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Zwei Schiffe von MSC Cruises werden ab diesem Sommer in nordeuropäischen Häfen mit Landstrom versorgt 

Pressemitteilung

  • MSC Cruises arbeitet weiter am Ziel des emissionsfreien Kreuzfahrtbetriebs bis 2050
  • Ab dieser Sommersaison werden die MSC Poesia im Hafen von Warnemünde und die MSC Virtuosa im Hafen von Southampton erstmals Landstrom nutzen
  • MSC Cruises hat mit Cruise Baltic eine Vereinbarung unterzeichnet, die besagt, bis 2024 eine flächendeckende Nutzung von Landstrom in der Ostseeregion zu erreichen
  • Mehr als die Hälfte der MSC Cruises Flotte soll bis Ende 2022 über Landstromanschlüsse verfügen
  • Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr das erste LNG-Schiff von MSC Cruises mit der größten jemals installierten Festoxid-Brennstoffzelle (SOFC) vom Stapel laufen: die MSC World Europa

MSC Cruises hat sich 2021 verpflichtet, bis zum Jahr 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. Daher erforscht und investiert MSC Cruises kontinuierlich in neue Technologien, die zur Dekarbonisierung beitragen. Auf diesem Weg ist es von zentraler Bedeutung, die Auswirkungen von Kreuzfahrtschiffen auf die Hafenstädte und -gemeinden und ihre Umwelt während der Liegezeit im Hafen zu minimieren. 

Die Landstromversorgung spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie ermöglicht den Schiffen, ihre Motoren abzuschalten und sich an die lokale Stromversorgung anzuschließen, um die Systeme an Bord zu betreiben. Da der Strom über einen speziellen Transformator im Hafen zum Schiff geleitet wird, werden die von Dieselgeneratoren verursachten Emissionen vermieden, was die Luftqualität vor Ort verbessert und den Lärm- und Vibrationspegel reduziert. Die Umwelt und die Hafenregionen profitieren somit direkt von der Landstromtechnologie. Nach erheblichen Investitionen in seine Flottenkapazitäten hat MSC Cruises heute konkrete Schritte und Verpflichtungen angekündigt, um die Nutzung der Landstromtechnologie einzuführen und zu beschleunigen. 

Warnemünde und Southampton: Ab Sommer bereit für Landstrom 
Ab Ende Mai und während der gesamten Sommersaison 2022 werden zwei Schiffe der Flotte von MSC Cruises erstmals durchgängig Landstrom nutzen: die MSC Poesia in Warnemünde und die MSC Virtuosa am neuen Horizon Cruise Terminal im Hafen von Southampton in Großbritannien. 

Der Hafen von Warnemünde ist der größte Landstromanbieter für Kreuzfahrtschiffe in Europa. Southampton ist Europas führender Kreuzfahrthafen und fertigt jährlich über zwei Millionen Passagiere ab. Es ist auch der erste Hafen in Großbritannien, der Landstrom für Kreuzfahrtschiffe bereitstellt. 

In beiden Fällen hat die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden auf der Grundlage gemeinsamer Interessen die Bereitstellung und Nutzung von Landstrom ermöglicht. MSC Cruises ist dankbar für die Unterstützung durch die Hafenbehörden, um die Abnahme der Anlagen abzuschließen, bevor sie in einigen Wochen in Betrieb genommen werden können.  

Linden Coppell, Director of Sustainability bei MSC Cruises, sagte: „Wir freuen uns darauf, die Landstromversorgung in Warnemünde und Southampton während der gesamten Sommersaison zu nutzen und wir gratulieren den Hafenbehörden zu ihrem vorausschauenden und innovativen Engagement. Bei MSC Cruises arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Umweltbilanz zu verbessern. Die Landstromversorgung ermöglicht es uns, die Emissionen unserer Schiffe während der Liegezeit erheblich zu reduzieren. Wir brauchen mehr Häfen in anderen wichtigen europäischen Märkten, die schnellstmöglich die Landstromversorgung einführen und sich damit unserem Vorhaben anschließen, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen und die lokalen Luftemissionen erheblich zu reduzieren.“

Ein ehrgeiziges Abkommen mit Cruise Baltic
Am 5. April 2022 unterzeichneten Cruise Baltic und MSC Cruises eine Absichtserklärung über ihr gemeinsames Vorhaben, einen Beitrag zur Nutzung der Landstromversorgung in der Ostsee zu leisten. Die Erklärung, die mit Hinblick auf die dringend notwendige Reduzierung der vom Menschen verursachten Luftverschmutzung unterzeichnet wurde, unterstreicht den beiderseitigen Wunsch, einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltauswirkungen der Kreuzfahrtindustrie zu leisten.   

