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Nostalgische Schiffsreisen durch den Göta-Kanal: Ab sofort alle Abfahrten 2023 bei Aviation & Tourism International buchbar

Pressemitteilung

Kurzreisen, ausführliche Kanalfahrten und besondere Arrangements – Göta-Kanal-Saison 2023 beginnt Anfang Mai

Nostalgie, Entschleunigung und das wunderbare Erleben der südschwedischen Landschaft zur Sommerszeit: Eine Reise auf den historischen Schiffen durch den Göta-Kanal gehört für viele zu den schönsten Kreuzfahrten der Welt. Der auf außergewöhnliche Reiseerlebnisse spezialisierte Veranstalter Aviation & Tourism International (ATIWORLD) aus Alzenau bei Frankfurt/Main hat bereits jetzt die Abfahrtstermine für 2023 veröffentlicht und zur Buchung freigegeben.

Es stehen im kommenden Jahr Fahrten von zwei bis sechs Tagen Dauer (eine bis fünf Übernachtungen) zur Auswahl. Dabei haben die Gäste die Möglichkeit, an den beiden Endpunkten des Göta-Kanals in Göteborg und Stockholm sowie an einigen Zwischenstopps, etwa in Söderköping oder Mariestad, an Bord zu gehen. Traditionell finden diese Schiffsreisen nur in den Sommermonaten von Anfang Mai bis Anfang September statt. Eine Mini-Kanalreise (zwei Tage/eine Übernachtung) kostet bei Unterbringung in einer Doppelkabine inklusive Vollpension pro Person ab 565 Euro. Wer sich bis zum 15. Dezember 2022 für eine Buchung entscheidet, erhält bei ATIWORLD sogar einen Frühbucher-Vorteil von 15 Prozent.

Auf historischen Schiffen unterwegs zwischen Nord- und Ostsee

Der im Jahr 1832 feierlich eingeweihte Göta-Kanal verbindet auf einer Gesamtlänge von 190 Kilometern die Städte Göteborg und Stockholm – und damit auch Nord- und Ostsee. Heute verkehren noch drei historische Schiffe auf dieser Wasserstraße, die „M/S Diana“, die „M/S Wilhelm Tham“ und die „M/S Juno“. Sie sind zwischen 100 und 150 Jahre alt, doch dank liebevoller Pflege der Eigentümergesellschaft befinden sie sich in einem hervorragenden Zustand. Sie strahlen die Eleganz und Würde von damals aus, was den Gästen eine höchst angenehme Reise zurück in der Zeit ermöglicht. Sie genießen Komfort und Gastlichkeit von Anno dazumal, während die prachtvolle Landschaft Südschwedens gemächlich an ihnen vorüberzieht. Bei zahlreichen Gelegenheiten bieten sich auch Landgänge an, um kleine Orte, Sehenswürdigkeiten oder einen altmodischen Kramladen zu besuchen.

„Wer sich 2023 endlich den Traum erfüllen möchte, den Göta-Kanal kennenzulernen oder zum wiederholten Male dieses einzigartige Flair an Bord erleben will, sollte eine Buchung nicht allzu lange herauszögern“, empfiehlt Jürgen Kutzer, Gründer und Geschäftsführer von ATIWORLD. „Bedingt durch ihre historische Bauweise können die drei Schiffe des Göta-Kanals in ihren jeweils 25 bis 29 Kabinen nur verhältnismäßig wenige Gäste an Bord nehmen. Erfahrungsgemäß sind daher viele Termine schnell ausgebucht.“

Ergänzend zu den Fahrten auf dem Göta-Kanal arrangiert ATIWORLD auf Wunsch Anreise-Pakete mit Linienflügen ab Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Hotelübernachtungen in Göteborg und Stockholm. Beliebt ist zudem die Kombination aus einer Göta-Kanal-Passage und einem Aufenthalt in Oslo einschließlich der Bahnfahrt von Göteborg in die norwegische Hauptstadt.

Weitere individuelle Arrangements sind ebenfalls möglich. Außerdem unterstützt ATIWORLD gerne Reisebüros, die für ihre Kunden etwas Besonderes organisieren möchten.

