Kategorie: Ausgabe 2-2020

Poseidon Expeditions Charter verlängert und Neubau-Pläne verschoben

Der 1999 von dem russischen Inhaber und Präsidenten Nikolay Savelyev gegründete und seit rd. sechs Jahren mit einer Hauptniederlassung in Hamburg ansässige Arktis- und Antarktis-Expeditionskreuzfahrtenanbieter Poseidon Expeditions hat den Chartervertrag für das von ihm bereits seit Mai 2015 saisonal eingesetzte 4280-BRZ-Schiff Sea Spirit (ex Hanseatic Renaissance) der in Miami ansässigen Reederei SunStone Ships Inc. ein weiteres Mal um zwei Jahre verlängert. Das 1991 in Italien als Renaissance V erbaute und in den letzten Jahren umfassend modernisierte sowie 2019 auch mit einer Zero Speed-Stabilisatoren-Anlage von Rolls Royce nachgerüstete 91-Meter-Schiff für 114 Gäste, das über die Eisklasse 1 D verfügt und u.a. mit zehn Zodiacs ausgestattet ist, bleibt damit zunächst bis Mai 2024 unter Poseidon-Flagge im Einsatz. Nicht aufgegeben worden sind damit die Pläne für einen ursprünglich schon für die Saison 2020 erwarteten Neubau mit einer Kapazität von knapp 150 Gästen. Nach Angaben von Savelyev steht eine offizielle Ankündigung mit den Einzelheiten darüber allerdings noch aus. Beobachter gehen davon aus, dass der Neubau ebenfalls von SunStone kommen könnte, da das Unternehmen bekanntlich sieben von insgesamt 10 geplanten Expeditionsschiffen mit X-Bow fest bei einer chinesischen Werft platziert hat und zunächst noch Charterer sucht, bevor die Optionen für die letzten drei Einheiten in Festaufträge umgewandelt werden. JPM

Text: JPM, Foto: Poseidon Expeditions/Dan Copeland

Einlaufgenehmigung für Expeditionskreuzer mit COVID-Problemen

Nach zweiwöchiger Wartezeit auf Reede vor der uruguayischen Küste darf das Expeditionskreuzfahrtschiff Greg Mortimer der amerikanische Reederei SunStone Ships Inc. (gechartert vom australischen Veranstalter Aurora Expeditions) am Freitag (10.4.2020) in Montevideo einlaufen. Das haben die uruguayischen Behörden am 8.4. bestätigt. Auf dem unter Bahamas-Flagge fahrenden Schiff sind 128 der an Bord befindlichen 132 Gäste und 85 Crew-Mitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits acht Patienten mit gravierenden Symptomen wurden von einem Marine-Rettungsschiff von der seit dem 27. März vor Anker liegenden Greg Mortimer abgeholt und anschließend auf Krankenhäuser der uruguayischen Hauptstadt verteilt. Wie aus dem uruguayischen Außenministerium bekannt wurde, sollen die Passagiere in Bussen direkt zum Flughafen gebracht und ausgeflogen werden. Bereits heute (9.4.) werde ein medizinisches Transportflugzeug erwartet, dass die australischen und neuseeländischen Passagiere am Sonnabend nach Melbourne bringen werde. Informationen über die Repatriierung der übrigen Passagiere aus Nordamerika und Europa (Großbritannien) lagen heute noch nicht vor. Der erst am 30. Oktober 2019 in Dienst gestellte Neubau war Mitte März von Ushuaia an der Südspitze Argentiniens zu einer 16-tägigen Reise in die Antarktis und nach Südgeorgien gestartet, die vorzeitig abgebrochen wurde, nachdem sich bei ersten Personen an Bord Symptome des Coronavirus zeigten. Da jedoch mehrere geeignete Häfen an der südamerikanischen Atlantikküste inzwischen geschlossen waren, absolvierte die Greg Mortimer eine Distanz von mehr als 2600 km bis zu ihrem derzeitigen Ankerplatz vor Montevideo. JPM

