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Ab Hamburg in die Karibik und zurück: Neue Routings für die drei Cunard Queens 2021/2022

Neue Reisen ab Juli 2021 buchbar 

Pressemitteilung

Geimpfte Reisende mit Wohnsitz in Großbritannien dürfen bereits ab dem 19. Juli 2021 mit der Queen Elizabeth für Reisen rund um Großbritannien in See stechen. Ab dem 13. Oktober 2021 bricht das Schiff dann erstmals wieder zu internationalen Kreuzfahrten auf und begrüßt auch Gäste aus anderen Ländern als Großbritannien an Bord. Diese können dann auf mehreren Fahrten ab Southampton zur Iberischen Küste sowie zu den Kanarischen Inseln reisen. Mitte Februar 2022 wird die Queen Elizabeth die Reise in Richtung Japan antreten, wo sie ihre Saison wie geplant ab dem 13. April 2022 aufnehmen wird. 

Als erste Reise nach ihrer Betriebspause begibt sich die Queen Mary 2 wie geplant am 14. November 2021 ab Southampton auf ihre Lieblingsroute, eine Transatlantik-Passage. Zum Jahresbeginn 2022 geht es für sie jedoch nicht auf Weltreise – so wie traditionell zum Anfang eines jeden Jahres – sondern stattdessen direkt der Sonne entgegen: Zwischen Januar und April 2022 unternimmt sie eine Reihe von Reisen in die Karibik. Gäste können wählen, ob sie in Hamburg, Southampton oder New York zusteigen möchten. Ab dem 24. April 2022 fährt die Queen Mary 2 dann wieder gemäß dem bestehenden Fahrplan. 

Ende April 2022 heißt es auch für die Queen Victoria endlich wieder „Leinen los!“: Auf drei neuen Reisen fährt sie ab Southampton nach Westeuropa, ins Baltikum und zur Iberischen Küste. Ab dem 20. Mai 2022 nimmt sie ihr bereits veröffentlichtes Routing wieder auf. 

Die neuen Reisen sind ab Juli 2021 buchbar. 

Simon Palethorpe, Präsident von Cunard, sagt dazu: „Am 19. Juli werde ich gemeinsam mit der Besatzung der Queen Elizabeth Gäste an Bord begrüßen, wenn wir endlich wieder in See stechen werden. Das wird ein bedeutender Tag für Cunard, da wir dann wieder das tun werden, was wir lieben: Gästen ein fantastisches Urlaubserlebnis bereiten. Ich würde untertreiben, wenn ich sage, dass wir diesen Tag kaum erwarten können!“ Er fährt fort: „Bedauerlicherweise ist der Weg für die Wiederaufnahme von internationalen Kreuzfahrten weiterhin nicht ganz klar und es tut uns sehr leid, unsere Gäste mit einigen Reiseabsagen enttäuschen zu müssen. Leider sind jedoch zu viele unserer internationalen Anlaufhäfen weiterhin von den anhaltenden Einschränkungen aufgrund von Covid-19 betroffen, weshalb wir diese Entscheidung getroffen haben.“ 
Er ergänzt: „Wir freuen uns wirklich sehr über die neuen Ersatz-Routings, wie zum Beispiel die Fahrten der Queen Mary 2 durch die Karibik, und wir hoffen sehr, dass sie alle diejenigen ansprechen, die sich nach etwas Sonne im Wintergrau und vielleicht auch einem kleinen Abenteuer sehnen.“ 

Aufgrund der anhaltenden Komplexität bei der Planung des internationalen Reiseverkehrs werden die folgenden Cunard Reisen abgesagt: 
·        Die Kreuzfahrten der Queen Elizabeth von Großbritannien nach Australien sowie ihre Wintersaison in Australien vom 18. Oktober 2021 bis einschließlich 9. März 2022. 
·        Die Weltreisen 2022 an Bord der Queen Mary 2 und der Queen Victoria. 
·        Alle geplanten Reisen der Queen Victoria mit Einschiffung zwischen dem 10. September 2021 und 29. April 2022. Die fünf der folgenden, ursprünglich für Queen Victoria geplanten Reisen werden allerdings auf ihr Schwesterschiff, die Queen Elizabeth, übertragen und auf dieser durchgeführt: 
o        V126 – Kanarische Inseln – Portugal, 1. – 15. Nov. 2021 
o        V128 – Belgien – Niederlande, 27. Nov. – 1. Dez. 2021 
o        V129 – Kanarische Inseln – Portugal, 1. – 13. Dez. 2021 
o        V130 – Spanien – Portugal, 13. – 23. Dez. 2021 
o        V201 – Weihnachts- & Neujahrsreise Kanarische Inseln, 23. Dez. 2021 – 6. Jan. 2022 

