Schlagwort: Yacht

Emerald Azzurra besteht Testfahrt

Die neue Superyacht des Luxuskreuzfahrtanbieters Emerald Cruises beendet
erfolgreich ihre erste Probefahrt auf hoher See vor Ha Long in Vietnam

Pressemitteilung

Am 20. November war es so weit – die erste maßgeschneiderte Superyacht von Emerald Cruises, Emerald Azzurra, hat ihre Probefahrt unter der Leitung von Kapitän Jonathan Edwards und Marine Operations Manager Robert O’Leary zusammen mit mehr als 98 spezialisierten Crewmitgliedern, Auftragnehmern und Werftmitarbeitern an Bord innerhalb von 48 Stunden erfolgreich abgeschlossen. Zum ersten Mal in See gestochen ist sie vor Ha Long in Vietnam. Weitere Informationen unter www.emeraldcruises.eu.

Fotos: Emerald Cruises

Die Emerald Azzurra erhält in Kürze den letzten Feinschliff im Innen- und Außenbereich und auch das Besatzungstraining wird abgeschlossen, bevor sie im Frühjahr 2022 mit ihrer achttägigen Route „Best of the Red Sea“ auf Jungfernfahrt geht. Mit einer Belegung von lediglich 100 Gästen in 50 luxuriösen Suiten und Kabinen – von denen mehr als 80 Prozent über einen Balkon verfügen – erleben Passagiere ein exklusives Kreuzfahrterlebnis auf einer boutiquen Luxusyacht.

Glen Moroney, Gründer und Vorsitzender der Scenic Group, zu der Emerald Cruises und Scenic Luxury Cruises & Tours gehören, sagt: „Während der Testfahrt der Emerald Azzurra wurden alle Konstruktionsparameter übertroffen, einschließlich Geschwindigkeit, Geräuschentwicklung, Vibrationen und allgemeinem Komfort sowie Manövrierfähigkeit. Die Emerald Azzurra ist wirklich eine ganz besondere Superyacht und wird unseren Gästen zweifellos ein fantastisches Erlebnis bieten.“

Kapitän Jonathan Edwards ergänzt: „Ich bin begeistert von der großartigen Teamarbeit, wodurch nicht nur eines der elegantesten Schiffe auf See entstanden ist, sondern auch eines, das den hohen Standards, die wir alle von Emerald Cruises gewohnt sind, gerecht wird.“

Die Emerald Azzurra ist das zehnte Schiff der Emerald Cruises-Flotte, zu der neun Flusskreuzfahrtschiffe im Sternesegment gehören. Die zweite Superyacht, Emerald Sakara, soll Anfang 2023 Mitglied der Flotte werden.

Text: PM Emerald Cruises

Emerald Cruises verkündet zweite Luxus-Superyacht

Pressemitteilung

Emerald Cruises erweitert seine Flotte mit der Emerald Sakara

„Gedanken werden zu Tatsachen“. Das ist die Bedeutung des Namens Emerald Sakara, der zweiten Luxus-Superyacht, die Emerald Cruises für 2023 ankündigt. Für ihre Jungfernfahrt nimmt die neue Yacht Kurs Richtung Seychellen. Anschließend wird die Emerald Sakara zusammen mit der Schwester-Superyacht Emerald Azzurra das Mittelmeer, die Adria, das Rote und das Schwarze Meer bereisen. So schafft Emerald Cruises zusätzliche Kapazität, um der starken Nachfrage nach den Hochseerouten der Marke gerecht zu werden – trotz der weltweiten Pandemie waren die Abfahrten im Schwarzen Meer innerhalb von zwei Wochen nach ihrer Veröffentlichung ausverkauft. Weitere Informationen unter www.emeraldcruises.eu.

„Tropical Charms of the Seychelles“, so heißt die achttägige Jungfernfahrt der Emerald Sakara, während der Port Victoria auf der Hauptinsel Mahé, Sainte-Anne Island, Cousin Island, Praslin Island, Grande-Soeur Island, Curieuse Island, La Digue Island und Aride Island erkundet werden.

