Schlagwort: Türkei

Die Türkei ist wieder zurück

Die großen türkischen Nationalflaggen an den gigantischen Masten entlang des Bosporus wehen im Wind. Das taten sie eigentlich immer. Neu ist aber: Sie sind wieder Fotomotiv für Touristen. Die Auszeit der Kreuzfahrtschiffe am Bosporus ist vorbei. Fast täglich machen wieder große Passagierschiffe am Golden Horn fest. Frank Behling berichtet.

„Eine attraktive und sichere Destination ist die Voraussetzung für den touristischen Erfolg“, sagt Mario Zanetti, Präsident von Costa Crociere. Zanetti­ sitzt an diesem Tag Anfang Mai in der Lounge der COSTA VENEZIA und präsentiert stolz die Eckdaten für den Sommer 2022. Es ist gerade drei Jahre her, da saß Zanetti­ an selber Stelle und freute sich über den Start der COSTA VENEZIA in China.

Kreuzfahrten in China waren 2019 der große Hoffnungsträger für die Branche. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 ist China für Kreuzfahrtreeder jedoch eine Art schwarzes Loch. Perspektiven für einen freien Tourismus fehlen im Reich der Mitte völlig.

Im Vergleich zu einem Hotel an Land haben Schiffe aber einen Vorteil: Sie sind mobil. Die COSTA VENEZIA wurde­ deshalb mobilisiert und kehrte aus dem asiatischen „Exil“ nach Europa zurück. Wiedererwacht aus dem touristischen Exil ist auch die Türkei.

Foto: Frank Behling

Nach Krieg, Terror, Putsch und Pandemie hat sich das Leben am Bosporus wieder normalisiert. Seit den Kommunalwahlen 2019 ist Ekrem Imamoglu von der republikanischen Volkspartei der Bürgermeister der 15 Millionen-Metropole. Er löste nach 25 Jahre die Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan ab. Frischer Wind auch bei Themen wie Weltoffenheit und der freiheitlichen Lebensform.

Mit Erfolg: Die Touristen kehren zurück und die Polizeiwagen verschwinden aus dem Stadtbild. Durch die Altstadt am Golden Horn, dem Basar, Topkapi-Palast und der Hagia Sophia schlendern wieder Touristen aus aller Welt. Von Korea bis Kanada sind alle Staaten wieder da.

Istanbul, Foto: enapress.com

Istanbul ist auch wieder Kreuzfahrtdestination. Seit dem 2. Mai fährt die COSTA VENEZIA vom Bosporus aus auf zwei einwöchigen Routen durch die Ägäis. „Ich freue mich, nach sechs Jahren wieder hier an diesem Ort zu sein. Es ist einfach schön. Der Galataport ist das modernste Terminal, das ich bislang gesehen habe“, sagt Tihomir Music, der Kapitän der COSTA VENEZIA.

Jeden Sonntag liegt das 5200-Betten-Schiff an den weißen Gummi-Fendern des Galataports. Bis November stehen im Wechsel Sieben-Tages-Törns an, die auch zu einer 14-Tage-Tour kombiniert werden können. Das italienische Schiff steuert Kusadasi, Heraklion, Piräus, Izmir, Bodrum und Mykonos an.

„Das Besondere sind dabei die Overnights hier in Istanbul und Kusadasi, so etwas hatten wir hier früher nicht“, sagt Zanetti….

…Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe.

„Delphin“ und „Salamis Filoxenia“ auf dem Strand

Neun Tage dauerte die letzte Reise des Kreuzfahrtschiffes Delphin. Der polnische Hochseeschlepper Opal übernahm die Schleppreise des stolzen Kreuzfahrtschiffes von Rijeka zum türkischen Recycling-Zentrum Aliaga. Bei der türkischen Firma BMS Gemi Donushum San aus Aliaga wird das Schiff jetzt in den kommenden drei Monaten verwertet. Die selbe Firma hatte auch schon die Astor erworben und verschrottet.

Foto: Frank Behling

Die Delphin war am 13. April in Rijeka abgeholt worden, nachdem das türkische Unternehmen die zuvor bei einer Auktion erzielten 3,6 Millionen Euro bezahlt hatte. Seit 2014 hatte das weiße Kreuzfahrtschiff bei der Werft Viktor Lenac in Rijeka gelegen und war dort zunächst als Wohnschiff für Besatzungsangehörige amerikanischer Marineschiffe genutzt worden.