UPDATE:

Nach Abstimmung mit den uruguayischen Behörden und ersten Ausbootungen von Notfall-Patienten konnte die GREG MORTIMER am 11. April um 13.30 Uhr im Hafen von Montevideo festmachen. Während zwei ausgeschiffte intensivmedizinpflichtige Australier nach Angaben des uruguayischen Außenministers Ernesto Talvi zur weiteren Versorgung zunächst in einem Krankenhaus in Montevideo bleiben mussten, trafen 112 per Charterflug ausgeflogene Passagiere, darunter 96 Australier, in den frühen Morgenstunden des Ostermontags in Melbourne ein. Patienten mit ernsten Corona-typischen Symptomen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, die übrigen sollten ihre Quarantänezeit in Hotels verbringen, hieß es seitens der australischen Gesundheitsbehörden. 13 der insgesamt 16 an Bord des Flugzeuges befindlichen neuseeländischen Passagiere wurden zur Weiterreise in Ihre Heimat in ein Charterflugzeug transferiert. Die GREG MORTIMER lag heute (15. April) noch in Montevideo, wann ein eventuelles Auslaufen und nächste Reisen stattfinden steht derzeit noch nicht fest.

Text: JPM, Foto: SunStone Ships

Das große Warten

Weltweit sind fast 300 große Kreuzfahrtschiffe inzwischen ohne Passagiere in Warteposition oder auf dem Transit. Eine echte Flottenkonzentration gibt es an der US-Küste. So liegen allein vor Florida seit Ende März 40 Schiffe in Warteposition. Die Häfen dürfen dort nur zur Versorgung oder zum Crewwechsel angesteuert werden.

Die US Küstenwache registriert die Flottenbewegungen. Jedes Kreuzfahrtschiff muss einmal täglich einen Statusreport an die Küstenwache senden. 114 Schiffe mit  93000 Crewmitgliedern sind in den US-Häfen und vor der Küste der USA erfasst. 73 Schiffe mit 53000 Crewmitgliedern ankern direkt in den Hoheitsgewässern oder liegen in den US-Häfen. An der Ostküste sind Miami, Port Everglades, Port Canaveral, Jacksonville und Charleston mit Schiffen belegt. An der Golfküste liegen Schiffe in Tampa, Mobile, New Orleans, Houston und Galveston. An der US-Westküste sind besonders Long Beach, San Francisco und San Diego mit mehr als 41 Schiffen mit 40000 Crewmitgliedern in der Nähe der US-Gewässer aktuell vor Anker oder kreuzen.

34 Schiffe warten in den Gewässern der Bahamas, zehn vor Barbados und weitere vor Martinique. In den Gewässern der Kanarischen Inseln haben sich auch bereits zehn Schiffe versammelt.  

Einige Reedereien bereiten aber auch schon die Wiederaufnahme des Fahrtbetriebs vor. So werden erste Schiffe in die Sommer-Fahrtgebiete überführt. Die Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 haben von der Karibik die Reise ohne Passagiere nach Europa angetreten. Die Mein Schiff 5 und Mein Schiff 6 sind parallel aus dem Persischen Golf und Südostasien ins Mittelmeer verlegt worden.

Um einen schnellen Start zu ermöglichen sind auch einige Schiffe mit vollen Besatzungen ausgestattet. So hat Aida Anfang April die Aidamar und Aidadiva bereits in die Ostsee geholt und mit kompletter Crew in den dänischen Häfen Fredericia und Skagen in Warteposition gelegt. Die Liegeplätze wurden dort jeweils bis zum 1. Mai reserviert.

Die Reederei Phoenix Reisen hat vier ihrer fünf Schiffe bereits in Europa vereint. Die Amadea und die Albatros liegen in Bremerhaven, die Amera in Emden und die Deutschland vor Teneriffa. Die Artania soll noch im April von Australien so schnell wie möglich überführt werden.

