Kategorie: Allgemein

Networking trotz 2 G-plus und Sturmwarnung

Foto: Jens Meyer

Auch wenn die Hindernisse durch eine aktuelle Sturmwarnung und die auf 2 G-plus verschärfte Hamburgische SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung zum Anmeldeschluss immer stärker zunahmen: Zu der gemeinsam von Hamburg Cruise Net e.V., dem Verband Hamburger und Bremer Schiffsmakler e.V., der Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH und Hafen Hamburg Marketing e.V. als branchenübergreifende Networking-Veranstaltung organisierten „1. Maritimen Weihnachtsmarkt“ in Sierichs Winterzauber am Hamburger Stadtpark konnten die Veranstalter bei echten Hamburger Schietwetter immerhin noch mehr als 80 der rd. doppelt so viel angemeldeten Gäste aus dem Kreis ihrer Mitglieder begrüssen.

Geimpft oder genesen und getestet nutzen sie in weihnachtlicher Dekoration, gewärmt von Glühwein und Heizpilzen, schließlich unmaskiert das Treffen zu persönlichen Gesprächen, musikalische begleitet vom Shanty-Chor der HHLA, und genossen das weihnachtliche lukullische Angebot von Schmalzgebäck und Crêpes über Kürbis- und Erbsensuppe bis zur Bratwurst und Ofenkartoffel. JPM

Rätselraten um die alte „Costa neoRomantica“

Foto: Frank Behling

Was wird aus der Costa neoRomantica? Das Passagierschiff hat unter seinem aktuellen Namen Antares Experience jetzt den indischen Ozean erreicht und kreuzt seit zehn Tagen vor der pakistanischen Küste. Im Netz kursieren inzwischen unterschiedliche Meldungen.

Die Abwrackwerft aus Gadani Beach kündigte das Stranden des Schiffes zunächst für das Wochenende an. Doch am Donnerstag dann die Überraschung. Der Makler New Choise Enterprises, der das Schiff für den Abbruch gekauft hatte, teilte am 30. November eine Kursänderung mit. Wegen des guten Zustands des erst 2011/2012 umgebauten Schiffes sei eine Nutzung der Antares Experience als Hotel im Hafen von Karachi in Planung. Zeitgleich wurde ein Video mit Innenaufnahmen von Gadani Ship Breaking auf Youtube veröffentlicht.

Am 3. Dezember ist das Schiff dann aber doch auf den Strand gesetzt worden. Mit dem Hochwasser hat die Abwrackwerft zur Verwertung vorbereitet. In direkter Nachbarschaft zur Antares Experience wurde auch die Fähre Asarrah gebeacht, die früher als St. Columba und Stena Hibernia in Nordeuropa eingesetzt war.

Das 1993 von Fincantieri an Costa ausgelieferte Schiff war bis zur Außerdienststellung im Juli 2020 eines der beliebtesten Schiffe bei Costa. Wegen der geringen Größe gab es aber nach der Pandemie für das Schiff bei Costa keine Zukunft.

Der griechische Anbieter Celestyal Cruises kaufte das Schiff und legte es als Celestyal Experience in der Nähe von Athen auf. Nach einem Jahr wurde es erneut verkauft, da auch mittelfristig keine Perspektive für einen Einsatz im Mittelmeer bestand. Mitte Oktober verließ das in Antares Experience umgetaufte Schiff Griechenland. Am 7. November passierte das Schiff den Suezkanal mit unbekanntem Ziel. FB 

MV Werften: Dienstag will die Gewerkschaft informieren

Die Beschäftigten der MV Werften sind weiter in Sorge um die Zukunft der Werften. Die Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes Global Dream ist nach jüngsten Medienberichten erneut in Gefahr.

Foto: Frank Behling

Nach Informationen des NDR fehlen 130 Millionen Euro für die Fertigstellung der Gobal Dream, die seit Ende 2019 im Dock der Werft in Wismar liegt. Der Fertigbau der in Warnemünde im Dock liegenden „Global 2“ ist damit erneut auch in Gefahr. Am Dienstag sollen die Beschäftigten der Werften über den Stand der Verhandlungen durch die Gewerkschaft informiert werden.

Die angespannte Lage auf der Werft ruft auch die Gewerkschaft IG Metall auf den Plan. „Es ist unerträglich, dass die Beschäftigten wieder mit Spekulationen in den Medien konfrontiert werden, ohne Klarheit von Geschäftsführung zu erhalten“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Offiziell gibt es keine Stellungnahme der Werft zur Lage. Aus dem Umfeld der Landesregierung wird auf die laufenden Gespräche mit Banken, Bundesregierung und dem Genting Konzern verwiesen, dem die Werften gehören. Die Banken wollen den Weiterbau erst dann finanzieren, wenn es vom Eigentümer auch konkrete Zusagen zur Übernahme der Schiffe gibt.

World Dream, Foto: Frank Behling

Für den Werftstandort Stralsund sind die Würfel demnach bereits gefallen. Das Expeditionsschiff Crystal Endeavor wird keine Schwesterschiffe mehr erhalten.

„Wir brauchen Perspektiven für alle Standorte mit oder ohne Genting. Wenn das Unternehmen für einzelne Standorte keine Zukunft sieht, muss es den Weg für einen Verkauf freimachen. In Bremerhaven gibt es mit der Rönner-Gruppe und in Stralsund mit der Stadt und Nordic Yards mögliche Käufer“, so Friedrich.

Die Gewerkschaft fordert Bund, Land und die MV Werften auf, die Verhandlungen über die Sicherung der Finanzierung für die Gobal Dream schnell abzuschließen, damit die Beschäftigten eine Perspektive haben und der Trend der Abwanderung nicht stärker wird.

Foto: enapress.com

Besonders deutlich sind die Forderungen an den asiatischen Eigner und die Politik. „Es braucht Zusagen von Genting, aber auch der Landes- und Bundespolitik. Durch die Regierungsbildung in Berlin darf es nicht zu Verzögerungen bei der Rettung der Werften kommen“, so der Bezirksleiter. „Wir erwarten, dass es in den Verhandlungen auch um den Weiterbau der „Global 2“ geht. Mit dem Auftrag wird Arbeit an den Standorten gesichert. Bis zu einer Entscheidung muss die Kurzarbeit weiter genutzt werden, um die Beschäftigten an den Standorten zu halten.“  

Die Hoffnungen auf eine Fertigstellung der Kreuzfahrer für den Markt in Asien schwindet aber. Der Grund ist die weiter eingeschränkte Reisemöglichkeiten in Asien. Besonders der chinesische Markt leidet weiter unter den strengen Vorgaben der Regierung.  

Aktuell versucht Genting gerade für die existierende Flotte in Asien eine dauerhafte Beschäftigung zu finden. Die Flaggschiffe Genting Dream und World Dream können bislang nur Kurzreisen mit reduzierter Kapazität von Hongkong und Singapur aus unternehmen. FB

Erster Silversea-Neubau von Meyer: Brennstart für „Silver Nova“ – Premiere für Brennstoffzelle auf Luxuskreuzer

Foto: Meyer Werft

Mit dem traditionellen Brennstart hat die Papenburger Meyer Werft am 18. November den Bau der Silver Nova gestartet. Bei dem in der kleinen Bauhalle als Werft Nr. S 719 entstehenden Neubau handelt es sich um das erste von zwei Schiffen, mit denen die zur Royal Caribbean-Gruppe gehörende Reederei Silversea Cruises im Rahmen ihres Project Evolution durch eine Vielzahl von Innovationen neue Maßstäbe im maritimen Umweltschutz und der Luxus-Expeditionskreuzfahrt setzen will. Ein Vorvertrag für die beiden Luxuskreuzer war bereits im August 2018 unterzeichnet und 2019 in einen Festauftrag umgewandelt worden. Das 11. Schiff der Reederei und Typschiff der Nova-Klasse soll im Sommer 2023 in Fahrt kommen und die noch namenlose Schwester 2024 folgen.

Animation: Silversea Cruises

Die für 728 Gäste ausgelegten rd. 54.700 BRZ großen Schiffe zeichnen sich durch ein Raum zu Gast-Verhältnis von 75 BRZ aus – das höchste in der Silversea-Flotte. Neben exquisiten Restaurants und dem großzügigen Wellness-Bereich sind vor allem die am Heck angeordneten Achtersuiten mit 270 Grad Blick sowie das Crew/Gast-Verhältnis von 1:1,3 zu erwähnen.

„Wir freuen uns, nun mit dem Bau dieses kleinen und exklusiven Schiffes zu beginnen und unsere lange Partnerschaft mit der Royal Caribbean Group fortzusetzen. Dieser Tag ist ein ganz besonderer für uns, denn erstmals entsteht nun erstmals ein Silversea-Schiff auf unserer Werft“, so der geschäftsführende Meyer Werft-Gesellschafter Bernard Meyer.

Dank eines innovativen Treibstoffkonzepts mit emissionsarmem LNG, einem Brennstoffzellensystem für den gesamten Hotelbetrieb sowie Batterien verfüge das neue Schiff über die bestmöglichen Maßnahmen, um Emissionen zu reduzieren. Schon heute liege der Neubau beim Energy Efficiency Design Index (EEDI) 25 Prozent über den Vorgaben der IMO.

Meyer Werft-Chef Dr. Jan Meyer und Silversea Cruises CEO Roberto Martinoli, Foto: Silversea Cruises

„Bei diesem neuartigen Schiffskonzept kommt unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit aus den vergangenen Jahren zusammen. Und: Natürlich arbeiten wir schon an den Innovationen von morgen für unterschiedliche Schiffstypen“, ergänzt Werftgeschäftsführer Thomas Weigend.

Ergänzend zu den mit verflüssigtem Erdgas (LNG) zu betreibenden Dual Fuel-Hauptmotoren wird ein 4 Megawatt starkes Brennstoffzellensystem als erste große Installation dieser Art in der Kreuzfahrtbranche für die Stromversorgung des Schiffes eingesetzt und den gesamten Hotelbetrieb versorgen. Somit werden Schadstoffemissionen während der Liegezeiten im Hafen vollständig vermieden.

Zusätzlich erhöht ein Batteriesystem durch das Abfangen von Lastspitzen die gesamte Effizienz des Schiffes und reduziert so den Treibstoffverbrauch erheblich. Ein neu entwickeltes Micro Auto Gasification System (MAGS) reduziert das Abfallvolumen an Bord, was zu nochmals geringeren Verbrennungsemissionen führt.

Foto: Meyer Werft

„Zu unserer Strategie gehört es auch, den Schiffbau zur Klimaneutralität zu bringen. Wir sind in den vergangenen Jahren dabei schon die erste Schritte gegangen und machen nun bei diesem Projekt nochmals einen Sprung zu einem kleineren CO2-Fußabdruck.“, stellt Malte Poelmann, Chief Technology Officer der Meyer Gruppe fest. Bereits Ende 2018 hatte Werft bekanntlich mit der AIDAnova das weltweit erste vollständig mit LNG zu betreibende Kreuzfahrtschiff abgeliefert und schon vor Jahren mit einer stationären Brennstoffzellenanlage auf dem Werftgelände sowie auf einem Fährschiff nicht nur Erfahrungen mit dieser Technologie im Versuchsbetrieb gesammelt, sondern ihre Kompetenz in diesem Bereich durch eine strategische Partnerschaft abgesichert. JPM

„Vielfältig, gesund und nachhaltig“

Der 39-jährige Schweizer Robert Kellerhals kam 2013 über Sea Chefs als Executive Chef zu AmaWaterways, avancierte bereits 2014 zum Corporate Executive Chef und 2019 zum verantwortlichen Culinary Director. Zuvor hatte er auf seiner Laufbahn Stationen in mehreren Luxushotels und Sternerestaurats absolviert. Michael Wolf sprach mit ihm über die neuen kulinarischen Trends an Bord.

Robert Kellerhals an Bord von AmaSiena, Foto: enapress.com

Was hat sich hauptsächlich im kulinarischen Konzept seit Beginn der Pandemie bei AmaWaterways geändert?

Wir wollen weg vom Buffet. Stattdessen bieten wir ein kleines Buffet auf dem jeweiligen Tisch an: Eine schön dekorierte Mischung aus Appetizern und Vorspeisen. Der Rest wird à la carte bestellt.

Wir legen dabei Wert auf die Vielfältigkeit, auch beim Thema Allergien, sowie dem Angebot von glutenfreien und laktosefreien Produkten.

Gibt es neue Trends bei den Speisen?

Es wird viel mehr als früher auf Nachhaltigkeit geachtet. Eines der neuen Merkmale liegt auf lokalen und frischen Produkten, wir kaufen auch unterwegs häufig auf Märkten ein und holen frisches Gemüse oder Fisch an Bord.

Wichtig ist auch die Vielfalt: Wir haben jetzt viel mehr vegetarische und vegane anspruchsvolle Gerichte dabei als früher. Statt Pasta gibt es heute mehr Gemüse, mehr Fisch als Fleisch. Fisch benötigt mehr Aufmerksamkeit bei der Zubereitung, ist aber auch leichter. Und wichtig ist eine schöne Dekoration – das Auge isst ja schliesslich mit.

Foto: enapress.com

Gesundheitsbewusste Angebote rücken mehr in den Fokus?

Ja, das beginnt schon am Frühstück. Jeden Morgen gibt es andere Breakfast Bowls mit Früchten, Beeren und Körnern. Das sind richtige Vitamin-Booster, um den Tag zu beginnen.

Foto: enapress.com

Auch beim Lunch werden täglich frische Salate für den Gast zubereitet und ebenso wie leckere regionale Gerichte täglich in der Show Küche.

Und die lokale Kulinarik findet mehr Beachtung?

Genau. Je nach Region kochen wir auch Spezialitäten von dort wie zum Beispiel Flammkuchen in Strassburg oder Wiener Schnitzel an der Donau.

In welchen Bereichen sehen Sie sich als Vorreiter gegenüber den Angeboten anderer Reedereien?

Ich denke, was uns abhebt von der Konkurrenz, ist das wir sehr frisch und saisonal kochen. Auch werden unsere Menüs der Saison angepasst und alle zwei Monate abgeändert.

Wir folgen neusten Trends, um sicherzustellen, das unsere Gäste jedes Mal ein kulinarisches Highlight erleben.

Unter Dampf und Segeln

Die Hammonia war nach der Stadtgöttin der Hansestadt Hamburg benannt. Sie gehörte zu den ersten Schiffen, die Auswanderer unter akzeptablen Bedingungen nach Amerika brachten.

Repro: U. Horn

In Hamburg ist heute ein Fahrgastschiff namens MS Hammonia unterwegs. Es ist, Baujahr 1993, sehr beliebt, weil es von schicker Eleganz ist. 300 Passagiere haben Platz auf dem Schiff, das immerhin knapp 90 Meter lang ist. Es gibt ein Büfett, ausgewählte Speisen, einen Barbereich, Musik und eine Sprechanlage, und wenn Gruppen darauf sind, wird schon auch mal das Tanzbein auf einer vorgesehenen Fläche geschwungen. Die Technik ist auf dem neuesten Stand, die Motoren sind leise, die Fahrt geht zügig durch Hafen und Kanäle.

Das alles war für eines der ersten Schiffe mit dem Namen Hammonia noch nicht möglich. Es hatte zwei Segelmasten und wurde als Dampfschiff mit Kohle betrieben. Es gab einen Speiseraum, zünftiges Essen und etwas Alkohol an Bord, aber weder Musik noch eine Sprechanlage und getanzt wurde ohnehin nicht auf dem schwankenden Schiff. Es ging schließlich nur um den Transport von Menschen zwischen Hamburg und New York.

Hammonia ist der lateinische Begriff für Hamburg. Am Rathaus wird die Stadtgöttin über dem Haupteingang auf dem Thron sitzend gezeigt. Sie ist in Gewändern aus Hermelin gekleidet und erscheint als tatkräftige Person vor vergoldetem, purpurrotem und blauem Hintergrund. Auf dem Kopf trägt sie eine Krone, in der rechten Hand hält sie einen Lorbeerkranz und ihre linke Hand ruht auf einem Steuerrad. Sie ist die sichere Schutzgöttin für Passagiere und Schiffsbesatzungen.

Im 18. Jahrhundert wurde Hammonia vom Komponisten Georg Philipp Telemann bei Festlichkeiten musikalisch unterstrichen als starke Frau, die alles in der Hand hat. Sie gilt auch in anderen Städten als fürstliche Landesmutter, so in Rom, in Griechenland und im alten Orient. Am stärksten aber wohl in Hamburg, in der Stadthymne von Albert Methfessel „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ heißt es: „Hammonia, oh wie herrlich stehst du da.“

Die Hammonia war seit 1867 im Dienst der Reederei HAPAG im Einsatz auf der Nordatlantikstrecke. Als Teil einer Schiffsklasse, die zwischen 1866 bis 1874 entstand und Hammonia-Klasse genannt wurde. Insgesamt elf Schiffe, zu denen die Cimbria oder die Germania gehörten, bei der HAPAG galt sie als zweite Generation der Dampfschiffe ab 1850. Die Schiffe waren in der Regel zwischen Mai und Oktober im Dienst und stets gut gebucht. Alle wurden von der Werft Caird & Company im schottischen Greenock gebaut. Von den vorherigen Schiffen der HAPAG unterschieden sich in der Elfer-Klasse die neuen Dampfer durch eine mehr gerade ausgerichtete Form des Bugs und der Anzahl der Masten. Die Hammonia trug auf ihrem Rumpf nur noch zwei Segelmasten.

Am Beispiel der Hammonia lässt sich erklären, was die Reederei HAPAG geleistet hat, als sie geordnete Überfahrten für Auswanderer organisierte. Mehr als 90 Prozent derer, die in die Neue Welt wollten, wählten die Überfahrt auf Segel- oder Dampfschiffen. Es waren vor allem Flüchtlinge, sie rissen das „Wochenblatt zur Allgemeinen Auswanderungs-Zeitung“ den Vertreibern aus den Händen. Viele von ihnen kamen aus meerfernen Regionen, sie wussten nichts von der Schifffahrt, kannten auch nicht Berichte über das Leben in Amerika, die Bestimmungen und rechtlichen Vorgaben dort. Sie wollten einfach nur weg aus ihren schwierigen Lebensbedingungen, verbunden mit viel Armut.

Die Auswanderer hatten einige Klippen zu überwinden, zunächst den Weg an die Seehäfen, wie Bremen und Hamburg, aber auch Antwerpen, Rotterdam und Le Havre. Die Eisenbahn gab es schon, aber längst nicht überall, so dass die Auswanderungswilligen eine lange und beschwerliche Route Abreisehäfen absolvieren mussten. Das Gros dieser Menschen bewegte sich mithilfe einer Postkutsche oder eines Pferdewagens, die Armen gingen zu Fuß mit Kind und Kegel sowie Gepäck dorthin. Auch die Anfahrt auf der Elbe wurde genutzt. Sie verließen die deutschen Länder, weil sie – zumeist in der Landwirtschaft tätig – nicht mehr ihre Familien durchbringen konnten.

Unterwegs wurden sie nicht selten beraubt oder bestohlen. Mit ihrem knappen Geld versuchten sie, auf ein Schiff zu kommen, in der Mitte des 19. Jahrhunderts mussten sie die Kosten dafür noch ausschließlich mit den Kapitänen der Schiffe aushandeln. Spezielle Auswandererschiffe gab es noch nicht, wie die Überfahrt gelingen würde, war ungewiss. Geldgierige Kapitäne von Frachtschiffen fuhren mehrere Häfen an, um möglichst viel Profit zu erzielen. Zudem war die Abreise vom Wetter abhängig und konnte sich auf unbestimmte Zeit verzögern. Das kostete die Reisewilligen sehr viel Geld, manche mussten zurückbleiben, weil ihre Finanzen nicht ausreichten.

Die Schiffe waren für Passagiere notdürftig eingerichtet. Die allermeisten Auswanderer konnten sich keine Kajüte in der Zweiten oder gar Ersten Klasse leisten, sie mussten die Zeit der Überfahrt im Zwischendeck aushalten, einem Einbau zwischen Laderaum und Oberdeck. Anstatt Betten gab es nur einfache Holzverschläge, Matratzen, Bettzeug, Geschirr und Verpflegung hatten Reisende mitzubringen. Zudem waren sie nicht selten in Lebensgefahr, weil sie inmitten ihres Gepäcks aber auch der Ladung ausharren mussten. Weil die Atlantik-Überquerung mit Segelschiffen mehrere Wochen dauerte, starben viele Auswanderer an Hunger und Krankheiten. Ab den 1850er Jahren konnte der Einsatz der Dampfschiffe die Reisezeit auf zwei bis drei Wochen verringern, die Todesfälle wurden sehr viel weniger.

Wenn das Wetter schlecht war, blieben die Luken zum Deck geschlossen, es konnte nicht gelüftet werden. In einer solchen Unterbringung waren schwache Menschen dem Ersticken nahe. Die Menschen waren eingepfercht, es drohten gesundheitliche Probleme, es kam sogar zu Epidemien. Ein weiteres Problem war die häufige Seekrankheit, die Schiffe waren nicht stabilisiert. Die Hoffnung vieler Auswanderer auf ein besseres Leben verlor unter diesen Umständen ihre Berechtigung. Erst 1897, übrigens, zwang das „Reichsgesetz über das Auswanderungswesen“ die Schiffseigner, menschenwürdige Zustände auf den Schiffen zu garantieren.

Die 1847 gegründete Hamburg-Amerikanische Packet- und Actiengesellschaft (HAPAG) gehörte zu den ersten Reedereien, die soziale Bedingungen einbrachte. Die Kosten wurden korrekt geregelt, ab 1856 bezahlten Passagiere der Dritten Klasse für die Überfahrt 160 bis 200 Mark, die im Zwischendeck 130 bis 160 Mark. 1858 kam es zu einem schweren Rückschlag, die Austria, ein Schiff der Hamburger Reederei, verunglückte, 449 Menschen bezahlten das mit ihrem Leben.

Die Hammonia, die am 8. Dezember 1866 zu Wasser gelassen wurde, war 103,6 Meter lang, ihre Tonnage lag bei 3035 BRT. 1878 wurde der Dampfer an die Russische Freiwillige Flotte (Dobroflot) verkauft, dort wurde sie umbenannt in Moskwa.

Am 6. Juni 1882 kam es am östlichsten Punkt Afrikas, dem Kap Guardafai, das heute zu Somalia gehört, nahe dem Zugang zum Golf von Aden zu einer Katastrophe. Der 275 m hohe Gardaf ist in der Schiffshistorie berüchtigt wegen seiner gefährlichen Klippen und zahlreicher Schiffbrüche. Bei 11°50 nördlicher Breite und 51°17 östlicher Breite ging der Dampfer durch Strandung verloren.

Roland Mischke, maritimes Lektorat: Jens Meyer

Flusskreuzfahrtbranche für mehr Koordination der Einreise-Restriktionen

Auch wenn sich die Flusskreuzfahrtbranche zum Ende der verkürzten Saison 2021 über eine deutliche Belebung der Aktivitäten in diesem Jahr freuen kann, wünscht sie sich mehr Koordination zwischen den verschiedenen Ländern entlang der Flüsse. Die Erwartungen für die Saison 2022 sind trotz weiterhin bestehender Unsicherheiten positiv.

Trotz Belebung Auslastung zu niedrig

Wie die in Basel ansässige Interessengemeinschaft IG RiverCruise e.V. (IGRC) – sie vertritt die Betreiber bzw. Anbieter von 358 Flusskreuzfahrtschiffen und damit rd. 90 Prozent des europäischen Marktes – in einem Rück-und Ausblick feststellt, erfolgte der Saisonstart nicht nur verspätet, sondern wurde vor allem von den Anbietern mit Gästen aus den USA von März auf Juli oder noch später verschoben. Dies wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen, die dann aber im Sommer schrittweise gelockert werden konnten. Im Vergleich zum Vorjahr ist man jedoch froh, wieder Gäste an Bord zu haben, auch wenn die meist niedrige Auslastung den finanziellen Schaden nur etwas begrenzt. Eine der grössten Schwierigkeiten war es, den Überblick über die doch teils sehr verschiedenen Massnahmen und Einreisebestimmungen der Länder entlang der Flüsse zu behalten. Dies habe nicht selten zu Verwirrungen, auch unter den entsprechenden Behörden, und teils kurzfristigen Anpassungen der Fahrpläne geführt, wie sich sich jüngst am Beispiel von Österreich und Bayern manifestiert. „Es wäre in der Zukunft sehr wünschenswert, wenn eine Koordination zwischen den Ländern stattfinden würde, auch im Interesse der Wirksamkeit solcher Massnahmen“, so die IG RiverCruise.

Nachfrage nach Flusskreuzfahrten ungebrochen hoch

Das Covid-Schutzkonzept der IGRC auf den Schiffen habe sich bewährt und es sei nur vereinzelt zu Ansteckungen oder sogar Ausbrüchen gekommen. Da die Hygienekonzepte an Bord der Schiffe schon vor der Pandemie auf einem sehr hohen Niveau waren, habe man mit einigen zusätzlichen Massnahmen die erforderliche Sicherheit für Gäste und Crew sicherstellen können. Es sei nach wie vor sicherer, eine Flussreise zu unternehmen, als zu Hause einkaufen zu gehen. Die Nachfrage nach Flussreisen im nächsten Jahr ist jedoch ungebrochen hoch und die Reiseanbieter im In- und Ausland bereiten sich deshalb auf eine positive Saison 2022 vor. JPM

Tiefer Fjord

Nicht nur der Fjord, an dem Teile dieses Thrillers spielen, ist tief. Auch die Abgründe, die sich bei den einzelnen Beteiligten in ihrem Leben auftun. Noch eindrücklicher wird dies dadurch, dass die Autorin alle wichtigen Protagonisten in Ich-Form erzählen lässt.

Cover-Foto via Verlag

Die Story, die Auftakt zu einer Trilogie werden soll, handelt von Clara, einer Politikerin und Ministerialbeamtin, die ein Gesetz vorbereiten will, dass misshandelten Kinder früher helfen soll. Ihr Ehemann Haavard entdeckt einen solchen Fall in seiner Funktion als diensthabender Arzt in einer Klinik in Oslo. Der pakistanisch-stämmige Vater des kleinen Jungen, der Spuren von Misshandlungen aufweist, wird kurz darauf erschossen aufgefunden.

Es bleibt nicht bei einem Mord – und der Arzt Haavard gerät ins Visier der Ermittler. Clara, die ihre politische Karriere sichern will, muss ihm helfen. Sie selber hat auch einige dunkle Flecken in ihrer Vergangenheit.

Die 43-jährige Autorin Ruth Lillegraven ist eigentlich durch Lyrik, Kinderbücher und Gedichtsammlungen bekannt geworden. Es ist ihr zweiter Roman. Sie hat lange im norwegischen Verkehrsministerium gearbeitet. Das könnte die profunde Kenntnis der Backstage-Situationen in der Politik erklären, in die ihre Leitfigur Clara gerät. Hoffentlich ist es aber nur reine Fiktion…

„Tiefer Fjord“ von Ruth Lillegraven. ISBN: 9783471360415, Preis: 16,99 Euro, Verlag: List, www.ullstein-buchverlage.de

MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique feiern Fortschritte beim Bau der zwei umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffe der nächsten Generation

Pressemitteilung

  • Heute fand das Aufschwimmen der MSC World Europa, dem ersten LNG-Schiff von MSC Cruises, statt
  • Die Reederei feierte auch die Münzzeremonie für die ebenfalls mit LNG betriebene MSC Euribia, eines der umweltfreundlichsten modernen Schiffe, das je in Frankreich gebaut wurde
  • MSC Cruises und die Werft Chantiers de l’Atlantique bestätigten die Installation einer Pilotanlage für Brennstoffzellen an Bord der MSC World Europa  

Die Kreuzfahrtsparte der MSC Group und die Werft Chantiers de l’Atlantique haben heute zwei wichtige Meilensteine beim Bau der nächsten Generation umweltfreundlicher Kreuzfahrtschiffe gefeiert: Die MSC World Europa und die MSC Euribia werden die ersten LNG-betriebenen Schiffe sein, die im nächsten Jahr in die Flotte von MSC Cruises aufgenommen werden. Dies entspricht einer Investition von drei Milliarden Euro in Schiffe mit LNG (Liquified Natutal Gas) inklusive der World Europa II, deren Bau Anfang 2023 beginnen soll.  

Foto: MSC Cruises

Die Schiffe spielen eine wichtige Rolle bei der Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen. LNG ist der bei weitem sauberste Schiffskraftstoff, der derzeit in großem Maßstab verfügbar ist. Er eliminiert praktisch alle lokalen Luftschadstoffemissionen wie Schwefeloxide (99 Prozent), Stickoxide (85 Prozent) und Feinstaub (98 Prozent). Was die Emissionen mit globaler Auswirkung angeht, so spielt LNG eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung des Klimawandels. Die Motoren dieser beiden Schiffe haben das Potenzial, die CO2-Emissionen im Vergleich zu Standardkraftstoffen um bis zu 25 Prozent zu senken. Darüber hinaus wird diese Energiequelle mit der späteren Verfügbarkeit von Bio- und synthetischem LNG einen Weg zur Dekarbonisierung des Schiffsbetriebs eröffnen.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, sagte: „Der heutige Tag ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einem emissionsfreien Schiffsbetrieb bis 2050. Nach Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro kündigen wir den Bau von nicht nur einem, sondern gleich zwei LNG-betriebenen Schiffen der nächsten Generation an, die uns unserer Vision einer emissionsfreien Kreuzfahrtindustrie immer näher bringen. LNG ist der sauberste Kraftstoff, der derzeit in großem Umfang für unseren Betrieb zur Verfügung steht, und steht an der Spitze der bedeutenden Energiewende, die wir durchlaufen müssen.“

„Wir haben noch viel zu tun, aber ich freue mich, dass wir trotz der Pandemie, mit der wir in den letzten zwei Jahren konfrontiert waren, zusammen mit unseren Partnern bei Chantiers de L’Atlantique diese neuen LNG-Schiffe auf den Markt bringen können – die ersten, die jemals in Frankreich gebaut und die auch potenzielle neue Brennstoffzellentechnologien einführen werden, um sie noch effizienter zu machen. Jetzt müssen wir noch größere Schritte machen und dazu brauchen wir die kontinuierliche Unterstützung unserer Zulieferer, Partner und Regierungen. Wir müssen alle zusammenarbeiten, um unsere grüne Zukunft zu verwirklichen.“

Laurent Castaing, General Manager, Chantiers de l’Atlantique, fügte hinzu: „Es ist in der Tat ein ganz besonderer Moment, den wir heute erleben. Nicht nur, weil es sich bei diesen Schiffen um das 15. bzw. 16. handelt, das wir für MSC Cruises bauen – ein Beweis für die hervorragende Qualität der Beziehung, die wir seit den 90er Jahren zwischen unseren beiden Unternehmen aufgebaut haben – oder weil sie zu den größten und besten Schiffen auf dem weltweiten Kreuzfahrtmarkt gehören werden. Sondern auch und vor allem, weil sie einen Riesenschritt in Richtung der Kreuzfahrtschiffe der Zukunft darstellen. Bei ihrer Auslieferung werden sie die beste CO2-Bilanz auf dem Markt haben, was die Emissionen pro Passagier und pro Tag angeht.“

Bild: MSC Cruises

Pilotanlage für Brennstoffzellen

MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique haben heute außerdem die Installation einer Pilotanlage für Brennstoffzellen an Bord der MSC World Europa mit dem Namen „Blue Horizon“ bestätigt. Die Technologie nutzt Flüssigerdgas (LNG) um Treibstoff in Elektrizität umzuwandeln und erzeugt Strom und Wärme an Bord – mit einem der höchsten Wirkungsgrade aller heute verfügbaren Energielösungen. Es ist das erste Mal, dass eine LNG-betriebene Brennstoffzelle auf einem Kreuzfahrtschiff eingesetzt wird. Die von Chantiers de l’Atlantique und MSC Cruises ausgewählte Brennstoffzellentechnologie ist die von Bloom Energy entwickelte „Solid Oxide Fuel Cell“ (SOFC). 

Die SOFC wird den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu einem herkömmlichen LNG-Motor um weitere 30 Prozent reduzieren, ohne dass Stickoxide, Schwefeloxide oder Feinstaub ausgestoßen werden. Ein weiterer Vorteil ist die Kompatibilität mit LNG und verschiedenen kohlenstoffarmen Kraftstoffen wie Methanol, Ammoniak und Wasserstoff. Dieses Projekt bildet den Grundstein für künftige größere Anlagen und den Beginn einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique bei der Forschung und Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie.

Die traditionelle Münzzeremonie fand anlässlich der Kiellegung des zweiten LNG-angetriebenen Schiffes von MSC Cruises, der MSC Euribia, statt. Es ist eines der umweltfreundlichsten Schiffe, die in Frankreich gebaut werden. Anne Claire Juventin, Verantwortliche für die Qualitätskontrolle bei den Chantiers de l’Atlantique, und Valentina Mancini, Brand Managerin von MSC Cruises, legten als Patinnen stellvertretend für den Schiffseigner und die Werft die Tradition zwei Münzen als historisches Zeichen des Segens und des Glücks unter den Kiel.

Das Aufschwimmen der MSC World Europa, die das erste LNG-betriebene Schiff der MSC Cruises Flotte sein wird, fand in der Werft in Saint-Nazaire statt, wo sie nun in ein Schwimmdock verlegt wird, in dem die Arbeiten bis zu ihrer Auslieferung im November 2022 fortgesetzt werden.

