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TUI Group 2023 mit Rekordumsatz: Wachstumsfeld Kreuzfahrt ist hoch profitabel

Die TUI Group als zu den Weltmarktführern gehörender deutscher Tourismuskonzern hat im Geschäftsjahr 2023 (1. Oktober 2022 bis 30. September 2023) seinen Umsatz um 25 Prozent steigern und mit 20,7 Mrd. Euro (im Vorjahr: 16,5 Mrd.) erstmals die 20-Mrd.-Grenze durchbrechen können.

Das bereinigte Konzern-Ergebnis (EBIT) wurde von 409 Mio. Euro im Vorjahr auf 977 Mio. Euro mehr als verdoppelt und die Nettoverschuldung gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mrd. Euro um1,3 auf 2,1 Mrd. Euro reduziert sowie die WSF-Hilfen vollständig abgelöst. Zur deutlichen Ergebnisverbesserung haben alle Segmente mit positiven operativen Entwicklungen.

„Ein gutes Jahr für TUI. Wir haben unser Kerngeschäft deutlich gestärkt und haben neue Wachstumsfelder“, sagte der Vorstandsvorsitzende Sebastian Ebel bei der Vorlage der Geschäftszahlen in London und wies darauf hin, dass Hotels und Kreuzfahrten Wachstumsfelder und hoch profitabel seien.

Der Bereich Kreuzfahrten konnte das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessern. Die Auslastung der Schiffe der drei Flotten von TUI Cruises, Hapag-Lloyd Cruises und Marella Cruises lag den Angaben zufolge zwischen 72 und 96 Prozent (im Vorjahr: zwischen 58 und 70 Prozent) und die verfügbaren Passagiertage über alle drei Marken erhöhten sich um 15 Prozent auf 9,5 Millionen (Vorjahr: 8,2 Millionen). Das bereinigte EBIT des Bereiches Kreuzfahrten erhöhte sich dadurch deutlich von 1 Mio. auf 236 Mio. Euro.


EUROPA, Foto: Jens Meyer


Zur Flotte konzerneigenen Flotte gehören 16 Kreuzfahrtschiffe – von den Luxus- Kreuzern Europa und Europa 2 sowie den drei Expeditionskreuzfahrtschiffen der Hanseatic-Klasse von Hapag-Lloyd über die „Mein Schiff“-Flotte von TUI Cruises, für die sich derzeit noch drei weitere Einheiten in Finnland und Italien in Bau befinden, bis zu den Marella Cruises-Schiffen in Großbritannien. Bis 2030 sollen die Emissionen im Kreuzfahrtgeschäft um 27,5 Prozent reduziert und bis spätestens 2050 Net-Zero-Emissionen im gesamten Unternehmen und den Lieferketten erreicht werden.

Für das kommende Jahr ist das in Hannover ansässige Unternehmen, das mit seinen Segmenten und Aktivitäten die gesamte touristische Wertschöpfungskette unter einem Dach abdeckt und sich mit seiner Strategie zu einem globalen touristischen Plattformunternehmen wandeln will, zuversichtlich: Der Umsatz soll mindestens um zehn Prozent zulegen, das EBIT um mindestens 25 Prozent.

„Unsere strategischen Initiativen zur Wertsteigerung und die aktuelle Buchungsentwicklung lassen ein weiter verbessertes Jahr 2024 erwarten“, so TUI-Chef Ebel. JPM