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„Isabelle“: Bridgemans nutzt Kaufoption für Tallink-Fähre zum Umbau in Floatel

Die im kanadischen Vancouver ansässige Bridgemans Services Group hat die in dem Anfang April d.J. mit der estnischen Tallink Grupp für deren Ro/Pax-Fähre Isabelle abgeschlossenen mehrjährigen Bareboat-Chartervertrag enthaltene Kaufoption genutzt und das am 1. Juli 2023 in Tallinn in die Charter angelieferte 35154-BRZ-Schiff bereits jetzt in ihr Eigentum übernommen.

Die vor der Covid-Pandemie auf der Route zwischen Riga und Stockholm eingesetzte Isabelle war seit April 2022 im Rahmen eines Charterabkommens mit der estnischen Sozialversicherungsbehörde bis Ende Juni 2023 als schwimmende Unterkunft für ukrainische Flüchtlinge in Tallinn genutzt worden.

Dabei handelt es sich um ein 1989 von der Brodogradiliste-Werft im kroatischen Split als Isabella an die Viking Line abgeliefertes Schiff, das im April 2013 nach Ankauf durch die Tallink Grupp und Umbenennung in Isabelle unter estnische Flagge gebracht worden war.

Das 169,40 m lange, 28,20 m breite, 6,35 m tiefgehende und max. 21,5 kn schnelle Schiff soll zunächst in Estland bleiben, wo es bis Jahresende für die Bridgemans Floatel LP renoviert und umgebaut wird. Dabei geht es nicht nur um die Nachrüstung von Umweltsystemen, sondern auch um die Schaffung von komfortablen Wohn-, Speise- , Erholungs- und Versammlungsbereichen für die Beherbergung größerer Belegschaften.

Nach Abschluss der Arbeiten, Umflaggung und Umbenennung in Bridgemans Isabelle soll das Schiff über 650 renovierte Einzelkabinen mit eigenem Bad, einen Speisesaal, Aufenthaltsräume, Besprechungsräume, WLAN, Büros, eine Erste-Hilfe-Klinik, ein 8.000 Quadratmeter großes Fitnesscenter, ein Billard- und Spielzimmer sowie spezielle Unterkünfte für die Besatzungsmitglieder verfügen. Es erhält nicht nur ein UV-Wasseraufbereitungssystem und Landstromanschluss, sondern auch Wärmepumpen in Industriegröße und eine Abwasserbehandlungsanlage mit Ultrafiltration und einer UV-Einheit mit geringer Intensität zur Vernichtung von Bakterien. Das Konzept der neuen Eigner setzt auf größtmögliche Abfallvermeidung und bestmögliches Recycling.

„Ein Bridgemans-Floatel ist eine schlüsselfertige Lösung, die sich für große Industrieprojekte überall auf der Welt eignet, die eine umweltverträgliche und sichere Offshore-Unterkunft für ihre Arbeitskräfte benötigen“, so Bridgemans-Präsident Brian Grange. „Wie auch bei unseren anderen Schiffen bieten wir mit diesem Schiff für Projektbeteiligte eine All-inclusive-Option, die auf die Unterstützung einer produktiven Belegschaft zugeschnitten ist. Dazu gehören erstklassige kulinarische Angebote, Unterkünfte und Unterhaltungsangebote sowie Sicherheit an Bord, Serviceschiffe und eine erfahrene und freundliche Besatzung.“

Foto: Bridgemans Floatels

Die Isabelle ist bereits die zweite RoPax-Fähre, die Bridgemans von Tallink zum Umbau in ein Floatel erworben hat. Den Anfang machte 2013 die 1986 erbaute 171-m-Fähre Silja Festival, die als Bridgemans Festival über 600 Einzelkabinen für Gäste und 100 Crew-Kabinen verfügt. JPM