglich waren die für den Devonport-Melbourne-Bass Strait-Dienst bestimmten Neubauten bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) bestellt worden, mit der man sich angesichts deren finanzieller Schieflage über eine Aufhebung des Bauvertrages verständigt und im Februar 2020 eine Absichtserklärung mit RMC unterzeichnet hatte. Danach war eine Ablieferung Ende 2022 bzw. Ende 2023 vorgesehen. Sechs Monate später forderte die tasmanische Regierung das TT-Line-Management zur Annullierung der Absichtserklärung mit RMC auf, um vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie Optionen für eine Fertigung in Zusammenarbeit mit lokalen und australischen Herstellern zu sondieren. Schließlich erhielt die Reederei im März dieses Jahres dann doch grünes Licht, die Verhandlungen mit RMC fortzusetzen mit der Auflage, innerhalb von 30 Tagen zu einem Vertragsabschluss zu kommen. Andernfalls sollte der Auftrag an den freien Markt weitergegeben werden. Bei den als Ersatz für die 1998 erbauten und über eine Kapazität von jeweils 1140 Gästen sowie 1852 Spurmeter für Fahrzeuge verfügenden Schwesterschiffe Spirit of Tasmania und Spirit of Tasmania II geplanten Neubauten handelt es sich um 48 000-BRZ große Schiffe mit LNG-Antrieb. Sie können jeweils 1800 Passagiere befördern und auf zwei Frachtdecks 2500 Spurmeter für rollende Ladung bieten. Mit dem Bau der 212 m langen Schiffe soll im Frühjahr 2022 begonnen werden, die Ablieferung des ersten Schiffes ist für Ende 2023 vorgesehen, das Schwesterschiff soll ein Jahr später folgen. Über den Preis wurden keine Angaben veröffentlicht. JPM

Erste GreenShip-Fähre für TT-Line in China aufgeschwommen

Die erste der beiden von der in Travemünde ansässigen TT-Line Ende 2018 in China bestellten Dual Fuel-RoPax-Fähren hat nunmehr Wasser unter ihrem Kiel: Am 10. November konnte der 230 m lange und 31 m breite Rohbau nach dem Aufschwimmen im Baudock der China Merchants Jiangsu Jinling-Werft in Nanjing mit Schlepper-Assistenz an den Ausrüstungskai verholt werden.

Bei dem mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden Neubau, dessen erster Stahlschnitt ein Jahr nach der Bestellung – am 19.12.2019 – erfolgt war, handelt es sich um die erste von zwei Einheiten des neuen GreenShip-Typs der Reederei, der als umweltfreundlichstes Schiff der Reedereigeschichte die maximale Punktzahl von 5 Sternen in der unabhängigen Clean Shipping Index-Bewertung erreichen soll.

Nach Reedereiangaben können damit jährlich 93 Prozent Feinstaub und 98 Prozent Schwefeloxide im Vergleich zum (alternativ möglichen) Einsatz von Dieselkraftstoff (MGO) als Treibstoff eingespart werden. Zudem würden die Stickoxide um 82 Prozent und die CO2-Emissionen um bis zu 60 Prozent pro transportierter Ladeeinheit reduziert. Die Mehrkosten des LNG-Antriebs werden durch eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) abgemildert.

Das für 800 Passagiere und mehr als 200 Sattelzüge ausgelegte und noch namenlose Typschiff soll im Laufe des Jahres 2022 geliefert und im Liniendienst der TT-Line in der südlichen Ostsee eingesetzt werden. JPM

Terror-Abwehr auf See erfolgreich trainiert

Die Bewältigung einer maritimen Gefahrenlage bei einem terroristischen Angriff zu trainieren und die Leistungsfähigkeit der neuen Schiffe der Bundespolizei zu testen war das Ziel einer  vom 19. Bis 21. Oktober 2020 inder Lübecker Bucht erfolgreich absolvierten Übung bei neben der Ostseefähre Nils Holgersson der TT-Line Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Fuhlendorf, Schiffe der Bundespolizei See, sowie die GSG 9 zum Einsatz kamen.

Durch ihre Größe, ihren Aktionsradius, das Hubschrauberlandedeck und die Möglichkeit der Aufnahme besonderer Einsatzmittel der GSG 9 schaffen die neuen Schiffe der „Potsdam“-Klasse die Voraussetzung, autark ohne landseitige Unterstützung zu operieren. So konnten die Einsatzkräfte der GSG 9 parallel mit Mehrzweckbooten und Polizeihubschraubern vom Einsatzschiff aus starten, den Zugriff einleiten und die Gefahrenlage auf der Nils Holgersson erfolgreich bewältigen. Die Besatzung der Fähre war eng in die Übung eingebunden, trainierte auf mehreren Ebenen die Umsetzung des ISPS-Codes (Internationaler Code für die Gefahrenabwehr an Bord von Schiffen und in Hafenanlagen) und konnte daraus bestehende Handlungsempfehlungen optimieren. Diese können zukünftig in den Gefahrenabwehrplan des Schiffes einfließen. In Zusammenarbeit mit dem BSH werden die Gefahrenabwehrpläne mit der Reederei individuell abgestimmt und in regelmäßigen Abständen überprüft.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrographie, Dr. Karin Kammann-Klippstein, bedankte sich bei der Besatzung der Nils Holgersson sowie allen Einsatzkräften für die gute und effiziente Zusammenarbeit: „Auch, wenn es derzeit keine konkrete Gefährdungslage gibt, können wir Szenarien einer akuten Gefährdung im maritimen Bereich, deren Bewältigung geübt wurde, nicht vollständig ausschließen. Wir haben in den vergangenen drei Tagen die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten in einer sehr komplexen Gefahrenlage erfolgreich getestet. RACOON hat gezeigt, dass die Bundespolizei für den Ernstfall sehr gut aufgestellt ist“.

Um auf derartige Lagen vorbereitet zu sein und damit die Schifffahrt vor drohenden Angriffen von außen zu schützen, führen das BSH und die Bundespolizei jährlich eine Übung zur Abwehr äußerer Gefahren auf See durch. Dadurch können die Partner behördenübergreifend auf Bundesebene in einer realen Gefahrenlage schnell, entschlossen und erfolgreich gemeinsam agieren. JPM