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Verkauf der „AIDAaura“ ist in Sichtweite

Griechische Celestyal Cruises wird als möglicher neuer Interessent gehandelt

Für den Verkauf des 20 Jahre alten Kreuzfahrtschiffes AIDAaura gibt es offensichtlich nun doch noch eine positive Entwicklung, denn wie aus Hafenkreisen nun zu erfahren ist, soll es einen neuen Interessenten für das 202 Meter lange ehemalige Clubschiff von AIDA Cruises geben, das immer noch an der Columbuskaje in Bremerhaven liegt.

So sollen sich in den vergangenen Wochen mehrfach Vertreter der griechischen Reederei Celestyal Cruises an Bord des Kreuzfahrtschiffes befunden haben. Mittlerweile sollen sich Verkäufer und der potentielle Käufer nun wohl einig geworden sein und es wird gemunkelt, das schon nächste Woche der Kaufvertrag unterzeichnet werden kann und anschließend die Übergabe in Bremerhaven erfolgen soll. Hierzu wird das Kreuzfahrtschiff dann vermutlich in den Verbindungshafen, gegenüber der Lloyd Werft, verholen.

Sollten dann alle Formalitäten erledigt sein, wird das Schiff in Bremerhaven dann auch noch umbenannt, wobei es zu dem neuen Namen noch keine Informationen gibt. Auch über einen möglichen Verkaufspreis gibt es keinerlei Informationen. Das 1996 in Finnland erbaute Halbschwesterschiff, die etwas kleinere AIDAcara wurde inmitten der Corona-Pandemie im August 2021 für rund 30 Millionen US-Dollar an das russische Unternehmen Aquilon Shipping Company verkauft. Das Schiff verkehrt jetzt, unregelmäßig als Astoria Grande vornehmlich für russische Gäste im Schwarzen Meer. In dieser Größenordnung für die AIDAcara könnte sich nach Expertenansicht auch der Verkaufspreis für die AIDAaura bewegen, doch hängt dieses auch von verschiedenen Faktoren, vor allem von dem technischen Zustand des Schiffes, ab.

Weder von AIDA Cruises noch vom möglichen neuen Kaufinteressenten gibt es irgendwelche Informationen zu dem möglichen Geschäft, beide Vertragsparteien äußern sich auf Anfrage nicht. Sollte der Kauf über die Bühne gehen, wird auch für AIDA Cruises eine sechswöchige Hängepartie demnächst zu Ende gehen. Denn ursprünglich sollte das Kreuzfahrtschiff nach Abschluss der letzten Kreuzfahrt für AIDA Cruises am 21. September schon kurze Zeit später an die türkische Miray Cruises übergeben werden. Für deren Tochterunternehmen Life at Sea Cruises sollte das Schiff, umbenannt in Lara auf eine dreijährige Weltreise gehen. Doch der Verkauf kam aus bisher noch nicht bekannten Gründen nicht zustande. Es wird vermutet, dass es Probleme bei der Finanzierung für den Erwerb des Schiffes gab. Somit musste sich AIDA Cruises bzw. die Carnival Maritime aus Hamburg in den vergangen Wochen, ungeplant, weiterhin um die Einsatzfähigkeit des Schiffes kümmern. Hierzu sollen noch rund 80 Crewmitglieder an Bord sein. 



Abbildung: Celestyal Cruises

Celestyal Cruises ist eine griechische Reederei mit Sitz in Limassol auf Zypern, die 1986 als Louis Cruises gegründet wurde. Ein Anteil von 60 Prozent des Unternehmens wurden im Dezember 2021 an den internationalen Finanzinvestor Searchlight Capitol Partners verkauft. In den 90er Jahren verfügte Louis Cruises über eine Flotte von fünf Schiffen, wovon ein Teil an andere Reedereien verchartert wurde. 2014 wurde die Reederei in Celestyal Cruises umbenannt und die Schiffe erhielten jeweils vor den eigentlichen Namen den Namenszusatz Celestyal vorangestellt. Erst in diesem Herbst wurde die Flotte von Celestyal durch den Erwerb der Aegean Goddess, die in Celestyal Journey umbenannt wurde und dem Verkauf der über 40 Jahre alten Celestyal Crystal an einen japanischen Interessenten verjüngt. Gut möglich das nach der Übernahme der AIDAaura von Celestyal das Schiff auch nur in Teilen umbenannt wird, denn bis 2016 verkehrte schon einmal Kreuzfahrtschiff der Flotte unter dem noch alten Namen Louis Aura für die Reederei. 

Bekannt ist die Reederei mit einer gemütlichen griechischen Atmosphäre an Bord für Kreuzfahrten vor allem im östlichen Mittelmeerraum, hier werden derzeit zwei Kreuzfahrtschiffe für 3- oder 4-Nächte bis zu 2-wöchigen Kreuzfahrten vor allem entlang der griechischen Inselwelt eingesetzt. Das Unternehmen hat in den letzten sieben Jahren über 60 Auszeichnungen für „Beste Reiseroute“ bis zur „Kreuzfahrtlinie mit dem größten Engagement für die östliche Mittelmeerregion“ erhalten. ChrEck