Schlagwort: Crystal Endeavor

Crystal-Flotte liegt jetzt komplett still

Die drei Hochseeschiffe von Crystal liegen vor Anker. Die Kreuzfahrtschiffe Crystal Serenity und Crystal Symphony ankern mit reduzierter Besatzung von Freeport auf den Bahamas. Die Crystal Endeavor ankert im Rio de la Plata vor Montevideo. Eine Perspektive gibt es nach Meldungen aus Crew-Kreisen für die drei Schiffe aktuell nicht. 

Crystal Symphony, Foto: Frank Behling

Der dringlichste Grund sind Außenstände von etwa 2,2 Millionen US Dollar der Crystal Symphony aus einer offenen Rechnung beim Bunkerlieferanten Peninsular Far East aus Singapur. Um einem möglichen Arrest in den USA zu entgehen, sind die beiden älteren Crystal-Schiffe vor dem Hafen von Freeport auf den Bahamas vor Anker gegangen. Das Problem: Dort können sie aber auch nicht mehr weg, da die Treibstoffvorräte limitiert sind und nicht mehr für längere Reisen reichen. Alle drei Crystal-Schiffe sind in Nassau auf den Bahamas registriert. 

Wie die Schiffe an Treibstoff kommen sollen, ist noch unklar. In diesen Fällen verlangen Bunker-Händler in der Regel Vorkasse. Die Reederei versucht nach eigenen Angaben bis 29. April wieder einen Betrieb auf die Beine zu stellen. Klappt das nicht, droht den drei Schiffen der Verkauf oder sogar die Versteigerung.

Gründe für die Probleme sind die weiter ungeklärte Zukunft der Genting Hong Kong und der Reederei Dream Cruises. Von der Dream Cruises Flotte fährt nur noch die World Dream ab Singapur und die Explorer Dream ab Keelung (Taiwan). Die Genting Dream ankert auch seit Wochen vor Hongkong.

GENTING DREAM, Foto: enapress.com

Die neue Explorer-Yacht Crystal Endeavor hat ihr Antarktis-Revier am 5. Februar auch verlassen und von Ushuaia aus Kurs auf Montevideo in Uruguay genommen. Dort ging sie am 10. Februar auf der Außenrede im Rio de la Plata vor Anker. Der Insolvenzverwalter hat für die kommende Woche neue Informationen angekündigt.

Die fünf Flussschiffe der Reederei liegen derzeit noch im Winterlager. Auch hier ist noch unklar, ob es im Mai einen Saisonstart geben wird.

Zur Suche nach einem Ausweg sollen die Banken der Reederei bereits auf der Suche nach einer günstigen Lösung für den Betrieb sein. Hier wird der Name von V.Ship genannt. Der britisch-amerikanische Konzern mit Schwerpunkt auf maritimen Dienstleistungen betreut weltweit für Reeder 2200 Schiffe mit 44000 Seeleuten.

Zum Portfolio von V.Ships gehört die komplette Palette des Betriebs. Ein Geschäftsfeld ist die korrekte Betreuung von Aufliegern.

Nach Berichten vor allem amerikanischer Medien sind die Geschäftsräume der Reederei seit kurzem geschlossen. Ein offizielles Statement von Crystal Cruises steht bis heute aus. Die Zukunft der Crew auf den Schiffen ist derzeit ungewiss, ein Teil soll in diesen Tagen von den Schiffen nach Hause geflogen werden. FB

Crystal-Schiffe ankern vor Freeport

Die beiden Kreuzfahrtschiffe Crystal Serenity und Crystal Symphony sitzen fest. Der Grund sind Außenstände von etwa 2,2 Millionen US Dollar aus offenen Rechnungen beim Bunkerlieferanten Peninsular Far East aus Singapur. Um einem Arrest in den USA zu entgehen, sind beide Schiffe vor dem Hafen von Freeport auf den Bahamas vor Anker gegangen. Das Problem: Dort können sie aber auch nicht mehr weg, da die Treibstoffvorräte limitiert sind.

Der Treibstofflieferant hat inzwischen in allen größeren Häfen Anwälte auf die Crystal-Schiffe angesetzt. Bei einem Einlaufen kann dann vor dem lokalen Gericht sofort ein Titel erwirkt und das Schiff in die Kette gelegt werden. Deshalb bleiben die beiden Crystal-Schiffe vorerst wohl auf Reede vor Freeport.

Gründe für die Probleme sind die weiter ungeklärte Zukunft der Genting Hong Kong und der Reederei Dream Cruises. Von der Dream Cruises Flotte fahren zur Zeit nur noch die World Dream ab Singapur und die Explorer Dream ab Keelung (Taiwan). Die Genting Dream ankert auch seit Wochen vor Hongkong. Die neue Explorer-Yacht Crystal Endeavor hat ihre Antarktis-Saison am 5. Februar auch verlassen und von Ushuaia aus Kurs auf Montevideo in Uruguay genommen. Dort wird sie am 10. Februar erwartet. Was danach mit dem erst im Sommer 2021 von den MV Werften abgelieferten Schiff passiert, steht noch nicht fest. Auch für dieses Schiff steht in Montevideo das Auffüllen der Treibstofftanks an. FB

Crystal Cruises stellt Betrieb bis Ende April ein

MV Werften werden überprüft – „Superstar Libra“ liegt weiter in Wismar

Die unklare Lage bei der angeschlagenen Genting-Gruppe trifft auch die Premium-Kreuzfahrtmarke Crystal Cruises. Bis Ende April werden die drei Schiffe der Marke stillgelegt. Die Flusskreuzfahrtschiffe werden den Saisonstart auf Ende Mai verschieben. Eigentlich sollten die Flussschiffe im April starten.