Nachdem die US Navy andere Lösungen für die Werftzeiten suchte, war die im Besitz eines indischen Unternehmens befindliche Delphin irgendwann verlassen worden.

Salamis Filoxenia, Foto: Frank Behling

Alle Versuche der Reaktivierung scheiterten. Mit der Pandemie war dann die Perspektive dahin und das Schiff kam unter den Hammer. Bei der gerichtlichen Versteigerung wollte die Werft zumindest einen Teil der Kosten für Versorgung und Bewachung des Schiffes wieder hereinholen.

Am 22. April schoben Schlepper dann das Kreuzfahrtschiff in Aliaga auf den Strand. Es war die Endstation für das Schiff mit der wechselvollen Vergangenheit.

Foto: Frank Behling

Die Delphin begann ihre Karriere 1973 im finnischen Turku im Baudock der Wärtsilä-Werft als Belorussiya. Die Sowjetunion hatte damals mit der Wärtsilä-Werft in Turku einen Vertrag über den Bau von fünf schnellen RoRo-Fähren der modernen Bauart bestellt.

1974 kam die Delphin dann als Typschiff dieser Klasse unter dem Namen Belorussiya ins Wasser. Es folgten die Schwestern Gruziya, Azerbaidzhan, Kazakhstan und Kareliya bis Januar 1976. Alle fünf Schiffe waren nach Republiken der Sowjetunion benannt.

Die Schwester Gruziya war bei der letzten Reise nur drei Tage schneller als die Delphin. Das als Salamis Filoxenia in Zypern gestrandete Schiff der Klasse war im Februar an die Agentur Prime Spot Trading verkauft worden. Sie verkaufte das Schiff schließlich an einen Abbrecher Ghadani Beach. Dort traf das in Titan umgetaufte Schiff am 19. April ein. Drei Tage später ging auch die Delphin in der Türkei auf den Strand. Die Salamis Filoxenia hat einen Kauferlös von 4,1 Millionen Dollar erbracht – eine halbe Million mehr als die Delphin. FB

„Costa Venezia“ ist zurück

Die Türkei meldet sich rechtzeitig zur Sommersaison im europäischen Kreuzfahrtmarkt zurück. Am 2. Mai startete mit der Costa Venezia das erste große Schiff einer europäischen Marke mit Gästen ab Istanbul. Nach sechs Jahren Pause ist die Metropole auch wieder Reisewechselhafen für die größten Schiffe im Markt. Zuvor war Istanbul bereits als Destination wieder angelaufen worden.

Die Costa Venezia eröffnet in der Türkei jedoch ein neues Kapitel. Sechs Jahre nach dem Militärputsch im Juli 2016 kehrt wieder Normalität an den Bosporus zurück. Das neue 5200-Betten-Schiff war von der italienischen Reederei aus Asien abgezogen und nach Europa geholt worden, wo es jetzt ganzjährig ab Istanbul eingesetzt wird.

„Wir sind sehr froh, jetzt hier in der Türkei ein wirklich sehr interessantes Programm anbieten zu können“, sagt Mario Zanetti, Präsident von Costa Crociere. Das 323 Meter lange Schiff mit 2116 Kabinen ist den Sommer über jeden Sonnabend und Sonntag das größte Schiff am neuen Kreuzfahrtterminal Galataport in Istanbul. Für die Türkei ist das ein wichtiges Signal auf dem Weg zurück in den Tourismusmarkt.

Der Galataport im Stadtteil Karaköy ist zur Zeit Europas modernste Terminalanlage für Kreuzfahrtschiffe. Auf der alten Überseehafenanlage der einstigen Staatsreederei Turkish Maritime Line wurde aus Unmengen Beton und Stahl einer der modernsten Terminals der Kreuzfahrtbranche gebaut.

Foto: Frank Behling

Auf 29000 Quadratmeter erstreckt sich die auf drei Ebenen, unter der Kaikante der neue Terminal. Alle wesentlichen Abfertigungsanlagen, Check-in-Counter, der Busbahnhof und die Pkw-Parkplätze wurden unter die Erde verlegt. Bis zu 15000 Passagiere soll die Anlage täglich abfertigen können.

Die 1200 Meter lange Pieranlage nördlich des Karaköy-Fähranlegers soll bis zu drei große Schiffe gleichzeitig aufnehmen können, so die Planer. Zur Ausstattung gehört auch ein Heliport für Hubschrauber.

