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Color Line mustert Fähren aus

Die Perspektiven für 2023 haben bei der größten norwegischen Fährreederei zu ersten Maßnahmen geführt. Wie das Unternehmen in Oslo bekanntgab, werden zwei der sieben Schiffe die Flotte noch im November verlassen und verkauft.

Color Viking, Foto: Frank Behling

Die Passagier- und Autofähre Color Viking soll von der Route Sandefjord-Strömstad abgezogen werden. Von der Kiel-Oslo-Route wird die Frachtfähre Color Carrier abgezogen. Beide Schiffe sollen kurzfristig verkauft werden. Die Reederei erhofft sich dadurch für 2023 ein um mindestens fünf Millionen Euro besseres Ergebnis.

Gründe für die Entscheidung sind die derzeit schlechten Wirtschaftsprognosen für 2023, die unverändert hohen Energiekosten für Treibstoff und Landstrom sowie Änderungen bei der Besteuerung von den an Bord der Fähren verkauften Tabakwaren.

Color Carrier, Foto: Frank Behling

Da Norwegen nicht zur EU gehört, ist auf den Schiffen der Reederei der Verkauf von Alkohol und Tabak steuerbegünstigt möglich. Dieses Geschäft macht einen großen Teil des An-Bord-Verkaufs aus. Besonders die Kurzstrecke zwischen Sandefjord und Strömstad in Schweden wird durch Einnahmen aus dem Verkauf von Tabakwaren und Spirituosen finanziert. Für norwegische Staatsbürger wurde der pro Fahrt erlaubte steuerfreie Tabakeinkauf halbiert. Bislang durften Norweger 400 Zigaretten oder 500 Gramm Tabak pro Fahrt einführen.

Mit der Reduzierung auf 200 Zigaretten gleicht sich Norwegen an die Zollbestimmungen der EU an, wo bereits jetzt 200 Zigaretten aus Nicht-EU-Staaten eingeführt werden dürfen. Beim Tabak wird die erlaubte steuerfreie Menge auf 250 Gramm reduziert.

Color Viking fährt seit mehr als 20 Jahren eine ganzjährige, tägliche Route zwischen Norwegen und Schweden, aber aufgrund hoher Energiekosten und geschwächter Rahmenbedingungen ist es leider nicht mehr finanziell tragbar, dieses Schiff auf der Route zu betreiben“, sagt sie Geschäftsführer Trond Kleivdal.

In Zukunft wird auf dieser Route für die Reederei die moderne Fähre Color Hybrid allein fahren. Das 2019 in Dienst gestellte Schiff ist eine der modernsten Fähren Nordeuropas.

Ein weiterer Grund für die Entscheidung ist neue Subventionsregelung für norwegische Seeleute. Für 2023 soll es laut Reederei eine weitere Abschwächung der Regelung geben. Damit sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb der Fähren unter norwegischer Flagge schlechter geworden.  

Color Line wird auch den Betrieb des Frachters Color Carrier auf der Route Kiel-Oslo einstellen. Der Betrieb ist aufgrund stark steigender Treibstoffkosten und gestiegener Besatzungskosten bei gleichzeitig schwächeren Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht mehr tragbar, so die Reederei.

„Dies sind anspruchsvolle, aber notwendige Entscheidungen zur Straffung. Wir beginnen jetzt mit einem Prozess mit dem Ziel, die Zahl der Entlassungen zu minimieren, unter anderem durch die Versetzung auf andere Schiffe der Flotte sowie durch das Angebot freiwilliger Programme“, sagt Kleivdal.