Alle Gäste, deren Reise abgesagt wird, erhalten automatisch einen Future Cruise Credit im Wert von 125 % auf den gemäß der Allgemeinen Reisebedingungen erforderlichen und auch bereits geleisteten Anzahlungsbetrag. Geleistete Zahlungen auf den Reisepreis, die über den vertraglichen Anzahlungsbetrag hinausgehen, werden zu 100 % in einen Future Cruise Credit umgewandelt. Gäste, die eine Rückerstattung des gezahlten Reisepreises bevorzugen, können diese über ein Online-Formular auf der Cunard Website beantragen. 

Text: PM Cunard

AIDA und TUI starten ab Hamburg

Nun geht es ganz schnell. Mit der Erlaubnis zur Abfertigung von Kreuzfahrtschiffen haben am 28. Mai auch die beiden deutschen Reedereien TUI Cruises und AIDA Cruises die Entsendung von Schiffen nach Hamburg angekündigt.

Anfang Juni will TUI Cruises die Mein Schiff 6 aus ihrem Winterliegeplatz in Rostock nach Hamburg schicken. Am 11. Juni sollen „Blaue Reisen“ ohne Hafenbesuche ab Hamburg starten, so TUI Cruises in einer Mitteilung. Auch AIDA will zeitnah nachziehen und hat bereits ein Schiff in Vorbereitung.

Nach dem Start von Kreuzfahrten ab Kiel, steht bei AIDA der Start ab Warnemünde im Juli bereits fest. Anfang Juli soll auch ein Schiff der AIDA-Flotte ab Hamburg auslaufen.

Auch ab Hamburg sind auch Reisen geplant, bei denen noch Hafenbesuche in anderen EU-Ländern geplant werden. Hier sind die Planungen aber abhängig von der Entwicklung der Corona-Zahlen in den Nachbarländern.

Mit dem Start in Hamburg würde AIDA Cruises Anfang Juli das fünfte de 14 Schiffe wieder in Fahrt bringen. „Wir freuen uns sehr, dass mit der Öffnung des Tourismus nun auch bald wieder Kreuzfahrten ab Hamburg möglich sind und bedanken uns bei den Hamburger Behörden für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in Vorbereitung eines verantwortungsvollen Neustarts“, sagt AIDA Präsident Felix Eichhorn.

TUI Cruises hat mit der Mein Schiff 6 vier der sieben Schiffe wieder in Fahrt. Zwei weitere sind in Vorbereitung. Die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 3 liegen in der Nord- und Ostsee ebenfalls in Bereitschaft. FB

Hamburg: Auch 832. Hafengeburtstag wird virtuell gefeiert

Seit mehr als 40 Jahren ist es das größte maritime Volksfest an der deutschen Küste. Doch auch der in diesem Jahr anstehende 832. Hamburger Hafengeburtstag muss Corona-bedingt – wie schon im Vorjahr – virtuell gefeiert werden. Auch im digitalen Format hält die Hansestadt als größter deutscher Seehafen und bedeutender Kreuzfahrtstandort an den maritimen Traditionen dieser Großveranstaltung fest: Unter dem Motto Hafengeburtstag@Home wird vom 7. bis 9. Mai wieder ein attraktives Programm geboten.