Oberirdisch gibt es eine Shopping-Mall mit Hotel und Restaurants. Alle Zäune sind hydraulisch versenkbar und können nach dem Ablegen der Schiffe den Blick auf den Bosporus freimachen. „Der Galataport ist das modernste an Terminals, was ich bislang gesehen habe“, sagt Tihomir Music, der Kapitän der Costa Venezia.  

Ganz billig war das gewaltige Bauwerk nicht. 1,5 Milliarden Euro wurden investiert. Die letzten Arbeiten sollen im Sommer angeschlossen sein. Bis dahin werden auch weitere Schiffe erwartet. Istanbul ist wieder im Fahrplan für fast alle großen Reedereien. Azamara, NCL, Seabourn, Hapag-Lloyd, Phoenix, TUI Cruises, Oceania, Regent Seven Seas, Viking, Silversea und Star Clippers sind auch schon angemeldet.

Foto: Frank Behling

Die Nummer 1 ist aber die Costa Venezia, die dort jedes Wochenende den Reisewechsel vollziehen wird. Bis zu 5000 Passagiere sollen aus- und eingeschifft werden. „Wir haben mit Turkish Airlines einen starken Partner. Außerdem ist einer der modernsten Flughäfen der Welt hier in Istanbul“, schwärmt Mario Zanetti von Costa.

Keine Rede ist mehr davon, dass die Costa Venezia eigentlich woanders Maßstäbe setzen sollte. Im März 2019 war das 323 Meter lange Schiff von der Fincantieri-Werft als erstes speziell für China gebaute Schiff präsentiert worden. Unter der Flagge der Costa Asia sollte die Costa Venezia mit dem Stil Italiens in Asien Passagiere aus China, Korea und Japan begeistern. Dem schwungvollen Start folgte dann in der Pandemie die Vollbremsung. Costa Asia musste alle Schiffe wieder nach Europa schicken. Wer jetzt eine Reise in Asien buchen will, landet auf der Homepage von Costa Asia in einer Sackgasse.

Die Türkei ist da der viel bessere Ausweg aus der wirtschaftlichen Kreuzfahrt-Krise in Asien. Auch wenn an Bord der Costa Venezia die chinesischen Schriftzeichen noch für eine Weile allgegenwärtig sind. FB

Costa Kreuzfahrten: Erster Start ab Istanbul

  • Costa startet als einzige Reederei ganzjährig zu Kreuzfahrten ab Istanbul
  • Costa Venezia trägt maßgeblich zur Wiederbelegung des Tourismus bei 

Pressemitteilung

Die Costa Gruppe, eines der größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt, legt ab sofort und ganzjährig mit der Costa Venezia zu zwei unterschiedlichen Routen ab Istanbul ab. Für die Wintersaison kommen längere Reisen hinzu, die neben Zielen in der Türkei und Griechenland auch nach Zypern, Ägypten und Israel führen. Die heutige Premieren-Kreuzfahrt ab Istanbul trägt maßgeblich zur Wiederbelebung des Tourismus in der Türkei bei und ist eine Zusammenarbeit zwischen Costa, Turkish Airlines, dem Türkischen Nationalen Fremdenverkehrsamt sowie des hochmodernen Galataport Istanbul.

Das Programm der Costa Venezia in der Türkei umfasst drei verschiedene Reiserouten, alle mit Ein- und Ausschiffung in Istanbul. Sie sehen längere Aufenthalte in den Häfen vor, so dass Gäste ihre Reise inmitten geschichtsträchtiger Städte, einzigartiger archäologischer Schauplätze und UNESCO-Weltkulturerbestätten sowie kristallklarem Meer entspannt genießen können. 

„Die neuen Kreuzfahrten mit der Costa Venezia ermöglichen es, die schönsten Ecken der Türkei in einem einzigen Urlaub zu besuchen, mit Beginn in Istanbul, einer der schönsten Städte der Welt. Wir glauben, dass die Türkei ein großes Potenzial für Kreuzfahrten hat, und wir versuchen, die Ersten zu sein, die dieses auch nutzen. Istanbul ist von den wichtigsten europäischen Ländern aus in nur wenigen Flugstunden zu erreichen, verfügt über gute Flugverbindungen und moderne Häfen sowie ein mildes Klima, das einen ganzjährigen Betrieb ermöglicht, und bietet vor allem eine unglaubliche Vielfalt an Erlebnissen und Attraktionen“, so Mario Zanetti, Präsident von Costa Crociere.