Color Magic, Foto: enapress.com

Die Color Viking wird am 20. November stillgelegt. Die Color Carrier hat am 14. November ihre letzte Fahrt. Auf der Route Oslo-Kiel wird Color Line das Angebot für Frachttransporte mit den Schwesterschiffen Color Fantasy und Color Magic fortsetzen, die sich mit einer guten Transportbilanz ebenfalls in einem positiven Trend befinden. „Wir haben beim Passagierverkehr eine positive Entwicklung“, so Dirk Hundertmark, Geschäftsführer von Color Line in Kiel. FB

Color Line für 2022 optimistisch – Buchungsrate bereits wieder auf dem Niveau von 2019

Die norwegische Fährreederei Color Line erwartet für 2022 ein deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr, wobei fast das Niveau eines normalen Jahres vor der Pandemie erreicht werden könnte. Das Unternehmen profitiert u.a. von seinem besonders loyalen Kundenstamm, attraktiven Produkten und einem erneuten Interesse an den lokalen Tourismus-Märkten im Tourismus in Verbindung mit einem kostengünstigeren Betrieb.

Vor allem aufgrund der großen operativen Herausforderungen durch die von der norwegischen Regierung auferlegten Pandemie-bedingten Restriktionen war 2021 für die Reederei ein weiteres anspruchsvolles Jahr. Wie aus dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht hervorgeht, beliefen sich die Betriebseinnahmen im Jahr 2021 auf 2,6 Mrd. NOK, was dem Niveau von 2020 entsprach und deutlich unter den 5,3 Mrd. NOK des letzten normalen Jahres 2019 lag. Das Betriebsergebnis des Unternehmens stieg jedoch von -47 Mio. NOK im Jahr 2020 auf 211 Mio. NOK im Jahr 2021. Der Gewinn vor Steuern betrug 2021 -591 Mio. NOK, verglichen mit -1,2 Mrd. NOK im Jahr 2020.

Im Berichtsjahr wurden insgesamt 1.143.480 Passagiere und 180.850 Frachteinheiten (12-m-Äquivalent) befördert, im Vergleich zu 1.255.046 Passagieren und 174.068 Frachteinheiten im Jahr 2020. Auch 2021 wurde der Betrieb durch die Corona-Einschränkungen negativ beeinflusst. Das Unternehmen hat jedoch Wert darauf gelegt, den Güterverkehr aufrechtzuerhalten, und in diesem Zeitraum mit vorwiegend drei Schiffen das gleiche Ladungsvolumen wie in einem normalen Jahr transportiert. Gleichzeitig hat die Color Line die Zeit genutzt, um den Betrieb in mehreren wichtigen Bereichen zu stärken. Die fortschreitende Digitalisierung wurde beschleunigt, die Betriebsabläufe gestrafft und die Nachhaltigkeitsanstrengungen intensiviert.

„Wir sehen jetzt die entsprechenden Ergebnisse“, so Trond Kleivdal, CEO von Color Line. „Die von der Color Line registrierte Nachfrage stieg schnell auf das Niveau vor der Pandemie, als Anfang 2022 die Restriktionen aufgehoben wurden. Die Buchungsrate liegt jetzt auf dem Niveau von 2019, und die Aussichten für das laufende Jahr sind daher sehr positiv. Die Buchungsentwicklung nach der Normalisierung bestätigt, dass wir ein attraktives Produkt mit einer starken zugrunde liegenden Nachfrage auf allen unseren Linien haben, und wir sehen jetzt einen ständig wachsenden Wunsch, zwischen Norwegen und unseren europäischen lokalen Märkten zu reisen“, erläutert Kleivdal.

2021 habe die Color Line ihre langfristige Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt und im Laufe des Jahres die Ambitionen im gesamten Nachhaltigkeitsspektrum aktualisiert. Ab 2021 berichtet das Unternehmen gemäß den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Die Cruise-Fähre Color Fantasy wurde refinanziert. Die neue Struktur beträgt 800 Mio. NOK (von ca. 660 Mio. NOK), mit einer erstrangigen Hypothek auf das Schiff und der gleichen Covenant-Struktur wie ein entsprechendes Darlehen im Unternehmen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und mit ca. 11-jährigem Abtragsprofil. JPM

Kreuzfahrthafen Kiel: 922.000 Passagiere Indiz für Aufwärtstrend im Seetourismus

Foto: Jens Meyer

Der Kieler Seehafen hat 2021 mit einem Zuwachs des Ladungsvolumen um 9,3 Prozent auf 7,6 Millionen Tonnen nicht nur einen neuen Rekord beim Frachtumschlag erzielt, sondern kann auch im Seetourismus mit 921.796 Fähr- und Kreuzfahrtpassagieren nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr (517.540) vermelden.