Text: Frank Behling, Fotos: Frank Behling, Port of Miami

NEWS & Pressemitteilungen

Ins Herz von Schlesien

In den vorpommerschen Häfen ist sie während der Sommermonate ein bekannter Gast, die schneeweiße THURGAU SAXONIA. Peer Schmidt-Walther hat sie noch als SAXONIA oft in Stralsund erlebt. Im Frühjahr jedoch weicht sie von ihrem Fahrplan ab.

Dann nämlich geht die THURGAU SAXONIA auf einen geschichtsträchtigen Südost-Kurs.
In Berlin-Spandau startet der Tausendtonner. Weiter über die Havelseen-Kette, den Oder-Havel-Kanal, Eberswalde, das Schiffshebewerk Niederfinow nach Frankfurt/Oder. „Ich wäre zwar lieber ab Hohensaaten links herum Richtung Ostsee nach Stralsund gefahren, aber auch eine Oder-Fahrt hat ihre speziellen Reize“, weiß der Kapitän aus langjähriger Schiffer-Erfahrung auf dem deutsch-polnischen Strom.
Frischer Wind weht den zusteigenden Passagieren ins Gesicht. Oder-Kreuzfahrt-Pionier Magner hingegen freut sich auf sein heimatliches Revier.

Naturbelassenes Bauernweib
Als die THURGAU SAXONIA in den trägen Fluss dreht, ist das Zittern kaum zu spüren. „Wie ein sanfter Schauer“, meint eine Seniorin poetisch, „kriechen die Schwingungen aus dem Maschinenraum durch die Kabinen.“
Mit dreifacher Schrittgeschwindigkeit und 1000 PS gleitet die THURGAU SAXONIA zu Berg, wie die Flussaufwärts-Richtung in der Fachsprache heißt. Kilometer um Kilometer schlängelt sich das 82 Meter lange Vier-Sterne-Schiff auf dem windungsreichen Fluss mit seinen oft schilfgesäumten Ufern voran. Er hat für Auge und Kamera nur stille Sensationen zu bieten: Landschaft satt samt seltene Vögel wie Seeadler und Kraniche – Hauptunterhaltung für die 60 Passagiere. Hin und wieder äsen Rehe auf den Wiesen. Ortschaften werden selten passiert, so dass die Reiseleiterin wenig ansagen muss. Die für Abwechslung sorgende Frachtschifffahrt ist seit der Wende fast eingeschlafen.
„Unter den deutschen Flüssen ist die Oder wie ein Bauernweib unter Großen und Edlen“, schrieb einst ein schlesischer Dichter. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich an den weitgehend naturbelassenen Ufern nicht viel getan. Nachdenklichkeit erzeugen allerdings zerschossene Brücken- und Hausruinen, die manchmal hinter den ausgefransten Ufern über den Deich ragen. Buhnen – sie sollen die Strömung regulieren und das Fahrwasser ausreichend tief halten – sind auf polnischer Seite, wo alte Landkarten die preußische Provinz Schlesien verzeichnen, unter- und überspült….

Lesen Sie weiter im aktuellen Heft.

Fotos: Peer Schmidt-Walther, nicko cruises, Thurgau Travel, daimon77/istockphoto.com

Stillstand und Hoffen auf baldigen Neustart

Die Kreuzfahrt steht weltweit nahezu still. Lediglich vereinzelt sind noch Schiffe unterwegs, die ihre Passagiere auf wochenlangen Überfahrten ohne Hafenstopp beispielsweise aus Australien oder Südamerika bis nach Europa zurück bringen. Franz Neumeier berichtet, wie die Coronavirus-Krise die Kreuzfahrt erwischt hat und wie es nun weitergeht.*