Costa und Turkish Airlines kooperieren

Für Costa Venezia wurde in Zusammenarbeit mit Turkish Airlines ein spezielles Paket aus Flug und Kreuzfahrt geschnürt, gültig für Linienflüge von Turkish Airlines aus allen europäischen Ländern.

Im Frühjahr, Sommer und Herbst, ab 1. Mai bis 13. November 2022, bietet Costa Venezia zwei einwöchige Routen an, die miteinander zu einer einzigen 15-tägigen „Super-Tour“ kombiniert werden können. Zu den Zielen zählen neben den Übernachtungen an Bord in Istanbul zählen, Bodrum, Izmir, Kusadasi sowie Athen, Rhodos, Kreta und Mykonos.

Im Winter 2022-23 nimmt Costa Venezia mit zwölftägigen Kreuzfahrten ab und bis Istanbul zusätzlich Kurs auf Ägypten, Israel und Zypern. Ab dem Frühjahr 2023 folgen erneut die zwei Routen zu Häfen in der Türkei und in Griechenland.

Die Costa Venezia wurde auf der Fincantieri-Werft in Monfalcone gebaut (GT 135.000) und bietet Platz für 2.116 Gästekabinen. Mit 13 verschiedenen Restaurants und 8 Bars gehört es zu den größten Angeboten der Flotte. An Bord bieten drei weltberühmte Köche, Bruno Barbieri, Hélène Darroze und Ángel León, spezielle, auf Costa zugeschnittene Geschmackserlebnisse, so dass jedes Reiseziel auch kulinarisch erkundet werden kann. 

Weitere Informationen und Buchungen unter www.costakreuzfahrten.de .

Text: PM Costa Kreuzfahrten

Renaissance in Istanbul

Ab Mai 2022 kreuzt die COSTA VENEZIA von Istanbul aus auf 7-tägigen Reisen im östlichen Mittelmeer, im Herbst kommen Stopps in Israel und Ägypten hinzu. Frank Behling über die neuen Pläne.

Ruhe ist am Bosporus eigentlich ein Fremdwort. Der Wasserweg zwischen Marmarameer und Schwarzem Meer ist eine Lebensader in der pulsierenden Metropole Istanbul. Am Kreuzfahrtterminal der größten türkischen Stadt ist es aber seit 2015 ruhig geworden. Die Türkei hat schwere Jahre hinter sich. Terror, Putschversuch und der nahe Syrien-Krieg haben den Tourismus in der Türkei schwer getroffen. Doch nun kommt der Kurswechsel. Mit Costa Crociere kehrt die erste große Kreuzfahrtreederei an den Bosporus zurück.

Wenn es um einen Test für ein risikoreiches Ziel geht, nutzen Reedereien ja gern kleinere Schiffe aus der zweiten Reihe der Flotte. Bei Costa ist es anders. Als die Frage aufkam, wie denn die Rückkehr in die Türkei angegangen werden soll, fiel im Hauptquartier in Genua die Entscheidung für eine Lösung mit einer deutlichen Ansage. Da gleichzeitig China nach der Pandemie bei Kreuzfahrten weiter auf der Bremse bleibt, haben die Reedereien Tonnage übrig.

Istanbul, Foto: enapress.com

„Wir haben uns entschlossen, mit der COSTA VENEZIA eines unserer größten Schiffe nach Istanbul zu schicken und dort zu positionieren. Die Nachfrage nach Reisen in die Türkei und ins östliche Mittelmeer ist sehr groß.“, sagt Dr. Jörg Rudolph, Geschäftsführer bei Costa Kreuzfahrten in Deutschland.

In Deutschland gibt es für die Türkei ein inzwischen schon traditionell starkes Interesse. Neben den Stränden an der Ägäis und dem Mittelmeer lockt vor allen Dingen Istanbul. „Und dann noch als Kreuzfahrt mit einem sehr modernen Schiff. Das ist dann ein ideales Urlaubserlebnis“, verspricht Rudolph.

Die 15-Millionen-Metropole am Bosporus wird ab 1. Mai 2022 der Basishafen der COSTA VENEZIA. „In Istanbul wird unser Schiff dann am neuen Galataport liegen, dem neuen Anleger für Kreuzfahrtschiffe“, verspricht Rudolph. Die Hafenanlage in Karakoy liegt am nördlichen Ausgang des Golden Horns an der Neustadt. Fußläufig sind Galatabrücke und Besiktas mit ihrem quirligen Leben erreichbar.