„Für 2022 rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung und mit einer Rückkehr zur neuen Normalität“, kommentierte der über die auch im Passagierbereich registrierten guten Zahlen erfreute Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Dr. Dirk Claus, das Jahresergebnis des Förde-Hafens.

„Wir haben in 2021 gesehen, dass Reisen, sowohl auf Fähr- als auch auf Kreuzfahrtschiffen, auf Basis unserer gemeinsam mit den Reedereien entwickelten, guten Hygienekonzepte möglich sind. Die Nachfrage nach Schiffsreisen ist da.“ Die bisherige Buchungslage lasse auf eine stärkere Kreuzfahrtsaison 2022 hoffen.

2021 sei ein gutes Jahr, sowohl für den Fährverkehr mit 633.000 Passagieren (Vorjahr 483.000) als auch insbesondere für den Kreuzfahrtbereich mit 289.000 Passagieren (Vorjahr 34.500) gewesen. Mit 134 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen im Jahr 2021 (29 im Vorjahr) habe sich Kiel als einer der erfolgreichsten nordeuropäischen Kreuzfahrthäfen positioniert, auch wenn die Passagierzahlen natürlich noch niedriger lagen als in normalen Zeiten. „Ohne Corona wären eine Million Passagiere in 2021 durchaus eine realistische Größe gewesen“, ist Claus überzeugt.

HAMBURG, Foto: Jens Meyer

Für 2022 lägen bereits deutlich über 200 Anmeldungen von Kreuzfahrtschiffen vor, wobei die Saison am 2. April mit dem Flusskreuzer Katharina von Bora eröffnet werde, gefolgt am 20.04.2022 von dem von Plantours vermarkteten Seeschiff Hamburg. Die meisten Anläufe werden in diesem Jahr von dem Rostocker Anbieter AIDA Cruises geboten, dessen Schiffe 39 Mal Flagge werden, gefolgt von MSC Cruises mit 38 Anläufen. Dabei dürfte es mit der Abfertigung von fünf Schiffen am 11.6. einen spektakulären Höhepunkt geben. Insofern blicke man optimistisch in eine weiter verbesserte Saison mit weiter steigenden Passagierzahlen. Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Kieler Hafen die entsprechenden Konzepte, dies umweltverträglich und sicher von Kiel aus zu gewährleisten. Die vorübergehende Aussetzung der RoPax-Fähren Color Fantasy und Color Magic im Oslo-Dienst der Color Line bedauere man und sei optimistisch, dass der Liniendienst auch für Passagiere eher kurzfristig wieder aufgenommen werden kann. Die Frachtfähre Color Carrier verkehrt weiter zwischen Oslo und Kiel.

Katharina von Bora, Foto: nicko cruises

Der Seehafen Kiel habe sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 alle von ihm verursachten Kohlendioxidemissionen (CO2) auf null zu reduzieren. Der am 24. November 2021 vorgestellte Drei Stufen-Plan des Hafens sieht vor, in 2022/2023 bereits 60 Prozent des Energiebedarfs der Kiel anlaufenden Schiffe mit Ökostrom zu decken. In 2025 sollen es dann 80 bis 90 Prozent sein, bevor in 2030 Klimaneutralität erreicht wird. Landstrom ist dabei das zentrale Element der Emissionsreduzierung. Die bestehenden Landstromanlagen am Ostseekai, am Schwedenkai und am Norwegenkai seien einsatzbereit und werden von Fähr- und Kreuzfahrtschiffen genutzt. Der Baustart für die Landstromanlage am Ostuferhafen ist in diesem Jahr vorgesehen… In den Jahren 2022/2023 sollen am Ostseekai bereits 60 bis 80 Kreuzfahrtschiffe klimaneutral im Kieler Hafen abgefertigt werden, so Claus. JPM