Einen Stillstand hat die Passagierschifffahrt seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt. Wann Kreuzfahrtschiffe ihren Betrieb in größerem Umfang wieder aufnehmen können, „steht in den Sternen“, wie es ein Brancheninsider formuliert. Noch vor einigen Wochen konnte sich dieses Ausmaß niemand vorstellen. Doch dann erfasste die Dynamik der Coronavirus-Krise die ganze Welt wie ein Tsunami.
Alles fing damit an, dass die japanischen Behörden die Diamond Princess am 3. Februar in Yokohama unter Quarantäne gestellt haben. Bei einer Person war ein Covid-19-Test nach Verlassen des Schiffs positiv ausgefallen. Die Quarantäne zog sich in die Länge, immer mehr Passagiere wurden positiv getestet, bis die Kritik an den japanischen Behörden lauter wurde. Das Kreuzfahrtgeschäft in China kam nach und nach zum Erliegen. Aber immer noch hoffte man, dass sich das Problem auf das ferne Asien beschränken würde.
Reedereien holten wie AIDA ihre Schiffe vorzeitig aus Asien zurück nach Europa, Norwegian Cruise Line schickte die frisch renovierte Norwegian Spirit erst gar nicht mehr gen Osten. Mit den relativ wenigen betroffenen Kreuzfahrtschiffen in China wäre die Situation zu verschmerzen gewesen. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt konnte man die Dynamik erahnen, mit der sich die Dinge mit einer Mischung aus Vorsicht und Panik entwickeln würden.
Es häuften sich die Fälle, in denen asiatische Häfen, aber auch in der Karibik aus den kleinsten Anlässen heraus den Anlauf von Kreuzfahrtschiffen verweigerten. In der Südsee begannen erste Inseln, Ihre Häfen komplett für Kreuzfahrtschiffe zu sperren. In La Réunion werden Passagiere der Sun Princess aus Protest und aus Sorge vor Infektionen von Einheimischen mit Steinen beworfen….

Lesen Sie den kompletten Beitrag im aktuellen Magazin.

Hinweis: Fakten in diesem Beitrag beziehen sich auf den Kenntnisstand zum Redaktionsschluss am 30. März 2020.

Foto: Lightspring/shutterstock.com

Ausgabe 2-2020

Die Wiege der Kreuzfahrt

Wer auf seiner Schiffsreise mal zur Ruhe kommen möchte, sollte sich für eine Transatlantikpassage entscheiden. Peggy Günther stellt Vorteile, Routen und Preise vor.

Die Transatlantikpassage gilt als die reinste Form der Seereise. Lange bevor der Kreuzfahrtstress mit täglich neuen Häfen begann, bereisten die Luxuspassagiere vergangener Jahrhunderte bereits gediegen den zweitgrößten Ozean der Erde. Sie genossen das reiche kulturelle und kulinarische Angebot an Bord und inhalierten frische Seeluft. Auch heute hat diese spezielle Form der Kreuzfahrt noch viele Fans. Insbesondere auf den großen Passagiersegelschiffen, wo Wind und Wellen das Tagesprogramm bestimmen, sind die Atlantiküberquerungen oft Jahre im Voraus ausgebucht.
Wer das Glück einer Transatlantikpassage einmal erlebt hat, weiß, worin der besondere Reiz der Reise liegt: An einigen Tagen wechselt die Farbe des Meeres stündlich – von sanftem Türkis über ein sattes Grün bis hin zu tiefem Blau. Manchmal geht der Blick meilenweit bis zu der schnurgeraden Linie, die Himmel und Wasser am Horizont trennt. An anderen Tagen wird man vom Nebelhorn geweckt und hat beim Blick aus dem Fenster das Gefühl, das Schiff fahre wie durch Wolken. Und in einer Nacht richten sich alle Fotoapparate auf das schwarze Meer: Knapp vier Kilometer unter dem Bug liegt die TITANIC.
Ob man von Ost nach West oder von West nach Ost reist, ist eine Glaubensfrage und hängt von der Jahreszeit ab, denn schließlich fahren die Schiffe immer dem Sommer hinterher. Wer im Herbst in der alten Welt startet, bekommt dank Zeitverschiebung jeden Tag eine Stunde geschenkt und folgt dem klassischen Auswanderertraum. Wer hingegen im Frühling in Amerika startet, kann dem Shopping ohne Gewichtsbegrenzung beim Gepäck frönen und kommt ausgeruht statt mit Jetlag nachhause.
Reine Transatlantikpassagen dauern in der Regel zwischen sieben und neun Tagen, es gibt aber immer öfter auch längere Routen, die Stopps in verschiedenen Ländern am Wegesrand beinhalten. Als Repositionierungsfahrten zwischen den Sommer- und den Winterfahrtgebieten sind sie bei manchen Anbietern zum Schnäppchenpreis zu haben. Andere Reedereien stricken ein besonderes Themenprogramm rund um die Tage auf See und laden spannende Referenten für Vorträge oder Künstler an Bord ein. Wir haben die interessantesten Angebote des kommenden Jahres für Sie ausgewählt:

Queen Elizabeth II, Foto: enapress.com

Am 26. August 2020 startet die AIDALUNA auf eine Atlantiküberquerung in westliche Richtung. Das Schiff legt auf seiner 17-tägigen Reise von Kiel nach New York acht Stopps in Norwegen, Schottland, Island, Grönland und Kanada ein. Trotzdem kommen Meerfans bei sieben Seetagen voll auf ihre Kosten. Kostenpunkt laut Internet: ab 1.899 Euro pro Person in der Doppelkabine.
www.aida.de

Auch TUI Cruises bietet eine Transatlantikpassage mit Mehrwert an – nämlich vier Stopps in Kanada. Die MEIN SCHIFF 1 startet am 31. August 2020 in Hamburg und fährt über Zeebrügge und Le Havre nach Neufundland, auf die Prince Edward Inseln, zur Kap-Breton-Insel und nach Halifax, bevor sie am 15. September im Hafen von Bayonne anlegt, wo ein Übernachtaufenthalt genügend Zeit zur Erkundung von New York bietet. Tagesaktueller Internetpreis: 1.995 Euro pro Person.
www.tuicruises.com

ARTANIA, Foto: O.Asmussen/www.oceanliner-pictures.com

Gleich zwei Transatlantikpassagen in einer Reise gibt es ab 1. September 2020 bei Phoenix Reisen an Bord der ARTANIA. Die Fahrt bietet viele Stopps in Island, Grönland und Kanada bis hin zu einer Fahrt auf den Sankt-Lorenz-Strom. Wer 38 Tage Zeit hat kann ab 4.999 Euro den nördlichen Atlantik ohne Flug ab und bis Bremerhaven intensiv kennenlernen.
www.phoenixreisen.com

Wer lieber nach Südamerika reisen möchte, kann mit dem WORLD EXPLORER von nicko cruises am 13. Oktober 2020 von Lissabon nach Rio de Janeiro reisen. Zwischenstopps sind in Funchal (Madeira), Praia (Kapverden) und Salvador de Bahia geplant. Und als zusätzliches Schmankerl findet natürlich eine echte Äquatortaufe statt. Die 14-tägige Reise ist im Internet ab 3.699 Euro buchbar. www.nicko-cruises.de

Foto: filipefrazao/istockphoto.com
Le Havre, Foto: enapress.com

Mehr als 6.500 Seemeilen liegt die MSC PREZIOSA auf ihrem Weg von Hamburg nach Santos zurück. Die Fahrt beginnt am 25. Oktober 2020 und führt zunächst rund um Europa mit Stopps in Le Havre, Southampton, La Coruña und Lissabon sowie auf Madeira und den Kanaren, gefolgt von fünf Tagen auf See. Dann lernen die Passagiere noch drei brasilianische Häfen kennen, bevor sie am 15. November in Rio de Janeiro aussteigen. Die 20-tägige Transatlantikpassage ist ab 1.229 Euro im Internet buchbar.
www.msccruises.de

