Kategorie: Allgemein

AIDA Cruises bereitet den Neustart ab dem 6. September 2020 vor

Pressemitteilung

AIDA Cruises plant die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebes mit den ersten Schiffen ab deutschen Häfen Anfang September 2020. Voraussetzung dafür war die Zustimmung des Flaggenstaates Italien für die Neustartkonzepte.

Los geht es ab dem 6. September 2020 mit den ersten Reisen ab Kiel. Ab Hamburg starten die ersten Kreuzfahrten mit AIDAperla am 12., 19. und 26. September 2020 zu den norwegischen Fjorden.

In den kommenden Tagen wird AIDA Cruises die konkreten Details dieser Entscheidung prüfen und eng mit allen verantwortlichen Behörden des Flaggenstaates Italien und der Klassifikationsgesellschaft zusammenarbeiten, um die neuen Protokolle und Verordnungen sorgfältig im Sinne eines verantwortungsvollen Neustarts an Bord der AIDA Schiffe umzusetzen.

Wie die aktuelle Entwicklung zeigt, sind leider noch nicht in allen Reisedestinationen Europas die Voraussetzungen für ein sicheres Reisen gegeben.

Auf Grund der aktuellen Lage muss das Unternehmen die Unterbrechung der Kreuzfahrtsaison bis zum 30. September 2020 verlängern. Ausgenommen hiervon sind die oben genannten Abfahrten ab Kiel (Start 6. September 2020) und Hamburg (Start ab 12. September 2020).

AIDA Cruises ist es wichtig, allen Gästen diese Informationen für ihren Urlaub zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen bedauert sehr, dass die übrigen Reisen leider nicht wie geplant stattfinden können. Alle Gäste, deren Reise nicht durchgeführt werden kann, werden umgehend informiert.

Text: PM AIDA Cruises

Seit ungefähr 10 Wochen sind rund 30 % der gesamten west- europäischen Flusskreuzfahrt-Flotte wieder im Einsatz. Die Gäste reisen sicher und freuen sich über das Angebot.

Pressemitteilung

Am Pfingstwochenende 2020 ist das erste Flusskreuzfahrtschiff nach dem erzwungenen Lockdown wieder in Dienst gestellt worden. Seitdem haben sich immer mehr Reiseveranstalter zu diesem Schritt entschlossen, sodass momentan ca. 30 % der ursprünglichen über 300 Schiffe wieder im Einsatz stehen.

Die Schiffe arbeiten alle gemäss dem von der IG RiverCruise erarbeiteten Schutzkonzept welches – je nach Reederei – sogar noch verschärft angewendet wird. Das hat dazu geführt, dass bis heute kein Fall bekannt ist, wo sich ein Passagier auf den Schiffen angesteckt hätte. Es gab in dieser Woche zwei Fälle von Covid19- Infektionen bei einer Schiffs-Crew. Die beiden Betroffenen wurden aber – gemäss vorgesehenem Ablauf – sofort an Land isoliert und die verbleibende Crew wurde getestet und zum Teil ausgewechselt.

Die Passagiere, die momentan auf Reisen sind, stammen vorwiegend aus Europa. Für Gäste aus Übersee hat die Flusskreuzfahrtsaison 2020 aus Gründen der Reiserestriktionen noch immer nicht begonnen. Es ist damit zu rechnen, dass die von amerikanischen Gesellschaften betriebenen Flotten bis im Spätsommer keine Gäste befördern können.

Die Gäste treffen in den angelaufenen Häfen und bei den landseitigen Veranstaltern (Sehenswürdigkeiten, Führungen, etc.) auf umfangreiche Schutzmassnahmen, die aber das Erlebnis einer Flusskreuzfahrt nicht beeinträchtigen. Auch das Leben an Bord wird von den bisherigen Passagieren gemäss den Umfragen als «positives Urlaubserlebnis und erholsam» eingestuft.

Die Veranstalter und Reedereien haben ein gemeinsames Ziel: Das Ermöglichen eines sicheren und erholsamen Urlaubes auf den Schiffen.

Text: PM IG RiverCruise

Neuer Katalog von Hansa Touristik mit Programm 2021

Pressemitteilung

Der neue Hansa Touristik Katalog für die Saison 2021 ist ab sofort erhältlich. Im Programm sind klassische Hochseereisen mit MS Ocean Majesty.

Der Katalog mit dem Gesamtprogramm von MS Ocean Majesty für das Jahr 2021 ist ab sofort erhältlich. Neben den klassischen Routen sind auch einige neue Routen mit mehreren Erstanläufen von MS Ocean Majesty im Programm.

Der Katalog von Hansa Touristik wird zum ersten Mal audiovisuell vorgestellt. Jede Woche wird ein Video in den social media und auf der homepage veröffentlicht in dem die Höhepunkte und Besonderheiten der Reisen chronologisch beschrieben werden. „Mit dieser Art der Vorstellung möchten wir bei unseren Kunden den Fokus auf die Besonderheiten dieser Routen lenken und gleichzeitig allen Verkäufern und Reisebüroexpedienten eine Verkaufshilfe an die Hand geben“ sagt Karin Kilian, Geschäftsführerin bei Hansa Touristik.

Im Mai führen die klassischen Reisen nach Südnorwegen, Südschweden und in den Ärmelkanal, im Juni zur Mittsommernacht ans Nordkap & Spitzbergen und ins Baltikum zur Zeit der Weißen Nächte. Im Juli fährt MS Ocean Majesty zur „Zauberwelt der Fjorde“ in Südnorwegen und anschließend nach Grönland mit neuer Route– zu den Höhepunkten der Ost- und Westküste ab/bis Hamburg. Auf all diesen Norwegenreisen fährt MS Ocean Majesty die Innenpassage. Einer Reise „Island intensiv“ mit sieben isländischen Häfen folgt eine Entdeckungsreise der keltischen Schätze in Irland. Die Route „Very british“ mit England, Irland & Schottland mit Einfahrt auf der Themse nach London beendet die Nordlandsaison und MS Ocean Majesty nimmt Kurs auf das Mittelmeer. Eine Reise zur griechischen Inselwelt mit der Passage des Kanals von Korinth und nach Israel & Ägypten runden das Mittelmeerprogramm 2021 ab.