Neben einer interaktiven Hafenkarte gibt es Grußbotschaften von Traditionsschiffen, Hafengespräche, Konzerte mit Hamburger Künstlern, digitale Liveshows und einen Band-Contest. Der traditionelle Ökumenische Eröffnungsgottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis wurde heute ab 15.30 Uhr live gestreamt. Es folgte die Begrüßungsrede des Hamburger Bürgermeisters Dr. Peter Tschentscher auf dem Museums-Windjammer Rickmer Rickmers an den Landungsbrücken. Abgerundet wird das virtuelle Angebot durch Bilder von Hafengeburtstagsklassikern wie das einzigartige Schlepperballett, Ein- und Auslaufparade und Feuerwerk. Die Kabarettisten Lutz von Rosenberg Lipinsky und Kerim Pamuik laden Persönlichkeiten aus Hafenwirtschaft, Kultur, Sport und Politik zu einem Hafenschnack ein, an dem auch Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann teilnehmen wird. Es gibt u.a. einen Foto-Wettbewerb zum Thema: „Mein schönstes Bild vom Hafengeburtstag“ und einen Malwettbewerb für Kinder. Viele Attraktionen können unter www.hamburg.de/hafengeburtstag per 360-Grad-Erkundung digital erlebt werden.

Der Hafengeburtstag Hamburg geht zurück auf die Legende nun Kaiser Friedrich Barbarossa, der den Hamburgern am 7. Mai 1189 einen Freibrief ausgestellt haben soll, der Zollfreiheit für Schiffe auf der Elbe von der Stadt bis an die Nordsee gewährte. Dieses Datum gilt seitdem als Geburtsstunde des Hamburger Hafens, die deshalb in jedem Jahr an einem Wochenende um den 7. Mai gefeiert wird. JPM

Refit vor der Auflegung

Der erste Neubau des Hamburger Joint Ventures TUI Cruises, die von der Meyer Werft in Turku erstellte und am 12. Juni 2014 am Cruise Center HafenCity in Hamburg von Helene Fischer getaufte Mein Schiff 3, ist von Teneriffa kommend am 22. April in Hamburg eingetroffen und am 26. April im Blohm + Voss-Trockendock „Elbe 17“ trockengestellt worden. Bis zum 3. Mai werden an dem 293 m langen und 35,8 m breiten 98430-BRZ-Schiff, das für max. 2506 Gäste ausgelegt ist, Verschönerungs- , Wartungs- und Überholungsarbeiten erledigt. Anschließend geht es pandemiebestimmt für unbestimmte Zeit auf eine Aufliegeposition in der Deutschen Bucht. JPM

Hamburger Seemannsclub räumt schon im Frühjahr auf – 46 Müllsäcke auf einen Streich an einem Tag

Reifen, Windeln, Kippen – das Team vom DUCKDALBEN macht klar Schiff.

Pressemitteilung

Autoreifen, LKW-Teile, Stacheldraht und 46 volle Müllsäcke mit Plastik, Zigarettenkippen und anderem Müll. Das ist die Bilanz der „Wir räumen-auf-Aktion“ im Seemannsclub DUCKDALBEN. Klar-Schiff-gemacht wurde rund um den Club unter der Köhlbrandbrücke und in den club-nahen Bereichen des Hafens zwischen Eurogate Containerterminal, A7 und Bahngleisen. Dabei waren die „Bufdis“, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst im Seemannsclub erfüllen und weitere Mitarbeitende. Jan Oltmanns, Clubleiter: „Sonst heißt unser Motto, Support for Seafarers Dignity. Dieses Mal ging es zusätzlich um Würde gegenüber Natur und Umwelt. Derzeit lässt uns die Pandemie noch Zeit für anderes. Daher haben die Bufdis angepackt, um den Zivilisationsmüll zu beseitigen und den Seeleuten eine grüne Oase Duckdalben zu präsentieren“.

Jan Oltmanns rechnet nach: Allein die etwa 100 achtlos weggeworfenen und von den Bufdis korrekt entsorgten Kippen repräsentieren ein Strafgeld von 5.500 Euro. In Hamburg kostet es 55 Euro, wenn die Kippe achtlos in die Landschaft geschnippt wird. Laut Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergiftet ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel 40 Liter Grundwasser. Trinkhalme lassen Seevögel verenden. Plastik ist praktisch – überall, etwa als praktischer to-go-Trinkbecher mit Deckel. Kunststoff zerfällt und gerät als Mikroplastik in die Meere.

Bereits die Jahre zuvor nahmen Clean-Teams des Clubs an der Hamburger Aktion „Hamburg räumt auf“ teil. Sie ist Teil der internationalen Kampagne „Clean up the world“ und findet gewöhnlich im März statt. Vergangenes Jahr fiel sie Corona-bedingt aus. Dieses Jahr soll die größte Stadtputzaktion Deutschlands im Herbst stattfinden. Jan Oltmanns: „Wir haben die Aktion vorgezogen, weil wir schon jetzt ein Zeichen des Optimismus setzen wollen. Bis Herbst wollten wir nicht warten, denn der Müll im Hafen wird nicht weniger, sondern mehr. Deswegen sind wir auf eigene Faust losgezogen und haben aufgeräumt – gerüstet mit Müllsäcken und Greifern, Handschuhen und Warnwesten.“

Mit einem Appel richten sich die Bufdis an alle, die an den Kais und Terminals arbeiten und unterwegs sind. „Haltet unseren Hafen sauber! Wir alle sind gefragt“. Der Club zeigt im Kleinen, was in Sachen Umweltschutz an der Hafenkante möglich ist: Ökostrom, Regenwassernutzungsanlage, Warmwassererwärmung mit Solar, Müllvermeidung durch Pfandflaschen und Mülltrennung / Recycling. Und alle fünf Fahrzeuge, die die Seeleute von den Terminals in den Club bringen und sie zurückfahren, laufen mit Erdgas. Derzeit bemüht sich der Club um elektro-betriebene Kleinbusse, um auch hier Zeichen zu setzen. Anke Wibel, Leiterin des Clubs: „Wir suchen Partner, die uns bei der E-Mobilität unterstützen mit Know How und am besten mit einem Sponsoring.“

Text: PM Seemannsclub DUCKDALBEN

Plantours Kreuzfahrten: Neue Termine für die Großen Seen in 2022

Pressemitteilung

  • MS »Hamburg« kann als einziges Kreuzfahrtschiff die spektakuläre Route fahren
  • Indian Summer, Niagara Fälle und spannende Metropolen wie Chicago, Toronto oder Detroit sind Höhepunkte der Kreuzfahrt auf den Großen Seen

Als einziges, deutschsprachig geführtes Kreuzfahrtschiff kann MS »Hamburg« die Großen Seen in Kanada und den USA befahren. Jetzt steht fest: Pünktlich zum Beginn des Indian Summers legt Plantours Kreuzfahrten im Herbst des nächsten Jahres zu zwei dieser äußerst seltenen Reisen ab. Die beiden 18-tägigen Routen starten jeweils in Montréal.

Während für größere Kreuzfahrtschiffe in Montréal die Fahrten enden, gleitet MS »Hamburg« den mächtigen St. Lorenz Strom weiter hinauf. Für die maximal 400 Passagiere führen die See-Fahrten nicht nur zu beeindruckenden Naturschauplätzen wie den Niagarafällen, der Region um die Thousand Islands mit den im Herbst farbenprächtigen Wäldern, sondern auch zu Metropolen wie Chicago, Toronto, Detroit und Cleveland. Dazu kommen spannende Ausflüge in das Henry Ford- oder auch Harley Davidson-Museum.

Kapitän kann Teile der Kommandobrücke einfahren

MS »Hamburg« von Plantours Kreuzfahrten ist das kleinste Kreuzfahrtschiff Deutschlands, wurde speziell für die Fahrten auf den Großen Seen konzipiert und zuletzt durch den Einbau absenkbarer Panoramafenster in vielen Kabinen sowie neu gestalteter Bars und Restaurants nochmals umfangreich modernisiert.

Die Abmessungen und Aufbauten des Schiffs ermöglichen die Passagen durch die 15 riesigen Schleusen am St. Lorenz Strom und den Großen Seen. So kann der Kapitän bei Bedarf sogar Teile der Kommandobrücke einfahren, um zentimetergenau in die Schleusenkammern zu navigieren. Nötig bei 21,5 Metern Schiffsbreite und nur 24 Metern Schleusenbreite.