Bild: Emerald Cruises

Die neue, 110 Meter lange Superyacht wird derzeit in Ha Long City (Vietnam) gebaut, der Stahl ist bereits geschnitten. Wie auch an Bord der Schwester-Superyacht haben 88 Prozent der Kabinen der Emerald Sakara einen Balkon, darüber hinaus bieten das Reflections Restaurant und die Horizon Bar & Lounge mehr Platz pro Gast als ähnliche Schiffe ihrer Größe. Den Gästen stehen zudem ein großer Infinity-Pool, ein Spa, ein Fitnessraum und eine Plattform mit einer Reihe von Wassersportgeräten wie Stand Up Paddle Boards und Schnorchelausrüstung zur Verfügung. Alle Gäste kommen in den Genuss von Inklusivpreisen, die alle Mahlzeiten an Bord, kostenlose Weine, Biere und alkoholfreie Getränke zum Mittag- und Abendessen sowie eine Reihe von Ausflügen und Aktivitäten an Bord einschließen.

Die luxuriöse Superyacht wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 auf den Markt kommen. Buchungen können ab sofort getätigt, zur Auswahl stehen 32 Abfahrten.

„Seit der Ankündigung der Emerald Azzurra haben wir eine enorme Nachfrage an Kreuzfahrten und sind daher begeistert, den Bau unserer zweiten Luxus-Superyacht, Emerald Sakara, ankündigen zu können. Der Name der Yacht stammt aus dem Sanskrit und steht für die Vision, dass Gedanken zur Realität werden, sowie die Philosophie, dass sich positive Gedanken in der Realität manifestieren können. Wir lieben diese Idee, die das Markenversprechen von Emerald Cruises unterstreicht, die Träume unserer Gäste von einem luxuriösen Yachturlaub zu einem außergewöhnlichen Preis wahr werden zu lassen“, so David Winterton, Global Director of Brand & Marketing, Emerald Cruises. 

„Genau wie wir es vor acht Jahren auf den Flüssen getan haben, bringen wir nun unseren eigenen Stil innovativer und zeitgenössischer Kreuzfahrten auf die legendären Weltmeere. Wir können es kaum erwarten, Gäste an Bord unserer beiden Superyachten zu begrüßen, um mit ihnen einige der außergewöhnlichsten Regionen der Welt zu erkunden.“

Die Emerald Sakara ist das elfte Schiff der Emerald Cruises-Flotte – neben neun Flusskreuzfahrt-Schiffen und der hochseetauglichen Superyacht Emerald Azzurra, die am 28. Januar 2022 mit der achttägigen Route Best of the Red Sea in See sticht.

Über Emerald Cruises

Emerald Cruises bietet ein vielfältiges Angebot an Fluss- und Yachtkreuzfahrten auf drei Kontinenten. Die mehrfach ausgezeichnete Flusskreuzfahrtgesellschaft Emerald Cruises betreibt neun Star-Ships, von denen acht in Europa und eines in Südostasien verkehren. Neu wird 2022 die luxuriöse Superyacht von Emerald Cruises, Emerald Azzurra, die Gäste auf der Adria, dem Roten Meer und entlang der Mittelmeerküste begrüßen. Weitere Informationen unter www.emeraldcruises.eu.

Text: PM Emerald Cruises

Apartment-Schiff der Superlative

Vard baut größte Megayacht der Welt

Die mehrheitlich zum italienischen Fincantieri-Werftkonzern gehörende norwegische Vard Group AS, hat den Auftrag zum Bau der Yacht Somnio als größte Luxusyacht der Welt erhalten. Bei dem Neubau, dessen Auftragswert auf mehr als 600 Mio. Dollar geschätzt wird, handelt es sich um ein Apartment-Schiff, das nach Angaben der ungenannten Auftraggeber als „perfekte Kombination von Superyacht Lifestyle und 7-Sterne-Hotelservice“ neue Maßstäbe im Ultra-Luxusreise-Segment setzen soll. Nomen est Omen: Somnia steht im Lateinischen für „Traum“.

Animation: Winch Design

Mit einer Länge von 222 Metern wird der auf eine Vermessung von 33500 BRZ kommende weltweit erste Wohn-Yachtliner sowohl die 2019 ebenfalls von Vard erbaute REV Ocean des Reeders Kjell Inge Røkke um rd. 39 m als auch die 2013 von Lürssen in Vegesack für den Präsidenten der VAE, Scheich Chalifa bin Sayid Al Nahyan, erbaute Azzam um rd. 41 m übertreffen, die derzeit den Titel längste bzw. zweitlängste Yacht der Welt halten. Die Architektur- und Designstudios Tillberg Design of Sweden und Winch Design, London, liefern das Design für den bisher größten Kreuzfahrt-Neubau der Werft, der im Frühjahr 2024 vom Vard-Werftbetrieb im norwegischen Søviknes abgeliefert werden soll. Somnia-Mitbegründer Kapitän Erik Bredhe wird die Projektaufsicht übernehmen.