In einer Mitteilung der Reederei heißt es, die Einstellung des Betriebs biete dem Managementteam von Crystal die Möglichkeit, den aktuellen Geschäftsstand zu bewerten und verschiedene Optionen für die Zukunft zu prüfen.

Dabei ist auch eine Lösung aus dem Genting-Konzern die Möglichkeit. In erster Linie geht es aber um die Sicherstellung der Liquidität für den Betrieb der Schiffe. Auch müsse geklärt werden, ob durch Ansprüche von Gläubigern eine Arretierung der Crystal-Schiffe möglich ist. Die in Los Angeles ansässige Marke Crystal Cruises ist eine Tochter der Genting Hong Kong.

Crystal Endeavor, Foto: enapress.com

Crystal betreibt drei Hochseeschiffe und fünf Flusskreuzfahrer. Die beiden großen Premium-Schiffe Crystal Serenity und Crystal Symphony sind aktuell in der Karibik. Die Crystal Symphony wird nach dem regulären Ende der aktuellen Reise am Sonnabend in Miami aufgelegt. Die Crystal Serenity beendet am 30. Januar in Aruba (Niederländische Antillen) ihre aktuelle Reise.

Das erst im Juni von den MV Werften abgelieferte Expeditionsschiff Crystal Endeavor wird nach der Antarktis-Reise am 4. Februar in Ushuaia die Wintersaison beenden und Kurs auf Nordeuropa nehmen.

„Dies war eine äußerst schwierige Entscheidung, aber angesichts des aktuellen Geschäftsumfelds und der jüngsten Entwicklungen bei unserer Muttergesellschaft Genting Hong Kong eine umsichtige Entscheidung“, sagte Jack Anderson, Präsident von Crystal.

Genting Hong Kong ist durch die Zahlungsunfähigkeit der MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern in ein Insolvenzverfahren gerutscht. In der Folge kam es auch bei Genting zu Liquiditätsengpässen und der Handel mit Genting-Aktien wurden eingestellt.

„Crystal ist seit mehr als 30 Jahren ein Synonym für Luxuskreuzfahrten und wir freuen uns darauf, unsere geschätzten Gäste wieder willkommen zu heißen, wenn wir den Betrieb wieder aufnehmen. Wir möchten unseren Gästen und Reiseberatern für ihre unglaubliche Unterstützung in diesen anhaltend herausfordernden Zeiten danken“, so Anderson.

Alle gebuchten Passagiere bekommen den vollen Reisepreis erstattet. Crystal erstattet nach eigenen Angaben den bezahlten Kreuzfahrtpreis vollständig zurück, der automatisch mit der ursprünglichen Zahlungsweise verarbeitet wird, sodass seitens des Gastes keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

SuperStar Libra im Wismarer Westhafen,
Foto: enapress.com

Superstar Libra“ bleibt in Wismar

Durch das Insolvenzverfahren hat sich auch die Verschleppung des Kreuzfahrtschiffes Superstar Libra von Wismar zu einem Abbrecher in der Türkei verschoben. Das Kreuzfahrtschiff hatte Genting 2018 nach Wismar geschickt, damit es dort als Hotelschiff für die am Projekt Global Dream beteiligten Mitarbeiter und Crewmitglieder genutzt zu werden.

Im November war bekannt geworden, dass Genting das Kreuzfahrtschiff zum Abbruch in die Türkei verkaufen wollte. Dabei hatte Genting aber die Rechnung ohne die Export-Auflagen für Abwrackschiffe in Deutschland gemacht. Die Prüfung der zuständigen Behörden dauerten noch an, als der Insolvenzantrag gestellt wurde. Der bereits im November nach Wismar beorderte Hochseeschlepper Fairplay 33 hat Wismar am Freitag nach sechs Wochen Liegezeit ohne die Superstar Libra verlassen.

Die geplante Verschleppung des Kreuzfahrtschiffes wurde abgesagt, da das Schiff jetzt Teil des Insolvenzverfahrens ist. Wann es Wismar verlassen wird, ist weiter unklar.

Foto: Frank Behling

MV Werften werden weiter durchleuchtet

Bei den MV Werften geht die Suche nach einem Ausweg weiter. Insolvenzverwalter Christoph Morgen versucht weiter eine Lösung für die Werft und das unfertige Kreuzfahrtschiff Global Dream zu bekommen.