Termine: 24.09. bis 11.10.2022 und 10.10. bis 27.10.2022

Preis: ab 4.499 Euro inklusive Flügen ab und bis Deutschland 

Weitere Informationen: www.plantours-kreuzfahrten.de

Text: PM Plantours Kreuzfahrten

Hamburg Cruise Net spendet 3.000 Euro an Seafarers‘ Lounge

Pressemitteilung

Zum Jahresauftakt hat Hamburg Cruise Net (HCN), ein Netzwerk aus privaten und öffentlichen Unternehmen der Kreuzfahrtbranche in der Metropolregion 3.000 Euro an die Seafarers‘ Lounge der Seemannsmission gespendet. Der Betrag kam zustande, da nicht alle HCN-Mitgliedsunternehmen im Zuge der Senkung der Umsatzsteuer im 2. Halbjahr von der Möglichkeit einer Rückerstattung der zu viel gezahlten Förderbeiträge Gebrauch gemacht haben.

„Wir freuen uns sehr, dass Hamburg Cruise Net auch nach dem schwierigen Kreuzfahrt-Jahr 2020 erneut an uns gedacht hat und wir die Mittel für die Betreuung der Crewmitglieder einsetzen können“, so Markus Wichmann, Geschäftsführer der Hamburger Seafarers‘ Lounge. „Wir können das Geld in der Saisonpause gut zur Vorbereitung auf die Zeit nach der Corona-Epidemie nutzen.“

Christine Beine (GF HCN) und Markus Wichmann (GF Hamburger Seafarers Lounge). Foto: Hamburg Cruise Net/Seafarers Lounge (HCN, SFL)

HCN-Geschäftsführerin Christine Beine: „Wir sind dem Kreuzfahrtstandort Hamburg verpflichtet, dazu gehört auch die Unterstützung einer konkreten Willkommenskultur für die Crews an den Terminals“. Das Bedürfnis der Menschen nach Erholung, Reisen und auch Kreuzfahrten werde sich in 2021 wieder besser erfüllen lassen – auch, wenn das erste Halbjahr voraussichtlich noch sehr holprig werde.

Die Seafarers‘ Lounge ist eine Einrichtung für Seeleute und Bordpersonal von Kreuzfahrtschiffen an allen drei Hamburger Cruise Terminals. Die Besatzungen können sich hier während der Schiffsankünfte mit Dingen des täglichen Bedarfs versorgen, Telefonkarten kaufen und das W-LAN kostenfrei nutzen. Die Seafarer’s Lounge Hamburg GmbH ist ein Non-Profit-Unternehmen, getragen und finanziert von den Deutschen Seemannsmissionen Altona und Hamburg-Harburg. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter kümmern sich um Schiffsbesatzungen und versuchen, ihnen eine „Heimat auf Zeit“ zu bieten. Sie stehen zudem erkrankten Seeleute zur Seite, die sich ärztlich behandeln lassen müssen. Und auch während der Pandemie betreuten Mitarbeitende der Hamburger Lounge Crewmitglieder der Kreuzfahrtschiffe. Sie versorgten sie mit Alltags-Notwendigkeiten und leisteten denen psychischen Beistand, die nur nach und nach und unter Mühen in ihre Heimat reisen konnten. Und sie unterstützen weiter die, die an Bord verbleiben müssen, um die Schiffe betriebsbereit zu halten.

Hamburg Cruise Net e.V. (HCN) ist die Kreuzschifffahrtsinitiative für Hamburg. Der Verein managt in Form einer Public-Private-Partnership (PPP) ein übergreifendes Netzwerk aus privaten und öffentlichen Unternehmen, das die gebündelte Kreuzschifffahrtskompetenz in der Metropolregion repräsentiert. Mitglieder des Vereins sind unter anderem Kreuzfahrtreedereien, Hafendienstleister, Tourismusanbieter, Hotelbetreiber sowie städtische Organisationen und Behörden.