Cruise Baltic umfasst 32 Häfen und Reiseziele in der Ostseeregion. Mit der Unterzeichnung des Abkommens verpflichtet sich Cruise Baltic, sich für die Landstromversorgung in der Region einzusetzen, um die Zahl der Anlagen zu erhöhen. MSC Cruises hingegen versichert, dafür zu sorgen, dass Kreuzfahrtschiffe, die regelmäßig die entsprechenden Häfen im Ostseeraum anlaufen, bis spätestens 1. Januar 2024 vorhandene Landstromanschlüsse nutzen.

Weitere Investitionen in die Landstromversorgung 
Bis Ende 2022 werden elf der 21 Schiffe von MSC Cruises – darunter alle Neubauten seit 2017 – mit einem Landstromanschluss ausgestattet sein. Bestehende Schiffe werden derzeit oder in naher Zukunft nachgerüstet, wenn ihre Routen sie in Häfen führen, in denen Landstrom verfügbar ist. 
Angesichts der zu erwartenden behördlichen Anforderungen und der Sorge der örtlichen Gemeinden über die Luftqualität, entwickeln Häfen auf der ganzen Welt eine Infrastruktur zur Unterstützung der Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen. Nach Angaben der CLIA sind jedoch derzeit nur 14 Kreuzfahrthäfen mit Landstromkapazitäten ausgestattet. Bis 2025 werden nur sieben Prozent der Kreuzfahrtliegeplätze über einen Landstromanschluss verfügen.

Linden Coppell fügte hinzu: „Wir haben uns verpflichtet, die Behörden beim Ausbau der Landstromversorgung für unsere Schiffe im Hafen zu unterstützen. Wir haben eine klare und unmissverständliche Position: Wo immer Landstrom verfügbar ist, werden wir Schiffen, die über diese Möglichkeit verfügen, den Vorzug geben. Um die Kompatibilität mit den Systemen der Schiffe zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit den Hafenbehörden und den planenden Ingenieurbüros zusammen. Aspekte wie der Energiebedarf an Bord und die technischen Systeme der Schiffe müssen bei der landseitigen Planung berücksichtigt werden“. 

Wo immer MSC Cruises am Bau und an der Finanzierung neuer Terminals beteiligt ist, stellt das Unternehmen außerdem sicher, dass die Landstromanforderungen bei der Planung berücksichtigt werden, indem es die Infrastruktur, wie etwa Gräben für die Stromkabel, bereitstellt. Aktuelle Beispiele sind etwa die neuen Terminals in Miami und Barcelona.

Weitere hochmoderne Umwelttechnologien in der gesamten Flotte von MSC Cruises
Mit dem Ziel, bis 2050 einen emissionsfreien Kreuzfahrtbetrieb zu erreichen, investiert die Kreuzfahrtsparte der MSC Group in die beschleunigte Entwicklung und Umsetzung innovativer Spitzentechnologien, die in der gesamten Flotte zum Einsatz kommen sollen und unterstützt diese. Die Landstromversorgung ist dabei nur eines von zahlreichen Beispielen. 
14 Schiffe von MSC Cruises wurden mit hybriden Abgasreinigungssystemen ausgestattet, die eine Reduzierung der Schwefeloxide um 98 Prozent gewährleisten. Bis Ende 2022 werden die fünf neuesten Schiffe über selektive katalytische Reduktionssysteme verfügen, die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln.

