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Erstanlauf Mein Schiff 1 in Warnemünde

Kapitän Jan Fortun zurück in Rostock – dieses Mal mit Gästen an Bord

Pressemitteilung

 Die Mein Schiff 1 feiert heute Premiere: Mit 1.254 Gästen an Bord läuft sie auf ihrer Reise „Schwedische Küste 4“ erstmals den Passagierhafen Warnemünde an. Das Schiff steuert Kapitän Jan Fortun – für die Rostocker ein alter Bekannter. Schon im Winter lag der Kapitän mit der Mein Schiff 4 im Rostocker Hafen und bereitete das Schiff auf den Neu-Start vor: „Als ich im Winter mit der Mein Schiff 4 regelmäßig in den Rostocker Hafen eingelaufen bin, fehlte etwas ganz Entscheidendes: Unsere Gäste. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute mit der Mein Schiff 1 erstmals während einer regulären Kreuzfahrt diesen wunderschönen Hafen anlaufen.“ 

Und auch für den Hafen Rostock war der erste Anlauf der Mein Schiff 1 etwas Besonderes: „Nach den technischen Anläufen von drei TUI Cruises-Schiffen zwischen November 2020 und Juli 2021 im Überseehafen Rostock freuen wir uns heute erstmals einen Kreuzfahrtanlauf von TUI Cruises mit Gästen in Warnemünde begrüßen zu können. ‚Mein Schiff 1‘ liegt am Cruise Center 8, und die Gäste können einen Tag die Schönheit des Seebades Warnemünde und die touristische Vielfalt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock entdecken“, sagt ROSTOCK PORT-Geschäftsführer Jens A. Scharner. Dabei haben die Gäste die Wahl zwischen geführten Ausflügen und individuellen Landgängen, die in Warnemünde möglich sind. 

Alle Gäste an Bord sind mehrfach getestet: So sind zwei negative Tests vor Beginn der Reise verpflichtend. Gestern wurden darüber hinaus alle Gäste an Bord (Kinder ab 12 Jahren), die noch nicht geimpft bzw. genesen sind und in Warnemünde an Land möchten, noch einmal an Bord getestet.

Text: PM TUI Cruises

Mit „AIDAsol“: Schiffsintegrationstest für Landstromanlage in Warnemünde

Nach Hamburg und Kiel kann künftig auch Rostock-Warnemünde Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgen. Die bereits im August letzten Jahres als mit einer Leistungsabgabe von 20 MVA größte Landstromanlage Europas für die Versorgung der Liegeplätze P7 und P8 am Warnemünder Passagierkai fertiggestellte Anlage, deren elektrische Technik ebenso wie die der mit 16 MVA ebenfalls im vergangenen Jahr als größte Landstromanlage Deutschlands fertiggestellten Kieler Anlage und die der bereits 2016 in den Praxistest gegangenen Hamburger 12 MVA-Anlage ebenfalls von Siemens geliefert wurde, erledigt derzeit ihren sogenannten Schiffsintegrationstest.

Dieser durch das Hafen- und Seemannsamt als Bauherrin koordinierte Test war ursprünglich bereits im Spätsommer letzten Jahres geplant, musste aber pandemiebedingt verschoben werden. Er wird mit der mit der 2011 von der Papenburger Meyer Werft für AIDA Cruises erbauten und seinerzeit auch bei der Inbetriebnahme der Hamburger Landstromanlage bewährten AIDAsol durchgeführt, die dazu vom 24. April bis 1. Mai am Passagierkai liegt.

Kubistisches Design: Landstrom-Übergabeelement am Passagierkai in Warnemünde.
Foto: Rostock Port / nordlicht

„Die Landstromanlage in Warnemünde ist für AIDA ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur emissionsneutralen Kreuzfahrt, die wir mit unserer Flotte erreichen wollen“, so AIDA Cruises-Präsident Felix Eichhorn unter Hinweis auf die „Green Cruising“-Strategie des Unternehmens. Die als deutsche Zweigniederlassung der italienischen Costa-Gruppe zum amerikanischen Carnival-Konzern gehörende Reederei hatte im September 2018 mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und Rostock Port eine Partnerschaft für den Aufbau einer Landstrom-Versorgung in Rostock-Warnemünde auf den Weg gebracht.

Die Hafengesellschaft Rostock Port sei stolz, mit der Fertigstellung der Landstromanlage und des neuen Kreuzfahrtterminals ‚Warnemünde Cruise Center 8‘ wichtige Bausteine für eine zukunftsfähige, sichere und nachhaltige Kreuzschifffahrt am Standort realisiert zu haben. „Dank der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit AIDA Cruises und unseren Gesellschaftern sowie des Engagements des Ortsbeirates Seebad Warnemünde und Seebad Diedrichshagen wird die Landstromanlage einen messbaren Beitrag zur Emissionsreduzierung in Warnemünde und zum Klimaschutz leisten“, ist Rostock Port-Geschäftsführer Jens A. Scharner überzeugt.

Foto: Rostock Port / nordlicht

An den Liegeplätzen P7 und P8 können künftig zwei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig mit Strom beliefert werden. Die Landstromanlage basiert auf einer modularen Bauweise von standardisierten 20-Fuß Containern, die nahezu die gesamten Elektrokomponenten wie Frequenzumrichter, Transformatoren, Schaltanlage, Steuerungstechnik usw. beinhalten. Die Anlage verbirgt sich hinter einer Cortenstahlfassade, die ihr durch ihre Kubatur eine ungewöhnliche Optik verleiht. Durch die integrierten Frequenzumrichter kann der Landstrom für alle weltweit gängigen Bordnetzsysteme (sowohl 50 als auch 60 Hz) entsprechend den internationalen Standards in der Kreuzfahrtbranche umgewandelt werden.
Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei etwa 19 Mio. Euro und damit knapp zwei Mio. Euro günstiger als in der Planungsphase prognostiziert. Ihre Errichtung wurde durch das Land Mecklenburg-Vorpommern zu 90 Prozent aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert. JPM