Die klassische MS Ocean Majesty ist gelebte Gastfreundschaft wie sie nur auf Schiffen mit maximal 500 Gästen möglich ist. Sie überzeugt durch ihr modernes Konzept, gepflegte maritime Atmosphäre an Bord und die abwechslungsreiche Küche, die die Einflüsse der gesunden, modernen Küche gekonnt aufgenommen hat. An Bord stehen dem Gast wahlweise ein elegantes À-la-Carte- und ein Buffetrestaurant mit je einer langen, offenen Tischzeit ohne Aufpreis zur Verfügung. Unterhaltung und Erholung für jeden Geschmack durch großzügige Decksflächen, abwechslungsreiche Programme wie dem „Nachtcafé auf See“, einer frische Künstlervielfalt sowie ausgewählte „Alles-Inklusive-Reisen“ runden das Angebot an Bord ab und laden die Gäste ein, den Alltag hinter sich zu lassen und in stilvollem Ambiente zu entspannen.

Faire Nebenkosten, Bordsprache Deutsch, interessante Vorträge zu „Land & Leute“ sowie Tischwein und Tafelwasser inklusive in allen Restaurants sind weitere Pluspunkte des neuen Programms von Hansa Touristik für zeitgemäßes Reisen. „Freuen Sie sich auf viele Neuerungen an Bord. Wir haben z.B. in unseren Menüs die regionale Küche der jeweiligen Destinationen aufgenommen, wir werden Weinverkostungen regionaler Weine an Bord anbieten und unser Landausflugsprogramm wird noch vielfältiger“ kündigt Birgit Kilian, Manager Operation Hansa Touristik an.

Text: PM Hansa Touristik

MSC Cruises nimmt den Schiffsbetrieb im Mittelmeer wieder auf und bietet vollumfängliche Kreuzfahrten für diesen Sommer an

Pressemitteilung

  • Die MSC Grandiosa, das Flaggschiff der Flotte, wird ab dem 16. August Gäste im westlichen Mittelmeer und die MSC Magnifica ab dem 29. August im östlichen Mittelmeer willkommen heißen
  • Die Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs wird von der Einführung eines neuen Gesundheits- und Sicherheitsprotokolls begleitet; dieses wurde von allen nationalen Behörden genehmigt, die in den Fahrtgebieten zuständig sind
  • MSC Cruises übertrifft mit den verbesserten Maßnahmen viele Richtlinien und führt universelle Tests von Gästen und Crew-Mitgliedern sowie sichere Landgänge bei jedem Hafenstopp ein

MSC Cruises kündigte heute an, dass das Flaggschiff MSC Grandiosa und die MSC Magnifica ab dem 16. beziehungsweise ab dem 29. August 2020 den Betrieb im Mittelmeer wiederaufnehmen. Die beiden Schiffe werden ihren Gästen wieder vollumfängliche Kreuzfahrten anbieten, mit der Möglichkeit fünf verschiedene Destinationen während einer 7- Nächte-Kreuzfahrt kennenzulernen. Begleitet wird die Wiederaufnahme des Schiffsbetriebs von der Einführung eines neuen und umfassenden Gesundheits- und Sicherheitsprotokolls, das auf diesen beiden Schiffen erstmals zum Einsatz kommen wird. Dieses wurde von allen nationalen Behörden der Mittelmeerländer entlang der beiden Schiffsrouten genehmigt.

Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, kommentierte: „Während des Betriebsstillstands konzentrierten wir uns auf die Entwicklung eines umfassenden, neuen Protokolls, das auf den bereits strengen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen aufbaut, die seit langem an Bord unserer Schiffe in Kraft sind. Wir haben eng mit den zuständigen Behörden auf EU-Ebene sowie mit den nationalen Gesundheitsbehörden und weiteren Institutionen in den Ländern zusammengearbeitet, die die MSC Grandiosa und die MSC Magnifica auf ihren Routen anlaufen werden, um ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Besatzungsmitglieder an Bord zu entwickeln. Sichergestellt wird mit den neuen Richtlinien zudem, dass die Städte, Gemeinden und Reiseziele bei den Häfen, in denen unsere Schiffe anlegen, sich auch damit wohl fühlen können, unsere Gäste aufzunehmen.“

Pierfrancesco Vago ergänzte: „Als zusätzlichen Schutz für unsere Gäste umfassen die neuen Maßnahmen einen umfassenden COVID-19-Test für alle Gäste und Besatzungsmitglieder vor der Einschiffung, Landausflüge mit Schutzkonzept in allen Destinationen und die Einführung des COVID-19 Protection Plans, der für zusätzlichen Schutz sorgt. Mit all diesen Maßnahmen möchten wir unseren Gästen einen Urlaub bieten, der so sicher wie möglich ist.“

Die MSC Grandiosa, das Flaggschiff des Unternehmens, wird 7-Nächte-Routen im westlichen Mittelmeer anbieten und die italienischen Häfen Genua, Civitavecchia (Rom), Neapel, Palermo und Valetta (Malta) anlaufen.

Die MSC Magnifica wird 7-Nächte-Kreuzfahrten im östlichen Mittelmeer ab den italienischen Häfen Triest und Bari anbieten und die griechischen Häfen auf Korfu, Katakolon (Olympia) und Piräus (Athen) besuchen.

Gianni Onorato, CEO von MSC Cruises, dazu: „Wir freuen uns sehr, wieder Gäste an Bord zu vollumfänglichen Kreuzfahrten im Mittelmeer begrüßen zu dürfen. Die beiden Schiffe gehören zu den beliebtesten der Flotte und das Mittelmeer, wo wir bereits seit Langem Marktführer sind, liegt uns besonders am Herzen. Hier liegen unsere Wurzeln.“

Ein neues Betriebsprotokoll – von führenden Experten entwickelt

Das neue Betriebsprotokoll von MSC Cruises wurde konzipiert, um die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, der Crew, der Städte und Gemeinden bei den Häfen, wo die MSC Schiffe anlegen, zu schützen. Aus diesem Grund übererfüllt es die Richtlinien der wichtigsten internationalen und nationalen Regulierungsstellen und Organe sowie die Vorschriften der Regierungen der Länder, in denen die Schiffe von MSC Cruises anlegen. Darüber hinaus hat die RINA, die unabhängige maritime Zertifizierungsgesellschaft, überprüft, dass das Protokoll den Leitlinien der Europäischen Agentur für Seeverkehrssicherheit (EMSA) entspricht, die zusätzliche Gesundheitsstandards einschließlich die der EU-Initiative Healthy Gateways enthalten. MSC Cruises hat sich bemüht, jeden Aspekt der Reise vom Zeitpunkt der Buchung über die Einschiffung und das Leben an Bord bis zur Rückkehr nach Hause abzudecken und dabei die Einzigartigkeit des Gasterlebnisses zu bewahren.