Color Line legt jetzt auch „Color Hybrid“ auf

COLOR HYBRID, Foto: Ulstein

Aufgrund der rigiden Infektionsschutzmaßnahmen sowohl in Norwegen als auch in Schweden hat die norwegische Fährreederei Color Line beschlossen, auch ihre im August 2019  in Dienst gestellte und auf der Route Sandefjord-Strømstad eingesetzte Ro/Pax-Fähre  Color Hybrid (Foto) ab dem 2. Januar vorübergehend aufzulegen.

„Die Zahl der Reisenden auf der Strecke Sandefjord-Strømstad ist durch die aktuelle Infektionslage in Norwegen bereits stark beeinträchtigt, weshalb wir die Color Viking Mitte Dezember vorübergehend aus dem Verkehr gezogen haben. Wenn Schweden das Tarifniveau anhebt und ab dem 28. Dezember neue Zulassungsbedingungen einführt, müssen wir auch die Color Hybrid vorläufig außer Betrieb nehmen. Die Entscheidung bedeutet die Entlassung von etwa 150 Mitarbeitern auf See und an Land“, so Color Line-CEO Trond Kleivdal.

COLOR FANTASY, Foto: Jens Meyer

Aufgrund der zunehmenden Infektionen und des Auftretens der neuen Omicron-Variante haben die schwedischen Behörden beschlossen, dass alle ausländischen Reisenden bei der Einreise nach Schweden ab Dienstag, dem 28. Dezember, einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Diese Anforderung gilt auch für vollständig geimpfte Personen.

Die Entscheidung, die Color Hybrid vorübergehend außer Dienst zu stellen, hat die Entlassung von rund 150 Mitarbeitern zur See und an Land zur Folge. Die Kündigungen kommen zu den rund 800 Mitarbeitern hinzu, die bereits aufgrund der Entscheidung, die Color Viking und die beiden auf der Route Kiel-Oslo eingesetzten Schwesterschiffe Color Magic und Color Fantasy aus der Fahrt zu nehmen, gekündigt wurden. Die Color Viking wurde am 13. Dezember aus dem Verkehr gezogen, während die Color Magic bis zum 29. Dezember und die Color Fantasy (Foto) bis zum 10. Januar in Fahrt bleiben. JPM

Color Line befördert auf Kiel-Oslo nur noch Güter

Die Color Line legt ihre beiden großen Kreuzfahrtfähren Color Fantasy und Color Magic sowie die die Fähre Color Viking wieder auf. Grund sind die neuen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung der norwegischen Regierung.

Die Entscheidung bedeutet auch die Entlassung von 700 Besatzungsmitgliedern, da die beiden Kiel-Oslo-Fähren mit jeweils vier Besatzungen die größten Schiffe im Konzern sind.

Die Reederei teilte am Montag mit, dass die Color Magic bereits am 29. Dezember den Dienst einstellen wird. Das Schwesterschiff Color Fantasy wird mit Beginn der eh geplanten Werftzeit am 10. Januar den Dienst auf der Route einstellen.

„Diese Entscheidung, die unsere Mitarbeiter betrifft, wollten wir angesichts Weihnachtsferien so lange wie möglich vermeiden“, teilte Color-Vorstand Trond Kleivdal in Oslo mit. Auslöser ist auch das Infektionsgeschehen in der norwegischen Hauptstadt Oslo, wo die Zahlen der infizierten Menschen seit Ende November auch stark steigen.

Foto: Frank Behling

Nachdem die norwegische Regierung am 20. Dezember wieder strengere Corona-Maßnahmen angekündigt und in einem ersten Schritt auch wieder eingeführt hat, gab es für die Color Line keine andere Alternative aus die Entscheidung zu treffen Color Magic und Color Fantasy vorübergehend außer Betrieb zu nehmen, so Kleivdal.