Die MSC World Europa und die MSC Euribia, die sich derzeit im Bau befinden und 2022 bzw. 2023 ausgeliefert werden, sind die ersten mit LNG betriebenen Schiffe von MSC Cruises. Flüssigerdgas (LNG) ist der bei weitem sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in größerem Maßstab verfügbar ist. Es reduziert die Schiffsemissionen erheblich und verbessert so die Luftqualität, vor allem für Hafenstädte und -gemeinden sowie Küstengebiete. Mit LNG lassen sich lokale Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide um 99 Prozent, Stickoxide um 85 Prozent und Feinstaub um 99 Prozent reduzieren. Was die Emissionen mit globaler Auswirkung betrifft, so spielt LNG eine wichtige Rolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Die Motoren von LNG-Schiffen haben das Potenzial die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Schiffskraftstoffen bis zu 25 Prozent zu senken.

Die MSC World Europa wird auch das erste Kreuzfahrtschiff sein, das die SOFC-Technologie (Solid Oxide Fuel Cell) einsetzt. Dieser Brennstoffzellentyp ist so konzipiert, dass er bei der Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) 20 bis 30 Prozent effizienter Strom durch einen nicht verbrennungsbedingten elektrochemischen Prozess erzeugt als herkömmliche verbrennungsbasierte Schiffsantriebe und Hilfsmotoren. Beim Betrieb mit LNG reduziert die SOFC-Technologie die Kohlenstoff-Emissionen um bis zu 60 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Antriebsquellen, wie z.B. Dual-Fuel-Diesel-Elektroantrieben, und emittiert praktisch keine schädlichen Luftschadstoffe wie Schwefeloxide, Stickoxide und Feinstaub. 

Darüber hinaus hat die Kreuzfahrtsparte der MSC Group verschiedene Partnerschaften mit Werften, Energieversorgern, Technologieentwicklern und akademischen Einrichtungen initiiert. Diese werden weitere Forschungen zu Brennstoffzellen, wasserstoffbetriebenen Schiffen und anderen zukünftigen Technologien, die das Potenzial haben, eine emissionsfreie Schifffahrt zu ermöglichen, vorantreiben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, diese potenziellen Lösungen im Rahmen von Neubau- und Nachrüstungsprogrammen verstärkt zu untersuchen und zu testen, um ihre Entwicklung zu beschleunigen, ihnen zur Marktreife zu verhelfen und sie in der Flotte einzusetzen.

Umwelttechnologien auf der MSC World Europa und der MSC Euribia:
Motoren und Kraftstoffe: 4 Wärtsilä (12V und 16V) Dual-Fuel-Motoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden, gelegentlich auch mit 0,1 Prozent schwefelhaltigem Marinegasöl (MGO). 
Luftemissionen: SCR-Katalysatoren (Selektives katalytisches Reduktionssystem), die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche Stickoxid-Reduktion). Die MSC Euribia wird die Tier III-Standards der IMO (International Maritime Organization) unabhängig vom verwendeten Treibstoff erfüllen.
Landstromversorgung: Das Schiff kann seine Motoren abschalten und sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz anschließen.

Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten „Baltic Standard“. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern.

Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wird die MSC Euribia mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren. 

Text: PM MSC Cruises

AIDAmar startet in Kreuzfahrtsaison in Warnemünde

Pressemitteilung

In den frühen Morgenstunden ist AIDAmar in den Hafen von Warnemünde eingelaufen und startet damit in ihre Sommersaison in dem Ostseebad. 

Foto: via AIDA Cruises

Bis Oktober wird AIDAmar auf neun- und zehntägigen Reisen nach Skandinavien oder nach Norwegen unterwegs sein. So stehen beispielsweise mit Oslo, Kopenhagen und Stockholm gleich drei nordische Hauptstädte auf dem Programm sowie Anläufe in Göteborg, Aarhus und Visby. 

Bei den Reisen Richtung Norwegen haben Gäste die Möglichkeit, in drei verschiedene Fjorde nach Eidfjord, Olden und Vik hineinzufahren sowie Bergen, Skagen, Kristiansand und Göteborg zu besuchen.  

Weitere Informationen zu den Reisen von AIDAmar im Sommer 2022 sowie Buchung im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter +49 (0) 381 / 20 27 07 07 oder auf www.aida.de.

