Links überspringen

Start mit „Carnival Festivale“ im März 2027: Infrastrukturarbeiten zur künftigen Endausrüstung der Meyer-Neubauten in Emden laufen an

Im Emder Außenhafen laufen jetzt die infrastrukturellen Vorarbeiten an, um dort künftig auch die größeren Neubauten der Papenburger Meyer Werft endauszurüsten und für die Erprobung sowie anschließende Übergabe an ihre Auftraggeber vorbereiten zu können.

Wie berichtet, hatte die niedersächsische Landesregierung, die – zusammen mit dem Bund – durch ihr finanzielles Engagement die Werft 2024 aus einer finanziellen Schieflage gerettet hatte, kürzlich bekannt gegeben, dass nach Vereinbarung mit der Werft die seit den 90er Jahren im benachbarten niederländischen Eemshaven erfolgte Endausrüstung nach Emden verlegt wird. Dort, wo bereits im vergangenen Jahr mit der für die japanische Reederei NYK erstellten deutlich kleineren Asuka III (52.000 BRZ, 230 m Länge) erfolgreich ausgerüstet worden war, etabliert sich inzwischen ein leistungsfähiges Netz von Zuliefer- und Partnerbetrieben für solche Aufgaben.

Wurde bereits im vergangenen Jahr in Emden ausgerüstet: „Asuka III“. Foto: Meyer Werft
Wurde bereits im vergangenen Jahr in Emden ausgerüstet: „Asuka III“. Foto: Meyer Werft

Eine erste Vereinbarung für zunächst vier 2027 und 2028 in Emden auszurüstende Schiffe wurde bereits getroffen, verbunden mit der Option für drei weitere Einheiten. Als erstes Schiff wird die Carnival Festivale (180.000 BRZ, 344 m lang, 42 m breit, ca. 6.400 Gäste) im März nächsten Jahres erwartet. Im September soll das vierte Schiff der von der Disney Cruise Line bestellten Wish-Klasse, die Disney Believe (140.000 BRZ) folgen. 2028 wird nicht nur die Carnival Tropicale – sie ist nach der 2023 abgelieferten Carnival Jubilee und der Carnival Festivale das dritte in Papenburg für die Carnival Cruise Line erbaute Schiff – sondern auch ein weiterer Neubau der Wish-Klasse, in Emden erwartet, den die japanische Oriental Land Company (OLC) unter einem noch nicht genannten Namen auf dem japanischen Markt einsetzen will. Die Dauer der jeweiligen Endausrüstungsphase dürfte bei ca. vier Wochen liegen.

Nach der Überführung der Schiffe von der Bauwerft über die Ems werden sie dazu einen Liegeplatz im Emder Außenhafen in Verlängerung des Borkumkais ansteuern. Dort muss nach Angaben der zuständigen niedersächsischen Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts nicht nur die Fahrwassertiefe angepasst, sondern auch die Unterwasser-Liegewanne verbreitert werden, wofür rd. 1,4 Millionen Euro für Baggerarbeiten zu investieren sind. Zudem sollen die im Bereich des Anlegers vorhandenen Hallen und Parkplätze für die Nutzung als Lagerflächen vorbereitet werden. JPM

Die Folgebauten sollen in Emden endausgerüstet werden: Die 2025 abgelieferte „Disney Destiny“ ist das dritte Schiff der Wish-Klasse. Foto Jens Meyer