Das Schiff liegt im Baudock in Wismar und ist inzwischen schwimmfähig. Der Verwalter und sein Team sind weiter bei der Sichtung der Unterlagen. Verwiesen wird bei Fragen auf den 1. März. Dann soll eine Transfergesellschaft stehen und Teile der Belegschaften mit dem Start des Insolvenzverfahrens übernehmen.

Erste Abwanderungen von Ingenieuren gibt es bereits. In Schleswig-Holstein sucht die Werft ThyssenKrupp Marine Systems händeringend Ingenieure für Rüstungsprojekte. So wird gerade ein Team für Fregatten der Marine Brasiliens zusammengestellt.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern könnte möglicherweise im Frühling den unfertigen Neubau als „Sicherheit“ für die Bürgschaften bekommen. 300 Millionen Euro an Bürgschaften sind allein vom Land in dem Projekt eingebunden.

Einen Lichtblick gibt es für die 1900 Mitarbeiter der MV Werften. In der nächsten Woche sollen die Gehälter endlich ausgezahlt werden. Die Agentur für Arbeit zahlt die Gehälter aus dem Insolvenzgeld.

Für Verwunderung sorgte bei der Sichtung der Unterlagen in Wismar auch die Tatsache, dass die unfertige Global Dream bereits seit dem 1. Januar 2022 für die Genting Cruise Ship Management in Kuala Lumpur registriert ist. Dieser Schritt war möglich, weil Genting sowohl Eigentümerin der Werft und gleichzeitig des Auftrags ist. Normalerweise wird eine Reederei erst dann Eigentümerin eines Schiffes, wenn sie das von ihr bestellte Schiff nach der Fertigstellung und erfolgter Abnahmefahrt vollständig bezahlt hat. FB


Meldung vom 23.01.2022: Arrest-Beschluss für „Crystal Symphony“ erwirkt

Betriebsaussetzung

Crystal Cruises hat nach den finanziellen Problemen der Mutterfirma Genting Hong Kong vorerst den Betrieb eingestellt. Die Hochseeflotte (Crystal Serenity, Crystal Symphony & die Expeditionsyacht Crystal Endeavor) setzt bis Ende April (29.4.) und die Flussschiffssparte Crystal River Cruises bis Ende Mai aus.

Ausschnitt aus dem Statement vom 19. Januar 2022 auf der Crystal Cruises Website:

„Dies war eine äußerst schwierige Entscheidung, aber angesichts des derzeitigen Geschäftsumfelds und der jüngsten Entwicklungen bei unserer Muttergesellschaft Genting Hong Kong eine kluge Entscheidung“, sagte Jack Anderson, Präsident von Crystal.

„Crystal ist seit mehr als 30 Jahren ein Synonym für Luxuskreuzfahrten, und wir freuen uns darauf, unsere geschätzten Gäste bei der Wiederaufnahme des Betriebs wieder begrüßen zu dürfen. Wir möchten unseren Gästen und Reiseberatern für ihre unglaubliche Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten danken.“, heißt es weiter.

Weitere Informationen finden Sie in unserem AN BORD-Newsletter am Freitag.


MV Werften: Dienstag will die Gewerkschaft informieren

Die Beschäftigten der MV Werften sind weiter in Sorge um die Zukunft der Werften. Die Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes Global Dream ist nach jüngsten Medienberichten erneut in Gefahr.

Foto: Frank Behling

Nach Informationen des NDR fehlen 130 Millionen Euro für die Fertigstellung der Gobal Dream, die seit Ende 2019 im Dock der Werft in Wismar liegt. Der Fertigbau der in Warnemünde im Dock liegenden „Global 2“ ist damit erneut auch in Gefahr. Am Dienstag sollen die Beschäftigten der Werften über den Stand der Verhandlungen durch die Gewerkschaft informiert werden.

Die angespannte Lage auf der Werft ruft auch die Gewerkschaft IG Metall auf den Plan. „Es ist unerträglich, dass die Beschäftigten wieder mit Spekulationen in den Medien konfrontiert werden, ohne Klarheit von Geschäftsführung zu erhalten“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Offiziell gibt es keine Stellungnahme der Werft zur Lage. Aus dem Umfeld der Landesregierung wird auf die laufenden Gespräche mit Banken, Bundesregierung und dem Genting Konzern verwiesen, dem die Werften gehören. Die Banken wollen den Weiterbau erst dann finanzieren, wenn es vom Eigentümer auch konkrete Zusagen zur Übernahme der Schiffe gibt.

World Dream, Foto: Frank Behling

Für den Werftstandort Stralsund sind die Würfel demnach bereits gefallen. Das Expeditionsschiff Crystal Endeavor wird keine Schwesterschiffe mehr erhalten.

„Wir brauchen Perspektiven für alle Standorte mit oder ohne Genting. Wenn das Unternehmen für einzelne Standorte keine Zukunft sieht, muss es den Weg für einen Verkauf freimachen. In Bremerhaven gibt es mit der Rönner-Gruppe und in Stralsund mit der Stadt und Nordic Yards mögliche Käufer“, so Friedrich.