MSC World Europa – ein Kreuzfahrterlebnis der nächsten Generation

Die MSC World Europa ist das erste Schiff der bahnbrechenden MSC World Class, einer brandneuen Schiffsklasse, die eine völlig neue Plattform für Kreuzfahrten bietet. Mit zukunftsweisenden Technologien für die Schifffahrt und das Gästeerlebnis an Bord wird die MSC World Europa das Kreuzfahrterlebnis mit einer Vielzahl von noch nie dagewesenen Konzepten und kreativen Bereichen neu definieren. Das bahnbrechende Design zeichnet sich durch ein Y-förmiges Heck aus, das zur beeindruckenden 104 Meter langen, halb offenen, halb überdachten Europa-Promenade mit atemberaubendem Meerblick führt. Neue Balkonkabinen überblicken die Promenade, deren architektonisches Herzstück The Venom Drop @ The Spiral ist, eine 11 Decks hohe Rutsche, die längste auf See.

Das Gästeerlebnis zeichnet sich durch eine Welt unterschiedlicher Erlebnisse und Bereiche aus, vom ruhigen Zen-Bezirk über die lebhafte Promenade mit Unterhaltung, Geschäften und Bars bis hin zu einem separaten und Familienbereich mit zehn neuen Einrichtungen für Kinder. Mit 21 Bars und Lounges und 13 Restaurants auf höchstem Niveau bietet die Gastronomie an Bord eine ganze Reihe Innovationen. Dazu gehören die Chef’s Garden Kitchen, die sich auf geschmackvolle Microgreens konzentriert, und La Pescaderia, ein traditioneller Meeresfrüchte-Grill mit Sitzplätzen im Freien. Auch beliebte Restaurants wie das Butcher’s Cut, der Kaito Teppanyaki Grill, eine Sushi Bar und Hola! Tacos & Cantina werden wieder dabei sein.

Die MSC World Europa wird ab Dezember 2022 ihre ersten Gäste begrüßen und ihre erste Saison in der Golfregion verbringen, um den Gästen das ultimative Winterkreuzfahrterlebnis zu bieten. Die Gäste können 7-Nächte-Kreuzfahrten von Dubai zur nahegelegenen modernen Metropole Abu Dhabi, zur Insel Sir Bani Yas, nach Dammam in Saudi-Arabien, zur Al-Ahsa-Oase, einer UNESCO-Weltkulturerbestätte, und nach Doha, der futuristischen Hauptstadt von Katar, genießen, bevor sie nach Dubai zurückkehren und dort eine Nacht im Hafen verbringen, um die Stadt mit all seinen Highlights zu erleben.

Die MSC World Europa verlässt Dubai am 25. März 2023 und nimmt dann Kurs auf das Mittelmeer. Im Sommer 2023 fährt sie auf 7-Nächte-Kreuzfahrten die italienischen Häfen Genua, Neapel und Messina sowie Valletta auf Malta, Barcelona in Spanien und Marseille in Frankreich an.

MSC Euribia – ein Symbol des Respekts für die Ozeane

Die MSC Euribia wird eines der ökologisch fortschrittlichsten Schiffe in der Flotte von MSC Cruises sein und ist nach der antiken Göttin Eurybia benannt, die Winde, Wetter und Sternenbilder nutzte, um die Meere zu beherrschen. Um das Engagement des Unternehmens für den Bau umweltfreundlicher Schiffe zu demonstrieren und die Bedeutung des Umweltschutzes zu verdeutlichen, hat MSC Cruises einen globalen Design-Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Künstler aus aller Welt ein einzigartiges Kunstwerk entwerfen können, das vom Meer und seinem wichtigen marinen Ökosystem inspiriert ist. Der Gewinner-Entwurf wird den Rumpf der MSC Euribia in eine riesige, schwimmende Leinwand verwandeln, um die Bedeutung des Schutzes der Ozeane zu symbolisieren, während sie in verschiedenen Teilen der Welt unterwegs ist.


Chantiers de l’Atlantique General Manager Laurent Castaing, Valentina Mancini, Corporate Brand Manager, MSC Cruises; Anne Claire Juventin, Head of Quality Control, Chantiers de I’Atlantique und MSC Executive Chairman Pierfrancesco Vago (vlnr) bei der Münzzeremonie für MSC Euribia, Foto: MSC Cruises

Umwelttechnologien auf der MSC Euribia:

Motoren und Kraftstoffe: 4 Wärtsilä (12V und 16V) Dual-Fuel-Motoren, die in der Regel mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden, gelegentlich auch mit 0,1 Prozent schwefelhaltigem Marinegasöl (MGO), so dass das Schiff keine Exhaust Gas Cleaning Systems (EGCS), sogenannte „Scrubber“, mehr benötigt. 

Luftemissionen: SCR-Katalysatoren (Selektives katalytisches Reduktionssystem), die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren, wenn das Schiff mit MGO betrieben wird (LNG bietet eine ähnliche Stickoxid-Reduktion). Die MSC Euribia wird die Tier III-Standards der IMO (International Maritime Organization) unabhängig vom verwendeten Treibstoff erfüllen.

Landstromversorgung: Das Schiff kann seine Motoren abschalten und sich in Häfen, in denen diese Infrastruktur vorhanden ist, an das lokale Stromnetz anschließen.

Abwassersystem: Ein fortschrittliches Abwasseraufbereitungssystem, das den weltweit strengsten Standards der Resolution MEPC 227(64) der IMO entspricht – dem sogenannten „Baltic Standard“. Ein fortschrittliches Ballastwasser-Reinigungssystem wird die Einbringung invasiver Arten in die Meeresumwelt durch Ballastwassereinleitungen verhindern und entspricht der Ballastwasser-Management-Konvention der IMO.

Schutz der Meereslebewesen: Das Schiff wird auch mit Systemen ausgestattet, die die Unterwassergeräusche reduzieren, um die möglichen Auswirkungen auf Meeresbewohner zu verringern.

Energie-Effizienz: Alle Neubauten von MSC Cruises sind mit einer Vielzahl energieeffizienter Lösungen ausgestattet, die dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren und zu optimieren. Dazu gehören eine intelligente Belüftung und fortschrittliche Klimaanlagen mit automatischen Energierückgewinnungsschleifen, die Wärme und Kälte umverteilen, um den Bedarf zu senken. Die Schiffe verwenden LED-Beleuchtung, die von intelligenten Managementsystemen gesteuert wird, um das Energiesparprofil weiter zu verbessern. In Zusammenarbeit mit der Werft wird die MSC Euribia mit digitalen Datenerfassungssystemen für die Fernüberwachung des Energieverbrauchs und fortschrittliche Analysen ausgestattet. Das ermöglicht eine Unterstützung in Echtzeit von Land aus, um die betriebliche Effizienz an Bord zu optimieren. 

Text: PM MSC Cruises

Die gesamte Flotte von MSC Cruises wird für ein herausragendes Sommerprogramm 2022 wieder in See stechen

Pressemitteilung

  • 14 Schiffe werden im Mittelmeer eingesetzt – mehr als die Hälfte der Flotte – und bieten mit über 40 Routen das bisher größte Angebot der Reederei in dieser Region

MSC Cruises bestätigte heute, dass die gesamte Flotte des Unternehmens, bestehend aus 19 Schiffen, im Sommer 2022 wieder in See stechen wird. Mit fast 500 Abfahrten unterschiedlicher Länge, einer sehr großen Auswahl an komfortablen Einschiffungshäfen und einer modernen Flotte von Schiffen, die ein unvergleichliches Erlebnis an Bord bieten, ist für jeden etwas dabei. Gäste genießen rund um die Uhr abwechslungsreiche Aktivitäten an Bord, preisgekrönte Unterhaltung, spannende Kinder- und Familienprogramme, raffinierte, internationale Küche, luxuriöse Spas sowie eine stilvolle und komfortable Unterbringung. Für jeden Urlaubstyp gibt es eine passende Reiseroute und ein passendes Schiff, von kurzen Kreuzfahrten im Mittelmeer über längere Rundreisen in Nordeuropa bis hin zum Strandurlaub in der Karibik – Gäste können ihre Traumreise in Kürze buchen.

Fünf Schiffe für den Sommer in Nordeuropa
Gäste, die im nächsten Sommer den Zauber Nordeuropas erleben möchten, haben die Qual der Wahl: MSC Cruises bietet fünf Schiffe und mehr als 50 verschiedene Routen an – mit dabei sind atemberaubende Fjorde, pulsierende Städte, historische Hauptstädte und atemberaubende Landschaften – mit einer riesigen Auswahl an Reiserouten von drei bis 21 Nächten Länge und einer Vielzahl von Einschiffungshäfen. Die MSC Magnifica wird die Kreuzfahrten der MSC Orchestra übernehmen und dieselben Routen ab Hamburg mit 10-, 11- und 14-Nächte-Kreuzfahrten anbieten. Das Schiff ist in dieser Region sehr beliebt und verfügt über den überdachten Magrodome-Pool. Die MSC Virtuosa, eines der neuesten Schiffe des Unternehmens, kehrt nach einer Saison in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zurück und bereichert das Angebot von MSC Cruises in Nordeuropa. Das Schiff wird die MSC Magnifica ersetzen und ab Mai in Southampton in Großbritannien positioniert.

Routenvielfalt und neue Ziele im Mittelmeer
Wer vom Mittelmeer träumt, einer der beliebtesten Kreuzfahrtregionen der Welt, kann in der Sommersaison 2022 aus mehr als 40 Routen wählen, die von den 14 glamourösen, modernen Schiffen im Laufe des Sommers befahren werden. Dieses Sommerprogramm ist das umfangreichste, das die Reederei je in der Region angeboten hat, mit einer großen Auswahl an Einschiffungshäfen, die es Gästen aus aller Welt ermöglichen, komfortabel anzureisen – von Minikreuzfahrten bis zu längeren Kreuzfahrten mit bis zu 21 Nächten.

Neu im nächsten Sommer wird eine brandneue Route für die MSC Orchestrasein, die regelmäßig Lissabon anläuft. Damit bietet MSC den Gästen aus Portugal die Möglichkeit, während der gesamten Sommersaison von einem lokalen Hafen aus abzufahren. 

Auf der neuen 10-Nächte-Route werden Genua in Italien, Marseille in Frankreich, Málaga, Cadiz/Sevilla, Alicante/Costa Blanca und Mahon/Menorca in Spanien, Lissabon in Portugal und Olbia an der Smaragdküste Sardiniens angelaufen. Der Verkauf für die MSC Orchestra beginnt in Kürze.

Ebenfalls im westlichen Mittelmeer werden im nächsten Sommer die Schiffe MSC Grandiosa, MSC Meraviglia, MSC Opera, MSC Splendida, MSC Seaview und MSC Seaside sowie im Herbst MSC Magnifica und MSC Poesia unterwegs sein. Im östlichen Mittelmeer fahren die Flottenmitglieder MSC Musica, MSC Fantasia, MSC Sinfonia, MSC Armonia und MSC Lirica

Im Herbst 2022 wird die MSC Fantasia 11-Nächte-Kreuzfahrten ab Triest mit Anläufen in Izmir/Ephesus oder Istanbul anbieten. Die MSC Magnifica wird 11-Nächte-Kreuzfahrten ab Genua nach Marokko und zu den Kanarischen Inseln anbieten. Die MSC Preziosa fährt in sieben Nächten von Hamburg zu den Perlen Nordeuropas, während die MSC Poesia auf Mini-Kreuzfahrten im Mittelmeer eingesetzt wird. 

Ferne Ziele in der Karibik und in Asien
In der Karibik wird das Flaggschiff der Reederei, die MSC Seashore, weiterhin von Port Miami aus in See stechen, während die MSC Divina 3-, 4- und 7-Nächte-Kreuzfahrten von Port Canaveral (Orlando) aus anbieten wird, wobei beide Schiffe die MSC Privatinsel Ocean Cay MSC Marine Reserve auf den Bahamas anlaufen werden.

Die MSC Bellissima wird derweil in Asien mit Kreuzfahrten in Japan und China eingesetzt.

Sicher reisen dank branchenführendem Gesundheitsprotokoll
Seit August 2020 fahren die Gäste von MSC Cruises unter dem Schutz des branchenführenden Gesundheits- und Sicherheitsprotokolls der Reederei, das unter Mitwirkung einer Expertenkommission konzipiert wurde und sich bei allen Entwicklungen der Pandemie als sicher und wirksam erwiesen hat. Dieses Protokoll passt sich an die Situation an Land an und in den letzten 16 Monaten wurden die bestehenden Maßnahmen sowohl gelockert als auch wieder verschärft, um der Entwicklung der Pandemie zu entsprechen und weiterhin den höchstmöglichen Schutz für Gäste und Besatzung zu gewährleisten. Alle Kreuzfahrten von MSC werden in der Sommersaison 2022 nur geimpften Gästen zugänglich sein. Die Reederei wird auch weiterhin die entsprechenden Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Gäste eine der sichersten Urlaubsmöglichkeiten genießen und gleichzeitig eine unvergessliche Zeit an Bord verbringen können. 

MSC Cruises möchte den Gästen helfen, ihren Sommerurlaub im nächsten Jahr sicher zu buchen. Aus diesem Grund gelten für alle neuen Buchungen, die vor dem 31. Dezember 2021 sowohl für den Winter 21/22 als auch für den Sommer 22 getätigt werden, flexible Buchungsbedingungen. Das bedeutet, dass die Gäste mit einer Standardanzahlung buchen und ihre Kreuzfahrt bis zu 15 Tage vor der Abfahrt bzw. 21 Tage bei einer Fly&Cruise-Buchung kostenlos umbuchen können. 

Für weitere Informationen sollten sich Gäste an die Hotline von MSC Cruises oder an ihr Reisebüro wenden. 

Alle Schiffe und Zielgebiete in der Übersicht:

Zu den Highlights in Nordeuropa im Sommer 2022 gehören:

  • Die MSC Virtuosa bietet ab Southampton (Großbritannien) 7- bis 14-Nächte-Routen zu den Norwegischen Fjorden, nach St. Petersburg, Schweden und Dänemark und längere Kreuzfahrten zu den Kanarischen Inseln, ins Mittelmeer, ans Nordkap sowie einige Kreuzfahrten mit 3-4 Nächten.
  • Die MSC Grandiosa, die in Kiel ablegt, bietet 7-Nächte-Kreuzfahrten an. Zu den Höhepunkten gehört eine Kombination von Routen mit Zielen wie Kopenhagen, Helsinki, St. Petersburg, Tallinn und Flaam in Norwegen.
  • Die MSC Preziosa, die in Kiel ablegt, bietet Reiserouten zwischen sieben und elf Nächten an. Zu den Highlights gehören zwei alternative Routen zu den Norwegischen Fjorden oder nach St. Petersburg über Tallinn, Helsinki und Stockholm.
  • Die MSC Poesia, die in Warnemünde startet, bietet Routen zwischen sieben und 14 Nächten an, darunter 11-Nächte-Kreuzfahrten, auf denen neun Länder besucht werden (eine Übernachtung in Russland, Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Finnland, Estland, Schweden und Dänemark), sowie längere Kreuzfahrten nach St. Petersburg über Tallinn, Stockholm und Kopenhagen und eine epische 21-Nächte-Kreuzfahrt mit vielen Stopps in Island und Grönland.
  • Die MSC Magnifica wird ab Hamburg in See stechen und bietet Routen zwischen zehn und 14 Nächten nach Norwegen oder Island an. Auf der Norwegen-Kreuzfahrt werden Alesund, Honningsvag/Nordkap, Tromso, Trondheim, Bergen und Kristiansand angelaufen. Island-Kreuzfahrten besuchen Reykjavik (über Nacht), Isafjordur und Akureyri sowie die Orkney-Inseln und Invergordon (Schottland) angelaufen werden. Kreuzfahrten nach Spitzbergen umfassen Kristiansand, Andalsnes, Narvik, Longyearbyen, Honningsvag and Nordfjordeid.

Zu den Highlights im westlichen Mittelmeer im Sommer 2022 gehören:

  • Die MSC Meraviglia fährt ab Barcelona und bietet damit die perfekte Route für alle Sonnenhungrigen: Cannes, Genua, La Spezia und Civitavecchia, sowie Palma de Mallorca.
  • Die MSC Opera wird von Genua aus starten und Palermo besuchen. Weitere Ziele sind Marseille, Barcelona und die neu eingerichteten Einschiffungshäfen La Goulette und Neapel.
  • Die MSC Splendida bietet Kreuzfahrten von Genua nach Marseille, zu einem der beliebtesten Ziele Siziliens, Syrakus, sowie nach Tarent und seinen atemberaubenden Stränden und zurück nach Civitavecchia.
  • Die MSC Seaview bietet den besten Teil des westlichen Mittelmeers: Von Genua aus besucht sie die historischen Häfen von Neapel und Messina, Valletta auf Malta, Barcelona und Marseille.
  • MSC Seaside: Ab Genua bietet das Schiff Routen nach Civitavecchia und Palermo sowie Ibiza, Valencia und Marseille.
  • Die MSC Orchestra wird im Frühjahr Kreuzfahrten mit 4-5 Nächten durchführen und ab Juni die neuen 10-Nächte-Kreuzfahrten von Genua nach Marseille/Provence, Malaga, Cadiz/Sevilla, Lissabon, Alicante an der Costa Blanca und Mahon/Menorca und Olbia durchführen.
  • Im Herbst bietet die MSC Magnifica 11-Nächte-Kreuzfahrten zu den Kanarischen Inseln, nach Marokko und Madeira an, während die MSC Poesia mit 3-, 4- und 5-Nächte-Kreuzfahrten die Saison im westlichen Mittelmeer verbringt.

Zu den Highlights im östlichen Mittelmeer gehören im Sommer 2022:

  • Mit Triest als Heimathafen wird die MSC Fantasia Ancona, Kotor, Bari, Korfu und die malerische Stadt Dubrovnik anlaufen. Ab September wird das Schiff 11-Nächte-Kreuzfahrten durchführen, die Piräus/Athen, Izmir/Ephesus und eine Übernachtung in Istanbul einschließen. 
  • Die MSC Musica fährt ab Monfalcone nach Katakolon/Olympia, Heraklion, Santorin und Bari.
  • Die MSC Sinfonia und die MSC Armonia werden beide im Herzen des Mittelmeers, im italienischen Hafen Marghera bei Venedig, anlegen. Weitere spannende Häfen auf der Reiseroute der MSC Sinfonia sind Kotor, die griechischen Inseln Mykonos und Santorin sowie Bari.
  • Die MSC Armonia legt den Schwerpunkt auf herrliche Ausblicke und steuert Brindisi, die griechische Insel Mykonos und das griechische Festland mit Piräus für Athen sowie Split und Zadar an.
  • Eine Vielzahl spektakulärer Ziele erwartet die Gäste an Bord der MSC Lirica, die von Piräus/Athen abfährt und Kusadasi (Türkei), Haifa (Israel), die Inseln Limassol (Zypern) sowie Rhodos und Santorin anläuft sowie eine weitere 11-Nächte-Kreuzfahrt.

Zu den Highlights der Karibik im Sommer 2022 gehören:

  • Die MSC Seashore, die in Miami ablegt, bietet abwechselnd 7-Nächte-Routen in die westliche und östliche Karibik zu Zielen wie Nassau (Bahamas), Puerto Plata (Dominikanische Republik), Ocho Rios (Jamaika), George Town (Cayman Islands) und Cozumel (Mexiko) an, wobei jede Kreuzfahrt das Ocean Cay MSC Marine Reserve, die Privatinsel von MSC Cruises auf den Bahamas, anläuft.
  • Die MSC Divina, die in Port Canaveral/Orlando ablegt, bietet Kreuzfahrten zwischen drei und sieben Nächten in die Karibik mit Zielen wie Costa Maya und Cozumel (Mexiko), Nassau (Bahamas) und macht ebenfalls Halt auf Ocean Cay MSC Marine Reserve.

Zu den Highlights im Fernen Osten gehören im Sommer 2022:

  • Die MSC Bellissima bietet eine Reihe von Abfahrten ab China und Japan an. 

Text: PM MSC Cruises