Zu teuer: Stad-Schiffstunnel nicht realisierbar
Es dürfte wohl das Aus für das weltgrößte Schiffstunnelprojekt bedeuten: Nach der Anordnung des norwegischen Stortings vom vergangenen Jahr hat die norwegische Küstenverwaltung (Kystverket) Anfang dieses Monats dem Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei Anfang März gemäß der Anordnung des Stortings eine aktualisierte Entscheidungs- und Kostengrundlage für den geplanten Schiffstunnel in Stad vorgelegt. Diese empfiehlt einen Kostenrahmen von 8,6 Milliarden NOK für das Projekt.
Damit liegt die Kostenschätzung zwar immer noch deutlich über dem vom Storting beschlossenen Budget von 5,4 Milliarden NOK, ist aber etwas niedriger als die letztjährige Schätzung von 9,4 Milliarden NOK. Zwar will die Regierung den Kystverkert-Bericht nun prüfen und dem Storting Bericht erstatten, doch hat Norwegens Fischerei- und Ozeanministerin Marianne Sivertsen Næss in einer Pressemitteilung bereits klargestellt, „dass das Projekt im beschlossenen Kostenrahmen des Storting nicht realisierbar ist.“
Da dieser Rahmen nach Schätzungen der Küstenverwaltung aber überschritten wird, wurde das Projekt im Haushaltsentwurf für 2026 gestrichen. Die hohen Kosten würden den Nutzen nicht rechtfertigen, so die Begründung. JPM
Abbildung: Plomp/Snøhetta