Die Gewerkschaft fordert Bund, Land und die MV Werften auf, die Verhandlungen über die Sicherung der Finanzierung für die Gobal Dream schnell abzuschließen, damit die Beschäftigten eine Perspektive haben und der Trend der Abwanderung nicht stärker wird.

Foto: enapress.com

Besonders deutlich sind die Forderungen an den asiatischen Eigner und die Politik. „Es braucht Zusagen von Genting, aber auch der Landes- und Bundespolitik. Durch die Regierungsbildung in Berlin darf es nicht zu Verzögerungen bei der Rettung der Werften kommen“, so der Bezirksleiter. „Wir erwarten, dass es in den Verhandlungen auch um den Weiterbau der „Global 2“ geht. Mit dem Auftrag wird Arbeit an den Standorten gesichert. Bis zu einer Entscheidung muss die Kurzarbeit weiter genutzt werden, um die Beschäftigten an den Standorten zu halten.“  

Die Hoffnungen auf eine Fertigstellung der Kreuzfahrer für den Markt in Asien schwindet aber. Der Grund ist die weiter eingeschränkte Reisemöglichkeiten in Asien. Besonders der chinesische Markt leidet weiter unter den strengen Vorgaben der Regierung.  

Aktuell versucht Genting gerade für die existierende Flotte in Asien eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Die Flaggschiffe Genting Dream und World Dream können bislang nur Kurzreisen mit reduzierter Kapazität von Hongkong und Singapur aus unternehmen. FB

Luxus-Expeditionen zu Pinguinen, Eisbergen und Gletschern

Aviation & Tourism International präsentiert Antarktis-Specials mit der „Crystal Endeavor“ – Außergewöhnliches Schiff mit Sechs-Sterne-Service

Pressemitteilung

Für den bevorstehenden antarktischen Sommer präsentiert Aviation & Tourism International (ATIWORLD) mehrere Reise-Specials an Bord der erst im vergangenen Sommer in Stralsund getauften „Crystal Endeavor“. Das rund 20.000 Tonnen große Schiff mit Sechs-Sterne-Service gilt als die derzeit größte und luxuriöseste Expeditionsyacht der Welt und wird seine Gäste von Dezember 2021 bis Anfang März 2022 zu den faszinierenden Schönheiten des südlichsten Kontinents unserer Erde führen. ATIWORLD offeriert insgesamt sechs Abfahrten einschließlich zahlreicher Extraleistungen wie die Nonstop-Flüge ab/bis Miami und eine Hotelübernachtung in Ushuaia auf Feuerland, dem Abfahrtshafen für die Entdeckerreisen in die Antarktis. 

Crystal Endeavor, Foto: enapress.com

Expeditionsreisen auf höchstem Niveau 

Die zwölf- bis 20-tägigen Antarktis-Expeditionen der „Crystal Endeavor“ führen zunächst durch die Drake Passage und weiter zu besonderen Zielen wie Elephant Island, die Süd-Shettlandinseln, Paradise Bay und natürlich zur antarktischen Halbinsel mit ihren Eisbergen und Gletschern. Auch stehen die Chancen gut, Wale oder Pinguine in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. Die Expeditionsteilnehmer der Reise-Specials von ATIWORLD erleben diese einzigartige Natur und Landschaft an Bord eines Expeditionsschiffes, das keine Wünsche offenlässt. Maximal 200 Gäste werden von den 200 Crewmitgliedern umsorgt. Die Ausflüge finden mit Zodiac-Schlauchbooten und unter der Führung ausgewiesener Experten für die Region statt. Die preisgekrönte, von Michelin-prämierten Köchen inspirierte Küche sowie die erlesene Auswahl an Weinen, Champagnern und Spirituosen runden dieses außergewöhnliche Seereiseerlebnis ab.  

ATIWORLD-Reise-Specials mit vielen Extras 

ATIWORLD bietet die Expeditionen als Paket zusammen mit den Nonstop-Flügen ab/bis Miami, je einer Hotelübernachtung in Miami und Ushuaia, den Transfers zum/vom Schiff sowie einem exklusiven Bordguthaben von 1.000 US-Dollar an. Preisbeispiel: Die Reisen ab 9. Dezember 2021, 4. Januar 2022 und 3. Februar 2022 mit elf Übernachtungen an Bord der „Crystal Endeavor“ kosten pro Person in der Deluxe-Veranda-Suite (2er Belegung) ab 15.790 Euro. 

Auf Wunsch organisiert der renommierte Reiseveranstalter auch die Anreise ab Deutschland, Österreich und der Schweiz, ebenso einen Aufenthalt in Florida zum Sonnetanken vor oder nach der Antarktisexpedition. Darüber hinaus arbeitet ATIWORLD mit ausgewählten Reisebüros zusammen. 

Weitere Informationen zu den Antarktis-Reise-Specials mit der „Crystal Endeavor“ erteilt ATIWORLD unter Telefon +49 (0)6023 917150 sowie per E-Mail an info@atiworld.de.

Text: PM ATIWORLD

Crystal Endeavor Rendezvous with Crystal Serenity in The Bahamas

Pressemitteilung

The world’s newest and most luxurious expedition vessel Crystal Endeavor rendezvoused with Crystal Serenity in a historic meet-up of Crystal ships off the coast of The Bahamas.