Text: PM AIDA Cruises

Nur 47 Abfertigungen in diesem Jahr – Sommersaison der Kreuzschifffahrt in Rostock-Warnemünde beendet

Nach 206 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen in 2018 und 196 Anläufen von 40 Schiffen im vergangenen Jahr in Rostock-Warnemünde werden es in diesem Jahr nur 47 Abfertigungen für die von der Pandemie besonders gebeutelte Branche sein.

Die AIDAsol hatte am 1. Juli am Liegeplatz P7 die Kreuzfahrtsaison in Rostocks Ostseebad Warnemünde eröffnet. Bis Anfang Oktober lief das Schiff 18 Mal zu Ostseekreuzfahrten aus; und hat als einziges Kreuzfahrtschiff in dieser Saison die neue Landstromanlage genutzt. Das Schwesterschiff AIDAdiva absolvierte im Oktober drei Anläufe und hat die diesjährige Sommersaison am 26. Oktober auch beendet. Erstmals begrüßte der Warnemünder Hafen die Kreuzfahrtschiffe MSC Seaview, Mein Schiff 1, Mein Schiff 3 und Mein Schiff 6. Drei weitere Ankünfte sind noch am 28. November und 5. Dezember vom Kreuzfahrtschiff Amadea und am 7. Dezember von Mein Schiff 1 geplant. Insgesamt werden dann in diesem Jahr 47 Kreuzfahrtanläufe in Rostocks Ostseebad stattgefunden haben.

Leere Terminals in Warnemünde. Foto: Jens Meyer

„Die Kreuzschifffahrt-Saison 2021 wurde vor allem von zwei Herausforderungen bestimmt – von der Implementierung sicherer und reibungsloser Abläufe im Passagierhafen Warnemünde unter den COVID-19-Pandemiebedingungen und der Inbetriebnahme der Landstromanlage zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Energieversorgung der Schiffe während der Liegezeit im Hafen. Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Restart der Kreuzfahrt und sind mit Ausblick auf die Saison 2022 auch dank des intensiven Austauschs mit den Reedereien, den Behörden und Vertretern der Politik aus heutiger Sicht sehr gut vorbereitet“, so Rostock Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner, der jedoch keine Zahlen über bereits erfolgte Anmeldungen nannte. JPM

Erstanlauf Mein Schiff 1 in Warnemünde

Kapitän Jan Fortun zurück in Rostock – dieses Mal mit Gästen an Bord

Pressemitteilung

 Die Mein Schiff 1 feiert heute Premiere: Mit 1.254 Gästen an Bord läuft sie auf ihrer Reise „Schwedische Küste 4“ erstmals den Passagierhafen Warnemünde an. Das Schiff steuert Kapitän Jan Fortun – für die Rostocker ein alter Bekannter. Schon im Winter lag der Kapitän mit der Mein Schiff 4 im Rostocker Hafen und bereitete das Schiff auf den Neu-Start vor: „Als ich im Winter mit der Mein Schiff 4 regelmäßig in den Rostocker Hafen eingelaufen bin, fehlte etwas ganz Entscheidendes: Unsere Gäste. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute mit der Mein Schiff 1 erstmals während einer regulären Kreuzfahrt diesen wunderschönen Hafen anlaufen.“ 

Und auch für den Hafen Rostock war der erste Anlauf der Mein Schiff 1 etwas Besonderes: „Nach den technischen Anläufen von drei TUI Cruises-Schiffen zwischen November 2020 und Juli 2021 im Überseehafen Rostock freuen wir uns heute erstmals einen Kreuzfahrtanlauf von TUI Cruises mit Gästen in Warnemünde begrüßen zu können. ‚Mein Schiff 1‘ liegt am Cruise Center 8, und die Gäste können einen Tag die Schönheit des Seebades Warnemünde und die touristische Vielfalt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock entdecken“, sagt ROSTOCK PORT-Geschäftsführer Jens A. Scharner. Dabei haben die Gäste die Wahl zwischen geführten Ausflügen und individuellen Landgängen, die in Warnemünde möglich sind. 

