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„Silver Muse“ nach Umbau in Palermo wieder in Fahrt

Die 2017 vom Fincantieri-Werftbetrieb in Genua an die inzwischen zur Royal Caribbean Gruppe gehörende Luxusreederei Silversea abgelieferte Silver Muse (BRZ: 40.791) ist Anfang Dezember nach ihrer vom Fincantieri-Werftbetrieb in Palermo erfolgreich abgeschlossenen ersten größeren und mit einem Umbau verbundenen Renovierung seit Indienststellung mit einer deutlich erhöhten Kapazität wieder in Fahrt gekommen.

Das von der Reederei als „Redefining Revitalization“ bezeichnete Refit beinhaltete neben Wartungs-, Klasse- und Konservierungsarbeiten u. a. die Erhöhung der Passagier-Kapazität des Schiffes um etwa sieben Prozent von 596 auf 632 Gäste sowie die Einführung des S.A.L.T.-Dining-Konzepts. Die Kapazitätssteigerung des Typschiffes der Muse-Klasse, zu der auch die Schwesterschiffe Silver Moon und Silver Dawn gehören, wurde durch den Austausch größerer Suiten durch kleinere Kabinen auf den Decks 9, 10 und 11 erreicht. Allein auf Deck 9 wurden sechs Silver Suiten durch 12 neue Kabinen in mehreren Kategorien ersetzt. Insgesamt wurde die Zahl der Silver-Suiten von 34 auf lediglich acht reduziert. Zu den wichtigsten Änderungen im Rahmen des Umbau gehört die Umsetzung des Regionalküchen-Konzepts S.A.L.T. der Reederei auf Deck 4. Dort wurde das ehemalige asiatische Spezialitätenrestaurant Indochine ersetzt. Die neue Einrichtung bietet Menüs, die von den vom Schiff besuchten Zielen inspiriert sind, sowie eine Bar mit regional inspirierten Getränken und Weinen. Zudem wurde der Hauptspeisesaal La Dolce Vita des Schiffes in der Größe reduziert.

Bild: Silversea

Nach Abschluss der Arbeiten startete die Silver Muse zu einer einer siebentägigen Kreuzfahrt auf dem westlichen Mittelmeer von Civitavecchia. Die Reiseroute umfasste Anläufe in Spanien, Italien und Frankreich mit Besuchen in Valencia, Barcelona, Genua und Marseille. Nach dieser Reise positionierte sich das Schiff neu, um Reisen zwischen Barcelona und Lissabon anzubieten, einschließlich einer Urlaubsroute nach den Kanarischen Inseln, Iberia und Marokko. Die 14-tägige Kreuzfahrt beinhaltete am 31. Dezember 2025 einen geplanten Anruf in Funchal, wo das Schiff während des dortigen traditionellen Silvesterfeuerwerks mit rd. einem Dutzend anderer Kreuzfahrtschiffe vor Anker lag.

Neue Saison in Casablanca eröffnet

Am 6. Januar dieses Jahres zeigte die Silver Muse Flagge in Casablanca, wo sie nicht nicht nur die neue Kreuzfahrtsaison einleitete, sondern auch erstmals seit Übernahme der Terminalleitung durch die Global Ports Holding (GPH) als weltweit größten Kreuzfahrthafenbetreiber festmachte. Für die Kreuzfahrtsaison 2026 erwartet der Kreuzfahrthafen Casablanca über 100 Kreuzfahrtschiffe mit voraussichtlich rund 135.000 Passagieren, was das wachsende Interesse der Kreuzfahrtunternehmen an Casablanca als regionalem Drehkreuz widerspiegelt. Der Hafen profitiert von seiner Nähe zum internationalen Flughafen Mohammed V., zudem soll ein geplantes Eisenbahnverbindungsprojekt die Erreichbarkeit und die Integration zwischen Hafen und Stadt weiter verbessern soll. Das neu erbaute, modernes Kreuzfahrtterminal unterstützt, das mit einer Investition von 61,5 Millionen Euro realisiert wurde, macht Casablanca zum größten Kreuzfahrthafen Marokkos. Es ist für Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 350 Metern ausgelegt und hat eine jährliche Kapazität von bis zu 450.000 Passagieren. Der Kreuzfahrthafen von Casablanca liegt an der marokkanischen Atlantikküste mit direktem Zugang zum Stadtzentrum von Casablanca und nimmt eine strategische Position auf den Kreuzfahrtrouten in Westafrika, im Atlantik und im Mittelmeer ein, wobei er sowohl für Transit- als auch für Umschlagvorgänge genutzt wird. JPM

Foto: enapress.com