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Anti-Kreuzfahrt-Tag in Kiel geplant

Am Sonnabend wird es in Kiel den ersten Anti-Kreuzfahrt-Tag geben. Wie die Kieler „Initiative gegen Kreuzfahrtschiffe in Kiel und anderswo“ mitteilt, ist eine Kundgebung gegen den Kreuzfahrttourismus in Kiel geplant. Damit soll ein laut Organisatoren ein Zeichen gegen die Umweltschäden und den Massentourismus gesetzt werden.

Die Aktionen laufen unter dem Motto „1. internationale Anti-Kreuzfahrt-Tag“ an Land und auf dem Wasser. An dem Tag sind in Kiel die MSC Euribia und die AIDAnova, die jeweils rund 6.000 Passagiere an Bord haben.   

Ab 14 Uhr beginnt nach Mitteilung der Aktionsgruppe ein Protestzug am Platz der Matrosen am Hauptbahnhof in Kiel. Er soll dann zum Ostseekai führen, wo die AIDAnova liegt. Mit der Aktion möchte die Gruppe gegen die Klima- und Umweltfolgen, die Arbeitsbedingungen an Bord und für einen nachhaltigen Tourismus demonstrieren. Die Organisatoren rechnen mit etwa 200 Teilnehmern an den Aktionen. 

Parallel zu dem Umzug an Land ist auch eine Demonstration auf dem Wasser geplant. Eine Flotte aus Ruder- und Sportbooten soll am Wasser zu sehen sein. Die Polizeidirektion Kiel bereitet sich auf die Aktionen vor. Da am Sonnabend auch die Turbo Klima Kampf-Gruppe (TKKG) um die Mittagszeit eine Demonstration an den Autobahnen plant, drohen beim An- und Abreiseverkehr der Kreuzfahrt- und Fährpassagiere in Kiel einige Behinderungen. Eine Blockade der Autobahn A 215 hatte die Stadt Kiel als Versammlungsbehörde im Vorwege untersagt. Die Aktivisten lehnen Kreuzfahrten und den Bau von Autobahnen rundweg ab und fordern den Stopp des Straßenausbaus und der Kreuzfahrten. Die Gelder sollen in einen kostenlosen ÖPNV investiert werden.  

Seehafen und Reedereien stellen sich auf leichte Behinderungen bei der Abfertigung ein. Zuletzt hatten die Demonstrationen nur wenig Auswirkungen auf die Abfertigung der Kreuzfahrtschiffe gehabt. So werden die Schiffe die Ausschiffung der Passagiere so früh wie möglich erfolgen. Behinderungen gab es in den vergangenen Tagen in Kiel auch durch Demonstrationen bei der Werft TKMS, wo gegen Waffenexporte in Krisengebiete protestiert wurde. Die Werft liefert U-Boote und U-Bootsektionen nach Singapur, Israel, Ägypten und in die Türkei. Die Werft liegt in Kiel auf dem Ostufer im Zentrum des Hafens. FB