Alle Gäste an Bord sind mehrfach getestet: So sind zwei negative Tests vor Beginn der Reise verpflichtend. Gestern wurden darüber hinaus alle Gäste an Bord (Kinder ab 12 Jahren), die noch nicht geimpft bzw. genesen sind und in Warnemünde an Land möchten, noch einmal an Bord getestet.

Text: PM TUI Cruises

Mit „AIDAsol“: Schiffsintegrationstest für Landstromanlage in Warnemünde

Nach Hamburg und Kiel kann künftig auch Rostock-Warnemünde Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgen. Die bereits im August letzten Jahres als mit einer Leistungsabgabe von 20 MVA größte Landstromanlage Europas für die Versorgung der Liegeplätze P7 und P8 am Warnemünder Passagierkai fertiggestellte Anlage, deren elektrische Technik ebenso wie die der mit 16 MVA ebenfalls im vergangenen Jahr als größte Landstromanlage Deutschlands fertiggestellten Kieler Anlage und die der bereits 2016 in den Praxistest gegangenen Hamburger 12 MVA-Anlage ebenfalls von Siemens geliefert wurde, erledigt derzeit ihren sogenannten Schiffsintegrationstest.

Dieser durch das Hafen- und Seemannsamt als Bauherrin koordinierte Test war ursprünglich bereits im Spätsommer letzten Jahres geplant, musste aber pandemiebedingt verschoben werden. Er wird mit der mit der 2011 von der Papenburger Meyer Werft für AIDA Cruises erbauten und seinerzeit auch bei der Inbetriebnahme der Hamburger Landstromanlage bewährten AIDAsol durchgeführt, die dazu vom 24. April bis 1. Mai am Passagierkai liegt.

Kubistisches Design: Landstrom-Übergabeelement am Passagierkai in Warnemünde.
Foto: Rostock Port / nordlicht

„Die Landstromanlage in Warnemünde ist für AIDA ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt, die wir mit unserer Flotte erreichen wollen“, so AIDA Cruises-Präsident Felix Eichhorn unter Hinweis auf die „Green Cruising“-Strategie des Unternehmens. Die als deutsche Zweigniederlassung der italienischen Costa-Gruppe zum amerikanischen Carnival-Konzern gehörende Reederei hatte im September 2018 mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und Rostock Port eine Partnerschaft für den Aufbau einer Landstrom-Versorgung in Rostock-Warnemünde auf den Weg gebracht.

Die Hafengesellschaft Rostock Port sei stolz, mit der Fertigstellung der Landstromanlage und des neuen Kreuzfahrtterminals ‚Warnemünde Cruise Center 8‘ wichtige Bausteine für eine zukunftsfähige, sichere und nachhaltige Kreuzschifffahrt am Standort realisiert zu haben. „Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit AIDA Cruises und unseren Gesellschaftern sowie des Engagements des Ortsbeirates Seebad Warnemünde und Seebad Diedrichshagen wird die Landstromanlage einen messbaren Beitrag zur Emissionsreduzierung in Warnemünde und zum Klimaschutz leisten“, ist Rostock Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner überzeugt.

Foto: Rostock Port / nordlicht

An den Liegeplätzen P7 und P8 können künftig zwei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit Strom beliefert werden. Die Landstromanlage basiert auf einer modularen Bauweise von standardisierten 20-Fuß Containern, die nahezu die gesamten Elektrokomponenten wie Frequenzumrichter, Transformatoren, Schaltanlage, Steuerungstechnik usw. beinhalten. Die Anlage verbirgt sich hinter einer Cortenstahlfassade, die ihr durch ihre Kubatur eine ungewöhnliche Optik verleiht. Durch die integrierten Frequenzumrichter kann der Landstrom für alle weltweit gängigen Bordnetzsysteme (sowohl 50 als auch 60 Hz) entsprechend den internationalen Standards in der Kreuzfahrtbranche umgewandelt werden.
Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei etwa 19 Mio. Euro und damit knapp zwei Mio. Euro günstiger als in der Planungsphase prognostiziert. Ihre Errichtung wurde durch das Land Mecklenburg-Vorpommern zu 90 Prozent aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. JPM