Die beiden Schiffe lassen sich nur durch das Angebot der Kurzkreuzfahrten wirtschaftlich betreiben. Für Fährpassagiere der Reederei aus Deutschland gibt es jetzt nur die Routen der Color Line ab Hirtshals in Norddänemark. Für Reisende mit einem gültigen EU-Impfzertifikat ist die Einreise nach einem Test im Einreisehafen in Norwegen ohne Quarantäne erlaubt. Passagiere ohne Impfschutz müssen zwei Wochen in Quarantäne.

Da der Gütertransport von den Reisebeschränkungen nicht betroffen ist, wird es eine Erhöhung der Abfahrten der Frachtfähre Color Carrier auf drei wöchentliche Rundreisen zwischen Kiel und Oslo geben. Wie schon im vergangenen Winter bleibt der Gütertransport von den Einschränkungen unberührt.  

Die Aktivitäten von Color Line sind stark von den neuen Infektionsschutzmaßnahmen der Regierung betroffen, die sich auch auf alle Ankünfte und Prüfungen von Passagieren in Norwegen erweitern. Durch die Verschärfungen der Regierung werde man mitten in der wichtigen Weihnachtszeit praktisch geschlossen, so die Reederei.

„Nach bald zwei Jahre an vorderster Front der Pandemiebekämpfung müssen wir leider noch einmal das Angebt drosseln und geben Kündigung einer großen Zahl unserer Mitarbeiter bekannt“, sagt Kleivdal.

Das Unternehmen hat bereits die Fähre Color Viking auf der Strecke Sandefjord-Strømstad vorübergehend außer Betrieb genommen, wovon 100 Mitarbeiter betroffen sind. 

Auf den Strecken nach Hirtshals von Kristiansand und Larvik pendeln weiter die Fähren Superspeed 1 und Superspeed 2. FB

Entlassungen wegen Corona-Maßnahmen: „Color Viking“ wird vorübergehend aufgelegt

Die norwegische Fährreederei Color Line hat beschlossen, ihre auf der Route Sandefjord – Strømstad eingesetzte Ro/Pax-Fähre Color Viking (19 763 BRZ) ab Montag, 13.12.2021, vorübergehend aus dem Verkehr zurückzuziehen. Hintergrund ist der deutliche Rückgang bei der Anzahl der Passagiere, nachdem die norwegische Regierung neue nationale Corona Maßnahmen eingeführt hat, die die sozialen Kontakte beschränken sollen. Mit dieser Entscheidung ist Freisetzung von knapp 100 Mitarbeitern verbunden.

Foto: Color Line

„Dies ist eine sehr schwere Nachricht für unsere Mitarbeiter, die zuvor von der Pandemie stark betroffen waren. Wir hoffen nun dringend, dass die Regierung spezifische Regelungen, wie zum Beispiel einen Lohnausgleich, in Kraft setzt, um die realen die Auswirkungen staatlicher Maßnahmen zu kompensieren. Dies kann helfen, unseren Mitarbeiter das Vertrauen in der Weihnachtszeit und darüber hinaus bis zu einer dauerhaften Normalisierung zu sichern, so Color Line-CEO Trond Kleivdal.

Auf der Route Sandefjord – Strømstad betreibt Color Line neben der 1985 erbauten Color Viking und auch die 2019 in Dienst gestellte Color Hybrid (27164 BRZ) als größte Plug-in-Hybrid-Fähre der Welt. Die Schiffe bieten in der Regel ganzjährig je zwei Tagesrundreisen auf dieser für den Personen- und Güterverkehr zwischen Norwegen und Schweden wichtigen Route Durch den Rückzug der Color Viking wird das Angebot auf täglich zwei Hin- und Rückfahrten mit der Color Hybrid reduziert.

Die Color Line AS mit Hauptsitz in Oslo ist mit rund 2.000 Mitarbeitern in vier Ländern tätig. Mit der Beförderung von rd. 3,8 Mio. Passagieren, 900 000 Autos und 180 000 Frachteinheiten pro Jahr lwird ein Jahresumsatz von mehr als 5 Milliarden NOK eingefahren. Das Unternehmen verfügt über eine Flotte von sieben im norwegischen Schiffsregister registrierten Schiffen und betreibt vier internationale Fährverbindungen zwischen sieben Häfen in Norwegen, Deutschland, Dänemark und Schweden, darunter auch die Route Kiel-Oslo. JPM

Hyggelige Reisen zur Adventszeit  

In fast allen Metropolen Nordeuropas werden Ende November die Weihnachtsmärkte öffnen. Nachdem Lockdown im vergangenen Jahr ist jetzt die Rückkehr zur Normalität angesagt. Dabei ist gleichzeitig die Zeit der „hyggeligen Momente“. Das Wörtchen hyggelig steht für dänische Gemütlichkeit.   

Damit ist nach einem Jahr Pause auch der Weihnachtsmarkt-Tourismus wieder aktiv. Fast alle großen Kreuzfahrtanbieter kommen mit Weihnachsmarkt-Angeboten daher.

Das beste Angebot für Liebhaber des schwedischen Glühweins „Glögg“ bieten Hapag-Lloyd Cruises und Phoenix Reisen. Der Bonner Veranstalter hat dabei bereits seit fast zehn Jahren Erfahrung in Weihnachtsmarkt-Reisen.

Amadea, Foto: Frank Behling

Das 600-Betten-Schiff Amadea tourt diesmal zwischen 25. November und 9. Dezember gleich zweimal von Bremerhaven aus zu deutschen und dänischen Häfen mit großen Weihnachtsmärkten.

Kiel, Kopenhagen, Wismar, Lübeck und Warnemünde stehen auf der Route. In Kiel wird es dabei den neuen Weihnachtsmarkt mit Dorf auf dem Rathausplatz zu sehen geben.

Die größte Ration Weihnachtsstimmung bekommen die Passagiere der Hanseatic inspiration bei der Reise durch die Ostsee vom 8. bis 20. Dezember. Bei der zwölftägigen Reise werden Oslo, Kopenhagen, Stockholm und Aarhus angelaufen.

Bei den Reisen sollen auch die Landgänge individuell möglich sein. Dadurch wird ein Besuch der Weihnachtsmärkte in Skandinavien zu einem besonderen Erlebnis.

Auf das weihnachtliche Ambiente setzen in diesem Jahr aber auch die großen Reedereien. TUI Cruises, AIDA Cruises und MSC sind auch in deutschen Häfen im November und Dezember zu sehen.  

Die Überraschung brachte jetzt die Schweizer Reederei MSC, die für die Wintersaison die MSC Magnifica nach Nordeuropa schickt. Das 2010 in Hamburg getaufte 2500-Betten-Schiff wird rechtzeitig zur Weihnachtssaison am 14. November jeden Sonntag von der Elbe starten.

Von Hamburg aus sind im Dezember auch die AIDAnova und die AIDAprima unterwegs. Neben den Häfen in Westeuropa will AIDA mit der AIDAnova dann Reisen nach Norwegen anbieten und dabei Oslo und Stavanger ansteuern.

Für TUI Cruises startet am 5. Dezember von Bremerhaven mit der Mein Schiff 1 zu einer Fahrt nach Kopenhagen, Warnemünde und Oslo. Es ist die erste echte Weihnachtsmarkt-Reise des Hamburger Veranstalters.

Konkurrenz bekommen die Kreuzfahrer dabei durch die Fähren. Die norwegische Color Line und auch die schwedische Stena Line bieten in der Vorweihnachtszeit spezielle Mini-Kreuzfahrten an. Dabei spielt die Corona-Pandemie auf den Fähren kaum noch eine Rolle.