Weitere Informationen zu den Reisen auf dem Göta-Kanal 2023 erteilt ATIWORLD in Deutschland, Österreich und der Schweiz – auch für Reisebüros – unter Telefon +49 (0)6023 917150 sowie per E-Mail an info@atiworld.de.

Text: PM ATIWORLD


Impressionen einer Götakanal-Fahrt

Foto: ATI

Video: ATI


Die Touristen haben zurück zum Göta Kanal gefunden

Die Göta-Kanal-Touren fanden in den letzten zwei Jahren aufgrund der Pandemie nicht statt. Nach der Wiedereröffnung beobachtet Stromma eine starke Buchungsnachfrage. Die Beschichtung ist höher als vor der Pandemie und vor allem die Deutschen wollen diesen Sommer auf dem Göta Kanal fahren.

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− Endlich können wir wieder Gäste zum Göta Kanal begrüßen. Die Sehnsucht war groß und wir sehen großes Interesse dort, wo die Buchungen auf einem höheren Niveau sind als zum entsprechenden Zeitpunkt im Jahr vor der Pandemie, sagt Peter Henricson, Schweden-Manager bei Stromma, dem Rederi AB Göta Kanal gehört.

Peter Henricson, Foto: via Stromma

In den letzten zwei Jahren hatten die ausländischen Touristen, die einen großen Teil der Gäste auf dem Göta Kanal ausmachen, Schwierigkeiten, nach Schweden zu kommen. Jetzt wurden die Beschränkungen aufgehoben und sie können wieder wie bisher reisen.

Die Reisegruppen an Bord, die an Kreuzfahrt interessiert sind, kommen traditionell hauptsächlich aus Schweden, den Vereinigten Staaten und Europa. Alle wählen die Kreuzfahrt, um durch die Landschaft zu fahren und dem Göta Kanal zu folgen, der die Ostsee mit der Nordsee verbindet. Die aufbereiteten Kabinen der alten Boote sind kürzlich renoviert worden und auf der Speisekarte gibt es sorgfältig ausgewählte Zutaten von Produzenten entlang des Kanals. Dazu gut ausgewählte Weine.

− Die Umgebung lädt zu sozialer Gemeinschaft ein und ist ein sogenanntes Once-in-a-lifetime-Erlebnis. Zusammen erleben die Gäste schwedische Geschichte, die Spannung der Schleusen und Besuche berühmter Schlösser und Bauernhöfe. Die Gemeinschaft bringt Freunde fürs Leben und bevor die drei Tage zu Ende sind, haben sich neue Reisegruppen gebildet und die nächste Kreuzfahrt in einem anderen Teil der Welt ist geplant, sagt Peter Henricson.

Von hier kommen die Touristen, fünf in Top-Ländern

  1. Deutschland
  2. Die Schweiz
  3. Dänemark
  4. Norwegen 
  5. Die Vereinigten Staaten von Amerika

Fakten – Göta Kanal 
Seit mehreren Jahrhunderten erleben Touristen die Reise am Göta Kanal. Der Göta Kanal ist zum führenden Bauwerk des Jahrtausends ernannt. Um den Handel zu vereinfachen haben 60.000 Männer 22 Jahre gegraben, gesprengt und gemauert. Der Göta Kanal wurde 1822 eröffnet und führt seither durch unterschiedliche Umgebungen, wie z.B. durch die weiten des Vänernsees mit seinen Schären und engen Kanälen und Passagen. Das Schleusensystem in der Stadt Berg verfügt über 15 Schleusen und ist einer der Höhepunkte der Reise.  Ein weiteres Juwel ist Forsvik, eine Ortschaft, die für ihre Industrie und die älteste Schleuse des Landes bekannt ist.

Text: PM Stromma


Zu buchen unter anderem bei ATI World, Alzenau: atiworld.de

Von Göteborg nach Stockholm: Willkommen zurück an Bord der Reederei Göta Kanal

Nach einer zweijährigen Pause fahren die nostalgischen Kreuzfahrtschiffe der Reederei Göta Kanal wieder auf dem 190 Kilometer langen gleichnamigen Kanal. Wunderschöne Landschaften, schwedische Tradition, kulinarische Höhenflüge, Bewegung und Erholung – eine einzigartige Kombination mit Erfolg.