Crystal Endeavor is on its inaugural sailing from Miami – a special two-day preview voyage for travel partners and members of the press – while Crystal Serenity is on the last leg of a week-long Luxury Bahamas Escape cruise that departed Miami on Oct. 18. Crystal Endeavor will depart PortMiami Monday on a nine-day cruise en route to San Juan then spend the winter season in Antarctica where it will offer a series of 11- to 19-night Remote Expedition voyages. Crystal Serenity continues her 7-night cruises in The Bahamas through Nov. 8.

Video: Youtube/Crystal Cruises

With the company’s signature song, “What a Wonderful World,” serenading guests, the new 20,200-GRT expedition yacht encircled Crystal Serenity with guests of both vessels waving enthusiastically during the meet-up as the captains saluted each other via multiple blasts of the ships’ horns.

As the world’s newest and most luxurious expedition yacht, the 200-guest, German-engineered Crystal Endeavor offers a number of industry “firsts,” including the only expedition ship to feature a Japanese restaurant, the first expedition ship to feature a casino, the only expedition ship with a two-story glass-enclosed solarium for nature viewing, largest lead-in suites in the industry, and a staff to guest ratio of one-to-one – the highest in the industry, delivering the personal and genuine service for which Crystal is known.

A leader in unrivaled luxury cruising for 30 years, Crystal distinguishes its ships and its voyages with fine details and nuances that make a big impact for discerning travelers. All-inclusive experiences with globally inspired dining; unlimited pours of fine wines, beers and premium spirits; diverse enriching pursuits both onboard and ashore; and an unwavering standard of genuine, personal service for each guest underscores the Crystal difference.

Text: PM Crystal Cruises

Wasserfälle und Sushi

Eine Reise mit diesem Schiff rund um Island ist eine Entdeckungsfahrt für alle Sinne – Naturerlebnisse inklusive. Eine exzellente Mischung von Zodiac-Abenteuer, Luxushotel und Haute Cuisine. Michael Wolf über die der CRYSTAL ENDEAVOR.

Wer die CRYSTAL ENDEAVOR betritt, den erwartet anfangs kein riesiges Atrium, sondern eher etwas Understatement für ein so großes Expeditionsschiff: Die schöne Gangway bringt ihre Besucher direkt zum zentralen „Boulevard“ des Schiffes auf Deck 5, dem „Seahorse“, also Seepferdchen-Deck. Hier befinden sich Richtung Bug die moderne Rezeption, das Bistro mit seinem Marmorboden und Sitzmöbeln in modernen grün- und blau-Farben (in dem ganztägig Snacks und Suppe an einem Bedienbuffet bereit stehen) mit Bar (die nachmittags eine gute Eiscreme-Auswahl bietet), und das gut ausgestattete Hospital.

Richtung Heck liegen­ die Behandlungsräume des Spas, das eine ganze Palette unterschiedlichster Massagen und Treatments anbietet. Dahinter liegt ein wirklich gut bestückter Fitnessraum, in dem täglich Pilates- oder andere Fitnesskurse von Sportdirektor Victor angeboten werden, sowie die erstaunlich große Boutique. Am Ende des Ganges befindet sich eines der Schmuckstücke des neuen Schiffes, das bei unserem Besuch zwar schon bei einem Cocktail vorgestellt wurde, aber noch nicht operationell war: das Solarium. Schon von außen sind die verglasten Wände am Heck, die sich über zwei Decks erstrecken, ein markantes Wahrzeichen der CRYSTAL ENDEAVOR.

Von innen bieten sie ungehinderte Sicht in fast alle Richtungen. Zentraler Punkt ist der Pool, dessen Boden nach Leerung auf das normale Bodenniveau gebracht werden und als Tanzfläche oder als Platz für Empfänge genutzt werden kann. Im Restaurant (Marketplace) wird es hier ganztägig kleine Speisen und Snacks auf zwei Decks geben. Ein sehr schöner kleiner Deckbereich aussen direkt am Heck sowie einige Relax-Steinliegen werden das Solarium sicher insgesamt zu einem Hot Spot der CRYSTAL ENDEAVOR machen.

Überhaupt hat dieses Schiff wirklich schöne und vor allem­ sehr großzügige Aussenbereiche. Auf Deck 5 lässt sich das Schiff (fast) umlaufen – während man um das Heck herumgehen kann, steigt der Weg nach vorn auf der rechten Seite zum ein Deck höher gelegenen Sonnendeck mit originellen Holz-Bänken, einem Jacuzzi mit Panoramasicht und vor allem einem kleinen Vistapoint ganz vorn an der Bugspitze mit Titanic-Feeling.

Rund ums Schiff geht es aber auf Deck 10 – auch mit einem Jogging Track. Hier liegt noch eine kleine Bar mit Sitzgruppen und Liegestühlen um eine erfrischende Dusche­ im modernen Glas-Styling am Bug. Also Platz ohne Ende – und auf dem Helikopterdeck könnte man letztendlich bequem Tennis spielen….