Text: PM Hamburg Cruise Net – Seemannsmission

Neue Landstrom-Anschlüsse für Kreuzfahrtschiffe in Hamburg erst später

Landstrom für Kreuzfahrtschiffe ist in Hamburg derzeit nur am Cruise Center Altona (CC-2) verfügbar. Bei den an anderen Terminals geplanten Anlagen verschiebt sich die Installation weiter. Wie aus einer Drucksache des Hamburger Senats hervorgeht, steht der Landstrom-Anschluss an dem im Bau befindlichen neuen Cruise Center HafenCity (CC-1) nunmehr erst Ende 2023 zur Verfügung – ein Jahr später als vorgesehen. Nach Angaben der für die Planung zuständigen Hamburg Port Authority (HPA) ist die deutliche Verzögerung auf den schleppenden Ausbau des Überseequartiers zurückzuführen, die dort geplante Anlage kann erst nach Fertigstellung des neuen Kreuzfahrt-Terminals in Betrieb genommen werden.

Auch der Landstrom-Anschluss an dem bereits im Juni 2015 in Betrieb genommenen Kreuzfahrt-Terminal Steinwerder (CC-3) soll nunmehr erst Ende 2022 und damit ein dreiviertel Jahr später als ursprünglich geplant, fertiggestellt werden.

Landstrom erst ab Ende 2022 verfügbar: Cruise Center Steinwerder (CC-3), Foto: Jens Meyer

Für das im Mai letzten Jahres im östlichen Teil der Hamburger HafenCity am Baakenhafen für 2,8 Mio. Euro fertiggestellte, im Juli in Betrieb genommene und wegen der Corona-Pandemie bisher nur von wenigen Schiffen wie der Europa und Fridtjof Nansen genutzte Cruise Center Baakenhöft ist gar kein Landstrom-Anschluss vorgesehen, da es sich lediglich um ein temporäres Terminal für die Dauer von mindestens zehn Jahren handelt. Der als zwischenzeitlicher Ersatz für das am Chicagokai im südlichen Überseequartier in Bau befindliche Cruise Center HafenCity (CC-1) geplante Neubau wird derzeit auch als attraktive Event-Location vermarktet.

Bleibt ohne Landstromanschluss: Cruise Center Baakenhöft, Foto: HafenCity Hamburg GmbH /S. Groenveld

Am Cruise Center Altona (CC-2) befindet sich seit Frühjahr 2017 die erste und bisher einzige Landstrom-Anlage für Kreuzfahrtschiffe des grössten deutschen Seehafens im Regelbetrieb. 2019 wurde dort die AIDAsol von AIDA Cruises 13 Mal mit Landstrom versorgt und 2020 auch die Europa 2 von Hapag-Lloyd Cruises nach entsprechenden Tests auf die mögliche Abnahme von grünem Landstrom bei künftigen Anläufen dieses Terminals technisch vorbereitet.

Seit 2017 in Betrieb: Landstromanlage am Cruise Center Altona, Foto: Jens Meyer

Hamburgs Senat und die HPA treiben die Landstromversorgung im Hafen voran um die Luftqualität im Hafen dadurch zu verbessern, dass die Schiffe ihre Dieselmotoren während ihrer Liegezeit abstellen können. Die Kosten für eine Anlage werden von der HPA mit rd. 10 Mio. Euro beziffert. Der Bund fördert bis 2023 Landstromanlagen in deutschen See- und Binnenhäfen mit rd. 176 Mio. Euro. Um den Landstromversorgung für die Reeder attraktiver zu machen, wurden auch Anpassungen der EEG-Umlage vorgenommen. Investitionen sind zudem nicht nur auf der Landseite, sondern auch reederseitig erforderlich, da in Fahrt befindliche Schiffe mit entsprechenden kompatiblen Anschlüssen nachgerüstet und Anpassungen der Bordnetze vorgenommen werden müssen. JPM

Auch 832. Hamburger Hafengeburtstag abgesagt

Eigentlich sollte die 832. Auflage des Hamburger Großereignisses vom 7. bis 9. Mai 2021 stattfinden. Doch fällt das grösste maritime Volksfest – wie schon in diesem Jahr – auch 2021 coronabedingt, ins (Elb)-Wasser.