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Seit Anfang des Jahres 2001 gehört die Reederei Göta Kanal zur Stromma-Gruppe, wurde allerdings bereits im Jahr 1869 gegründet. Nicht viel jünger ist das erste vom Stapel gelaufene Kanalschiff M/S Juno, das Gäste bis heute mit seinem nostalgischen Charme verzaubert. Gemeinsam mit zwei weiteren nicht minder klassischen Flusskreuzfahrtschiffen können Passagiere auf den zwei- bis sechstägigen Touren von Mai bis September die idyllische Natur Mittelschwedens entdecken und sich von der Bordgastronomie verwöhnen lassen. 


Auf den unterschiedlichen Reiserouten zieht an den Passagierschiffen Schwedens Kulturlandschaft mit Höfen, Tieren und Feldern, sowie historischen Schlössern und Herrenhäusern vorbei. Weiterhin halten die Flusskreuzfahrtschiffe für geführte Touren an Land an, sodass bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Vadstena Klosterkirche, das Kanalmuseum in Trollhättan und das faszinierende Läckö Schloss besichtigt werden können. Wer das volle Programm erleben möchte, für den ist die „Schwedenreise“ genau das Richtige. Innerhalb von sechs Tagen bringt das Flusskreuzfahrtschiff seine Gäste von Stockholm nach Göteborg und vice versa. Für Interessierende der gleichen Route aber mit weniger Zeit im Gepäck bietet sich die „Klassische Kanalreise“ (vier Tage) an. Auf der Kreuzfahrt „Höhepunkte“ kann man in nur drei Tagen alle Highlights zwischen Mariestad und Norsholm erleben und die „Kleine Kanalreise“ führt innerhalb von zwei Tagen von Motala nach Söderköping, oder umgekehrt. 

An Bord steht neben einem Salon, einer Bar und gemütlichen Außenkabinen, der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Das hochprofessionelle Küchenpersonal serviert täglich ein vielseitiges Frühstücksbüfett, ein Zwei-Gänge-Menü zum Mittag, sowie ein dreigängiges Dinner und richtet sich auch auf Gäste mit Unverträglichkeiten und bestimmten Ernährungsweisen ein.

Darüber hinaus können die Gäste selbst wählen, ob sie zusammen mit dem deutschsprachigen Reiseleiter die in den Reisepausen geplanten und in der Buchung inbegriffenen Ausflüge unternehmen, oder die Umgebung auf eigene Faust erkunden wollen. Wer selbst auf Entdeckungstour geht, sollte die herrlichen Gassen in Söderköping oder Vadstena, ein erfrischendes Bad in einem der naheliegenden Seen oder einen Ausflug mit den Schiffsfahrrädern nicht verpassen.

Hinsichtlich der Covid-19-Pandemie hat die Reederei Göta Kanal ihr Sicherheits- und Hygienekonzept den heutigen Standards angepasst. Dabei richtet es sich stark an die Vorschriften und Empfehlungen der schwedischen Behörden. Zusätzlich werden alle Oberflächen in den Restaurants sowie in den weiteren öffentlichen Räumlichkeiten mehrmals täglich gereinigt und das Personal getestet.

Für den Betreiber ist das Flusskreuzfahrtkonzept ein Erfolg, denn im Vergleich zum letztmaligen Betrieb der Flusskreuzfahrten im Jahre 2019 haben sich die Buchungen aus Deutschland verdoppelt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach zweijährigem Stillstand nun endlich wieder Volldampf geben können. Neben steigenden Gästezahlen aus Dänemark erwarten wir in diesem Jahr zudem einen starken Zuwachs der Passagiere aus Deutschland. Viele Gäste sehnen sich nach Entspannung, Natur und Entschleunigung, dafür haben wir genau das richtige Angebot“, sagt Fredrik Duveskog, Business Director Rederi Göta Kanal.

Text: PM Reederei Göta Kanal

Zu buchen unter anderem bei ATI World, Alzenau: atiworld.de

Color Line legt jetzt auch „Color Hybrid“ auf

COLOR HYBRID, Foto: Ulstein

Aufgrund der rigiden Infektionsschutzmaßnahmen sowohl in Norwegen als auch in Schweden hat die norwegische Fährreederei Color Line beschlossen, auch ihre im August 2019  in Dienst gestellte und auf der Route Sandefjord-Strømstad eingesetzte Ro/Pax-Fähre  Color Hybrid (Foto) ab dem 2. Januar vorübergehend aufzulegen.

„Die Zahl der Reisenden auf der Strecke Sandefjord-Strømstad ist durch die aktuelle Infektionslage in Norwegen bereits stark beeinträchtigt, weshalb wir die Color Viking Mitte Dezember vorübergehend aus dem Verkehr gezogen haben. Wenn Schweden das Tarifniveau anhebt und ab dem 28. Dezember neue Zulassungsbedingungen einführt, müssen wir auch die Color Hybrid vorläufig außer Betrieb nehmen. Die Entscheidung bedeutet die Entlassung von etwa 150 Mitarbeitern auf See und an Land“, so Color Line-CEO Trond Kleivdal.

COLOR FANTASY, Foto: Jens Meyer

Aufgrund der zunehmenden Infektionen und des Auftretens der neuen Omicron-Variante haben die schwedischen Behörden beschlossen, dass alle ausländischen Reisenden bei der Einreise nach Schweden ab Dienstag, dem 28. Dezember, einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Diese Anforderung gilt auch für vollständig geimpfte Personen.

Die Entscheidung, die Color Hybrid vorübergehend außer Dienst zu stellen, hat die Entlassung von rund 150 Mitarbeitern zur See und an Land zur Folge. Die Kündigungen kommen zu den rund 800 Mitarbeitern hinzu, die bereits aufgrund der Entscheidung, die Color Viking und die beiden auf der Route Kiel-Oslo eingesetzten Schwesterschiffe Color Magic und Color Fantasy aus der Fahrt zu nehmen, gekündigt wurden. Die Color Viking wurde am 13. Dezember aus dem Verkehr gezogen, während die Color Magic bis zum 29. Dezember und die Color Fantasy (Foto) bis zum 10. Januar in Fahrt bleiben. JPM

Sommer in Schweden

Oliver Asmussen reiste mit der ARTANIA von Bremerhaven zum Bottnischen Meerbusen. Dabei entdeckte er das nordische Land mit seinen vielen Facetten.

Foto: Oliver Asmussen/Oceanliner-Pictures.com

Es ist die zweite Kreuzfahrt nach der Corona-­Pause, die an diesem 17. Juni 2021 in beginnt. Zum ersten Mal nach ihrer Rückkehr aus Australien am 08.06.2020 kehrt die Grand Lady, wie das 1984 als Royal Princess gebaute Schiff liebevoll genannt wird, mit Gästen an Bord an das Columbus Cruise Center zurück. An diesem herrlichen Sommermorgen liegt eine ganz besondere Stimmung in der Luft, denn es ist nicht die Rückkehr von der abgebrochenen Weltreise mit nur wenigen Gästen an Bord, sondern die Rückkehr von der ersten, regulären Kreuzfahrt in die Ostsee. Strahlend weiß und makellos schiebt sich der elegante Bug des 231m langen und 44.500 BRZ großen Kreuzfahrers die Weser­ hinauf. Kapitän Morten Hansen hat das Kommando.

Es ist fast schon ein Privileg, zu den ersten Gästen­ zu zählen, die mit der Artania wieder in See stechen. Zwar nicht nach Norwegen, wie ursprünglich geplant, aber wie sich später herausstellt, ist die alternative Ostseeroute sowieso die bessere Wahl. Die Stimmung unter den Wartenden ist gut. Sie sortieren sich nach vollständig geimpften und ungeimpften Personen. Natürlich alles unter Einhaltung der gültigen­ Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen. Diese Kreuzfahrt wird vermutlich die letzte sein, auf der ungeimpfte Gäste an Bord sind.