… Lesen Sie weiter in der aktuellen AN BORD.

Bildergalerie zur CRYSTAL ENDEAVOR
Bildergalerie Island

Fotos und Videos: enapress.com

Crystal Guests Embark Crystal Endeavor in Reykjavík for Maiden Expedition Voyage

Pressemitteilung

Crystal Guests Embark Crystal Endeavor in Reykjavík for Maiden Expedition Voyage

All-veranda, all-butler serviced expedition yacht will depart Sunday, July 18 on inaugural 10-night circumnavigation of Iceland

Today, the officers and staff of Crystal Endeavor welcomed their first guests in Reykjavík, Iceland for the expedition yacht’s maiden voyage, a 10-night circumnavigation of IcelandThe inaugural voyage marks the first in a series of five Luxury Iceland Expedition sailings round-trip from Reykjavík exploring Iceland’s dramatically beautiful and fascinating locales and featuring expedition experiences from Zodiac adventures to kayaking excursions launched directly from the ship.

Foto: Roger Pimenta

“This is an incredible moment for the entire Crystal Family as we watch Crystal Endeavor embark upon her maiden voyage,” said Jack Anderson, president of Crystal. “Our new expedition yacht will take our guests further than ever before on bold adventures to the far corners of the globe and offering explorations, enrichment and immersive experiences beyond anything they’ve experienced before. The ship features spaciousness, personal service and luxury for our guests with safety and responsible stewardship of the world’s oceans at the forefront.”

Foto: Roger Pimenta

The 20,200 GRT Crystal Endeavor is the most spacious, fastest and most powerful expedition ship in the industry and the first polar class luxury expedition yacht “Made in Germany” featuring a PC6 classification that enables her to sail in Arctic and Antarctic waters. At 100 gross tons and 10,000 cubic feet per guest and a passenger space ratio of more than 100, she has the largest space per guest of any ship at sea. Designed to offer discerning travelers elegantly expansive private and public spaces, the ship accommodates just 200 guests in 100 well-appointed all-verandah, all-butler serviced suites, among the largest and most spacious in expedition cruising. Aone-to-one staff-to-guest ratio delivers the personal and genuine service for which Crystal is known.

The ship’s marina features the “toys” found aboard a private yacht including 18 Zodiacs, a fleet of sea kayaks (14), snorkel gear, and a six-guest submersible and two helicopters in select regions of the world. Exploration equipment aboard the ship includes a Remote Operated Vehicle (ROV) to view the sea at a 300-meter (almost 1,000 feet) depth and a Gimble long-range camera mounted on the mast that can zoom in to view wildlife and scenery over a mile away (90 X zoom).

The camera system shoots 4K video that is streamed directly on the HD TVs throughout the ship including public areas and guest suites, and on the large 65-inch screens in Palm Court, the 86-inch screens in the Expedition Lounge and on the Cove’s video wall, with a massive 218-inch center screen and two 145-inch side screens. Camera operator control locations in the Palm Court and in the Expedition Lounge also offers interactive activity between the camera operator and guests, who can point out sights they would like to see up close.

Foto: Roger Pimenta

All ports of call for Crystal Endeavor’s Iceland voyages feature complimentary excursions led by naturalist experts from the ship’s expedition team including sea kayaking on the waters of the Westfjords in Patreksfjörður, an Arctic Circle walkabout on Grimsey Island, and Zodiac cruising amid mountain landscapes in Djúpivogur. Crystal Endeavor’s expedition leaders and guides for its Iceland voyages include a marine biologist, ornithologist, geologist/glaciologist, historian, two professional photographers, polar expedition specialists and an artist-in-residence who will instruct and encourage guests to capture travel memories with snapshot sketches and drawings.

Crystal Clean+ and Crystal Pristine

Crystal Endeavor departs for her maiden voyage with a fully vaccinated complement of guests and crew. The line has implemented new Crystal Clean+ protocols that address the unique challenges of COVID-19 with measures that include mandatory vaccination for guests and crew, COVID-19 testing at embarkation, and more. Because of the mandatory vaccination requirement, guests are able to explore ashore independently in Iceland. As a reminder, Crystal Clean+ protocols are under continual review based on scientific data and evolving recommendations from local and global authorities.

As part of its ongoing commitment to sailing responsibly through its Crystal Pristine program, the company has equipped Crystal Endeavor to connect to shore power while in port and cleans exhaust emissions through a Selective Catalytic Reductant system. The ship is outfitted with offshore dynamic positioning capabilities, enabling the vessel to remain in one place utilizing GPS and its thrusters, rather than dropping anchor, avoiding any potential damage to delicate reefs.

The ship deploys state-of-the-art underwater sonar technology, providing real-time 3D images of the terrain and activity along the ship’s route up to 1,000 meters ahead of the vessel and to a depth of up to 50 meters, with a mapping range up to eight times the water’s depth. Such vision enables the captain and bridge officers to detect potential hazards and sea life far in advance to navigate appropriately.