Für diese erste Phase der Betriebswiederaufnahme werden die beiden Schiffe von MSC Cruises, die in der laufenden Sommersaison im Mittelmeer positioniert werden, zunächst nur Gäste aufnehmen, die in den Schengen-Ländern* ansässig sind. Zudem wurden ihre Routen in Zusammenarbeit mit den Behörden so konzipiert, dass die Häfen gut erreichbar sind. Dadurch wird die Notwendigkeit, öffentliche Verkehrsmittel oder Flüge für die An- und Abreise zu benutzen – wo möglich – reduziert.

MSC Cruises kündigte heute ebenfalls an, dass alle anderen Kreuzfahrten im Mittelmeer zwischen dem 16. August bis einschließlich 31. Oktober 2020 Corona-bedingt abgesagt werden. Gäste aus dem Schengen-Raum (vorbehaltlich etwaiger Einschränkungen durch die italienischen Behörden), die auf einer betroffenen MSC Route gebucht sind, können ihre Reise auf eine Kreuzfahrt mit der MSC Grandiosa oder der MSC Magnifica umbuchen und erhalten – je nach gebuchter Kategorie – bis zu drei Landausflüge dazu. Selbstverständlich können auch andere Alternativen gewählt werden. Gäste mit Wohnsitz im Schengen-Raum (vorbehaltlich etwaiger Einschränkungen durch die italienischen Behörden), die beispielsweise schon über ein Kreuzfahrtguthaben von früher stornierten Kreuzfahrten verfügen, können ihren Gutschein für eine Fahrt mit diesen Schiffen einlösen.

MSC Cruises kündigte auch die Corona-bedingte Absage aller Kreuzfahrten ab US-Häfen bis einschließlich 31. Oktober 2020 an – passend zur Ankündigung, dass die CLIA-Mitglieder die Aussetzung des Kreuzfahrtbetriebs freiwillig bis zu diesem Datum verlängern werden. Der CLIA erklärte, dass „diese proaktive Maßnahme einmal mehr zeigt, wie sehr sich die Kreuzfahrtindustrie für die öffentliche Gesundheit engagiert und dass die Bereitschaft zu einem freiwilligen Betriebsstillstand im Interesse der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit da ist. Dies hat die Branche bereites zweimal zuvor bewiesen“. MSC Cruises wird den Betrieb in den USA erst nach der Genehmigung durch die CDC und den anderen zuständigen Behörden unter Einhaltung ihrer Anforderungen wieder aufnehmen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Zudem sagte MSC Cruises auch Kreuzfahrten in Fernost vom 10. September bis einschließlich 26. Oktober ab.

Neben den heute angekündigten Sommerrouten verfolgt MSC Cruises die Entwicklung der Pandemie genau weiter und zieht die schrittweise Einführung weiterer Schiffe während dieser Sommersaison in in Erwägung.

Die heutige Ankündigung folgt auf die Bestätigung des Programms von MSC Cruises, das Ende Oktober dieses Jahres beginnt und bis November 2021 dauert: Es umfasst die Wintersaison 2020/2021 und Sommersiason 2021. Den Gästen werden Reiserouten in allen Regionen angeboten, in denen MSC Cruises traditionell unterwegs ist: in der Karibik, im Mittelmeer, den Emiraten, Südafrika, Südamerika und Asien.

Was die Reiserouten von MSC Cruises über die aktuelle Sommersaison hinaus betrifft, sagte Gianni Onorato: „Wir werden die Richtlinien und deren Aktualisierung auf globaler, europäischer und nationaler Ebene genau beobachten und unser Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll kontinuierlich überprüfen und anpassen. Damit stellen wir nicht nur sicher, dass es stets das neueste medizinische Know-how und die aktuellste Technologie widerspiegelt, sondern berücksichtigen auch die verschiedenen Phasen der Pandemie und die sich im Laufe der Zeit ändernden sozialen Restriktionen. Was das betrifft hoffen wir, im Laufe der Zeit analog zur Entwicklung der Gesundheitssituation an Land bestimmte Maßnahmen lockern und gleichzeitig weiterhin sicherzustellen zu können, dass die Gesundheit und Sicherheit aller Menschen an Bord unserer Schiffe unsere oberste Priorität bleibt. Gleichzeitig werden wir immer dafür sorgen, dass unsere Gäste ihren Urlaub an Bord eines Schiffes von MSC Cruises so genießen können, wie sie es schon immer getan haben – auch in diesem Sommer.“

*Belgien, Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden und die Schweiz.

Text: PM MSC Cruises

„Der Trend geht zu weniger Passagieren an Bord“

In einer internationalen virtuellen Pressekonferenz informierte die amerikanische Luxuskreuzfahrtreederei AmaWaterways jetzt über die gegenwärtige Situation und ihre Pläne.

Derzeit sind bei AmaWaterways alle Flusskreuzfahrten bis zum 30.9.20 ausgesetzt. Ob noch zu Ende dieses Jahres Reisen mit amerikanischen Gästen möglich sein könnten, ließ Ama-Präsident Rudi Schreiner offen. „Natürlich hoffen wir es, aber das hängt von den Entscheidungen der Regierung ab.“ Anfragen aus dem kanadischen Markt würden im Augenblick stärker, seien derzeit aber noch nicht realistisch. Zwar gäbe es weniger Reiserestriktionen als für die US-Amerikaner, aber die 14-tägige Quarantäne bei der Rückreise stelle große Hürden dar.

Screenshot AmaWaterways PK

Dagegen ist AmaWaterways die einzige amerikanische Rivercruise-Reederei, die in Europa wieder fährt: seit dem 5. Juli ist die AmaKristina mit europäischem Publikum in einer Charterkooperation mit einem deutschen Online-Anbieter auf dem Rhein unterwegs.