Foto: Oliver Asmussen/Oceanliner-Pictures.com

Die Sonne scheint den ganzen Tag vom wolken­losen Himmel über der Weserstadt. Zum Glück ist das so, denn die ankommenden Gäste dürfen zunächst nicht in das Terminalgebäude: Die Hygieneregelungen erlauben keine Menschen­ansammlungen innerhalb des CCCB. Die Mitarbeiter von Phoenix Reisen erkennen die Lage jedoch schnell und in bester organisatorischer Manier beginnt die Einschiffung­ früher als vorgesehen. Noch schnell einen medizinischen „Check-Point“ passiert, alle Fragebögen abgegeben und Dokumente (Coronatests, Impfnachweise) kontrollieren lassen – schon heißt es „Willkommen zu Hause“, „Willkommen an Bord“ der Artania

Foto: Oliver Asmussen/Oceanliner-Pictures.com

Auf der Artania muss in allen geschlossenen­ Bereichen eine Maske getragen werden. Es sei denn, man sitzt an einem festen Sitzplatz im Restaurant oder in einer der Lounges. Mit dieser Regelung tut sich kein Gast schwer, denn vielmehr ist es inzwischen zum Alltag geworden, sich und andere Menschen auf diese Weise zu schützen. Umso erfreulicher ist es, dass auf den Freidecks keine Maskenpflicht besteht, solange die Abstände zwischen den Reisenden eingehalten­ werden können. In allen Restaurants besteht, wie schon vor Beginn der Corona-Pandemie, freie Sitzplatzwahl. Somit ist es weiterhin möglich, jeden Abend das Restaurant zu wechseln. Die wohl bedeutendste Änderung ist der Wegfall des Lido-Buffetrestaurants. Das Restaurant hat jedoch nicht geschlossen, sondern wird vorerst als drittes à la carte-Restaurant genutzt. In allen Restaurants gibt es eine identische Speisekarte. Das sorgt für Entspannung, denn nun entscheidet alleine das Ambiente darüber, in welchem Restaurant man seine Mahlzeiten einnehmen möchte.

Beim Sail Away zum Sonnenuntergang können viele Reisende ihre Emotionen nicht mehr zurückhalten. Tränen kullern über viele Wangen, als Kapitän Morten Hansen das Typhon der Artania immer und immer wieder ertönen­ lässt. Die zu dieser Zeit noch aufgelegte Amadea­ und Amera erwidern prompt den Gruß der Artania. Untermalt mit der Auslaufmelodie wird die Abfahrt in Bremerhaven besonders emotional….

… Lesen Sie weiter in der AN BORD 3/21.

Kreuzfahrer in Schweden begrüßt

In Stockholm wurde mit der Mein Schiff 6 am 15. Juni das erste Kreuzfahrtschiff seit Ausbruch der Pandemie abgefertigt. Die Mein Schiff 6 hat von Kiel kommend die Schären angelaufen und im Stadthafen als erster Kreuzfahrer des Jahres festgemacht. Die enge Zusammenarbeit von Hafengesellschaft und den Gesundheitsbehörden hat diesen behutsamen Neustart ermöglicht und eine positive Botschaft sowohl an internationale Kreuzfahrtreedereien als auch an die schwedische Tourismusbranche gesendet, wie die Hafengesellschaft mitteilt.

Als die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ausbrach, wurde der Kreuzfahrttourismus weltweit getroffen. Auch in Schweden brachen 2020 die Zahlen ein. Während der Krise haben die Häfen in Stockholm, Visby und Göteborg zusammengearbeitet, um gemeinsame Richtlinien und Praktiken zu entwickeln, die es den Reedereien ermöglichen, den Betrieb sicher wieder aufzunehmen. „Durch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Regulierungsbehörden bei der Festlegung gemeinsamer Protokolle, eindeutiger Verhaltenskodizes und Praktiken für Kreuzfahrtschiffanläufe haben die Reedereien eine gemeinsame Richtlinie eingehalten, die den Neustart des wichtigen Kreuzfahrttourismus erleichtert hat“, erklärt Joakim Larsson, Stadtplanungskommissar der Stadt Stockholm, zuständig für die Häfen von Stockholm.