Foto: Roger Pimenta

Inaugural Voyages, Iceland, the Arctic Circle and Europe

As the first and only true luxury expedition yacht to restart cruising in the Arctic and Northern Europe, Crystal Endeavor’s maiden voyage sails from July 17 – 27, 2021 as part of a series of 10-night immersive voyages circumnavigating Iceland. The Luxury Iceland Expedition voyages sail round-trip from the ship’s homeport of Reykjavík, affording travelers convenient air options, just six hours from New York City, three hours from London and with frequent non-stop flights from many major cities in the U.S. and Europe. The series will be followed by the 10-night Journey of Vikings: Iceland & Norway from Reykjavík to Tromsø departing September 5, 2021. 

Additional autumn departures include the 13-night Norwegian Fjords & Scottish Isles Exploration from Tromsø to London, departing September 15, 2021, featuring the fjords and UNESCO treasures of Norway and an overnight in Edinburgh, and the 11-night Breton, Bordeaux and Beyond from London to Lisbon departing September 28, 2021, and highlighted by two nights in the heart of Bordeaux and an overnight call in London.

Text: PM Crystal Cruises

Spannend wie ein Krimi: Und Tschüss, „Crystal“!

An Bord des Stralsunder „Traumschiffes“ hautnah dabei

Wer am 10. Juli gegen Mittag an der ehemaligen Volkswerft vorbeigekommen ist, wird sich gewundert haben: Was ist denn da los? Wo es sonst eher ruhig zugeht. Jetzt fällt Peer Schmidt-Walther hier ein ziemliches Gewusel auf.

Autos fahren rein und raus, Frauen und Männer aller Altersgruppen, Kinder. Kontrolliert wird nur sehr oberflächlich, denn man kennt sich anscheinend. Werft-Mitarbeiter und ihre Angehörigen. Alle wollen nur eins: das „Traumschiff“ sehen, wenn es ausläuft.

Da kommt ein Radfahrer mit Warnweste und Rucksack angestrampelt. „Klaus-Peter Wegner“, stellt er sich vor, „ich bin einer der beiden Lotsen. Über 130 Meter Schiffslänge müssen wir zu zweit fahren“. Sein Kollege Jens Hahn wartet schon am Gate. Ob er das Fahrrad mit aufs Gelände nehmen dürfe, fragt Wegner freundlich den Sicherheitsmann. „Nein!“, kommt es barsch zurück. Warum? „Das ist wegen der Vorschrift!“ Der Hinweis auf die ein- und ausfahrenden PKW verfängt nicht. Also geht’s zu Fuß über das weitläufige Gelände.

Schnell noch ein Blick in die große Schiffbauhalle. Da liegen schon Teile der geplanten Crystal Endeavor-Nachfolgerin: Maschinen, Bugstrahlruder und viele weitere Bauteile. Vor einem Getränkewagen steht Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow. Ob er noch bis zum Auslaufen bleibe? „Ich muss gleich zu meinen Werftarbeitern“, meint er nur knapp und ist auch schon entschwunden.

Foto: Christian Rödel

Hoch oben fällt ein über die ganze Schiffslänge gespanntes Abschieds-Spruchband auf: „WE EXPLORE THE WORLD – STRALSUND’S ENDEAVOR“. Frei übersetzt: „Wir entdecken die Welt mit Stralsunds ´Endeavor`“. Auf der Pier drängeln wir uns durch eine herumwuselnde Menschentraube und Berge von Verpackungsmaterial, vor dem Eingang zum Schiff Sicherheitskontrollen, an der Seitenpforte Temperaturmessung, Abgleich anhand der Mitfahrerliste. Maske auf und los. Nur wohin? Keiner weiß Bescheid, bis ein Crewmitglied den Weg zum Fahrstuhl weist: „Bis auf Deck 7, dann noch zwei Treppen“. Die Wände sind noch unverkleidet, mehrfarbige Rohstränge verlaufen sichtbar aus der Höhe in die Tiefe. „´N neues Schiff eben“, meint Jens trocken, „das ist doch normal“.

Wir erreichen endlich die Brücke. „Willkommen im Raumschiff ´Enterprise`!“ grinst Klaus-Peter, „das ist ja Futurismus pur!“ Der finnische Kapitän Jan Rautawaara kommt auf uns zu: „Willkommen an Bord!“ Er hat sich aus einer Gruppe Techniker gelöst, die mit Papieren und Messgeräten herumlaufen, um letzte Einstellungen vorzunehmen.

Es wird spannend

Die beiden Lotsen packen ihre Laptops aus und machen sich mit der hypermodernen Navigationstechnik vertraut. In einer halben Stunde soll es losgehen. Ein Werftkran hebt gerade eine schwere Palette an und setzt sie an Bord ab. Anscheinend gibt es noch mehr zu verladen.

