Für 100 Tage nach Marokko verchartert – Tallink Grupp sichert Beschäftigung für Schiffe und Crews

VICTORIA I, Foto: Tallink

Die mit 15 Schiffen im Passagier-und Frachtverkehr im nördlichen Ostseeraum tätige estnische Tallink Grupp hat mit der Tanger MED Port Authority, einem marokkanischen Unternehmen mit staatlicher Beteiligung, kurzfristige Zeitcharterverträge für zwei wegen der Einschränkungen durch die Covid-Pandemie unbeschäftigte Kreuzfahrtfähren unterzeichnet. Sie sollen von Juli bis September 2021 auf internationalen Schifffahrtsrouten zwischen Marokko und Frankreich sowie zwischen Marokko und Italien zum Einsatz kommen.

Die 2004 von Aker Finnyards m finnischen Rauma erbaute Victoria I (BRZ: 40975) startet am 28. Juni und die 2002 von der gleichen Werft gelieferte Romantika (BRZ: 40803) am 5. Juli von Tallinn. Beide sind Einheiten sind für jeweils für 100 Tage verchartert und werden während dieser Zeit weiterhin von technischen Crews der Tallink Grupp betrieben. Sie werden den Hafen Tanger MED in Marokko anlaufen, einen der führenden Häfen in Afrika und im Mittelmeer, und sollen im Oktober 2021 nach Tallinn zurückkehren.

ROMANTIKA, Foto: Tallink

Die an den Börsen von Tallinn und Helsinki notierte AS Tallink Grupp hat bereits vor einem Jahrzehnt Erfahrungen mit der Vercharterung von Schiffen ins Mittelmeer gesammelt, als mehrere Einheiten der Gruppe von örtlichen Reedereien über einen Zeitraum von vier Jahren für Kurzzeitchartern geschlossen wurden. Daher ist der Einsatz in der Mittelmeerregion der Reederei, ihren Kapitänen und den Crewmitgliedern vertraut.

„Wir freuen uns, dass es uns in diesem Jahr gelungen ist, einen weiteren Chartervertrag für unsere Schiffe abzuschließen, und sie müssen nicht untätig im Hafen warten, bis die Reisebeschränkungen gelockert werden und das Reisen wieder aufgenommen wird. Auch wenn es sich um kurzfristigen Charterperioden von 100 Tagen handelt, bedeutet das für die Schiffe und unsere Crews100 Tage Arbeit“, zeigt sich Tallink Grupp-CEO Paavo Nõgene über den Charterabschluss erfreut. „Da wir bereits vor etwa zehn Jahren Erfahrung mit ähnlichen Chartern gesammelt haben, wissen wir, was uns erwartet und unsere Crew hat bereits Erfahrungen mit dem Einsatz in der Region.“

Die Reederei, die im Pandemie-Jahr 2020 3,7 Mio. Passagiere und ca. 360 000 Ladungseinheiten beförderte, werde weiterhin an anderen Möglichkeiten arbeiten, um den Schiffen der Flotte und Besatzungsmitgliedern Arbeit zu sichern, während man darauf warte, dass der COVID-Sturm vorüber ist. Gleichzeitig werde man auch weiterhin die Strecken zwischen den Heimatmärkten des Unternehmens sukzessive wieder öffnen, da die Beschränkungen gelockert werden und Reisen kein Tabu mehr seien. JPM