Er lobt besonders die Reedereien, die die Verantwortung dafür übernommen haben, während der COVID-19-Pandemie transparente und umfassende Regelungen für Kreuzfahrtanläufe zu etablieren. Diese Arbeit der Reedereien haben laut Larsson die Gespräche mit Häfen und Regulierungsbehörden beschleunigt. Nach TUI Cruises folgen jetzt auch AIDA Cruises und MSC mit Anläufen im Sommer in Stockholm.

Aber auch in Göteborg geht der Tourismus los. Am 18. Juni war die AIDAsol in Göteborg als erster Anlauf. „Wenn wir in Göteborg mit den Reedereien gesprochen haben, sind sie der Meinung, dass wir die Situation gut gemeistert haben, indem wir unsere Planung kontinuierlich angepasst und einen transparenten Dialog geführt haben, um über die geltenden Verfahren zu informieren“, sagt Martin Meriwall, Cruise Operations Manager im Hafen von Göteborg.

Der sichere Weg ist die sogenannte „Bubble Cruise“, bei der die Passagiere in ihrer eigenen „Blase“ bleiben. Sie nutzen exklusiv gecharterte Busse und exakt festgelegte Zeiten für den Besuch von Museen. So können Kontakte mit Menschen außerhalb der Blase verhindert werden.

Das Kreuzfahrtgeschäft ist auch in Schweden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Allein in der Region Stockholm hat die Kreuzfahrtindustrie einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von 176 Millionen Euro. 1100 Arbeitsplätze hängen an der maritimen Tourismusbranche. FB

Erfolgreicher Probe-Anlauf: Hafenerweiterung in Ystad sichert weiteres Wachstum

Der Ausbau des südschwedischen Hafens Ystad in Südschweden ist beendet. Zwei neue Fähranleger mit neuen RoRo-Rampen und Landstromanschluss ermöglichen es jetzt, mehr Verkehre und größere Schiffe abfertigen zu können. Am 25. November 2020 absolvierte die erste Fähre erfolgreich ihren Probeanlauf im neuen Hafenteil, um sicherzustellen, dass die neuen Anleger einwandfrei funktionieren. Ab dem neuen Jahr werden die neuen Liegeplätze dann regelmäßig genutzt.

„Der Hafen von Ystad hat jetzt gute Voraussetzungen und Kapazitäten, um sowohl im Passagier- als auch im Frachtbereich weiter zu wachsen. Nach der Eröffnung der neuen Route Ystad-Sassnitz im September freuen wir uns besonders auf regelmäßige Verkehre von und nach Deutschland”, sagt Björn Boström, Geschäftsführer der Hafenverwaltung Ystad Hamn. Der südschwedische Hafen verzeichnet seit Jahren einen deutlichen Anstieg im Güter- und Personenverkehr und ist nach seinen Angaben größter Hafen in Schweden mit täglichen Fährverkehr nach Polen und Bornholm sondern auch drittgrößter Fährpassgierhafen des Landes.

Foto: Ystad Hamn

Prognosen zufolge wird das Wachstum trotz der Pandemie weiter anhalten. Das gilt sowohl für den Verkehr von und nach Swinoujscie in Polen sowie nach Bornholm, als auch für die neue Verbindung nach Sassnitz auf Rügen. Um den positiven Zukunftsaussichten bestmöglich entgegenzukommen, musste die Kapazität des Hafens bedarfsgerecht erhöht werden. Das abgeschlossene Bauvorhaben ist eines der größten Infrastrukturprojekte Südschwedens und wurde mit EU-Fördermitteln in Höhe von fast 700 Mio. Euro unterstützt. Im Mai 2019 haben die Arbeiten begonnen, eineinhalb Jahre später ist der neue Hafenabschnitt für den Fährverkehr nun fertiggestellt. Der neue Fährhafen vergrößert den Hafen land- und seeseitig, und beinhaltet unter anderem neue Vorstauflächen, Ankunftsbereiche, neue Wellenbrecher, Flächen für Zoll- und Grenzkontrollen und nicht zuletzt moderne Fähranleger. Bis Ende 2021 soll zudem die Möglichkeit der LNG-Betankung für die Fähren der Swinoujscie-Routen geschaffen werden. JPM