Für den Galataport werden die Reisewechsel der jeweils bis zu 5000 Passagiere der COSTA VENEZIA die Premiere. Das neue Terminalgebäude wurde erst im September eingeweiht und bislang eher sporadisch angesteuert. Der Neubau der kompletten Anlage soll laut Pressemitteilung bis zu 15000 Kreuzfahrtpassagiere pro Tag abfertigen können. Die ersten Reederei-Kunden sind neben Costa auch Holland America Line, Norwegian Cruise Line, Viking Cruises und Regent Seven Seas Cruises….

… Lesen Sie weiter in „AN BORD“.

Costa setzt auf die Türkei

Eigentlich war die Costa Venezia das erste Schiff der italienischen Reederei für den chinesischen Markt. Im März 2019 wurde das Schiff mit großen Erwartungen nach Shanghai geschickt. Doch mit Corona und den neuen Restriktionen für Kreuzfahrten in China wurde dem neuen Schiff die Existenzgrundlage in Fernost entzogen. Am 1. Mai wird die Costa Venezia jetzt das neue Schiff für Kreuzfahrten ab Istanbul.

Foto: Frank Behling

Die italienische Reederei will am Bosporus das Eis brechen. Nachdem der Tourismus dort bereits vor Corona in der Krise steckt, soll das 5000-Betten-Schiff das Eis brechen. Mit zwei Routen wird das Schiff ab Istanbul unterwegs sein. Dabei werden Destinationen entlang der Ägäis von Bodrum bis Piräus angesteuert.

Die 324 Meter lange und 135225 BRZ große Costa Venezia wird dabei als „deutsches Schiff“ fahren, wie Costa-Deutschland-Chef Jörg Rudolph sagt. Neben den Gästen aus Italien wollen deutsche Urlauber die größte Zielgruppe stellen. Dabei richtet sich das Angebot auch an die große Gruppe der in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Hintergrund.

Costa arbeitet dabei mit dem türkischen Veranstalter Bentour Reisen zusammen, der ein mehrtägiges Vorprogramm in der Metropole in Istanbul bietet. Bentour und Costa setzen beim Lufttransport auf Turkish Airlines.

„Wir freuen uns, dass wir unseren deutschen Gästen ab Mai 2022 ein noch nie dagewesenes Kreuzfahrtprogramm anbieten können, das es nur bei Costa geben wird“, erklärt Jörg Rudolph.

Istanbul, Foto: enapress.com

Buchbar sind diese Kreuzfahrten mit Vorprogramm über Bentour Reisen. In der Türkei sind die Erwartungen an den Neustart der Kreuzfahrtaktivitäten ebenfalls groß. „Mit dem neuen Galataport Kreuzfahrtterminal gibt es außerdem einen wirklich erstklassigen Liegeplatz in Istanbul. Von dort aus lässt sich die Stadt sehr gut erkunden“, sagt Songül Göktas-Rosati, Geschäftsführerin von Bentour Reisen in Deutschland.

Für die Hotelübernachtungen bietet Bentour nur Hotels in der Stadt Istanbul, darunter auch viele mit Blick auf den Bosporus und das Goldene Horn. „Wir haben erstklassige Hotel für das Vorprogramm in Angebot, von denen sich die Stadt gut erkunden lässt“, so Göktas-Rosati.

Foto: Frank Behling

Die Costa Venezia befindet sich seit dem 1. November auf dem Transit zu einer Werft im Mittelmeerraum. „Natürlich wird das Schiff vor dem Einsatz noch auf die Bedürfnisse unserer deutschen Kunden angepasst“, sagte Rudolph. Dabei geht es vor allen Dingen um die Einrichtungselemente, die zuvor speziell für das chinesische Publikum eingebaut wurden. Das Schiff war voll mit glitzernden, goldenen und gläsernen Stilelementen.  Angefanen von Buddha-Statuen über Karate-Kämpfer bis hin zu Wachsfiguren von Schauspielern reichen die chinesischen Elemente.

Foto: Frank Behling

„Das Spielcasino werden wir in dieser Größe nicht mehr brauchen und auch bei dem Karaoke-Studio könnte ich mir jetzt eine neue Verwendung vorstellen“, so Rudolph. Die Anpassungen werden zu einem späteren Zeitpunkt noch detailliert präsentiert.

Mykonos, Foto: enapress.com

Vom 1. Mai bis zum 13. November 2022 bietet die Costa Venezia zwei verschiedene einwöchige Routen entlang der Türkei und Griechenland an.  Die erste Route führt nach einem zweitägigen Aufenthalt an Bord in Istanbul zu den türkischen Zielen Izmir und Bodrum sowie zu den griechischen Inseln Mykonos und Athen. Die zweite Route umfasst zwei zweitägige Aufenthalte mit je einer Übernachtung in Istanbul und Kusadasi in der Türkei, bevor es weiter nach Rhodos und Heraklion in Griechenland geht.

Im Winter 2022/2023 fährt die Costa Venezia eine dritte, dann 12-tägige Route mit Häfen in der Türkei, Ägypten, Israel und Zypern. Auch hier wird die Costa Venezia nach Stand heute die Pionierin nach dem Lockdown werden. FB

Costa startet als einzige Reederei zu Kreuzfahrten ab Istanbul

Direkte Anreise von zehn deutschen Flughäfen

Pressemitteilung

Costa Kreuzfahrten kooperiert für das neue Türkei-Programm mit Bentour Reisen

Ab Mai 2022 steuert die Costa Venezia regelmäßig ab Istanbul Häfen in der Türkei und Griechenland an

Foto: Costa Kreuzfahrten

Die Türkei wird erstmals Start- und Zielhafen für regelmäßige Kreuzfahrten. Als einzige Reederei überhaupt startet Costa ab Mai 2022 mit der Costa Venezia ab Istanbul. Die Costa Venezia ist eines der modernsten Kreuzfahrtschiffe der Flotte und macht auf den ein- oder zweiwöchigen Routen im Sommer auch zu besonders langen Aufenthalten in griechischen und türkischen Häfen fest, um den Passagieren beispielsweise den Genuss eines Privatkonzerts in Ephesus bei Nacht zu ermöglichen. Ab sofort ist ab zehn deutschen Flughäfen eine direkte Anreise möglich. 

„Wir freuen uns, dass wir unseren deutschen Gästen ab Mai 2022 ein noch nie dagewesenes Kreuzfahrtprogramm anbieten können, das es nur bei Costa geben wird. Der Heimathafen dieses neuen Produkts ist Istanbul, eine der schönsten Städte der Welt“, erklärt Dr. Jörg Rudolph, General Manager von Costa Kreuzfahrten. Gut zu wissen: bis zum 22. November sind die Flüge in der aktuellen Costa All-Inklusive Aktion bereits im Reisepreis enthalten.

Foto: Costa Kreuzfahrten

Kooperation mit Bentour Reisen
Für ein mögliches Vorprogramm zu diesen neuen Türkei-Kreuzfahrten kooperiert Costa Kreuzfahrten mit Bentour Reisen, einem Spezialveranstalter für qualitativen Tourismus in der Türkei. Zusätzlich zu einer 7-tägigen Kreuzfahrt ist in diesem Reisepaket auch der Flug ab/bis Deutschland mit Turkish Airlines bis/ab Istanbul als auch 3 Übernachtungen mit Frühstück in 4*oder 5* Sterne Hotels nach Wahl in Istanbul enthalten. Buchbar sind diese Kreuzfahrten mit Vorprogramm über Bentour Reisen. Songül Göktas-Rosati, Geschäftsführerin von Bentour Reisen in Deutschland: „Wir stellen die neuen regelmäßigen Kreuzfahrten ab Istanbul gerade auf unserer Roadshow durch Deutschland vor und bekommen sehr viel Zuspruch. Sowohl unsere Stammkunden als auch unsere Vertriebspartner sehen hier eine ideale Kombination aus einer Kreuzfahrt und einem Landurlaub. Diese Kooperation hat sehr viel Potenzial für die Zukunft.“

Foto: Costa Kreuzfahrten

Costa Venezia ab Istanbul

Das neue Programm der Costa Venezia in der Türkei umfasst drei verschiedene Reiserouten, die alle mit einer Übernachtung an Bord in Istanbul beginnen. Die Kreuzfahrten sind so gestaltet, dass sie längere Zwischenstopps in den Häfen vorsehen. Die Gäste können so die jeweiligen Reiseziele intensiv genießen, dazu zählen geschichtsträchtige Städte, antike Ruinen, UNESCO-Welterbestätten und wunderschöne Strände. 