Der Kapitän blickt skeptisch auf seine Uhr: „14 Uhr schaffen wir nicht, wird wohl 15 Uhr werden“. Es wären noch dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände zu laden, die gerade erst angekommen seien, lautet die Begründung. Die Zeit läuft. Kollegen, die mit Booten am Schiff auf und ab fahren, rufen ganz nervös an: „Wann geht´s denn endlich los? Warum dauert das? Wir haben noch andere Termine!“ Lakonischer Kapitäns-Kommentar: „Es wird spannend!“ Aber er bleibt die Ruhe selbst, ein echter Finne eben: „Unsere ´Crystal` will noch nicht weg aus Stralsund!“

Foto: Peer Schmidt-Walther

Auch 15 Uhr verstreicht, ohne das etwas passiert. Der Schlepper Fairplay 20 hat vorn schon angespannt. Immer noch schwingt der Kran Ladung herüber. Die Kollegen-Anrufer werden hektischer: „Was ist denn bei euch los?“ „16 Uhr“ heißt dann die endgültige Parole. Um 15.30 Uhr meldet Lotse Jens Hahn das Schiff bei Stralsund traffic ab. Colin Au, der Vertreter der Eigner-Familie Tan Sri Lim aus Malaysia, tritt schon im Kreis des beiden Werft-Chefs unruhig von einem Bein aufs andere. 15.55 Uhr, englisch-deutsche Durchsage des Kapitäns: „Danke an alle für dieses wunderschöne Projekt!“ 16 Uhr, endlich das ersehnte Kommando: „Leinen los und ein!“ Über die Bordlausprecher tönt Placido Domingo mit dem „Traumschiff“-Abschiedssong: „What a wonderful world, what a wonderful life…“ Fairplay 20 taut an. Alle zucken zusammen, als plötzlich das gewaltig stimmkräftige Typhon losdröhnt: dreimal lang – und Tschüss Stralsund! Viele Arme winken auf der Pier und gegenüber am Nautineum, wo etliche Stralsunder auf den Moment gewartet haben. „She is moving“, meldet die Zweite Offizierin, dass Crystal Endeavor sich von der Pier wegbewegt. Der Auslauf-Krimi ist anscheinend zu Ende. Vor dem Schlepper sorgt ein Boot der Wasserschutzpolizei für den nötigen Abstand der Begleitboot-Armada.

Foto: Peer Schmidt-Walther

6-Sterne-Lotsen-Essen

Rückwärts schleicht der 20.000-Tonner, der mit 450 Millionen Euro Baukosten, pro Kabine zwei Millionen, als das teuerste Kreuzfahrtschiff der Welt gilt, bis zum Becken des Südhafens. Fairplay 20 zieht die hohe Schiffsnase behutsam in die Ziegelgraben-Fahrrinne. „Beginn der Seereise“, notiert der Erste Offizier und meldet, dass die Tonne an Steuerbord frei kommt.

Noch einmal drei sehr lange, tiefsatte Typhondröhner. Winken hin- und herüber. Als der Schleppzug die Kurve vor Devin und die Rügensche Spitze Steinort passiert hat, entschwindet die Stralsund-Kulisse hinter dem Küstenwald. Die Crew schießt letzte Fotos, auch viele Seh-Leute auf dem Steilufer von „Höhe 23“. Dann kehrt wieder Arbeitsalltag ein, denn bis zum Start mit Passagieren am 17. Juli in Reykjavik auf Island gibt es noch jede Menge zu tun für Crew und Handwerker. Sie haben alle freien Kabinen belegt. „Mal sehen, wo ich heute schlafen kann“, fragt sich der Kapitän, dessen Kabine noch hergerichtet werden muss.

Auf der Brücke gespannte Aufmerksamkeit. „Ninety!“, befiehlt Lotse Klaus-Peter, während die Zweite am Ruder sitzend die Order wiederholt. „Starbord twenty!“ Harte Kursänderung auf die Hochspannungsleitung Prosnitzer Schanze – Niederhof zu. Mit der Leitungshöhe gibt es zum Glück keine Probleme. Mit 13 bis 14 Knoten geht die Reise durch den schmalen Strelasund, bis Palmer Ort, die Südwestspitze Rügens am Eingang zum Greifswalder Bodden erreicht wird. „Keine Palmen?“, fragt jemand im Spaß, „aber eine wunderschöne Ecke“, antwortet Lotse Hahn.

19.40 Uhr: Das Ende der schlauchartigen Landtiefrinne naht nach rund 25 Seemeilen. Auch das leuchtend rote Lotsenboot von Freest. Ob wir noch etwas essen möchten?, fragt Kapitän Rautawaara. Aber gern! Carpaccio und Lammfilet stehen auf der 6-Sterne-Speisekarte. Wir genießen das „beste Essen, das es je während einer Lotsreise gab, sogar mit Silberbesteck und Damastservietten“, strahlt Wegner mit Blick auf den Südperd im Sonnenuntergang, „fast schon kitschig dieses romantische Brücken-Menü, fehlt nur noch ein kühles Glas Weißwein“.

Bei der Schiffsbeurteilung bleibt er nüchtern, meint aber trotzdem enthusiastisch: „Ein echter nautischer Mercedes, technisch einwandfrei, einfach optimal.“ Den Kapitän freut’s: „Das wird noch mal ein echter Hammer, dieser Dampfer!“

„Tschüss und gute Reise!“ wünscht man sich gegenseitig, „bis zum nächsten Mal, aber dann mit Gästen!“