„Costa Toscana“ startet Mittelmeer-Winter
Nach der Absage der Winterreisen im Persischen Golf hat die auch die Reederei Costa Cruises nun ihr neues Winterprogramm gestartet. Die Costa Toscana wird von nun an zusammen mit der Schwester Costa Smeralda im westlichen Mittelmeer unterwegs sein.
Eigentlich hätte die Costa Toscana am 20. Dezember mit dem Winterprogramm ab Dubai beginnen sollen. Wegen der fragilen Sicherheitslage in der Region hatte sich Costa aber bereits im Juli entschlossen, das Schiff umzurouten und im Winter im Mittemeer zu belassen. Diese Entscheidung hatte auch die deutsche AIDA Cruises getroffen, nachdem die Kampfhandlungen in der Region auch im Sommer andauerten. Die AIDAprima fährt seit Anfang November ab Kiel statt ab Dubai.
„Die Entscheidung war unter dem Eindruck der Lage im Sommer der beste Weg. Die Sicherheit unserer Gäste und Crew steht für uns ganz oben“, sagte Andrea Tavella, Sales & Marketing-Chef. Inzwischen habe sich jedoch auch gezeigt, dass die neuen Reisen auch sehr gut funktionieren. Die Costa Toscana übernimmt dabei Routen, wie sie zu Beginn der Ära der modernen Kreuzfahrt vor 40 Jahren üblich waren. Es geht dabei von Italien bis nach Marokko oder zu den Kanaren.
Den Auftakt bildete im November ein 12-Tages-Törns von Savona bis zu den Kanaren. Im Januar starten nun Reisen aus Savona in die Alboran See, dem westlichen Übergang des Mittelmeers in die Straße von Gibraltar. Auf den 12- und 13-tägigen Reisen werden auch wieder beliebte nordafrikanische Destinationen angesteuert. Mit La Goulette ist auch der Hafen von Tunis mit dem Tor nach Karthago wieder fester Bestandteil im Costa-Programm der beiden großen Flaggschiffe der italienischen Traditionsmarke.


„Wir sehen hier eine sehr gute Nachfrage bei unseren Gästen. Gerade auch aus Deutschland sind unsere Starthäfen sehr gut erreichbar“, sagt Tavella. Ähnlich wie die deutsche Schwester AIDA Cruises musste Costa innerhalb im Juli 2025 innerhalb weniger Wochen ein Alternativ-Routing für die Costa Toscana entwickeln. In Italien gelang es auch durch die Nutzung von Genua neben Savona als zweiten Einschiffungshafen für Costa.
Die Nachfrage nach den neu auf den Markt gebrachten Reisen sei sehr gut, so Tavella während des Costa Cruise Summits in Barcelona. Ab dem 6. März kehrt die „Costa Toscana dann wieder in ihre regulären Routen mit den beliebten Destinationen Marseille, Barcelona, Cagliari, Neapel und Civitavecchia zurück.
Da auch die 38 Tage dauernde lange Afrika-Umrundung von Dubai nach Savona entfällt, kann das Schiff nun deutlich höhere Passagierzahlen im westlichen Mittelmeer erreichen. Nur der erste Teil der Afrika-Umrundung von Genau nach Teneriffa blieb erhalten und führte zur Einbindung der Kanaren in die Costa-Routen für das Flaggschiff.
Die Kanaren sind bei Costa in diesem Winter zusätzlich mit der Costa Fortuna im Angebot. „Wir haben festgestellt, dass es für die Kanaren auch eine sehr hohe Nachfrage gibt. Gerade aus Deutschland gibt es ein sehr gutes Flugangebot zu den Kanaren“, sagt Tavella. Diesen Trend kann auch sein neuer Deutschland-Vertriebschef Olaf Kistenmacher bestätigen. „Die Kanaren sind gerade bei unseren deutschen Gästen im Winter sehr beliebt“, sagt Kistenmacher. Nicht verraten wird aber die Zahl der Buchungen, die von der Absage der Golf-Routen betroffen waren. Mit Hinweis auf die Börsen-Regeln werden keine Zahlen zu Auslastungen genannt. Nur so viel: „Der größte Teil habe aber umgebucht“, wie Tavella erklärt. Dabei seien neben der Karibik besonders die Kanaren und das westliche Mittelmeer gewählt worden.
Mit der Stationierung der Costa Toscana im Mittelmeer sind nun beide Flaggschiffe der italienischen Marke der Carnival Corporation in diesem Winter erstmals fast fast identischen Kursen im Mittelmeer unterwegs. Die Costa Smeralda (2612 Kabinen für 6518 Passagiere) wurde 2019 in Dienst gestellt. Die Costa Toscana folgte 2022. Sie hat 2663 Kabinen für 6554 Passagiere. Beide Schiffe gehören zur Excel-Klasse der Carnival Corporation (Miami). Diese Plattform wurde seit 2018 für AIDA, Carnival, P&O und Costa von den Meyer Werft in Turku (4 Schiffe) und Papenburg (fünf Schiffe) gebaut. Mit einer Vermessung von 185010 BRZ ist die Costa Toscana auch das größte Schiff in der Carnival-Flotte. FB
Fotos: Frank Behling