„Angesichts der unklaren Pandemieentwicklung ist es aber unrealistisch, im Mai eine Veranstaltung mit einer Million Besuchern durchführen zu wollen“, sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos), gestern (12.11.2020) in der Elbmetropole.

Foto: Jens Meyer

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sei davon auszugehen, dass auch im nächsten Mai das Virus nicht verschwunden ist, so Westhagemann der die Absage sehr bedauerte.

Mit der Absage des Hafengeburtstags auch im nächsten Jahr muss die mehrtägige Veranstaltung, die jährlich rd. eine Millionen „Sehleute“ in den größten deutschen Seehafen lockt, schon zum zweiten Mal wegen der Covid-19-Pandemie ausfallen.

Es sei unverantwortlich, weiter Kosten und Aufwand zu produzieren, obwohl keine realistische Chance auf eine Durchführung bestehe, sagte der Senator. Die verantwortungsvollste, wenn auch schmerzhafte Entscheidung, sei daher jetzt diese frühzeitige Absage. JPM

Diva tauft Grandiosa

Die Taufe der MSC Grandiosa am 9. November in Hamburg war zwar nicht die erste, die von MSC Cruises in der Elbmetropole zelebriert wurde. Doch dieses Mal drehte sich alles um ihren bisher größten Neubau, es wurde zur längsten Taufe in der Geschichte der Reederei. Dabei gab es für die Wahl der Hansestadt als Taufort gleich mehrere Gründe. Jens Meyer erlebte das Spektakel an Bord eines nicht nur durch seine Größe beeindruckenden Täuflings.

Im Gegensatz zu der vor rund neun Jahren durch Kälte und heftige Schneeschauer beeinträchtigten Taufe der MSC Magnifica in Hamburg – spielte das Wetter bei dieser Veranstaltung mit. Zudem lockten auch das bereits bei den Cruise Days im September nahe der Überseebrücke vorgestellte MSC Village sowie die von dem Lichtkünstler Michael Batz speziell für den Taufakt erneut installierte Blue Port-Illuminierung mehr als 5.000 „Sehleute“ ab 16.00 Uhr an die Wasserkante. Dort führten Wayne und Annemarie Carpendale durch das Programm mit Live-Musik von Max and Friends. Dazu hatte die bereits am 6. November zum Erstanlauf mit Plakettentausch in Hamburg eingetroffene MSC Grandiosa gegen 17.00 Uhr vom Cruise Terminal Steinwerder abgelegt. Mit Assistenz von zwei Schleppern nahm Kapitän Marco Massa, der just an diesem besonderen Tag Geburtstag feierte, Kurs auf die blau erstrahlte Elbphilharmonie. Dort hatte es schon am Vortag ein von der MSC Foundation organisiertes Benefiz-Konzert gegeben. Dessen Eintrittseinnahmen von rund 250 000 Euro gingen an die Stiftung „Lebensraum für Elbe“ für die Renaturierung der Flusslandschaft um Kirchwerder.

Das für 6334 Gäste in 2450 Kabinen und 1700 Crewmitglieder ausgelegte 181541-BRZ-Schiff hatte zum Taufakt vor der Elphi gedreht. Die geladenen Gäste, darunter auch Schauspielerinnen wie Bettina Zimmermann, Tina Ruland, Stephanie Stumph und die Moderatorinnen Susann Atwell und Inka Bause erlebten die mit einer Theaterpräsentation und Übertragungen von Land- und Bordfeierlichkeiten begleitete und von Michelle Hunziker sowie Jochen Schröpp moderierte Zeremonie. Im Beisein von MSC-Gründer Gianluigi Aponte, seiner Tochter Alexa und ihrem für das Kreuzfahrtgeschäft verantwortlichen Mann Pierfrancesco Vago sowie MSC Cruises-CEO Gianni Onorato zerschnitt Filmschauspiel-Legende Sophia Loren mit Unterstützung von Kapitän Massa ein unter dem LED-Himmel der 112 m langen Indoor-Promenade gespanntes Taufband – das symbolische Signal für den Mechanismus, der anschließend die obligatorische Champagnerflasche am Rumpf zerspringen ließ. …

Fotos: enapress.com, Frank Behling