Foto: AmaWaterways

„Die Hygiene-Protokolle, das haben wir nach den ersten Reisen von den Gästen gehört, mindern nicht das Vergnügen an einem guten Essen und einem schönen Cruise-Erlebnis.“

Zu den Maßnahmen gehören Maskenpflicht an bestimmten Stellen und beim Weg über das Schiff, Plexiglasabtrennungen zwischen Sitzgruppen sowie Ausflüge nur in kleineren Gruppen. Neu: Wenn die Flüge über die Reederei gebucht werden, ist ein privater Transfer vom Flughafen zum Schiff inkludiert.

Flexibilität ist garantiert: Eine Annullierung sei bis 24 Stunden vor Reisebeginn möglich.

Die Pandemie werde möglicherweise auch die Gestaltung der Schiffe langfristig ändern. Rudi Schreiner, der selbst Architektur studiert hat: „Mehr Platz für den einzelnen Reisenden wird immer wichtiger. Wir haben auf der AmaMagna eindrucksvoll gezeigt, wie das möglich ist: Trotz der fast doppelten Größe haben wir nur etwa 20 % mehr Gäste an Bord als auf den anderen Schiffen. In Zukunft wird das immer wichtiger – ich glaube, dass langfristig der Trend zu weniger Passagiere an Bord geht.“

AmaWaterways-President und Co-Owner Rudi Schreiner und EVP/Co-Owner Kristin Karst, Foto: enapress.com

Auch das Buffet werde wahrscheinlich langfristig verschwinden. „In Luxushotels gibt es kaum Buffets, vielleicht nur zum Frühstück. In diese Richtung werden wir wohl auch gehen.“

Derzeit werden verschiedene Menüs angeboten, auch das Essen auf der eigenen Suite oder dem Balkon per Room-Service ist möglich.

Eine weitere Änderung beim Bau ist pandemieunabhängig: Der Tiefgang der Schiffe soll langfristig verringert werden, um von Wassertiefen weiter unabhängig zu sein. Auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Pläne. Schreiner: „Unsere Schiffe sind mit dem holländischen Green Award zertifiziert. Die AmaKristina war das erste Flusskreuzfahrtschiff überhaupt, das diese Auszeichnung bekam.“

Der Verkauf für das übernächste Jahr 2022 wurde in diesem Jahr bereits geöffnet, normalerweise hätte das erst im Oktober stattfinden sollen. „Im Juni verzeichneten wir so die stärksten Buchungszahlen, die wir je hatten“, sagt Schreiner. Das sei aber auch mit auf die Umbuchungen von 2020 auf 2021 zurückzuführen. Im nächsten Jahr werden drei neue Schiffe zur Flotte kommen. MW

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https://www.youtube.com/watch?v=K-GGpfTgjQU
Video: AmaWaterways

„Ama-Doppeltaufe am 4. Juli 21“

Interview mit Kristin Karst, Co-Owner und EVP von AmaWaterways.

AmaWaterways ist die erste amerikanische Flusskreuzfahrtenreederei, die mit Fahrten auf europäischen Flüssen für lokale Passagiere begonnen hat. Wie sind die ersten Fahrten verlaufen, wo kamen die Passagiere her?

Die meisten kamen aus Deutschland, der Schweiz, Holland und Belgien. Die Feedbacks waren phantastisch – viele Gäste meinten, sie hätten noch nie ein so schönes Schiff gesehen, die Größe der Kabinen, die Balkone, der Service, das Essen. Natürlich war bei den ersten Fahrten auch das Verhältnis von Crew zu Gästen fast eins zu eins, da konnte man sich besonders gut verwöhnen lassen. Das Buffet gibt es derzeit nicht, zum Frühstück bieten wir deshalb drei verschiedene Variationen – Wellnessfrühstück, französisches Frühstück oder ein klassisches, zu denen man alles bestellen kann, was es normalerweise am Buffet gibt. Bis jetzt haben wir etwa 1500 Buchungen bekommen.

Der Restart der anderen Schiffe ist derzeit nicht vor dem 30. September vorgesehen. Wäre der Einsatz eines weiteren Schiffes in Europa denkbar?

Im Moment wollen wir es erst mit einem Schiff prüfen, um alles perfekt umzusetzen, dann können wir weitersehen.

Die Fahrten waren anfangs als neue Alternative geplant, weil es für die amerikanischen Passagiere Reiserestriktionen gibt. Nebenbei können Sie damit aber auch einen neuen Markt erschliessen und das Produkt in Europa bekannt machen. Wäre es denkbar, eines der Schiffe in Zukunft auch für den europäischen oder deutschsprachigen Markt einzusetzen?

Kristin Karst, Foto: AmaWaterways

Denkbar wäre es, wir hatten auch über den UK-Markt nachgedacht. Es gibt natürlich einen großen Unterschied zwischen den amerikanischen Preisen und den in Europa praktizierten, da müssen wir wirtschaftlich handeln. Ich bin sicher, dass viele Gäste auch bereit sind, für ein besonderes Luxus-Produkt wie AmaWaterways auch etwas mehr zu bezahlen. Aber es hängt auch von vielen anderen Dingen ab, zum Beispiel wie sich die Reisemöglichkeiten für amerikanische Passagiere im nächsten Jahr entwickeln. Da müssen wir kreativ bleiben.

Nächstes Jahr kommen weitere drei Neubauten bei Ihnen zur Flotte. Können Sie einige Details verraten?

Die AmaSiena war ja eigentlich für dieses Jahr vorgesehen, es gab aber durch die Pandemie Probleme mit der Fertigstellung. Also haben wir uns auf nächstes Jahr verlegt. Es ist ein Schwesterschiff der AmaKristina wie auch die AmaLucia, die ebenfalls 2021 kommt. Wir werden beide Schiffe in einer Doppelzeremonie am 4. Juli in Lahnstein taufen, das haben wir gestern entschieden.

Auch der Bau der AmaDahlia, die auf dem Nil eingesetzt werden soll, geht zügig voran. Ein kleines Schiff mit bis zu 43 qm großen Suiten und gerade mal 68 Passagieren. Heute sind schon fast 70% der Saison 21/22, die im September beginnt, gebucht. Es bietet besonderen Luxus; vom Essen, den Weinen, dem Service, der wieder unter dem Management von Seachefs steht, bis hin zu sehr exklusiven Ausflügen. Auf dieses Schiff freuen wir uns ganz besonders. MW

Hoffnungen und Rückschläge: Die Situation im Hochseebereich

Auf nichts wartet die seit März stillstehende Kreuzfahrtbranche so dringend wie auf gute Nachrichten. Und nichts fürchtet sie so sehr wie neue Hiobsbotschaften. Ein Grund unter vielen, weshalb die weltweite Flotte nur äußerst zögerlich wieder in die Gänge kommt. Doch Hurtigruten wagte sich mutig voran mit dem Neubeginn – und einem Hygienekonzept, das nach Angaben des Unternehmens die staatlichen Vorschriften sogar übererfüllte.

Für Letztere sorgt nun ausgerechnet Hurtigruten, jenes Unternehmen, das so optimistisch und wagemutig voranging beim Neustart: Das norwegische Traditionsunternehmen hatte bereits Mitte Juni den Betrieb wieder aufgenommen; nach eigenen Angaben mit einem Hygienekonzept, das die Vorgaben der norwegischen Behörden sogar mehr als erfüllte. Erst starteten die Postschiffe auf der Route zwischen Bergen und Kirkenes, dann folgten Kreuzfahrten auf drei Expeditionsschiffen nach Norwegen und Spitzbergen. Seit der Öffnung der norwegischen Grenzen für Reisende aus Nicht-Risikogebieten waren auch wieder Landgänge Teil des Programms.

Doch was die Reedereien am meisten fürchten, ist nun eingetroffen. Auf dem Expeditionsschiff Roald Amundsen, das vergangenen Freitag von Spitzbergen kommend in Tromsø einlief, wurden mittlerweile 41 der insgesamt 158 Crewmitglieder sowie 21 Passagiere positiv auf Covid-19 getestet. Wer das Virus an Bord gebracht hat, ist noch nicht endgültig geklärt, vermutlich war es ein Crewmitglied.

Am Freitag waren vier Bordmitarbeiter mit unspezifischen Krankheitssymptomen in die Universitätsklinik von Tromsø gebracht worden, wo sie positiv auf Corona getestet wurden. Daraufhin wurde die restliche Crew getestet und an Bord isoliert. Norwegische Medien werfen dem Unternehmen nun mangelnde Transparenz und Vertuschung vor: Hurtigruten habe bereits vergangenen Mittwoch, also deutlich vor der Ankunft der Roald Amundsen in Tromsø, von der Infektion eines Passagiers der vorangegangenen Spitzbergen-Reise auf der Roald Amundsen Kenntnis gehabt, soll diese Information aber zurückgehalten haben. So habe Hurtigruten die amtliche Mitteilung des Arztes Martin Larsen Drageset an die Einwohner der Gemeinde Hadsel in der Provinz Nordland verhindern wollen. Man wollte das Schiff nicht mit dem Fall in Verbindung bringen. „Hurtigruten will nicht, dass das rauskommt“, schreibt der Mediziner in einer E-Mail an die Zeitung Nordlys und den Fernsehsender NRK. Das Unternehmen habe die Kontrolle über den Informationsfluss behalten wollen.

Wie Hurtigruten mitteilt, wurden mittlerweile alle der insgesamt 387 Passagiere der beiden Spitzbergen-Reisen vom 17. und 24. Juli informiert. Zu spät, kritisieren Ärzte und Medien, man hätte die Passagiere vor der Ausschiffung informieren müssen, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Während die meisten bereits die Heimreise angetreten hatten, wurde 47 Passagieren im Flughafen von Tromsø das Boarding verweigert: Das Personal von SAS wurde auf die Hurtigruten-Kofferanhänger aufmerksam und daraufhin aktiv. Die gestrandeten Passagiere sind nun in Tromsø in Quarantäne. Eine der isolierten Personen wurde mittlerweile ebenfalls positiv auf Corona getestet.

Der norwegische Gesundheitsminister Bent Høie zeigte sich auf einer Pressekonferenz seiner Behörde am Montag in Oslo sehr verärgert über das Vorgehen von Hurtigruten. Die norwegische Gesundheitsbehörde FHI hatte konkrete Regelungen mit Hurtigruten für den Neustart vereinbart. Hurtigruten-Chef Daniel Skjeldam gibt sich zerknirscht und räumt eigene Fehler ein, die bei etlichen Infektionsschutzverfahren an Bord gemacht wurden. Er spricht von „eigenem Routineversagen“, für das er die Verantwortung übernehme.

Entwarnung kam zumindest vorerst von der Fridtjof Nansen, die mit 171 deutschen Passagieren von Norwegen wieder in Hamburg angekommen ist: Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, haben sich vier Corona-Verdachtsfälle in der Crew nicht erhärtet. Alle 162 Bordmitarbeiter wurden getestet. Die Passagiere haben nach Tests mittlerweile das Schiff verlassen können, so Presseberichte. Drei Testverweigerer sollen sich in Isolation begeben. Auch Heiko Jensen, der Deutschland-Chef von Hurtigruten, war ebenfalls an Bord. Vermutlich keine angenehme Situation für Jensen. Aber vor allem ein Desaster für die sonst für ihre Transparenz gerühmten Nordeuropäer.

Der Ausbruch auf dem Hurtigruten-Schiff ist ein herber Rückschlag für die gesamte Branche. Auch in der Südsee misslang ein Neustart: Dort musste die zur Reederei Ponant gehörende Paul Gauguin ihre erste Kreuzfahrt nach dem Lockdown abbrechen, nachdem ein amerikanischer Passagier positiv getestet worden war.

Von einem weiteren Kreuzfahrtschiff, der Seadream 1, wurde die Infektion eines Passagiers bekannt, der bereits von Bord gegangen ist. Als Konsequenz aus dieser Entwicklung sperrt Norwegen seine Häfen zwei Wochen lang für Kreuzfahrtschiffe. Doch bereits am Mittwochabend konnte das Unternehmen SeaDream Yacht Club Entwarnung geben: Es teilte mit, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder auf der Seadream 1 seien negativ auf das Virus getestet worden.

Mitbewerber werden nun noch gründlicher überlegen, wann sie wieder gefahrlos in See stechen können. So hat Aida seinen Neustart bereits mehrmals verschoben – unter anderem wegen Corona-Infektionen in der Crew. Als Grund wird aktuell die noch fehlende Freigabe durch den italienischen Staat angegeben, unter dessen Flagge die Aida-Schiffe fahren. Ein Problem, mit dem auch die Schwestergesellschaft Costa Crociere gerade zu tun hat. Auch MSC ist nun bereit für den Neustart. „We are ready“, sagte CEO Gianni Onorato in einer Online-Pressekonferenz – noch für diesen Sommer sind einwöchige Touren geplant. Die MSC Grandiosa fährt ab Genua ins westliche Mittelmeer, die MSC Magnifica kreuzt ab Triest und Bari im östlichen Mittelmeer. TUI Cruises wagte den Neustart trotz aller Turbulenzen: Seit Ende Juli machte die Reederei viertägige Touren ab Hamburg (mit Mein Schiff 2) in den Oslofjord – ohne Landgänge und mit verminderter Passagierzahl. Seit 3. August fuhr zudem die Mein Schiff 1 ab Kiel auf der gleichen Route. Ab 7. August sollten beide Schiffe erstmals auf einwöchige Panoramafahrten in vier norwegische Fjorde.

(Update, 7.8.20) Aufgrund von neuen norwegischen Regularien wurden die Schiffe umgeroutet und absolvieren nun Reisen mit Stopps in Stockholm, Turku und Helsinki. FB

Hapag-Lloyd Cruises hat mit Europa 2 und Hanseatic inspiration ebenfalls wieder begonnen.

Hurtigruten-Schiffen werden sie dort vorerst nicht begegnen, das Unternehmen sagte alle weiteren Touren auf Expeditionsschiffen ab. Betroffen sind neben der Roald Amundsen die Spitsbergen und die Fridtjof Nansen. Das heißt, auch die bei deutschen Gästen beliebten Norwegen-Touren auf der Fridtjof Nansen ab/bis Hamburg sind ausgesetzt. Die Fahrten auf der Postschifflinie werden aber fortgesetzt. Ingrid Brunner

Foto: Frank Behling

TUI Cruises verlängert „Blaue Reisen“

Was als leichter Neustart gedacht war, wird jetzt eine Fortsetzung bekommen. TUI Cruises wird die „Blauen Reisen“ auch in den September verlängern. Das betrifft weitere Abfahrten der Mein Schiff 2 ab Hamburg und der Mein Schiff 1 ab Kiel. Ausschlaggebend sollen für TUI Cruises die Rückmeldungen der Passagiere gewesen sein, heißt es. Die Seetage an Bord und das entspannte Reisen mit reduzierter Passagierzahl ist bei den Gästen gut angekommen. Die Reederei bestätigte am Freitag in Hamburg die Planungen weiterer Reisen ab Hamburg und Kiel. Details zu den Routen werden später folgen. Auch die Begegnungen der TUI-Schiffe auf hoher See waren gut angekommen. Am 5. August gab es im Oslofjord erstmals ein Treffen der Mein Schiff 1 und der Mein Schiff 2. Es war auch das erste Treffen von zwei großen Kreuzfahrtschiffen mit rund 2000 Passagieren in norwegischen Gewässern. FB

Nummer eins

Die „Ariadne“ war eines der ersten Schiffe einer deutschen Reederei, das nach dem Zweiten Weltkrieg von Hamburg aus wieder regelmäßige Kreuzfahrten unternahm

Anfangs ging fast alles schief. Als die von HAPAG aus dem Besitz einer schwedischen Reederei angekaufte Ariadne am 1. Februar 1958 auf ihre erste Reise für die Hamburger gehen sollte, kam es zu drastischen Verzögerungen. Hamburg und die Elbe waren fast geschlossen, ein undurchdringlicher Nebel hielt die Stadt 50 Stunden lang gefangen. Die Passagiere waren bereits an Bord, die meisten besichtigten das Schiff, das die HAPAG in ihre Flotte aufgenommen hatte. Einige Besatzungsmitglieder hingegen waren mit der Verpflegung nicht zufrieden und verließen das Schiff wieder. Die Stimmung war nicht gut, aber Otto Wachs, Vorstand der damaligen HAPAG, hielt eine Festrede, die Optimismus verstreuen sollte.

Es ging dann doch auf die erste Fahrt, eine Reise von 21 Tagen über Dover, Boulogne, Lissabon, Las Palmas, Conakry in Guinea, Freetown in Sierra Leone, Dakar und Casablanca nach Genua. 250 Passagiere und 205 Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord. Der Mindestpreis in der Dreibett-Innenkabine betrug 1350 Mark, für die Suite auf dem Promenadendeck mit Wohn- und Schlafzimmer, Bad, WC und Kofferraum 6000 Mark. Zum Vergleich: Ein Arbeiter in der Industrie erhielt im Monat einen Lohn von knapp 400 Mark, eine Kreuzfahrt war damals noch ein sehr teures Vergnügen, aber umso mehr ein großes Erlebnis.

Das alles geschah während der Beratungen des Bundestages in Bonn in der Ägide des Kanzlers Konrad Adenauer. Die deutschen Reedereien wollten eine nationale Passagierflotte aufbauen, sie hatten erkannt, dass in der Nachkriegszeit Seereisen wieder populär wurden. Doch Bonn stellte sich stur. Deshalb hatte HAPAG-Chef Wachs in seiner Rede vor dem Ariadne-Start gefordert, es müsse staatliche Subventionen für die Kreuzfahrt geben, weil der Konkurrent Flugverkehr immer mehr an Bedeutung gewann. Er erklärte, dass HAPAG mit diesem Schiff Personal schulen wollte, um sich den gestiegenen Anforderungen der Kreuzfahrt anzupassen, die Flotte zügig zu erweitern und Gewinne einzufahren. Aber flüssiges Geld für Ankauf und Umbau der Schiffe wollte die Bundesregierung dennoch nicht geben, Wirtschaftswunder hin oder her.

Der spätere HAPAG-Generaldirektor (ab 1899) Albert Ballin hatte ab 1891 bereits eine andere Ariadne für seine zwei Jahre zuvor für den Seebäder-Dienst nach Helgoland und Sylt gegründete Ballins Dampfschiff-Rhederei eingesetzt. Dabei handelte es sich um einen 1889 in Schottland als Lady Gwendoline erbauten 339-BRT-Seitenraddampfer, den er von der in Cardiff ansässigen Reederei Edwards, Robertson &Co. erworben hatte. Das 64,25 m lange und für 500 Passagiere ausgelegte 14-kn-Schiff pendelte von Hamburg und Cuxhaven nach den Nordseeinseln, bis es am 27.8.1895 von der HAPAG angekauft und als Tender nach Cherbourg verlegt wurde. Es fiel im Ersten Weltkrieg an Frankreich, wurde nie wieder zurückgegeben und sein Schicksal ist nach mehreren Eigner- und Flaggenwechseln unbekannt; es wurde vermutlich 1926 in Istanbul abgewrackt. Doch diesen Schub von damals wollte man wieder in Gang bringen. Erst 1970 kam es wirklich dazu, nachdem die HAPAG mit dem Norddeutschen Lloyd fusionierte, zu dem die Kreuzfahrtschiffe Bremen und Europa gehörten.

Foto: Sammlung JSA

Die Ariadne war 1951 von der Bauwerft Swan, Hunter & Wigham Richardson Ltd., im britischen Newcastle als Fahrgastschiff als Baunummer 1884 an die schwedische Reederei Svenska Lloyd in Göteborg geliefert und auf den Namen Patricia getauft worden. 1956 kaufte die HAPAG das Schiff für 18 Millionen D-Mark. Im Oktober 1957 kam es zur Werft Blohm & Voss in Hamburg, wurde umgebaut und am 31. Januar 1958 der HAPAG übergeben. Es war 138,90 Meter lang, 17,68 Meter breit und mit 7764 BRT vermessen. Seine Dampfturbine mit Parson-Getriebe und zwei Wasserrohrkesseln brachte eine Leistung von 8650 PS und sorgte über einen Propeller für eine Geschwindigkeit von 18,5 kn. Es waren ein Promenadendeck und ein Freiborddeck errichtet worden, der Umbau kostete 8 Millionen D-Mark. Das Schiff hieß jetzt Ariadne und galt als modernes und prächtiges Luxusschiff.

Der Stolz der Ariadne war ihre modern-mondäne Einrichtung. Es gab Gesellschaftsräume, Klimaanlage, Swimmingpool und Deckstühle, sämtliche Kabinen hatten Duschbäder und die Suiten ein Privatbad. Als Vorzeigeschiff war die Ariadne im internen Kampf der Kreuzfahrtbranche der Konkurrenz anderen Reedereien voraus. Aber nur für einige Jahre. Beliebt waren 14-tägige Reisen in die Fjorde Norwegens, zum Nordkap, nach Spitzbergen, Island und an den Polarkreis. Im Mittelmeer ging es in die griechische Inselwelt, nach Genua, Port Said, Beirut und Nordafrika, aber auch durch den Bosporus ins Schwarze Meer und nach Lissabon. Die Passagiere empfanden das als Privileg, in diese Regionen kam man damals nicht so ohne weiteres.

Rolf Seelmann-Eggebert, heute ein betagter Spezialist für den Adel, war im Alter von 20 Jahren auf der Ariadne. Er war voll des Lobes, auf diesem Weg zu „exotischen Destinationen“ gekommen zu sein und erinnerte sich, dass sich viele Türken zur Ankunft des Schiffs in Istanbul versammelt hatten und es bestaunten. Der Luxus war vor allem das Verhältnis von Passagier und Crew-Mitglied: 1,2:1.

Allerdings stellte sich bald heraus, dass der Aufwand zu groß war – so viele wohlhabende Passagiere, die die Preise bezahlen konnten, gab es in der alten Bundesrepublik noch nicht. Die Verluste der Reederei steigerten sich schnell, schließlich musste HAPAG im November 1960 die Ariadne abstoßen. Sie ging für 15 Millionen D-Mark an die Eastern Steamship Line der amerikanischen McCormick Shipping-Gruppe und wurde dort von Miami aus für Kreuzfahrten in der Karibik eingesetzt.

Foto: Sammlung JSA

Glanz und Gloria der Ariadne waren schnell dahin. Denn bald darauf kam es zu einer Odyssee immer neuer Besitzer. Das im Mai 1961 an den in Jacksonville ansässigen Supermarktketten-Inhaber W.R.Lovett verkaufte Schiff fuhr dann unter der Flagge Liberias, wurde 1969 für die Ares Shipping Corporation registriert und wechselte in den 1970er Jahren vier Mal den Eigentümer, darunter Chandris und die Gotaas-Larsen-Gruppe, wobei der Name Adriadne bis 1972 beibehalten wurde. 1989 übernahm die Nios Maritime Company in Limassol das zwischenzeitlich mehrfach umgebaute, umbenannte und auch als Wohnschiff genutzte Schiff, fortan hieß es Empress Katharina und war im östlichen Mittelmeer unterwegs. Es folgten weitere Verkäufe 1995 und zuletzt 1997 an die in St. Vincent ansässige Thanfil Shipping & Trading S.A., bis das von ihr noch einmal in Empress 65 umbenannte Schiff am 18. Dezember 1997 zum Abbruch am Strand im indischen Alang eintraf.

Roland Mischke

Von Paris bis an die Küste der Normandie

Mit nicko cruises den Spätsommer auf der Seine genießen

Pressemitteilung

Eine Flusskreuzfahrt mit nicko cruises auf der Seine bietet die zauberhafte Atmosphäre reizvoller Städtchen, imposante Kreidefelsen an der Alabasterküste und als krönenden Abschluss: Paris. Eine komfortable An- und Abreise sorgt für Entspannung ab der ersten Minute.

Ob Edith Piaf, Claude Monet oder Picasso – sie alle ließen sich von Frankreichs magischem Norden inspirieren. Keine einzige Facette dieser faszinierenden Schönheit lässt die Seine auf ihrer Reise in Richtung Atlantikküste aus. Sie fließt vorbei an tiefgrünen Wiesen und hin zu kalkweißen Hochufern. Zwischen Paris und der beeindruckenden Küste der Normandie liegen 375 reizvolle Kilometer auf dem Wasser: Reisehungrige können den Spätsommer mit einer Flusskreuzfahrt durch die Geschichte Frankreichs genießen. 

Egal ob mit dem Zug im TGV oder ganz entspannt im Bus: Der Stuttgarter Kreuzfahrtexperte bietet seinen Gästen viele komfortable An- und Abreisemöglichkeiten. Bei An- und Abreise mit dem modernen Reisebus holt nicko cruises seine Gäste sogar direkt an der Haustüre ab. Lästiges Kofferschleppen entfällt und auch das Auto darf stehen bleiben. So beginnt Entspannung nicht erst auf dem Fluss – sondern schon direkt zu Beginn der Reise.  

Foto: nicko cruises Schiffsreisen GmbH

MS SEINE COMTESSE: Eine echte „Gräfin“ auf dem Fluss

Bei einer Reisegeschwindigkeit von 16 – 18 Stundenkilometer können sich die Gäste der MS SEINE COMTESSE ganz entschleunigt der Natur der französischen Landschaft widmen, das Flusskino immer im Blick. Das Schiff ist eine echte „Gräfin“ – umso mehr nach der Renovierung im Frühjahr 2019. Elegant und stilvoll gleitet das Flusskreuzfahrtschiff durch die romantische Normandie. Großzügig eingerichtete Kabinen mit viel Komfort warten auf die Reisenden. Traumhafte Aussichten garantieren die neuen absenkbaren Panoramafronten der Deluxe Oberdeck Kabinen. 

Foto: nicko cruises Schiffsreisen GmbH

Französische Lebenskultur und landschaftliche Schönheiten

Die achttägige Reise beginnt und endet in Paris. Das 114 Meter lange Flussschiff macht sich auf in Richtung Les Andelys, 85 Kilometer nordwestlich von Paris. Die kleine französische Gemeinde wird von der imposanten Burg Château-Gaillard überragt. Les Andelys wirkt mit seinen sanften und grünen Hügeln wie aus der Zeit gefallen.

Die Zeit an Land verfliegt schnell und am Abend macht sich „die Gräfin“ auf in Richtung Caudebec-en-Caux: Idealer Startpunkt für einen Ausflug nach Honfleur. An der Mündung der Seine zum Ärmelkanal liegt die verträumte Gemeinde, welche auf eine lange Vergangenheit zurückblickt und sich zeitgleich als zukunftsorientierte Hafenstadt präsentiert. Das historisches Hafenbecken, die pittoresken Gassen und traditionellen Fachwerkhäuser machen den kleinen Seefahrer- und Künstlerort zu einem der entzückendsten Küstenstädtchen der Normandie.

Für Gäste, denen der Sinn eher nach kühlem Nass steht, lohnt sich der Ausflug zum berühmten und atemberaubend schönen Seebad Étretat an den hohen Kreidefelsen der Alabasterküste. Zahlreiche Maler wie Monet, Courbet oder Isabey fanden hier Inspiration und brachten die Landschaft rund um das Seebad auf die Leinwand.

Foto: nicko cruises Schiffsreisen GmbH

Auf den Spuren der Impressionisten

Ein französischer Chanson-Abend wartet an Bord, bevor MS SEINE COMTESSE am nächsten Morgen, mit dem Rücken zur Küste, weiter nach Rouen gleitet. Die Geburtsstadt von Gustave Flaubert lebt von Kontrasten: zum einen gotische Bauwerke, altes Fachwerk und Kirchen im Zentrum und zum anderen hohe Hafenkräne am Ufer der Seine. Die Hauptstadt der nordfranzösischen Region wird auch als „die Stadt der hundert Kirchtürme“ bezeichnet. Imposante Ruinen ziehen Besucher in ihren Bann und sind ein Zeugnis romanischer Baukunst. 

Am Nachmittag legt „die Gräfin“ ab und macht sich auf zum krönenden Abschluss der achttägigen Kreuzfahrt. Paris, die französische Hauptstadt an der Seine wartet geduldig mit unzähligen Kirchen, weltlichen Bauwerken, Straßen, Gassen, Plätzen, Museen und Parks auf die Gäste der MS SEINE COMTESSE.  Eiffelturm, Sacré Coeur, Montmartre: Kaum eine Stadt bietet so viel wie Paris, Start und Ziel dieser Reise und gebührender Abschluss, bevor die Reisenden den Heimweg antreten. An ausgewählten Terminen können die Gäste ihre Traumreise mit einem passenden Anschlussprogramm verlängern und die berühmten Schlösser der Loire entdecken.

Foto: nicko cruises Schiffsreisen GmbH

Text: PM nicko cruises

Crystal cancelt 2020-Abfahrten

Nach der griechischen Celestyal Cruises, die erst ab März 2021 wieder Kreuzfahrten absolvieren wird und dies bereits Ende Juni kommunizierte, hat am 31. Juli auch die US-Luxusreederei Crystal Cruises das komplette verbleibende Jahr 2020 annulliert. Keine Schiffsreisen des Unternehmens werden laut Informationen auf der Website in 2020 mehr stattfinden. Die in Kalifornien beheimate Kreuzfahrtlinie ist sowohl im Hochseebereich mit den Schiffen CRYSTAL SYMPHONY (51.044 BRZ, 848 Passagiere) und CRYSTAL SERENITY (68.870 BRZ, 980 Passagiere), als auch auf dem Fluss mit den von MV Werften (ebenfalls Teil der Genting Hongkong-Gruppe wie Crystal Cruises) erstellten 135 Meter langen, 11,5 Meter breiten und für 106 Passagiere ausgelegten Flussschiffen CRYSTAL BACH (Bj. 2017), CRYSTAL DEBUSSY (Bj. 2018), CRYSTAL MAHLER (Bj. 2017) und CRYSTAL RAVEL (Bj. 2018) aktiv. Zudem gehört zum Portfolio die mit 3300 BRZ vermessene Yacht CRYSTAL ESPRIT. Auch sie wird 2020 nicht mehr zum Einsatz kommen. Bis 09. Januar 2021 sind Abfahrten mit der CRYSTAL ESPRIT laut einer Mitteilung am 06. August auf der Reederei-Website abgesagt. Der geplante Neuzugang, die Expeditionsyacht CRYSTAL ENDEAVOUR, debütiert wie berichtet erst 2021. Erste auf der Website zu buchende Fahrt ist am 15. Mai ab Tokio.

Informationen unter: www.crystalcruises.com

Crystal Mahler, Foto: enapress.com