Restaurants und Bars sind auf den Fähren individuell nutzbar. Durch die hohe Impfquote sind in Skandinavien Maskenpflicht und Registrierungen zum Teil abgeschafft. Das gilt auch für die Fähren, auf denen Masken nur noch in wenigen Bereich getragen werden müssen. FB

Norwegen macht auf – „Hanseatic Nature“ war da

Die norwegische Regierung bereitet weitere Lockerungen für den Sommer vor. Der Reiseverkehr für geimpfte, getestete oder genesene Touristen aus Deutschland könnte ab dem 5. Juli möglich sein. Das gilt dann für Bürger aus Ländern, in denen die 14-Tage-Inzidenz unter 50 positive Tests auf 100000 Einwohner liegt. In Deutschland ist der Wert inzwischen bei 25,08 Fällen auf 100000. Frankreich, Spanien, Belgien und die Niederlande liegen derzeit noch deutlich über der 50er Marke.

Voraussetzung ist für die Einreise ist die Teilnahme am digitalen Impfnachweis-Programm „EU Gateway“, mit dem die norwegischen Behörden noch in dieser Woche verbunden werden. Bereits am Donnerstag begrüßten die Hurtigruten die Entscheidung der norwegischen Regierung. „Hurtigruten nimmt wieder Fahrt auf! Mit dem Ende der Reisebeschränkungen freuen wir uns sehr darüber, wieder deutsche, österreichische und schweizer Gäste bei uns ans Bord begrüßen zu dürfen, um Ihnen die Schönheit Norwegens zu zeigen“, so Heiko Jensen von Hurtigruten aus Hamburg.

Und auch die Color Line bereitet die Aufnahme der normalen Reisetätigkeit vor. „Wir prüfen gerade die Möglichkeiten, wie wir die Vorgaben für den Reiseverkehr schnell umsetzen können“, so Dirk Hundertmark, Geschäftsführer der Color Line in Deutschland. Am Donnerstag startete mit der Color Fantasy auch die zweite Kreuzfahrtfähre der Reederei nach dem sechsmonatigen „Corona-Stopp“. Noch am Wochenende weitere Informationen zum Sommerreiseprogramm mit der Color Line erwartet.

Einreisen darf aber zunächst nach Norwegen nur der, der auch am digitalen Impfnachweis-Programm der EU teilnimmt. Die Registrierung der Impfung in der App des Smartphones ist dabei ein wichtiger Schritt.

Auch die Kreuzfahrtreedereien bereiten die Aufnahme der Reisen nach Norwegen vor. „Norwegen ist für unsere Gäste ein sehr attraktives Ziel“, so Hansjörg Kunze. Es deutet einiges darauf hin, dass ab dem 5. Juli auch wieder Kreuzfahrten nach Norwegen erlaubt sein werden.

Als eines der ersten Kreuzfahrtschiffe lief am 24. Juni die Hanseatic Nature zu einer Scenic-Reise in den Oslofjord ein und fuhr bis in den Stadthafen von Oslo. Ein Landgang war aber noch nicht erlaubt. FB

„Color Magic“ startet am 9. Juni

Die Normalisierung des Reiseverkehrs geht weiter. Die norwegische Reederei Color Line wird den seit Januar ruhenden Betrieb der Kreuzfahrtfähren zwischen Kiel und Oslo im Juni wieder aufnehmen. Wie die Reederei am Freitag in Oslo bekanntgab, wird am 9. Juni die Color Magic wieder Kurs auf Kiel nehmen. Zunächst nur mit norwegischen Passagieren und Lastwagenfahrern an Bord. Am 24. Juni soll dann auch das Schwesterschiff Color Fantasy starten.

„Es ist ein Tag der Freude für die Mitarbeiter und alle Gäste des Unternehmens“, so Trond Kleivdal, Vorstand der Reederei. Die Freigabe des Reiseverkehrs für norwegische Kreuzfahrtgäste bedeute den nächsten Schritt hin zur Normalisierung. Vorerst dürfen aber nur Gäste aus Norwegen mit den Schiffen nach Kiel fahren. Landgang ist gemäß den geltenden Vorgaben der Regierung in Oslo noch nicht erlaubt.

Color Fantasy, Foto: Frank Behling

Die schrittweise Öffnung Norwegens sei ein wichtiges Signal, so die Reederei. Das nächste Ziel ist die Wiederaufnahme des Tourismusverkehrs mit den nordischen Ländern und Deutschland im Sommer. In diesem Sommer zu öffnen. Auch mit Blick auf dieses Ziel sei Erlaubnis der schrittweisen Wiedereröffnung der Linie Kiel-Oslo ein wichtiges Signal, so Kleivdal. Diese Öffnung für Touristen aus nordischen Nachbarstaaten Schweden und Dänemark sowie aus Deutschland könne die Color Line dazu beitragen, Tausende norwegischer Arbeitsplätze im Tourismus zu sichern.  FB

Norwegen: Grenzen bleiben dicht

Die Hoffnung auf Kreuzfahrten nach Norwegen haben sich auch für den Frühsommer zerschlagen. Die norwegische Regierung hat zwar einen Stufenplan zur schrittweisen Öffnung aus dem Lockdown verkündet. Es gibt jedoch keinen verbindlichen Zeitplan. „Wir bereiten uns auf eine weitere Verlängerung der Aussetzung des Fahrplans vor“, sagte Dirk Hundertmark, Geschäftsführer der Color Line.

Lockerungen der strengen Reiseverbote sollen an die Entwicklung der Inzidenzen gekoppelt sein. Für spontane deutsche Urlauber bleibt Norwegen weiter geschlossen. Das beinhaltet auch Kreuzfahrten. Erste Lockerungen zeichnen sich für Norweger ab. So rechnet man bei der Color Line damit, dass die beiden Kreuzfahrtfähren Color Fantasy und Color Magic in der zweiten Hälfte des Monats Mai wieder in Betrieb kommen könnten. Dann aber vorerst nur für norwegische Passagiere. Der Stufenplan der norwegischen Regierung sieht vor, dass bei einem weiter so positiven Verlauf der Pandemie in Norwegen der „Inlands-Tourismus“ ab Mitte Mai wieder möglich sein könnte.

Color Fantasy, Foto: Frank Behling

Zum Inlandstourismus gehörten 2020 auch die Color Magic und die Color Fantasy. Die beiden zwischen Kiel und Oslo pendelnden Kreuzfahrtfähren dürfen dann aber nur für norwegische Passagiere genutzt werden. Die norwegischen Passagiere dürfen dabei in Kiel das Schiff nicht verlassen. „Das wird sich aber bestimmt im Sommer mit steigenden Impfzahlen ändern. Ein Datum lässt sich aber nicht abschätzen“, so Hundertmark.

Zuletzt hatte es in Norwegen im März sehr hohe Infektionszahlen gegeben. Die Inzidenz ist inzwischen in Norwegen im Schnitt bei 50. Nachdem es bis Anfang April zum Teil über 800 Neuinfektionen pro Tag in Norwegen gab, fallen die Zahlen seit dem 14. April Tag um Tag.

Foto: Frank Behling

Die norwegische Regierung hat aber auch Kreuzfahrtschiffen für Panorama-Reisen weiter die Einfahrt in die Fjorde verboten. Seit August 2020 war kein ausländischen Kreuzfahrtschiff mit Passagieren mehr in Norwegen. Die letzten Schiffe waren am 5. August die Mein Schiff 1 und die Mein Schiff 2 in Oslo.

In Dänemark bleiben die Auflagen für die Einreise aus touristischen Gründen auch streng. Die Einreise zum Urlaub aus Deutschland ist ab Mai nur für Bürger aus Schleswig-Holstein erlaubt. Wann Dänemark wieder uneingeschränkte Einreise erlaubt, ist noch unklar. FB