Animation: Winch Design

Der Kasko wird vom Vard-Werftbetrieb im rumänischen Tulcea in Rumänien zugeliefert. Am Projekt sind neben der italienischen Vard-Muttergesellschaft Fincantieri auch Vard Design und Vard Electro beteiligt. Außerdem werden Zuliefer-Aufträge an ein breites Spektrum von Lieferanten und Auftragnehmern des norwegischen Maritime Clusters vergeben.

Der Neubau wird über 39 hochwertige Luxus-Apartments verfügen, die an zahlungskräftige Kunden verkauft werden. Medienberichten zufolge werden diese mit einem Anfangsgebot von 9,5 Millionen Euro über Bieterrunden versteigert. Darüber hinaus werden 165 Wohnungen angeboten, davon 106 in Privatbesitz und 40 vermietbar, sowie 19 Studio-Apartments. Zur Ausstattung des eisgängigen Neubaus werden neben einem großen Pooldeck im hinteren Teil des Aufbaus, vielfältigen Wassersportgeräten und -booten sowie zahlreichen Restaurants und Bars u.a. eine ausfahrbare Wassersportmarina am Heck und ein Helikopter-Landeplatz auf dem Vorschiff sowie eine Panorama-Lounge im Bug gehören. Zu den Attraktionen gehört ein Weinkeller für 10 000 Flaschen mit Verkostungsstube. Über die Antriebsform gibt es noch keine Informationen. JPM

Yachtfeeling im Mittelmeer

Schon am Vorabend dümpelt sie im flimmernden Meer vor der Kulisse der historischen Mauern von Dubrovnik, ein Bild für eine Postkarte. Während die Gäste der letzten Reise den Abend in der Altstadt genießen und bis in die Nacht ihren eigenen Tenderservice haben, checkte Michael Wolf am nächsten Nachmittag im neuen Cruisehafen der kroatischen Stadt an Bord der SEADREAM II ein.

In kleinen Grüppchen, paarweise oder auch alleine kommen die neuen Passagiere über die Gangway. Am Pool stehen bereits die wichtigsten Personen der SEADREAM II zum Empfang bereit: Kapitän Steinar Holmsteinsson, Hoteldirektor Christophe Cornu und Club Director Taylor Davies. Es ist für viele ein bisschen wie nach Hause kommen: Man umarmt sich, kennt sich.

Das obligatorische Glas Prosecco wird von den beiden charmanten Thailänderinnen aus dem Spa gereicht, dazu kalte Tücher – eine Wohltat. Fast alle Gäste auf der heutigen Cruise sind, das sieht man sofort, „Wiederholungstäter“, eine echte Community. Die sich noch nicht kennen, finden sich schnell am Sandwich-Buffet oder beim ersten Cocktail zusammen: „Socialising“ ist das Motto.

Empfangskomitee an Bord

Die meisten Repeater kennen natürlich „ihre“ SEADREAM II und die Historie: 1985 als SEA GODDESS II gebaut, galt sie zusammen mit ihrer ein Jahr älteren und baugleichen Schwester SEADREAM I (ex-SEA GODDESS I) als der Inbegriff der luxuriösen Kreuzfahrtyacht schlechthin. Dazu elegante Linien, viele Außendecks. Die Nobelreedereien Cunard und Seabourn setzten die beiden Schiffe ein, 2001 wurden sie von der jungen Reederei SEADREAM übernommen. Obwohl das Schiff auch heute noch in exzellentem Zustand ist, sieht man natürlich hier und da etwas angesetzte Patina an manchen Metallteilen, auf den hölzernen Decks oder auch am Mobiliar der Suiten. Für SEADREAM-Fans ist das Nostalgie pur, sie stört es auch nicht, dass die Suiten keine Balkone haben. Patrick aus New Orleans ist bereits zum dritten Mal an Bord: „Das ist ein Schönwetter-Schiff voller Nostalgie. Wir sind sowieso den ganzen Tag an Deck – da brauchen wir keine Balkone.“

Nostalgischer Charme

Die Erkundungstour dauert auf einem solchen Schiff nicht lange. Die Gangway führt direkt zum Pooldeck mit seinen großen Holzflächen und den metallenen Liegestühlen, dem Pool, in dessen blauen Fliesen das SEADREAM-Logo im Wasser schillert, sowie einer kleinen Poolbar, die tagsüber geöffnet ist. Von hier aus gelangt man auf der einen Seite zur Main Lounge in grauen und beigen Farben und einer Metall-Deckendekoration im Retrolook über einer kleinen Tanzfläche mit einem Flügel. Hier haben alle 112 Passagiere Platz. Besonders schön ist eine kleine gemütliche Eck-Bar und Holztheke für kleine Buffets. Auf der anderen Schiffsseite führt ein Außengang vom Pool direkt zum Rezeptionsbereich mit vielen Holzelementen und Messinggeländern, dem Herz der Yacht. Hier finden sich Kreuzfahrtberatung, Concierge, Rezeption und Internetplatz am selben Platz, die Boutique besteht aus einer größeren Vitrinenwand mit Luxusartikeln.

Viel Holz, Glasvitrinen und rote Vorhänge auch im Dining Salon, am Heck liegt auf demselben Deck eine ausklappbare Marina für Wassersport wie Kajaks, Jetski und sogar kleine bordeigene Segelboote, die über eine Außentreppe erreichbar ist.

Die Bibliothek auf Deck 4 könnte aus einem englischen Country-Club stammen – glänzendes Holzparkett, Orientteppiche, Holzregale mit Coffee-Table-Büchern, bequeme Sessel und Sofas. Der ideale Rückzugsort zum Lesen, für kleine Vorträge oder Whiskey-Verkostungen. Dezent dazu etwas Musik von der seitlichen Piano-Bar (auf manchen Reisen bis zum Morgengrauen geöffnet), die einem der kleinsten Casinos auf Schiffen gegenüberliegt. Am Bug des Schiffes dann der Spa-Bereich mit einem großen Fitnessraum und modernsten Geräten.

Zum Frühstück und Lunch trifft man sich open-air im Topside-Restaurant auf Deck 5, romantische kleine Tische am Heck mit Blick auf Pool und Meer sind die Favoriten. Auch abends kann man hier manchmal speisen, auf besonderen Wunsch auch häufiger, wenn das Wetter mitspielt.

Perast, Montenegro, 19

Und noch ein Deck höher liegen dann die beiden Highlights, wofür SEADREAM-Fans eine solche Reise schon allein buchen. Zum einen eine der wahrscheinlich schönsten Bars auf Schiffen, ganz in Holz und oval gestaltet, die passenderweise zur Lage Top of the Yacht Bar heißt…

Die beiden Barkeeper Nic and Byron kreieren hier neue Drinks, mixen die Lieblingscocktails ihrer verschiedenen Gäste schon meist automatisch, wenn die auf den hohen hölzernen Barhockern Platz nehmen. Genau hier schlägt eindeutig das social heart des kleinen Schiffes. Hier wird diskutiert, hier spielt der philippinische Pianist und Gitarrist Romeo zum Aperitif, hier wird abends mit einem DJ abgetanzt. Und immer ist der Meerblick inklusive. Das zweite Highlight sind die „balinesischen Betten“, Liegebereiche an den Schiffsseiten und ganz vorn am Heck, die abends auf Wunsch als Bett für die Nacht vorbereitet werden.

Pflanzen und Pyjamas

Im Gegensatz zu den öffentlichen Räumlichkeiten liegen alle Kabinen bzw. Suiten im vorderen Bereich der SEADREAM II. Auf Deck 2 mit Bullaugen, darüber mit großen Fenstern. Auch hier findet man viel Holzelemente, eine gemütliche Eleganz vergangener Tage, aber alle wichtigen Anschlüsse der heutigen Zeit, von USB bis zu amerikanischen oder deutschen Steckernormen, die Beleuchtungssysteme bis zur Leselampe gut ausgereift. Das Bett ist mit einem Vorhang vom Eingangsbereich abgetrennt. Das Badezimmer ist zwar klein, aber ausreichend und edel ausgestattet bis zur Pflegeserie von Bulgari. Und noch ein Luxus in Form eines Lebewesens auf der Suite: Denn wo findet man dort heutzutage noch echte Grünpflanzen?