Ein Schnäppchen ist die 21-tägige Transatlantik-Kreuzfahrt der COSTA MAGICA mit Abfahrt am 3. April 2021 ab Pointe-à-Pitre (Kleine Antillen) bis Savona. Die Reise beinhaltet Stopps in der Dominikanischen Republik, auf den Britischen Jungferninseln und den Kleinen Antillen, gefolgt von sechs Seetagen, einem Halt auf Teneriffa und zwei weiteren Seetagen. Auf dem europäischen Festland werden noch Barcelona und Marseille angesteuert, bevor die Passagiere in Savona das Schiff verlassen. Im Internet buchbar ab 869 Euro pro Person.
www.costakreuzfahrten.de

Martinique, Foto: enapress.com

Bei Oceania Cruises bekommen Passagiere einer Transatlantikreise das Beste aus beiden Welten: Die RIVIERA startet am 20. März 2021 in Miami, um nach zwei Seetagen noch einmal über Nacht auf den Bermudas anzulegen. Anschließend geht es in vier Tagen über den großen Teich nach Ponta Delgada auf den Azoren und weiter nach Lissabon sowie Cadiz. Ausschiffung ist nach 14 Tagen in Barcelona. Die Reise kostet inklusive acht Landausflügen aktuell ab 2.339 Euro pro Person.
www.de.oceaniacruises.com

Cunard ist der einzige Anbieter, der ganzjährig Atlantiküberquerungen anbietet – auf dem letzten echten Transatlantikliner, der QUEEN MARY 2. Sie bietet besonders viel Raum pro Passagier und hat neben der größten schwimmenden Bibliothek auch ein Planetarium an Bord. Wie wäre es mit einer neuntägigen Reise von New York über Southampton nach Hamburg? Buchbar beispielsweise am 26. April 2021 ab 1.386 Euro pro Person. www.cunard.com

Eine Atlantiküberquerung mit einem Windjammer ist etwas ganz Besonderes: Man braucht vielleicht etwas länger, dafür hört man aber auch an manchen Tagen nichts als das Rauschen des Windes in den Segeln. Die STAR FLYER startet am 27. März 2021 eine ostwärts gerichtete Transatlantikpassage auf St. Maarten und kommt nach 20 Tagen und einem Stopp auf den Azoren Mitte April im spanischen Malaga an. Buchbar ab 2.195 Euro pro Person. www.starclippers.com

STAR FLYER, Foto: enapress.com

Beitragsaufmacher-Foto: Byelikova_Oksana/istockphoto.com

Regent’s neues Flaggschiff

Als 2016 die SEVEN SEAS EXPLORER auf den Markt kam, bezeichneten sie die Marketing-Manager als „the most luxury ship ever built“. Jetzt wurde ihre Schwester, die SEVEN SEAS SPLENDOR, in Miami getauft. „Luxury perfected“ heißt ihr Slogan. Michael Wolf konnte sich den Neubau schon einmal auf einer kurzen Fahrt ansehen und die beiden Schiffe vergleichen.

