Unplanmäßiger Werftaufenthalt: „Helgoland“ musste Jubiläumsfahrt verschieben
Die für den 16. Dezember anlässlich seines 10jährigen Bestehens geplante Jubiläumsfahrt des Seebäderschiffes Helgoland der zur AG Ems-Gruppe gehörenden Cuxhavener Reederei Cassen Eils musste kurzfristig verschoben werden. Das für bis zu 1.060 Passagiere ausgelegte und über 1.180 Sitzplätze verfügende 2.256-BRZ-Schiff, das mit verflüssigtem Erdgas (LNG), betrieben wird und seinerzeit als erster Passagierschiff-Neubau für den Seebäderdienst seit 40 Jahren in Fahrt kam, ist derzeit nicht fahrtklar.
Das Ende 2015 von der Fassmer-Werft in Berne abgelieferte Schiff mit einer Länge von 82,57m und einer Breite von 12,61 m, das mit zwei Wärtsilä-Dieseln des Typs 9L20DF über zwei Verstellpropeller eine Höchstgeschwindigkeit von 20 kn erreicht, war kürzlich bei einer planmäßigen Werftzeit zur Erledigung der Großen Klasse trockengestellt worden und hatte Wartungs- und Überholungsarbeiten einschließlich einer turnusmäßigen Überholung der Backbordmaschine erledigt. Nach der Wiederinbetriebnahme wurde festgestellt, dass ein weiterer Werftaufenthalt erforderlich ist. Ursache sind nach Angaben der Reederei technische Mängel, die im Zuge der Maschinenüberholung durch den Motorenhersteller entstanden sind und nicht im Verantwortungsbereich der Reederei liegen. Um einen sicheren und zuverlässigen Schiffsbetrieb sicherzustellen, wurde das Schiff mit zwei Schleppern nach Cuxhaven zur Mützelfeldtwerft verschleppt, wo diese Mängel nun behoben werden sollen.
Während des erneuten Werftaufenthaltes übernimmt die Funny Girl den Fährverkehr zwischen Cuxhaven und Helgoland. Auch wenn ein Schiff aufgrund von Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten vorübergehend nicht zur Verfügung steht, ermöglicht die Flotte der Reederei jederzeit den Einsatz eines alternativen Schiffes. So bleibt die sichere und zuverlässige Anbindung Helgolands an das Festland gewährleistet – sowohl für die Helgoländerinnen und Helgoländer als auch für Gäste von Deutschlands einziger Hochsee-Insel. Gleichzeitig ist die kontinuierliche Versorgung Helgolands mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs weiterhin sichergestellt. Der reguläre Fahrplan zwischen Cuxhaven und Helgoland kann somit vollumfänglich eingehalten werden, so die Reederei, die den Ausfall der Helgoland bedauert und noch keine Informationen zur Rückkehr des Schiffes in den Fahrplan geben kann. JPM
Foto: Jens Meyer