Kleine aber wichtige Details machen den Unterschied zu anderen Cruiseanbietern im Luxusbereich aus: mit Namen bedruckte Trinkflaschen, ebenfalls mit Namen verzierte Pyjamas (leider seit einiger Zeit nur noch in einer Größe) oder das kleine Täschchen für die Kabinenkarte (und Kreditkarten für Landausflüge), das RFID geschützt ist. Sehr nützlich und praktisch, weil so die Kreditkarten nicht von Betrügern aus der Nähe ausgelesen werden können.

Der Dresscode auf diesem Schiff ist durchgängig und nennt sich „Yacht-Casual“, also relaxte Eleganz ohne Krawatte. Beim Welcome-Cocktail zählt der isländische Kapitän die an Bord anwesenden Nationalitäten der Gäste auf. Die größte Gruppe ist heute aus New York, quittiert von begeistertem Jubel und Klatschen. USA, England, Australien – das sind heute wieder einmal die wichtigsten Herkunftsländer der Passagiere. Dazu etwas Korea, Japan und immerhin drei deutsche Gäste. Wie bei SEADREAM üblich darf bei diesem Cocktail natürlich auch die Kaviardose an der kleinen Bar nicht fehlen, die bestens frequentiert wird.

Service mit höchsten Ansprüchen

Der französische Executive-Hoteldirektor Christophe Cornu ist ein Vertreter der „Hospitality People“ der alten Schule, ein Gentleman. Er kennt alle Stationen im Hotelbereich aus eigener Erfahrung, arbeitete als Kellner und Rezeptionist im weltberühmten Pariser Hotel Crillon am Place de la Concorde, später dann bei 3-Sternekoch Alain Senderens im Restaurant Lucas-Carton. Im Crillon lernte er einen talentierten Pianoplayer kennen, der auch auf der legendären FRANCE spielte.

„Er hat mich auf den Geschmack für Schiffe und den Kreuzfahrtmarkt gebracht.“, sagt er heute. „Mein Traum war es immer, die Welt kennenzulernen. Wo geht das besser, als auf einem Kreuzfahrtschiff? Wenn ich morgens aus dem Fenster schaue und das Meer sehen, bin ich glücklich.“

Trotz aller Romantik ist der drahtige Franzose unnachgiebig im Job: Vom ausnahmsweise einmal nachlässig dekorierten Buffet bis zum Fleck auf der Kellnerweste sind seine Augen überall. Die hohen Maßstäbe hat er bei seinen diversen beruflichen Kreuzfahrt-Stationen gelernt: Von Cunard‘s bzw. Seabourn‘s berühmten SEA GODDESS-Yachten (die später zu den SEADREAM-Yachten wurden) über Crystal Cruises und Seabourn hat Cornu so Erfahrungen bei den wichtigsten kleinen Cruiselines im Ultra-Luxus-Bereich sammeln können. Höchsten Ansprüchen genügen müsse man auch vor allem bei einigen Vollchartern, so der Executive Hoteldirektor. So wie bei der Charterreise eines arabischen Prinzen mit seinen Freunden oder dem einer bayrischen Luxus-Automobilmarke zum Filmfestival von Cannes.

Und er hat natürlich jede Menge Erinnerungen. An Zeiten, zu denen noch im Hafen ein roter Teppich wartete oder die Gäste mit riesigen Sonnenhüten an Bord kamen. Heute hat sich dies natürlich der Zeit angepasst.

Geblieben ist aber auch die Spitzengastronomie. Küchenchef Tomasz aus Polen zaubert auf dieser Reise kulinarische Kreationen vom Besten, kauft unterwegs in einigen Märkten lokale Spezialitäten oder frische Fische. Das Angebot auf den Speisekarten ist unglaublich vielfältig, auch vegane oder glutenfreie Speisen sind zu finden. Seine Kochstunde in der Main Lounge ist bestens besucht.

Die Gäste lieben das exzellente Essen, den etwas nostalgischen Lifestyle. Und sie sind unterschiedlich: Da ist heute das Gay-Paar aus New York, kultiviert und exzellent gekleidet. Einige Paare aus Ohio und den Südstaaten lieben es eher lässig, casual. Man hat sich, wie bei Amerikanern üblich, bereits am ersten Abend kennengelernt und zu Cocktails und Essen verabredet. Jim, ein ehemaliger Autohändler und Foto-Fan, hält jeden wichtigen Moment dieser Reise mit seiner professionellen Ausrüstung fest. Er hat bereits an Bord seine nächste Reise mit SEADREAM gebucht – die Mischung aus locker und luxuriös gefällt ihm und seiner Frau. „In meinem Job musste ich jahrelang Krawatten und Anzug tragen. Da ist eine Reise wie diese eine Wohltat.“

Dubrovnik

Kleine Reiseeindrücke

Die Destinationen auf dieser Reise bieten eine gute Mischung aus unbekannt und berühmt. Da ist am ersten Tag die malerische Bucht von Kotor in Montenegro. Schon bei der frühen Einfahrt bietet sich ein Panoramablick mit nicht enden wollenden Bergzügen, kleinen Dörfchen und Badebuchten mit Cafés und Restaurants an den Ufern.

Die Altstadt von Kotor steht im Zeichen der Katzen – Hunderte von ihnen dösen auf den Treppen, schleichen durch die Gassen oder werden mal wieder aus den kleinen Boutiquen gescheucht. Hoch über Kotor liegt eine große Festung, zu denen 1350 schweißtreibende Stufen führen, aber der Blick lohnt. Sehenswert auch das bezaubernde Dörfchen Perast mit seinen beiden Inseln. Sie gehören wie die gesamte Bucht zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Abends vor der beleuchteten Kulisse der Festung von Kotor ist auf der SEADREAM II Open-air-Kino angesagt. Rocketman Elton John flimmert über die große Leinwand am Pool, frisches Popcorn wird serviert, wie es sich im Kino gehört. Dazu einen wärmenden Drink. Denn der Abend wird frisch. Auch die Gäste, die die Außenbetten reserviert haben, kuscheln sich mit einem Cocktail in die weißen Bettdecken. Obwohl die Sterne funkeln, und die SEADREAM II nur langsam über das Meer gleitet, haben die meisten Gäste am diesem Abend das Open-air-Erlebnis abgeschrieben – zu kalt ist die Nacht, stürmisch wird der Wind. Gut, dass auch heute in den Suiten ein warmes Bett wartet.

Wind und Regen bestimmen die beiden nächsten Tage, der Overnight-Aufenthalt vor Taormina muss wegen des Wetters durch Messina ersetzt werden. Aber die Ausflüge nach Taormina werden dann am nächsten Tag dennoch durchgeführt.

Ein strahlend blauer Himmel, ein glattes Meer und sommerliche Temperaturen entschädigen für die meteorologischen Kapriolen der letzten Tage, als die SEADREAM II vor dem malerischen Amalfi mit seinen von Bougainvilleas rotgesprenkelten alten Häusern, Kirchen und Mauern Anker wirft. Endlich ist Gelegenheit, die Marina zu nutzen – wenig später umkurven die ersten Gäste bereits auf Kajaks und mit einem schnellen Jetski das Schiff.

Letzte Station vor dem Ende der Kreuzfahrt ist dann Capri, die „Island of Love“, für viele vor allem amerikanische Gäste Höhepunkt und once-in-a-lifetime-Erlebnis.

„Kitsch and fun“ verspricht das Tagesprogramm. Zu Recht: die zahllosen Boutiquen, die Cabrio-Taxis, die um reiche Kunden feilschenden Motorboot-Fahrer mit ihrer gestenreichen Sprache – das ist Italien wie aus dem Holly­wood-Film. An eine Durchfahrt durch die beiden Faraglioni-Felsen vor Capri mit SEADREAM I vor einigen Jahren kann sich der Autor bestens erinnern. Damals war der beliebte Kapitän Welsh auf der Hut vor der italienischen Küstenwache.

„Früher haben wir das öfter gemacht, wenn wir Capri besuchten“, erinnert sich Kapitän Holmsteinsson. „Heute sind die Strafen dafür so hoch geworden, dass ich mir das mit meinem Gehalt nicht leisten kann“, schmunzelt er. Die Landausflüge sind bei SEADREAM nicht im All-Inclusive-Programm eingeschlossen. Auf unserer Reise lagen die Preise dafür zwischen 89 und 269 $ pro Person und Ausflug. Darunter sind Winzerbesuche mit Verkostung, Bootsfahrten in die Blaue Grotte in Capri oder Fahrten mit Quad Bikes über die Lavafelder des Vulkans Ätna. Vermisst wurde von einigen Gästen auf dieser Reise die berühmte Champagner and Caviar-Splash-Party, bei der die Crew Kaviar aus der Kilodose entweder im Pool oder in einer kleinen Bucht im Meerwasser serviert, sie fiel wegen des kapriziösem Wetter wahrhaftig ins Wasser. Im Ausschiffungshafen Civitavecchia findet die kleine SEADREAM II dann wieder die ganzen anderen Megaschiffe wieder, die in den letzten Tagen keinem Gast gefehlt haben.

Fotos: enapress.com

Megayacht mit Eisklasse

Milliardärs-Yacht für Nicht-Milliardäre: Mit einem der umfangreichsten All-inclusive-Konzepte der Kreuzfahrtbranche, mit Hubschrauber und U-Boot unternimmt die Scenic Eclipse exklusive Expeditionen weltweit. Franz Neumeier hat sich die Kreuzfahrtyacht genauer angesehen.

Die Ausfahrt von New York City entlang der Skyline von Manhattan und ganz nahe vorbei an der Freiheitsstatue steht meist ganz oben auf der Wunschliste passionierter Kreuzfahrer. Kaum noch zu übertreffen ist dieses Erlebnis zum Sonnenuntergang, wenn ganz vorne am Bug der Kreuzfahrtyacht Scenic Eclipse einem warmer Herbstwind um die Nase weht und ein Kellner Champagner reicht.
Die erste Discovery-Yacht der Welt und eine Milliardärs-Yacht für Nicht-Milliardäre – so sieht die Reederei ihre neue Ultraluxus-Yacht Scenic Eclipse und positioniert sie auf amerikanisches Sechs-Sterne-Niveau: Ultra-Luxus mit der höchsten Eisklasse für Passagierschiffe (PC6) und Ultra-all-inklusive. Nur Rundflüge mit einem der beiden bordeigenen Hubschrauber, Tauchgänge mit dem kleinen U-Boot und Spa-Behandlungen kosten extra, alles andere ist im Reisepreis enthalten, selbst Landausflüge, gute Weine und Cocktails sowie die 155 Whiskey-Sorten an der Lounge Bar.

Als Taufpatin der Yacht ist die großartige und humorvolle Helen Mirren, britische Schauspielerin und Oscar-Gewinnerin, nach New York gekommen. Abgesehen davon jedoch sind die Feierlichkeiten im Manhattan Cruise Terminal ein enormes Understatement für ein Ultraluxus-Schiff: Kein Magnum-Protz bei der Champagner-Flasche, kein pompöses Gehabe, nur ein paar feine Häppchen und Champagner, Begleitmusik mit Harfe und Streichquartett.
Scenic-CEO Glen Moroney und seiner Frau Karen, die für das Innendesign des Schiffs verantwortlich zeichnet, strahlt das Glück über ihr neues Schiff aus den Gesichtern. Wohl auch, weil das Projekt beinahe an einer Pleite der Uljanik-Werft im kroatischen Pula gescheitert wäre. Scenic musste ein großes, eigenes Team aus Technikern und Ingenieuren zusammenstellen und den Bau weitgehend selbst übernehmen. Das Schiff kam rund ein Jahr später kam als geplant.
Auch der Taufakt selbst verlief ein wenig anders erwartet: Beim ersten Versuch zerschellte die Champagner-Flasche nicht am Bug der Scenic Eclipse, hinterließ aber eine ordentliche Schramme im Lack. Beim zweiten Versuch löste sich die Flasche aus der Halterung und fiel – ohne zu zerbrechen – in den Hudson River. Helen Mirren beschloss spontan und notgedrungen, dass die Taufe des Schiffs damit dennoch vollzogen sei. Jubel und Applaus, Glückwünsche und Blumen, Gruppenfotos vor dem Schiff….

Fotos: Franz Neumeier

Grüne Expeditionen

Mit der LE CHAMPLAIN hat die französische Reederei Ponant ihr zweites von sechs Expeditionsschiffen der neuen „Explorer“-Klasse in Dienst gestellt. Präsentiert wurde die Yacht bei einer Vorpremierenfahrt durch Norwegens Fjorde – die regulären Reisen führen indes in wärmere und exotischere Destinationen. Christofer Knaak berichtet.

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