Vom 1. Mai bis zum 13. November 2022 bietet die Costa Venezia zwei verschiedene einwöchige Routen entlang der Türkei und Griechenland an, die auch zu einer zweiwöchigen Reise mit acht Häfen kombiniert werden können. Die erste Route führt nach einem zweitägigen Aufenthalt an Bord in Istanbul zu den türkischen Zielen Izmir und Bodrum sowie zu den griechischen Inseln Mykonos und Athen. Die zweite Route umfasst zwei zweitägige Aufenthalte mit je einer Übernachtung in Istanbul und Kusadasi in der Türkei, bevor es weiter nach Rhodos und Heraklion in Griechenland geht.

Im Winter 2022/2023 fährt die Costa Venezia eine dritte, dann 12-tägige Route mit Häfen in der Türkei, Ägypten, Israel und Zypern. 

Außergewöhnliche Ausflüge

Die Landausflüge, die für das neue Routing der Costa Venezia entwickelt wurden, ermöglichen den Gästen besondere Erlebnisse: Ein abendliches Privatkonzert in einem römischen Amphitheater in Ephesus, die Lichter des Bosporus bei Nacht, eine Übernachtung in den in Fels gehauenen Häusern in der Mondlandschaft von Kappadokien, die Entdeckung der natürlichen Pools von Pamukkale, sowie des Parthenon in Athen, die Strände von Mykonos und Rhodos sowie Bethlehem und Jerusalem.

Noch bis zum 22. November können die Türkei-Reisen inklusive Flug gebucht werden

Aktuell läuft bei Costa die All-Inklusive Kampagne: Bis zum 22. November sind die 8-tägigen Kreuzfahrten „Zu den Ursprüngen der Geschichte“ und „Ruinen und kosmopolitische Städte“ von und bis Istanbul ab 949 Euro pro Person inklusive Flug ab Deutschland und Getränkepaket buchbar.

Weitere Informationen: www.costakreuzfahrten.de oder in jedem guten Reisebüro.

Text: PM Costa Kreuzfahrten

„Astor“ – Aus und vorbei

Das Kreuzfahrtschiff Astor wird verschrottet. Alle Bemühungen zur Rettung sind am Montag gescheitert. Das türkische Abbruchunternehmen BMS hatte am Montag nach Ablauf der letzten Frist das Schiff in seinem Abwrackbetrieb in Aliaga gegen 14:40 Uhr auf den Strand gesetzt, wie bei „Marinetraffic“ gesehen wurde.

Die Versuche der Rettung des 1986 in Kiel bei den Howaldtswerken-Deutsche Werft AG gebauten Kreuzfahrers scheiterten damit. Eine Gruppe aus ehemaligen Passagieren und Besatzungsmitgliedern hatte nach der Versteigerung des Schiffes in Großbritannien eine Rettungsaktion gestartet und Investoren angesprochen.

Der türkische Händler hatte bei der Auktion in London 1,7 Millionen Dollar für das Schiff geboten und den Zuschlag bekommen. Für einen Weiterverkauf und ein Rettungskonzept wären etwa 2 bis 3 Millionen Euro notwendig gewesen. Die türkischen Eigner hatten den Interessenten aus Deutschland bis Montagnachmittag die Chance zum Kauf gegeben.

Das türkische Unternehmen BMS Gemi Geri Dön hat seinen Betrieb in der Parzelle 2 des Recycling-Sektors in Aliaga. Dort zerlegt das im Familienbesitz befindliche Unternehmen seit 1997 Schiffe.

Die Verschrottung wird etwa vier bis sechs Monate dauern. Ein Teil der Inneneinrichtung wird ausgebaut und für eine Weiterveräußerung überprüft. Die Recyclingbetriebe in Aliaga unterhalten das größte Ersatzteillager für Schiffsmotoren, Getriebe und Lager in der Region. Auch Rettungsboote, Tender und Radaranlagen werden vor der Verschrottung ausgebaut.

In Deutschland hatte die in Kiel gebaute Astor eine breite Fanbasis. „Es ist ein wirklich tolles Schiff mit einem nostalgischen Flair“, sagt Jens-Broder Knudsen, Geschäftsführer der Kieler Agentur Sartori & Berger, die das Schiff über 30 Jahre im Kieler Hafen und im Nord-Ostsee-Kanal betreute. FB

Videoquelle: Su Üstünde/Youtube