Schon beim Betreten des Schiffes fällt es auf: Die SEVEN SEAS SPLENDOR hat bis auf die Strukturen wenig mit ihrer älteren Schwester gemeinsam. Das Innendesign ist frischer und moderner. Die dunklen Töne und Materialien sind an den meisten Stellen verschwunden und durch helle Farben sowie Elementen aus Glas und Metall ersetzt. Besonders sichtbar ist es an der Metamorphose der Freitreppe, die auf der SEVEN SEAS EXPLORER aus schwerem Marmor war. Die Treppe der SEVEN SEAS SPLENDOR präsentiert sich dagegen fast fragil aus hellem Holz, ein Design der Leichtigkeit. Und sie öffnet scheinbar noch mehr Raum: Statt knapp vor den Boutiquen und Aufzügen endet sie unten auf der großzügigen Promenade zwischen Casino und Splendor Lounge, die dann direkt zum Hauptrestaurant der SEVEN SEAS SPLENDORführt.
Auch hier, im Compass Rose, hat sich etliches verändert. Nicht nur gastronomisch (komplettes Update von Vielfalt und Exklusivität der angebotenen Speisen), auch das Ambiente ist neu und heller: Weiß ist die dominante Farbgebung, statt des blauen monumentalen Lüsters aus Muranoglas hängt hier heute ein nicht weniger spektakulärer Kronleuchter aus Edelstahl mit seinen 870 beleuchteten Glasscheiben, nur eben wesentlich dezenter.
Fällt während einer Cruise ein Sonntag mit einem Seetag zusammen, wird im Compass Rose auf spektakulärste Weise aufgetischt: ein endloses Gala-Buffet mit besten Zutaten, unter ihnen Luxusprodukte wie Kaviar und Hummer, Austern, feinste Pasteten, aber auch warme Speisen und eine riesige Dessert-Auswahl.

Cabanas am Heck
In helleren Farben präsentiert sich auch das Buffet-Restaurant La Veranda. Neu und heiß begehrt sind hier die (leider wenigen) Tische, die sich an den Panoramafenstern auf einer Art Balkon befinden – mit freiem Blick aufs Meer und auch auf die Schiffsseite. Auf dem Außenbereich laden nun neben den normalen Tischen auch einige Cabanas zum windgeschützten Essen und Entspannen. An den Buffets wird jetzt ebenfalls Service geboten: An jeder Food-Station stehen meist mehrere Stewards bereit, um die Teller nach den Wünschen der Kunden zu füllen. Eine sicherlich gute Maßnahme, zum einen aus hygienischen Gründen, zum anderen sicher auch um Food-Verschwendung zu vermeiden.
Die anderen Restaurants wie das Prime 7, das französische exzellente Chartreuse oder das asiatische Pacific Rim (vor dessen Eingang ein monumentaler und 250.000 US-Dollar teurer Bronzedrachen steht), erhielten kleinere Fresh-Ups mit stark überarbeiteten Speisekarten. Kristallgläser und Porzellan von bekannten Designhäusern wie Bernardaud oder Versace sind in den meisten Restaurants selbstverständlich.
Ein besonders guter Wurf ist den Architekten mit der Coffee Connection gelungen, wo den ganzen Tag über je nach Zeit verschiedene Snacks und Kaffeespezialitäten geboten werden. Sie verfügt jetzt über einen schön gestalteten kleinen Außenbereich mit bequemen Sitzgelegenheiten. Die Culinary Arts Kitchen, eine vollausgestattete Kochschule, hat bei Regent schon Tradition. Auf der SEVEN SEAS SPLENDOR sind es bis zu acht Köchen, von denen viele bereits Bücher oder Web-Rezepte verfasst haben oder für ihre Leistungen ausgezeichnet wurden, die für Kurse, Fragen oder Austausch mit den Gästen zur Verfügung stehen.
Spezielle kulinarische Ausflüge bieten Wissen von historischen Hintergründen zu Essen oder bestimmten lokalen Gerichten, Besuche von Märkten, Sterne-Restaurants oder auch Bio-Bauernhöfen, immer begleitet von einem der SEVEN SEAS SPLENDOR-Köche.
Die Bandbreite ist groß – es kann von Kochlektionen in einer griechischen Taverne bis zu einem Tapas-Kurs in Spanien gehen….

Lesen Sie weiter in der aktuellen Ausgabe.

Fotos: enapress.com

Eine Bildergalerie mit weiteren Fotos finden Sie hier: