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MV Werften: TKMS übernimmt Wismar

Die Entscheidung ist gefallen. Die Kieler Großwerft ThyssenKrupp Marine Systems übernimmt den Standort Wismar der MV Werften. Die Kieler Werft will den Standort in ihre Zukunftsplanungen einbinden. Statt Kreuzfahrern sollen dort jetzt Marine- und Spezialschiffe gebaut werden. Für 1500 der einst rund 2000 Mitarbeiter soll es so eine Zukunft geben. Eine Verlängerung der Transfergesellschaft ist bereits in Planung.

Der Vorstand der Kieler Werft TKMS will am Freitag (10.06.) weitere Details zur Übernahme geben. Mit dem Standort Wismar wird TKMS seine Position nicht nur in Deutschland weiter ausbauen. Mit 3600 Mitarbeitern ist TKMS in Kiel heute der größte deutsche Werftkonzern, gefolgt von der Meyer Werft. Weltweit hat TKMS über 6000 Mitarbeiter. 

Herzstück der Werft in Wismar ist das 340 Meter lange und 67 Meter breite Baudock, das zu den größten in Deutschland gehört. In der Bauhalle mit Dock liegt gerade das Kreuzfahrtschiff Global Dream. Es war im Auftrag des ehemaligen Werftbesitzers Genting Hongkong gebaut worden du ist zu etwa 70 Prozent fertig. Wie es mit diesem Schiff weitergeht, ist noch unklar.

Nach dem Insolvenzantrag im Januar befindet sich die Werftengruppe der MV Werften jetzt in der Abwicklung. Während in Wismar die Kieler TKMS die Führung übernimmt, wird in Warnemünde an einer Übernahme durch die Bundeswehr gearbeitet. Die Dockanlage in Warnemünde soll zukünftig durch das Marinearsenal der Rüstungsbehörde Baainbw geführt werden.  FB

MV Werften: Stena will die „Global Dream“ nicht mehr

Die Bemühungen zur Rettung der Arbeitsplätze der MV Werft in Wismar haben einen schweren Rückschlag erlitten. Nach zwei Monaten intensiver Gespräche ist der Investor für das Kreuzfahrtschiff Global Dream abgesprungen. Der schwedische Schifffahrtskonzern Stena wollte das Schiff als Kern einer neuen Kreuzfahrtmarke in Asien übernehmen.

„Wir hatten mehrere ernsthafte Interessenten für das Schiff. Am Ende haben sich die Gespräche auf einen Interessenten konzentriert, der das Schiff zusammen mit den anderen Schiffen aus der Genting-Reederei übernehmen und betreiben wollte“, so Insolvenzverwalter Christoph Morgen.

Bei dem Kaufinteressenten handelte es sich um Stena. Der schwedische Konzern wollte in Asien selbst  ins Kreuzfahrtgeschäft einsteigen. Dafür sollte die Global Dream zusammen mit den Schiffen World Dream, Genting Dream und Explorer Dream zum Einsatz kommen. Stena wollte außerdem die Vertriebsstruktur der Dream Cruises übernehmen.

Das hat aber der ehemalige Eigner der Dream Cruises, der malaysische Unternehmer Lim Kok Thay, in der vergangenen Woche erfolgreich verhindert. Lim Kok Thay gründete in Singapur die Reederei Resorts World Cruises und sicherte sich von einem Konsortium chinesischer Leasing-Banken die Genting Dream.

Dieser Schachzug habe das Interesse des Investors aus Schweden gestoppt. „Der einzige Kunde hat deshalb auch kein Interesse mehr an der Fertigstellung des Neubaus hier in Wismar“, so Insolvenzverwalter Morgen am Montag.

Auch mit den anderen Kunden, gebe es keine Perspektiven mehr. Da die Global Dream in der jetzigen Form mit ihrem Antrieb und der Ausrüstung eigentlich nur noch in Asien eingesetzt werden kann, werde es schwer, einen Käufer zu finden.  

Die Reederei Stena Line hatte im März ein Konzept präsentiert, dass auch Unterstützung der Banken und der Bundesregierung fand. Die Bauzeitfinanzierung für die Fertigstellung wurde bereits gesichert.

Doch nun ist alles wieder auf Null. Für die Belegschaft ist es ein schwerer Schlag. „Das Schlimmste was jetzt passieren kann, ist der Moment, wenn das Schiff hier rausgeschleppt wird und nicht mehr fertiggestellt wird“, sagte Daniel Friedrich von der Gewerkschaft IG Metall.

Die Gewerkschaft IG Metall und auch die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern sprachen sich für eine Verlängerung der Transfergesellschaft aus. „Es muss gelingen, die Arbeitsplätze am Standort zu sichern“, so Friedrich.

„Die Null-Covid-Politik in China ist auch für die anderen Interessenten an dem Schiff ein starker Aspekt“, so Christoph Morgen. Das Konzept von Stena Line aus Schweden sah vor, die drei aktuellen Schiffe aus der Genting-Flotte zu übernehmen und damit in China ein Kreuzfahrtprojekt aufzubauen. Zusätzlich wollte Stena die Global Dream in Wismar fertigstellen. Die Reederei kennt die Werft, da sie dort bereits die Jumbo-Fähren Stena Hollandica und Stena Britannica gebaut hat.

Diese Planungen wurden aber am Freitag komplett aufgegeben. Die Null-Covid-Politik in China zusammen mit der Abschottung des Landes erlaubt auch auf absehbare Zeit keine Planungen für ein Kreuzfahrtprojekt.

Für die Übernahme der Werft in Wismar durch die Kieler Werft TKMS gibt es eine Bedingung.

„TKMS möchte hier in Wismar Schiffe bauen. Dafür braucht man eine leere Halle“, so Christoph Morgen. Jetzt will der Insolvenzverwalter ein Konzept ausarbeiten, die Werft „benutzbar zu liefern“ und dazu gehöre ein leeres Dock.

Der zu 75 Prozent fertiggestellte Kreuzfahrtneubau Global Dream soll nun noch einmal an Interessenten angeboten werden, die das Schiff in Wismar abholen und anderswo fertig bauen lassen. Ziel sei es, bis Ende 2023 das Dock leer zu haben. Danach könnte TKMS dort mit dem Bau von U-Booten, Fregatten oder Spezialplattformen zu beginnen. Dafür sollen 900 bis 1500 Mitarbeiter in Wismar erhalten bleiben.

Im Moment droht 1500 Mitarbeitern der MV Werft in Wismar am 1. Juli der Gang zum Arbeitsamt. Die Transfergesellschaft endet zum 30. Juni. Die Verlängerung der Transfergesellschaft war an den Auftrag der Stena Line gebunden. Dieser Traum ist jetzt geplatzt. FB

Eine Grande Dame gibt sich die Ehre: Die Luxus-Wohnyacht The World kommt im Juli 2022 nach Hamburg und Wismar

Pressemitteilung

Anfang Juli 2022 kehrt ein ganz besonderes Schiff zu einem Besuch nach Deutschland zurück. The World, die weltweit größte Wohnyacht im Privatbesitz, wird zunächst in Hamburg vor Anker gehen. Es wird bereits das fünfte Mal in der 20-jährigen Geschichte dieses außergewöhnlichen Schiffs sein, dass es in Hamburg ist. Anschließend fährt sie durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee mit Ziel Wismar. Die Bewohner von The World erhalten so die Gelegenheit, die beiden Hansestädte näher kennenzulernen, aber auch Ausflüge ins Umland und nach Berlin zu unternehmen. 

Foto: The World

Die über 43.000 Tonnen große The World mit ihren exklusiven Luxusapartments an Bord wird sich dabei besonders glanzvoll präsentieren. Nach kurzen Abstechern in England und Amsterdam kommt sie direkt aus der Werft, wo mehrere Millionen US-Dollar in die öffentlichen Bereiche auf dem Schiff investiert werden. Auch nutzen einige Eigentümer den Werftaufenthalt, um ihre Apartments auffrischen oder neugestalten zu lassen.

Tom Wolber, der CEO von The World, sagte dazu: „The World freut sich in diesem Jahr auf ihre Rückkehr nach Deutschland, zumal die Bewohner des Schiffes das Land immer wieder gerne besuchen. Hamburg gehört damit auch zu den ersten Stationen des Schiffs nach seinem Aufenthalt im Trockendock, wo für mehrere Millionen US-Dollar unter anderem viele der öffentlichen Bereiche neugestaltet wurden. Dank der kontinuierlichen Investitionen unserer Eigentümer in den Erhalt und die weitere Verschönerung ihres Zuhauses auf See präsentiert sich The World in einem absolut tadellosen Zustand. Dabei zeichnen sie höchste Qualitätsstandards sowie ihr frisches, zeitgemäßes Design aus. Darüber hinaus freuen wir uns über das rege Interesse von Menschen aus Hamburg und dem Umland, ebenfalls ein Eigenheim auf dem Schiff zu erwerben. Sie werden wir bei dem bevorstehenden Besuch zu privaten Besichtigungen einladen.“ 

Exquisit wohnen im eigenen Apartment an Bord 

The World stach erstmals 2002 in See. Bis heute gibt es kein anderes Schiff dieser Größe, das seine Reisen ausschließlich für die Eigentümer unternimmt. Diese wohnen in 165 luxuriösen Apartments von bis zu rund 300 Quadratmetern Größe, die sie auch nach ihren individuellen Vorstellungen mitgestalten können. Die exquisite, hochwertige Ausstattung dieser Residenzen ist ebenso selbstverständlich wie eigene Küchen und die private, großzügige Veranda in fast allen Apartments, von der aus die Bewohner in intimer Atmosphäre das Meer oder die besuchten Städte und Häfen genießen können.

Oder soll es einmal eine Nacht unterm Sternenhimmel sein? Die Bali Beds auf Deck 12 lassen sich auf Wunsch vom Housekeeping-Team eigens dazu herrichten, um sich im Freien vom Meeresrauschen in den Schlaf wiegen zu lassen.

Vielseitig wie eine kleine Stadt 

The World ist ein Schiff, das seinesgleichen sucht. Einerseits bietet es seinen Bewohnern ein Höchstmaß an Privatheit und Komfort. Gleichzeitig lässt sie sich mit einer kleinen Stadt mit allerlei Abwechslung und Annehmlichkeiten vergleichen. Allein das kulinarische Angebot mit den sechs Restaurants, die von edlen Snacks und fernöstlichen Spezialitäten bis zu Haute-Cuisine-Kreationen alles bieten. Die Weinauswahl wurde bereits mehrfach international prämiert und gilt nicht nur bei Kennern als eine der allerbesten. Ebenso facettenreich sind die sieben Bars und Cocktail-Lounges an Bord, zu denen neben dem gediegenen Cigar Club auch The Garden gehört, ein herrlich entspanntes Teehaus.

Dabei muss man noch nicht einmal die vier Wände des eigenen Apartments auf The World verlassen, will man in den Genuss exquisiter kulinarischer Kreationen gelangen. Dank des Angebots Call-a-ChefTM kann man sich professionell bekochen lassen – etwa für ein romantisches Tête-à-Tête, zu einer Dinnerparty oder zu besonderen Anlässen.

Ebenso vielfältig ist das Fitness- und Sportangebot, zu dem auch Golf, Tauchen, Tennis sowie Fahrräder und Kajaks gehören. Für Zerstreuung und Wohlbefinden sorgen zudem The World Spa & Wellness Center, ein Meditationsraum, das Casino, ein Kunststudio sowie das Auditorium mit Vorträgen und hochwertigem Kulturangebot.

Internationales Publikum, das Privatheit und 6-Sterne-Luxus schätzt 

An Bord von The World wohnt ein internationales Publikum. Der überwiegende Teil der Eigentümer stammt aus Nordamerika und Europa. Es sind auch die Eigentümer, denen The World gehört und die den Kurs des Schiffes festlegen. 

Gewöhnlich befinden sich zwischen 150 und 200 Gäste an Bord, die von rund 250 Besatzungs­mitgliedern ganz nach ihren Wünschen umsorgt werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bleibt es allein den Eigentümern vorbehalten, an Bord von The World zu reisen. Sie verbringen pro Jahr durchschnittlich zwischen drei und vier Monate auf dem Schiff, wobei sie frei entscheiden, wann sie an Bord kommen und wann sie The World wieder verlassen. 

Expeditionsreisen von der Südsee bis nach Island und in die Antarktis 

The World ist auf allen Meeren der Erde zuhause und fährt etwa alle zwei bis drei Jahre einmal rund um den Globus. Im Vergleich zu Kreuzfahrtschiffen bleibt The World länger in den Häfen und verbringt weniger Tage nur auf See, ohne an einem Ort anzulegen. Damit bleibt den Gästen mehr Zeit, Land und Leute kennenzulernen sowie die Reiseziele ganz nach ihrem Gusto und in ihrem Tempo zu erkunden.

In jedem Jahr unternimmt The World auch zwei bis drei Expeditionsreisen. 2022 kreuzte sie bereits in der Südsee. Dabei stattete sie unter anderem Französisch-Polynesien mit den Marquesas-Inseln und dem Tuamotu-Archipel einen Besuch ab, ebenso den polynesischen Austral-Inseln. Nach ihrem Aufenthalt in Hamburg und Wismar begibt sie sich in Richtung Atlantik und nördlicher Polarkreis nach Island. Auch stehen bereits erste Expeditions-Highlights für 2023 fest: Gleich zweimal wird The World die faszinierende Welt der Antarktis erkunden. 

Neuartiges Wohn- und Immobilienkonzept für das 21. Jahrhundert 

The World ist ein ideales Wohnkonzept für alle, die mit dem Komfort und Luxus eines 6-Sterne-Hotels die Welt entdecken wollen und dabei größten Wert auf Individualität und Privatsphäre legen. Das Reisen ist stressfrei und dank der technischen Ausstattung an Bord lässt sich natürlich auch beruflichen Dingen nachgehen oder Videokonferenzen abhalten. So hat The World, als sie vor nunmehr 20 Jahren das erste Mal in See stach, der Welt ein neues Luxus-Immobilienkonzept passend zu den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen im neuen Jahrtausend vorgestellt. Bis heute gilt dieses Konzept als wegweisend. Man reist mit Stil und größtem Komfort zu den schönsten Orten unseres Planeten, ohne das eigene Zuhause zu verlassen. Große Menschenansammlungen lassen sich so vermeiden, und zugleich gestalten die Eigentümer ihre Reiseerlebnisse an jedem besuchten Ort ganz nach den persönlichen Vorstellungen. 

Wer Interesse am Erwerb eines Luxusapartments auf The World hat, erhält weitere Informationen telefonisch unter +44 20 75721231 (englisch) oder auf der Website www.aboardtheworld.com. 

Text: PM